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Solothurnisches Gäu

Das Solothurnische Gäu (das Gäu), die Region zwischen Oensingen und Olten, ist im Norden begrenzt von der ersten Kette des Jura, im Süden von der Aare. Sie besteht zusätzlich zum eigentlichen Bezirk Gäu noch aus den Gemeinden des Untergäus im Bezirk Olten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Solothurnische Gäu ist der heutige Name für die einstige Grafschaft Buchsgau, die bestand, bevor 1463 die Stadt Solothurn Herr wurde im Gäu. Ab 1669 war Solothurn im Vollbesitz der staatlichen Hoheit. Aus der Region Buchsgau wurde die äussere Vogtei Bechburg. Seit 1798 gehören die Gemeinden des Untergäus dem Bezirk Olten an.

Gebietsunterteilung

Die Region wird in folgende drei Gebiete unterteilt:[1]

Lokale Übernamen der Bewohner

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Jedes Dorf im Gäu besitzt einen Übernamen, auf den die Bewohner heute noch mehr oder weniger stolz sind und der vor allem, aber nicht nur in der Fastnachtszeit immer noch verwendet wird:

  • Boningen: Schnecken (Schnägge)
  • Egerkingen: Krähen (Chräie)
  • Fulenbach: Holzbirnen (Houzbeerli)
  • Gunzgen: Karotten (Rüebli), Grünfinken (Grüenfinke)
  • Hägendorf: Goldfasane (Guldfasane), Wollschweine (Wullesöi)
  • Härkingen: Frösche (Frösch), Riecher (Schmöcker)
  • Kappel: Rattenbeine (Rattebei, eine Rübenart), Narren (Naare)
  • Kestenholz: Schneegänse (Schneegäise)
  • Neuendorf: Kropftauben (Chropftuube)
  • Niederbuchsiten: Rehböcke, Rehkühe (Rehböck, Rehgeisse)
  • Oberbuchsiten: Kauze (Chutze)
  • Oensingen: Zwiebelchen (Zibeli)
  • Rickenbach: Schnaken (Schnoogge)
  • Wangen: Hähne, Hühner (Güggle und Hüener)
  • Wolfwil: Besenbinder (Bääsebinger)

Literatur

  • Jules und Elisabeth Pfluger: Solothurnisches Gäu: Zur Erinnerung an den 500. Jahrestag der Zugehörigkeit zu Solothurn. Staatskanzlei des Kantons Solothurn, Solothurn 1963.

Einzelnachweise

  1. Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern. Neue Folge, Bd. 44, S. 114.
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