Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Slowakische Demokratische und Christliche Union – Demokratische Partei

Slovenská demokratická a kresťanská únia – Demokratická strana
Slowakische Demokratische und Christliche Union – Demokratische Partei
Logo der SDKÚ–DS
Parteivorsitzender Mikuláš Dzurinda
Partei­vorsitzender Mikuláš Dzurinda
Gründung 2000
Haupt­sitz Ružinovská 28
82735 Bratislava
Aus­richtung Konservatismus, Liberalismus, Christdemokratie
Farbe(n) Blau
Parlamentsmandate 11 von 150 (Stand: 2012)
Internationale Verbindungen Christlich Demokratische Internationale (CDI)
Europapartei Europäische Volkspartei (EVP)
EP-Fraktion Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten)
Website www.sdku-ds.sk

Die Slowakische Demokratische und Christliche Union – Demokratische Partei (slowakisch Slovenská demokratická a kresťanská únia – Demokratická strana, SDKÚ–DS) ist eine Partei in der Slowakei.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die SDKÚ entstand im Jahr 2000. Sie wurde vom damaligen slowakischen Ministerpräsidenten Mikuláš Dzurinda gegründet. Die Partei entstand, als sich Dzurinda gemeinsam mit einigen Ministern weigerte, aus der Partei-Allianz SDK auszutreten und in seine ursprüngliche Partei Christlich-demokratische Bewegung (KDH) zurückzukehren. Die SDKÚ bildete sich so aus Mitgliedern beider Parteien. Ein Teil der Mitglieder ist gemäßigt konservativ (ehemalige KDH-Mitglieder), ein Teil ist liberal (ehem. Mitglieder der Demokratischen Union), weitere sind aus der bürgerlich-konservativen Demokratischen Partei. Die möglichen innenparteilichen Streitigkeiten, die durch die Verbindung von zwei gegensätzlichen Weltanschauungen entstehen könnten, wurden durch das Beiseiteschieben der ideologischen Komponenten im Vorhinein beseitigt. Das zeigte sich von Anfang an den Themen, die die Parteivertreter in der politischen Debatte unterstrichen. Während der ersten Dzurinda-Regierung richtete sich die Politik der SDKÚ vor allem auf die Themen wie NATO- und EU-Integration. Nach dem Beitritt der Slowakei zur EU und der NATO suchte sie nach neuen Schlüsselthemen. Nachdem Erfolg der Regierung in der Wirtschaftspolitik konzentrierte die SDKÚ–DS ihre Aufmerksamkeit auf die Themen, die mit den aktuellen Wirtschaftsreformen (gleicher Steuersatz, die Reform des Rentensystems, die Reform des Gesundheitswesens) verbunden waren.

Wahlerfolge

Die SDKÚ ging aus der Wahl im Jahr 2002 als zweitstärkste Kraft hervor. Gemeinsam mit der Partei der ungarischen Koalition (SMK-MKP), der Christlich-Demokratischen Bewegung (KDH) und der Allianz des neuen Bürgers (ANO) bildete sie die Regierung und begann die Reformpolitik (Pensionsreform, Einführung der Flat Tax). Am 21. Januar 2006 vereinigte sich die Partei mit der kleineren Demokratischen Partei (DS), seitdem wird der heutige Name SDKÚ–DS verwendet.

Anfang Februar 2006 zerfiel die Regierung Dzurinda, nachdem sich die SDKÚ mit dem Koalitionspartner KDH zerstritten hatte.

Bei der Parlamentswahl im Juni 2006 erlangte die SDKÚ–DS 18,35 % der Stimmen und 31 Mandate im Nationalrat der Slowakischen Republik und wechselte als zweitstärkste Partei in die Opposition.

Bei der Parlamentswahl am 12. Juni 2010 blieb die Partei mit 15,42 % zweitstärkste Partei.[1] Obwohl der Abstand zur regierenden Partei Smer-SD, die 62 Mandate auf sich vereinigte, erheblich war, konnte sie mit drei weiteren bürgerlichen Parteien eine Koalition bilden. 2012 erlitt die SDKÚ starke Verluste.

Als liberal-konservative Partei tritt sie für die freie Marktwirtschaft ein. Die SDKÚ ist Mitglied der Europäischen Volkspartei.

Einzelnachweise

  1. Pravica môže vládnuť, má o 8 kresiel viac (slowakisch), SME. Abgerufen am 13. Juni 2010. 

Literatur

  • Štefančík, R. (2008): Christlich-demokratische Parteien in der Slowakei. Trnava: UCM, ISBN 978-80-8105-016-9
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.