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Ein Seemann (offizieller Plural „Seeleute“) ist eine Person, die ihren Arbeitsplatz auf Schiffen hat, die über die Meere Güter und/oder Passagiere von einem Hafen in einen anderen transportieren. Das Arbeitsverhältnis von Seeleuten auf Schiffen unter deutscher Flagge ist heute durch das Seemannsgesetz geregelt. Seeleute gehören regelmäßig zur Schiffsbesatzung
Umgangssprachlich nannte man sie an der Küste auch Janmaaten. Italienische Seeleute wurden wegen ihrer auffallenden Locken und ihrem Akzent jahrhundertelang als Lumpeys bezeichnet. Der Spitzname der englischen Seeleute lautete „limeys“. Dieser Name ist zurückzuführen auf die tägliche Ration Zitronensaft („lime juice“), welche an Bord der englischen Schiffe zur Vorbeugung von Skorbut einzunehmen war.
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Kapitän an Bord eines Schiffes ist ein Nautiker, der (heute) durch schulische oder fachhochschulische Ausbildung sein nautisches Patent erworben hat, dieses zuerst mindestens ein Jahr lang als nautischer Wachoffizier und danach entweder ein Jahr als Erster Offizier oder weiterhin zwei Jahre als nautischer Wachoffizier ausgefahren hat. Als rechtlicher Vertreter des Reeders leitet er den gesamten Schiffsbetrieb und trägt dafür die Verantwortung (Handelsschifffahrt).
Der Chief ist nach dem Kapitän die zweitwichtigste Person im Schiffsbetrieb. Er ist Leiter der Maschinenanlage und für alle technischen Angelegenheiten an Bord zuständig und verantwortlich.
Der nautische Wachoffizier hat ein Patent zum Führen eines Seeschiffes erworben. Mit seiner Wachtätigkeit auf der Brücke ist er für die Sicherheit des Schiffes und des umliegenden Verkehrs verantwortlich (Fahrzeugführer). Ausgebildet wird heute nach dem internationalen STCW 95-Standard für die internationale Seefahrt.
Während der Erste Offizier für Ladung und die Besatzung zuständig ist, ist der Zweite in der Regel für die Navigation und der Dritte für die Sicherheitsausrüstung, die Brandabwehr und Rettung zuständig.
Ein Matrose ist ein Angehöriger einer Schiffsbesatzung und war Facharbeiter. Die Ausbildung zum Matrosen wurde in der Bundesrepublik Deutschland 1983 eingestellt und durch die Ausbildung zum Schiffsmechaniker abgelöst. Nach der Wiedervereinigung ging die Ausbildung zum Matrosen in der DDR in die Ausbildung Westdeutschlands auf.
Für Seeleute im Maschinenbetrieb (umgangssprachlich Black Gang) war auch der Ausdruck „Heizer“ üblich.
Ein Schiffsjunge ist ein Auszubildender, in der Regel das jüngste Besatzungsmitglied, gewesen. Heute sind die Auszubildenden zum Schiffsmechaniker der Facharbeiter- und Offiziersnachwuchs. Das Wort „Moses“ ist außer Gebrauch gefallen.