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Shmuel Noah Eisenstadt (* 10. September 1923 in Warschau; †2. September 2010 in Jerusalem[1]) war ein israelischer Soziologe.
Inhaltsverzeichnis |
Eisenstadt emigrierte zunächst in die USA. Er wurde 1959 an den Lehrstuhl für Soziologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem berufen. 1990 wanderte er nach Israel aus. Er erhielt zahlreiche Gastprofessuren, u. a. an der University of Chicago, der Harvard University, der Universität Zürich, der Universität Wien, der Universität Bern, der Stanford University, der Universität Heidelberg. Ihm wurden zahlreiche Preise zuerkannt, u. a. der Balzan-Preis, der Max-Planck-Forschungspreis (gemeinsam mit Wolfgang Schluchter) sowie 2006 der Holberg-Preis. Er war Mitglied vieler Akademien, u. a. der American Academy of Arts and Sciences.
In der Soziologie wurde er zunächst als Jugendsoziologe bekannt (From Generation to Generation), worin sich auch eine gedankliche Nähe zu Talcott Parsons dartat. Jedoch: „Eisenstadts Forschungen haben maßgeblich dazu beigetragen, das Verständnis der Moderne aus jener eurozentrischen Deutung heraus zu lösen, die das im Westen entwickelte kulturelle Programm als natürliches Entwicklungsmodell aller Gesellschaften sah. […] Das europäische Modell ist nur eines: das zeitlich früheste. Es vermittelt den Impuls. Aber die gesellschaftlichen Reaktionen – sei es in den USA, Kanada, Japan oder im südostasiatischen Raum – erfolgten mit ganz unterschiedlichen kulturellen Reagenzien.“ [2]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eisenstadt, Shmuel N. |
| ALTERNATIVNAMEN | Eisenstadt, Samuel Noah |
| KURZBESCHREIBUNG | israelischer Soziologe |
| GEBURTSDATUM | 10. September 1923 |
| GEBURTSORT | Warschau |
| STERBEDATUM | 2. September 2010 |
| STERBEORT | Jerusalem |