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Sender Dillberg

Sender Dillberg
Sendeanlage dillberg feb08.JPG
Basisdaten
Ort: Dillberg
Eigentümer: Bayerischer Rundfunk
Geographische Lage: 49° 19′ 24,6″ N, 11° 22′ 50,4″ O49.323511.38068Koordinaten: 49° 19′ 24,6″ N, 11° 22′ 50,4″ O
Geländeniveau: 595 Meter üb. NN
Verwendung: Fernmeldeturm, nicht öffentlich zugänglich
Technische Daten
Hauptmast
Baujahr: 1990
Höhe: 231 Meter
Durchmesser: 1,6 Meter
Gewicht: 131 Tonnen
Bauart: Stahlrohrmast
Reservemast
Baujahr: 1956
Durchmesser: 1,1 Meter
Höhe: 195 Meter
Bauart: Stahlrohrmast

Der Sender Dillberg befindet sich auf dem 595 Meter hohen Dillberg. Der Bayerische Rundfunk betreibt hier seit 1955 eine Sendeanlage die Anfangs für UKW, seit 1956 auch als Fernsehsender genutzt wird. 1995 kam DAB hinzu und seit Mai 2005 wird Digitales Fernsehen in DVB-T Norm abgestrahlt. Ebenfalls gesendet wird auf Mittelwelle (seit 1969, vorher war Nürnberg-Kleinreuth Standort des Mittelwellensenders). Der Sender war der zweite Grundnetzsender des Bayerischen Rundfunks nach dem Sender Wendelstein, der das Fernsehprogramm Das Erste ausstrahlte.

Als Antennenträger kommen zwei geerdete Sendemasten zum Einsatz. Auf der Spitze des 231 Meter hohen Hauptsendemast sind die Antennen für DVB-T angebracht, darunter die Antennen für UKW und DAB, während die Mittelwellen-Reuse das untere Drittel belegt.

Daneben besteht seit 1956 ein weiterer Sendemast (Reservemast), der 1991 von 203 Meter auf 184 Meter reduziert wurde. Im Frühjahr 2005 wurde per Hubschrauber eine DVB-T Antenne auf den Mast montiert. Dadurch wuchs der Sender auf 195 Meter. Weiterhin sind diverse Empfangsantennen und die Reserve-Mittelwellenantenne vorhanden.

Auf dem Sendergelände steht noch ein 62 Meter hoher Sendemast aus Beton (Baujahr 1986), der vor allem der Programmzuführung per Richtfunk und Ballempfang dient.

Am 11. April 2005 wurden die TV-Sendeantennen für DVB-T umgerüstet.

Im Jahre 2005 ging ein digitaler Kurzwellensender (DRM) in Betrieb. Die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg betreibt hier Grundlagenforschung für das digitale Übertragungssystem DRM.

Inhaltsverzeichnis

Frequenzen und Programme

Analoges Radio (UKW)

Beim Antennendiagramm sind im Falle gerichteter Strahlung die Hauptstrahlrichtungen in Grad angegeben.

Frequenz 
(in MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
(in kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
88,9 Bayern 1 BAYERN_1
BR_1_FRA
D311, 
D511 (regional)
Ober- und Mittelfranken 25 ND H
104,5 Bayern 1 BAYERN_1
BR_1_N/O
D311, 
D811 (regional)
Niederbayern/Oberpfalz 5 D (20°–310°) H
92,3 Bayern 2 BAYERN_2
BR2_NORD
D312, 
D512 (regional)
Nordbayern 25 ND H
102,5 Bayern 2 BAYERN_2
BR2_SUED
D312, 
D412 (regional)
Südbayern 10 D (140°–200°) H
97,9 Bayern 3 BAYERN_3 D313 - 25 ND H
87,6 BR-Klassik BR-KLASS D314 - 25 ND H
102,0 B5 aktuell B_5_AKT_ D315 - 25 ND H
100,6 Antenne Bayern ANTENNE_ D318 - 25 ND H

Analoges Radio (MW)

Frequenz
(kHz)
Programm Regionalisierung ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
801 Bayern plus 17 ND V

Digitales Radio (DAB)

DAB wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt.

Block Programme ERP 
(in kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Gleichwellennetz (SFN)
11D 
BR Bayern 
(D__00165)
DAB-Block des Bayerischen Rundfunks: 10 ND
12D 
Bayern
(D__00008)
DAB-Block der Bayern Digital Radio: 1 D
  • Unterfranken:
Alzenau (Hörstein-Hahnenkamm), Burgsinn, Kreuzberg (Rhön), Miltenberg (Kohlplatte), Pfaffenberg (Aschaffenburg), Würzburg (Frankenwarte)
  • Oberfranken:
Bamberg (Geisberg), Coburg, Hof (Labyrinthberg), Ochsenkopf (Fichtelgebirge)
  • Mittelfranken:
Büttelberg (Burgbernheim/Frankenhöhe), Nürnberg (Fernmeldeturm)
  • Oberpfalz:
Amberg, Dillberg (Neumarkt), Hohe Linie (Regensburg), Hoher Bogen (Furth im Wald)
  • Niederbayern:
Brotjacklriegel (Deggendorf), Deggendorf (Aletsberg), Dingolfing (BMW), Landshut (Altdorf-Gstaudacher Str.), Passau (Dommelstadl-Hainberg), Pfarrkirchen (Postmünster-Hieb)
  • Schwaben:
Augsburg (Haberskirch), Augsburg (Hotelturm), Grünten (Sonthofen), Hühnerberg (Harburg), Lindau (Kinberg-Lötz), Mindelheim (Mittelneufnach), Ulm (Kuhberg) [Baden-Württemberg]
  • Oberbayern:
Gelbelsee (Ingolstadt), Herzogstand (Fahrenbergkopf), Hochberg (Traunstein), Hohenpeißenberg (Weilheim), Ingolstadt (Audi), Ismaning, München (Olympiaturm), Oberammergau, Pfaffenhofen (Ilm), Wendelstein (Bayrischzell)


Digitale Mittel- und Kurzwelle (DRM)

Programm Frequenz ERP
biteXpress 909 kHz 0,1 kW
Campus Radio (bis 31. Mai 2009)[1] 26000 kHz 0,1 kW

Digitales Fernsehen (DVB-T)

Kanal Frequenz 
(in MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(in kW)
Antennen-
diagramm

rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
(in MBit/s)
SFN
55 746 BR-Bouquet 1 50 ND V 16-QAM 2/3 1/4 13,47 Dillberg, Büttelberg, Hesselberg, Nürnberg
47 682 BR-Bouquet 2 Nordbayern 50 ND V 16-QAM 2/3 1/4 13,47 Dillberg, Büttelberg, Hesselberg, Nürnberg
34 578 ZDFmobil-Bouquet 50 ND V 16-QAM 2/3 1/4 13,47 Dillberg, Bamberg, Nürnberg

Analoges Fernsehen

Bis zur Umstellung auf DVB-T am 30. Mai 2005 wurde vom Sender Dillberg folgendes Programm in analogem PAL gesendet:

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
6 182,25 Das Erste (BR) 100 ND H

Einzelnachweise

  1. www.ukwtv.de – Campus Radio

Weblinks

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