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Der Sondershäuser Verband Akademisch-Musikalischer Verbindungen (SV) ist ein Dachverband musischer, nichtschlagender und nicht farbentragender, aber farbenführender Studentenverbindungen in Deutschland und Österreich. Ihm gehören derzeit 24 Verbindungen an.
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Gemeinsame Grundlage der SV-Verbindungen ist das musische Prinzip, das besonders durch Chöre, Orchester und Theateraufführungen gepflegt wird. Darüber hinaus gibt es in den einzelnen Verbindungen zum Teil auch andere musische Gruppen wie Bigbands oder Rockbands. Der SV selbst veranstaltet mehrmals im Jahr diverse Workshops und Fortbildungswochenenden zum Thema Chor- und Orchestermusik, Jazz, Tanz und Theater.
Der SV (im Gegensatz zur Deutschen Sängerschaft) verfügt seit den 1970er Jahren über Gemischtbünde, was bedeutet, dass er auch Studentinnen aufnimmt (derzeit sind 17 der 24 im SV zusammengeschlossenen Bünde gemischt, ein weiterer Bund nimmt ausschließlich Frauen auf). Damit ist der Sondershäuser Verband heute der einzige bundesweit organisierte Kulturverband für Studierende, da es auch sonst keinen anderen studentischen Zusammenschluss auf Bundesebene gibt.
In Zusammenarbeit mit der Landesmusikakademie Thüringen in Sondershausen bietet der Sondershäuser Verband seit November 2006 eine öffentliche Seminarsreihe zum Thema "Kulturmanagement im musikalisch – nichtkommerziellen Bereich" an, die einmal im Jahr stattfindet. Mit der Stadt Sondershausen gibt es bereits seit der Wiedervereinigung regelmäßig Zusammenarbeiten, wie z. B. im Rahmen des Verbandsfestes des Sondershäuser Verbandes, das alle fünf Jahre zu Pfingsten stattfindet (zuletzt 2007) und in dessen Rahmen der SV eine Vielzahl von Konzerten und Theateraufführungen in der Stadt Sondershausen veranstaltet.
(Siehe auch: Rondell Sondershausen)
Älteste SV-Verbindung ist die Akademische Liedertafel (ALT) Berlin (heute AMV Berlin), die 1856 gegründet wurde. Als Gründungsjahr des SV gilt 1867, in diesem Jahr wurde ein Kartellvertrag zwischen dem AGV München und der ALT Berlin geschlossen. Der Name Sondershäuser Verband kommt von dem Ort Sondershausen, wo 1894 das erste Kartellfest stattfand. 1908 fasste der Kartelltag in Sondershausen eine Entschließung zur Alkoholfrage, sprach sich dafür aus, die "akademischen Trinkunsitten energisch zu bekämpfen" und stellte fest, dass der Aufnahme von Antialkoholikern keine Bedenken entgegenstehen.[1]
Die Machtergreifung der Nationalsozialisten bedeutete das vorläufige Ende der SV-Verbindungen und des SV.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte der SV wieder auf, und 1949 konnte in Heidelberg der erste Vertretertag nach dem Krieg durchgeführt werden. In den 1950er Jahren hatte der SV 19 Mitgliedsverbindungen mit zusammen rund 900 Mitgliedern. 1957 fand das erste Verbandsfest seit dem Zweiten Weltkrieg statt. Zum 100-jährigen Bestehen 1967 umfasste der SV 26 Verbindungen an 25 Hochschulen mit zusammen rund 1650 Studenten.
Am 25. Mai 2007 wurde im Rahmen des Verbandsfestes die 2006 gegründete Akademisch-Musische Damenverbindung Caecilia zu Hamburg (AMDV) als erste rein weibliche Verbindung in den Sondershäuser Verband aufgenommen.
Aktuell (Stand 2007) gibt es folgende 24 aktive Mitgliedsverbindungen:
Aufgelöst (vor 2005) oder nur noch als AHV tätig sind folgende Mitgliedsverbindungen:
Vor 1945 bzw. vor 1918 existierten folgende Verbindungen, die nach dem 2. Weltkrieg nicht oder nicht am selben Ort wiedergegründet wurden:
Ursprünglich als SV-Verbindung gegründet, haben folgende Verbindungen den Verband verlassen: