|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Die Selbstreferenzialität (von lat. referre „sich auf etwas beziehen“), auch Autoreferenzialität, Selbstreferentialität und Selbstbezüglichkeit, ist ein Begriff aus der Systemtheorie in der Kommunikationswissenschaft, der beschreibt, wie ein Symbol auf sich selbst Bezug nimmt. Der Begriff kann im Zusammenhang mit dem der Autopoiesis betrachtet werden.
Abgeleitet wird der Begriff durch die Identität von Symbol und Referent (Bezugsobjekt).
Selbstbezügliche Systeme stabilisieren sich auf sich selbst und schließen sich darin von ihrer Umwelt ab. Dadurch gewinnen sie Beständigkeit und ermöglichen Systembildung und Identität. Selbstreferenzielle Systeme sind „operational geschlossen“; in ihren Prozessen beziehen sie sich nur auf sich selbst und greifen nicht in ihre Umwelt hinaus. Die Ressourcenschöpfung ist unabhängig davon zu betrachten.
Beispiele hierfür sind
Logische Aussagen können sich durch Selbstbezüglichkeit sinnentstellen und logische Paradoxien erzeugen wie bei der seltsamen Schleife.
In Literatur und Kunst hat die Selbstreferenzialität eine lange Tradition. Hier verwendet man den Fachausdruck Mise en abyme.