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Ein Selbstbildnis oder Selbstporträt ist eine Selbstdarstellung der Physiognomie eines bildenden Künstlers mit den Mitteln der Malerei, Grafik, Plastik oder Fotografie.
Die ersten Selbstbildnisse soll es bereits in der Antike gegeben haben. Der berühmte griechische Bildhauer Phidias soll sich etwa auf dem Schild der von ihm geschaffenen Statue der Athena Partenos selbst abgebildet haben.
Aus der mittelalterlichen Kunst sind kaum Selbstbildnisse überliefert.
Seit der Renaissancezeit jedoch hat sich der selbstbewusste Künstler, der nun nicht mehr bloßer Handwerker war, sondern sich den Philosophen, Literaten und Wissenschaftlern der Zeit gleichwertig erachtete, im Selbstporträt ein Denkmal gesetzt. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Physiognomie als allgegenwärtigem und billigem Modell zeugen viele Selbstbildnisse auch von der inneren Auseinandersetzung des Künstlers mit sich selbst, mit den eigenen sich wandelnden Stimmungen und der eigenen Vergänglichkeit.
Leonardo da Vinci, Selbstporträt, Rötel, um 1512
Rembrandt van Rijn, Selbstporträt, 1630
Rembrandt van Rijn, Selbstporträt, um 1655
Anton Graff, Selbstporträt, 1765
Joseph Ducreux, Selbstporträt (gähnend), 1783
Élisabeth Vigée-Lebrun, Selbstporträt, 1790
Ilja Jefimowitsch Repin, Selbstporträt, 1878
Vincent van Gogh, Selbstporträt, 1886–1887
Paul Gauguin, Selbstporträt, 1893
Pierre-Auguste Renoir, Selbstporträt, 1910