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| Seefelder Sattel | |||
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Blick vom Gschwandtkopf nach Nordosten auf Seefeld; | |||
| Süd | Nord | ||
| Passhöhe | 1.185 m ü. A. | ||
| Bundesland | Tirol (Österreich) | ||
| Wasserscheide | Mühlbach, Niederbach, Inn |
Seebach, Drahnbach, Gießenbach, Isar | |
| Talorte | Zirl | Mittenwald | |
| Ausbau | Passstraße: 177 (Seefelder Straße) | ||
| Gebirge | Karwendel | ||
| Profil | |||
| Denzel-Skala | SG 3 | SG 2 | |
| Ø-Steigung | 5,2 % (563 m / 10,9 km) | 2,6 % (221 m / 8,6 km) | |
| Max. Steigung | 16 % | 7,3 % | |
| Karte (Tirol) | |||
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| Koordinaten | 47° 19′ 5″ N, 11° 11′ 50″ O47.31808311.1970851185Koordinaten: 47° 19′ 5″ N, 11° 11′ 50″ O | ||
Der Seefelder Sattel ist ein 1.185 m ü. A. hoher Bergsattel und Gebirgspass in den Nördlichen Kalkalpen im österreichischen Bundesland Tirol. Über ihn führen als Hauptverkehrswege die Seefelder Straße (B 177) und die Mittenwaldbahn, auf dem Plateau nördlich des Sattels liegt Seefeld (1.180 m).
Inhaltsverzeichnis |
Der Seefelder Sattel liegt westlich der Erlspitzgruppe (max. 2.404 m), einem Ausläufer des Karwendel, und östlich des Mieminger Gebirges (max. 2.768 m). Nach Süden geht es über den Zirler Berg hinunter zum Inntal, im Norden des Plateaus liegen Wettersteingebirge (max. 2.962 m) und Arnspitzgruppe (max. 2.196 m). Die eigentliche Passhöhe befindet sich nahe der Gemeindegrenze zwischen Seefeld und des südlich angrenzenden Reith in dessen Ortsteil Auland, auf landwirtschaftlich genutztem Gebiet südöstlich des Wildsees bzw. nordnordwestlich des Abzweigs der Landesstraße 36 von der Seefelder Straße (B 177). Östlich des Sattels erheben sich die Reither Spitze (2.374 m) mit der nördlich davon gelegenen Seefelder Spitze (2.221 m), westlich liegt der Gschwandtkopf (1.495 m).
Der Seefelder Sattel befindet sich auf der Wasserscheide zwischen Inn und der Isar. Während das Wasser des nordöstlich von Auland entspringenden Mühlbachs durch den Niederbach südwärts in den Donauzufluss Inn fließt, verläuft jenes von Raabach und Haglbach durch den Seebach (entfließt dem Wildsee), Drahnbach und Gießenbach nordostwärts in den Donauzufluss Isar.
Über den Seefelder Sattel führt die Seefelder Straße (B 177). Sie verläuft vom südöstlich im Inntal liegenden Zirl (mit Anschluss an Innsbruck über die A12 oder B 171) über die Süd- und Ostflanke des Zirler Bergs (mit dort maximal 16 % Steigung) durch Reith und Seefeld und dann Richtung Nordosten zum an der Isar gelegenen Scharnitz an der österreichisch-deutschen Grenze und passiert dort den Scharnitzpass, von wo sie in Deutschland als Bundesstraße 2 in Deutschland vorbei an Mittenwald über Garmisch-Partenkirchen) bis nach Gartz (Oder) weitergeführt wird. Im Rahmen der östlichen Seefelder Ortsumfahrung erreicht die Straße nördlich des Sattels nahe der Anschlussstelle Seefeld-Mitte etwas mehr als 1.220 m Höhe. Beim südlich des Sattels gelegenen Auland zweigt die Landesstraße 36 ab, die durch Seefeld nach Telfs im Inntal führt.
Über den Seefelder Sattel verläuft etwa parallel zur Seefelder Straße auch ein Abschnitt der windungs- und tunnelreichen Mittenwaldbahn, der von Innsbruck über Seefeld und Mittenwald nach Garmisch-Partenkirchen führenden Eisenbahnstrecke – mit Bahnhöfen oder Haltestellen unter anderem in Reith, Seefeld und Scharnitz.
Die Römer bauten mit der Via Raetia eine Verbindungsstraße nach Augusta Vindelicorum (Augsburg) über den Brennerpass nach Veldidena (heute Innsbruck) und führten sie weiter über den Seefelder Sattel und durch den später als Porta Claudia befestigten Scharnitzpass.
Im Unterschied zum Seefelder Sattel ist der Scharnitzpass jedoch kein Gebirgspass, vielmehr ein Talpass, also die Verengung einer Felsschlucht. Das von den Ausläufern der Arnspitzgruppe verengte Isartal bei Scharnitz konnte auf den Reisenden den Eindruck eines Tores (lat. Porta) machen, verglichen zu den weiter werdenden Talgründen Richtung Mittenwald und Seefeld.
Zur Sicherung ihrer Straße bauten die Römer am Scharnitzpass die Siedlung Mansio Scarbia, von dem der Name Scharnitz abstammt.Für die Bedeutung des Weges über den Seefelder Sattel und durch den Scharnitzpass spricht auch der Fund eines römischen Meilensteins bei Partenkirchen. Immerhin nennen auch die beiden berühmtesten römischen Straßenkarten diesen Weg als Militär- und Handelsstraße erster Ordnung. Nördlich Partenkirchen führte die Straße über Oberammergau, da ein großes Moor bei Murnau unwegsam war. Erst als römische Straßenbauer der Bau einer Straße durch das Moor gelungen war, bekam sie die Trasse, die auch die moderne Bundesstraße 2 (Deutschland) im groben noch einhält. Diese Straße war stark frequentiert und wohl auch als befahrbare Straße erbaut. Reste dieser Römerstraße sind bei Klais zu sehen, ein dort als Hohlweg angelegtes Straßenstück ist samt eingemeißelten Gleisrillen bis heute erhalten geblieben.[1]
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