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Sender Hesselberg

Sender Hesselberg
Sender Hesselberg.jpg
Basisdaten
Ort: Hesselberg
Eigentümer: DFMG
Geographische Lage: 49° 4′ 5,8″ N, 10° 31′ 32,3″ O49.0682810.52565Koordinaten: 49° 4′ 5,8″ N, 10° 31′ 32,3″ O
Geländeniveau: 674 Meter ü. NN
Verwendung: Fernmeldeturm, nicht öffentlich zugänglich
Baujahr: 1960 (Mastunterteil), 1966 (Mastaufsatz)
Technische Daten
Höhe: 121,50 Meter
Bauart: Stahlfachwerkturm
Blick zum Hesselberg mit Sendemast

Auf dem Hesselberg, in der Nähe von Wassertrüdingen, betreibt die Deutsche Telekom AG den Sendeturm Hesselberg (auch als Funkübertragungsstelle Wittelshofen 1 bezeichnet) für UKW, digitales Fernsehen, Mobilfunk und Richtfunk.

Der weithin sichtbare 121 m hohe Sender ist ein Grundnetzsender für das bayerische DVB-T-Sendernetz. Das Sendegebiet umfasst die Region westliches Mittelfranken und nördliches Schwaben.

Der auf 674 Meter ü. NN gelegener Sendeturm ist von ungewöhnlicher Bauweise: Er ist als Hybridturm ausgeführt und besteht aus einem freistehenden Stahlfachwerkturm als Unterbau und einem abgespannten Sendemast als Oberteil. In 35 Meter, 40 Meter und 88,50 Meter Höhe besitzt der Mast Richtfunkplattformen.

Von 1968 bis 1970 wurde das heutige Sendergebäude errichtet. 1970 wurden dann die analogen Fernsehsender in Betrieb genommen. Im Jahre 1993 erhielt der Sender einen neuen, fünf Tonnen schweren, GfK-Zylinder, der neue TV-Sendeantennen enthielt. Die Kosten für den Gesamtumbau beliefen sich auf 2,1 Mio. DM.

Bis zur Umstellung auf DVB-T am 25. November 2008 wurde das analoge Fernsehen auf den Kanälen K32 (ZDF, 360 kW) und K47 (BR, 440 kW) ausgestrahlt.

Des Weiteren unterhalten Funkamateure auf dem Hesselberg eine Relaisstation für Sprechfunk, Packet Radio und ATV. Die Energie für den Betrieb wird ausschließlich durch Solarzellen und Windkraft erzeugt. Die jeweiligen Sender auf den Frequenzen 439 MHz, 1240 MHz, 2400 MHz und 10,2 GHz werden mit den von der BNetzA genehmigten 15 W ERP (24 W EIRP) betrieben. Hierdurch kann es zu Störungen des Modellflugbetriebs im 2,4-GHz-Band auf dem Hesselberg kommen, wodurch das 2,4-GHz-Relais auf dem Hesselberg umstritten ist.[1]

Inhaltsverzeichnis

Frequenzen und Programme

Analoges Radio (UKW)

Beim Antennendiagramm sind im Falle gerichteter Strahlung die Hauptstrahlrichtungen in Grad angegeben.

Frequenz 
(in MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP
(in kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/

gerichtet (D)

Polarisation
horizontal (H)/

vertikal (V)

89,1 Radio 8 RADIO_8_ D47E - 0,1 ND H

Digitales Fernsehen (DVB-T)

Kanal Frequenz
(in MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP
(in kW)
Antennen-
diagramm

rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate
(in MBit/s)
Gleichwellennetz (SFN)
55 746 ARD national (BR) 100 ND H 16-QAM 2/3 1/4 13,27 Hesselberg, Büttelberg, Dillberg, Nürnberg
47 682 ARD regional (BR) Nordbayern 100 ND H 16-QAM 2/3 1/4 13,27 Hesselberg, Büttelberg, Dillberg, Nürnberg
44 658 ZDFmobil

ZDFneo (21–6 Uhr)

50 ND H 16-QAM 2/3 1/4 13,27 Hesselberg, Gelbelsee, Welden (Augsburg), Pfaffenhofen (ilm)

Einzelnachweise

  1. Kollisionswahrscheinlichkeit bei 2,4 GHz R/C-Systemen, abgerufen am 28. Mai 2009.
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