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Spanien

Reino de España

Königreich Spanien

Flagge Spaniens
Wappen Spaniens
Flagge Wappen
Wahlspruch: „Plus Ultra“
lat., „DarĂŒber hinaus“
Amtssprache Spanisch

amtlich regional: Aranesisch, Baskisch, Galicisch, Katalanisch

Hauptstadt Madrid
Staatsform Parlamentarische Erbmonarchie
Staatsoberhaupt König Juan Carlos I.
Regierungschef RegierungsprÀsident Mariano Rajoy
FlĂ€che 504.645 kmÂČ
Einwohnerzahl 47.190.493 (Stand: 1. Jan. 2011)[1]
Bevölkerungsdichte 94 Einwohner pro kmÂČ
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (PPP)
  • Total (Nominal)
  • BIP/Einw. (PPP)
  • BIP/Einw. (Nominal)
2009
  • $ 1361 Milliarden (13.)
  • $ 1464 Milliarden (9.)
  • $ 29.689 (27.)
  • $ 31.946 (23.)
Human Development Index 0,863 (20.)
WĂ€hrung Euro
Nationalhymne Marcha Real
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (MĂ€rz bis Oktober)
UTC (Kanarische Inseln)
UTC+1 (Kanarische Inseln) (MĂ€rz bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen E
Internet-TLD .es
Telefonvorwahl +34
Spain in the European Union on the globe (Europe centered).svg
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Spanien (amtlich Königreich Spanien, spanisch Reino de España [ˈrejno ð(e) esˈpaÉČa]) ist ein Staat mit einer parlamentarischen Erbmonarchie, der im SĂŒdwesten Europas und in Nordafrika liegt und den grĂ¶ĂŸten Teil der Iberischen Halbinsel einnimmt. Die Hauptstadt ist Madrid.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Topografie Spaniens

Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im SĂŒden), auf der Iberischen Halbinsel zwischen 36° und 43,5° nördlicher Breite und 9° westlicher und 3° östlicher LĂ€nge (ohne Balearen, Kanaren, Ceuta und Melilla). Spanien nimmt knapp sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel ein. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der PyrenĂ€en, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra.

Außerdem gehören die im Mittelmeer gelegenen Balearen und die Kanaren im Atlantik sowie die an der nordafrikanischen KĂŒste gelegenen StĂ€dte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave LlĂ­via. Außerdem gehören Spanien die vor der marokkanischen KĂŒste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de VĂ©lez de la Gomera, Alhucemas, Isla de AlborĂĄn, Isla del Perejil und die Islas Columbretes.

Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Bares in Galicien, auf dem Festland sind der westlichste Punkt das Cabo Touriñån (ebenfalls in Galicien), der sĂŒdlichste die Punta MarroquĂ­ bei Tarifa und der östlichste das Cap de Creus an der Costa Brava. Die grĂ¶ĂŸte Ausdehnung von Norden nach SĂŒden betrĂ€gt 856 Kilometer und von Osten nach Westen 1020 Kilometer. Der westlichste und der sĂŒdlichste Punkt Gesamtspaniens liegen auf der kanarischen Insel El Hierro, der östlichste auf der Baleareninsel Menorca.

Das Staatsgebiet weist mit einer mittleren Höhe von ca. 660 Metern ĂŒber NN einen der höchsten Werte Europas auf. Die rĂ€umliche Gliederung der Halbinsel wird wesentlich durch sechs große Gebirgssysteme bestimmt.

Gebirgssysteme

Teide, höchster Berg auf spanischem Staatsgebiet

Von den sechs großen Gebirgssystemen verlaufen fĂŒnf in West-Ost-Richtung. Im Norden sind es die PyrenĂ€en (bis 3400 Meter), die die Begrenzung zum restlichen festlĂ€ndischen Europa bilden. Westlich an die PyrenĂ€en schließt sich das parallel zur NordkĂŒste verlaufende Kantabrische Gebirge (mit den höchsten Erhebungen in den Picos de Europa bei 2600 Metern) an. Dieses fĂ€chert sich an seinem Westende in Galicien und dem nördlichen Portugal in eine Vielzahl niederer MittelgebirgszĂŒge auf. Ebenfalls in West-Ost-Richtung verlĂ€uft etwa in der Mitte der Halbinsel das Kastilische Scheidegebirge, das sich in verschiedene Blöcke gliedert und Höhen bis 2600 Metern aufweist. In Portugal setzt es sich mit der Serra da Estrela fort. Weiter sĂŒdlich trennt die niedrigere (bis 1300 Meter) und ebenfalls von West nach Ost verlaufende Sierra Morena das Zentrale Hochland von der Senke des Guadalquivir. Im Ă€ußersten SĂŒden schließlich verlĂ€uft die Betische Kordillere entlang der MittelmeerkĂŒste von Gibraltar bis sĂŒdlich von Valencia. Die Balearen sind geologisch ihre nordöstliche Fortsetzung. Auf der Betischen Kordillere befindet sich mit dem MulhacĂ©n (3482 Meter) in der Sierra Nevada der höchste Punkt auf Spaniens Festland und der Iberischen Halbinsel. Der höchste Berg auf spanischem Staatsgebiet ist allerdings mit 3718 Metern Höhe der Pico del Teide auf der Kanaren-Insel Teneriffa.

Das Iberische Randgebirge mit Höhen bis zu 2300 Metern verlĂ€uft hingegen in Nordwest-SĂŒdost-Richtung etwa östlich einer Linie Burgos-Valencia.

FlĂŒsse

→ Hauptartikel: Flusssysteme in Spanien

Zwischen den Gebirgsketten verlaufen die fĂŒnf großen Flusssysteme, von denen vier eine Ost-West-Orientierung aufweisen, in den Atlantik mĂŒnden und ihren Ursprung im Iberischen Randgebirge, der großen Wasserscheide der Halbinsel, haben. Das Becken zwischen dem Kantabrischen Gebirge und dem Kastilischen Scheidegebirge wird durch den Duero entwĂ€ssert. Weiter sĂŒdlich verlaufen der Tajo und der Guadiana ebenfalls von Osten nach Westen. Das gleiche gilt fĂŒr den Guadalquivir sĂŒdlich der Sierra Morena.

Die Senke zwischen dem Iberischen Randgebirge und den PyrenĂ€en hingegen wird durch den Ebro zum Mittelmeer entwĂ€ssert. Dieser Strom entspringt im Kantabrischen Gebirge und verlĂ€uft in Nordwest-SĂŒdost-Richtung.

Zentrale HochflÀche

Das Zentrum wird von einer großen Hochebene eingenommen, die als Meseta (von Mesa = Tisch) bezeichnet wird. Sie wird im Norden und Nordwesten vom Kantabrischen Gebirge und dessen AuslĂ€ufern, im Osten vom Iberischen Randgebirge und im SĂŒden von der Sierra Morena umgrenzt. Im SĂŒdwesten geht sie in die etwas tiefer gelegene, aber nicht so ebene Extremadura ĂŒber. Durch das Kastilische Scheidegebirge wird sie in zwei HĂ€lften (die Nord- und die SĂŒdmeseta) geteilt, wobei die nördliche im Mittel etwas höher liegt als die sĂŒdliche. Die großen StĂ€dte der Nordmeseta (Valladolid, LeĂłn, Burgos, Salamanca) liegen auf einer Höhe von 700 bis 900 Metern, die der SĂŒdmeseta (Madrid, Toledo, Ciudad Real) auf 500 bis 700 Metern.

KĂŒstenebenen und Senken

Wesentlich tiefer liegen die Senken, die vom Guadalquivir und vom Ebro durchflossen werden. Da die Gebirge fast ĂŒberall bis nahe ans Meer herantreten, finden sich ausgedehntere KĂŒstenebenen kaum.


Klima

Das Klima in Spanien kann grob in folgende Zonen gegliedert werden:

Klimadiagramme
MittelmeerkĂŒste
Zentralspanien NordkĂŒste Kanarische Inseln  

Flora

Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:

Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert BewÀsserungsanbau.

Fauna

Iberischer Wolf (Canis lupus signatus)
Pardelluchs (Lynx pardinus)

Die spanische Tierwelt ist Ă€ußerst reich an Arten. Aufgrund der verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig dĂŒnnen Besiedelung konnten in Spanien Tierarten ĂŒberleben, die im restlichen Westeuropa ausgerottet wurden. Zudem bildeten sich aufgrund der Abgrenzung der Iberischen Halbinsel durch die PyrenĂ€en einige endemische Arten. In Nordwest- und Zentralspanien sowie vereinzelt in der Sierra Morena leben insgesamt rund 2.500 Wölfe. Der Iberische Wolf (Canis lupus signatus) bildet damit die grĂ¶ĂŸte und stabilste Population Westeuropas. Etwa 200 BraunbĂ€ren leben im Kantabrischen Gebirge sowie den PyrenĂ€en. WĂ€hrend die Population an Kantabrischen BĂ€ren als stabil gilt, sind die in den PyrenĂ€en beheimateten akut vom Aussterben bedroht. Der Pardelluchs ist eine nur in Spanien und Portugal beheimatete Luchsart, mit unter 300 Wildtieren ist sie in der Gegenwart jedoch stark gefĂ€hrdet. Weitere charakteristische SĂ€uger Spaniens sind die sonst nur in Afrika und Vorderasien beheimatete Kleinfleck-Ginsterkatze, der Ichneumon, der Iberiensteinbock oder die PyrenĂ€en-GĂ€mse. Gleich drei Arten von Hasen sind in Spanien heimisch, der Feldhase sowie die endemischen Iberischen Hasen und Castroviejo-Hasen. HĂ€ufig sind Hirsche, Rehe, Eichhörnchen, Kaninchen, Wildschweine, Marder, Dachse und FĂŒchse. Mufflons und Murmeltiere sind in Gebirgslagen anzutreffen, Wildkatzen in grĂ¶ĂŸeren WĂ€ldern und Fischotter in Flussgebieten. In den PyrenĂ€en und im Kantabrischen Gebirge sind Bartgeier heimisch, Mönchs-, GĂ€nse- und Schmutzgeier sind in weiten Teilen des Landes zu finden. Weitere charakteristische Großvögel sind der Spanische Kaiseradler oder der Steinadler. Flamingos sind in Feuchtgebieten wie z. B. Coto de Doñana anzutreffen. Zur Reptilienfauna Spaniens gehören zahlreiche Eidechsen, Geckos, Skinke, Schleichen, Schlangen, Land- und Meeresschildkröten, wie die Unechte Karettschildkröte. Bekannt sind auch die Kanareneidechsen, insbesondere die El-Hierro-Rieseneidechse (Gallotia simonyi), die eine KörperlĂ€nge von bis zu 75 cm erreichen kann.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

In den vergangenen zehn Jahren stieg die Bevölkerung Spaniens sehr stark an, sowohl verglichen mit anderen europĂ€ischen Staaten als auch im Vergleich zu den Jahrzehnten davor. So stieg in den 90ern die Bevölkerung Spaniens um 1,1 Millionen im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts um 7 Millionen. HĂ€tte Deutschland in den letzten 12 Jahren ein Ă€hnliches prozentuales Bevölkerungswachstum gehabt, hĂ€tte es heute knapp 100 Millionen Einwohner. Ein Großteil des Bevölkerungswachstums ging auf Zuwanderung zurĂŒck. So stieg die auslĂ€ndische Bevölkerung von 0,74 Millionen im Jahr 1999 auf 5,73 Millionen 2011. Hierbei ist natĂŒrlich noch zu beachten, dass es auch EinbĂŒrgerungen gab. Die Fruchtbarkeitsrate lag im Jahr 2008 in Spanien mit rund 1,46 Kindern pro Frau unter dem EU-Schnitt von 1,6.[2]

Jahr Tsd. Einwohner Jahr Tsd. Einwohner Jahr Tsd. Einwohner Jahr Tsd. Einwohner Jahr Tsd. Einwohner
1998 39.852 2001 41.116 2004 43.197 2007 45.200 2010 46.951
1999 40.202 2002 41.837 2005 44.108 2008 46.063 2011 47.190
2000 40.499 2003 42.717 2006 44.708 2009 46.661

Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Spanier wurde im Juni 2007 mit 79,7 Jahren ermittelt. Die durchschnittliche Lebenserwartung der MÀnner betrÀgt 76,3 Jahre, die der Frauen 83 Jahre. 16,7 Prozent der Bevölkerung sind Àlter als 65 Jahre.[3]

Sprachen

Sprachen in Spanien:
  • nur Kastilisch</li>
  • Katalanisch</li>
  • Baskisch</li>
  • Galicisch</li>
  • A Fala</li>
  • Asturleonesisch</li>
  • Extremadurisch</li>
  • Aragonesisch</li>
  • Aranesisch</li>
  • Ausbreitung der Sprachen auf der iberischen Halbinsel vom 13. bis zum 21. Jahrhundert:
  • nur Kastilisch</li>
  • Katalanisch</li>
  • Aragonesisch</li>
  • Baskisch</li>
  • Asturleonesisch</li>
  • Galicisch-Portugiesisch</li>
  • Arabisch</li>
  • → Hauptartikel: Sprachen in Spanien

    In Spanien wird ĂŒberwiegend Kastilisch (Spanisch), Katalanisch, Galicisch und Baskisch gesprochen. Kastilisch ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache. Katalanisch ist in den Autonomen Gemeinschaften Katalonien, Valencia (dort als Valencianisch bezeichnet) und auf den Balearen, Baskisch im Baskenland und Teilen Navarras und Galicisch in Galicien neben Kastilisch ebenfalls Amtssprache (lenguas co-oficiales). Im Val d’Aran hat Aranesisch, eine VarietĂ€t des Gascognischen, offiziellen Status.

    Daneben existieren einige Sprachen, welche nur noch von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden und nicht den Status einer Amtssprache haben. Zu diesen zĂ€hlen Asturleonesisch und Aragonesisch. Im JĂĄlama-Tal (Provinz CĂĄceres) nahe der portugiesischen Grenze wird A Fala, ein ĂŒberkommener Dialekt der galicisch-portugiesischen Sprache, gesprochen. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight.

    WĂ€hrend der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch SĂŒdamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und EnglĂ€nder dauerhaft ansĂ€ssig.

    Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. JĂŒngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerung sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. Laut einer von Eurostat 2007 durchgefĂŒhrten Erhebung, beherrschen 46,6 % der erwachsenen Spanier (im Alter von 25 bis 64 Jahren) laut SelbsteinschĂ€tzung keine Fremdsprache. Im Gegensatz dazu lag im Jahr 2009 der Anteil der SchĂŒler der Primarstufe, die eine Fremdsprache erlernten, fĂŒr gewöhnlich Englisch, bereits bei 99 % und in der Sekundarstufe II bei 94 %, wobei 27 % zusĂ€tzlich eine zweite Fremdsprache erlernen, in der Regel Französisch.[4] In von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebrĂ€uchlich.

    In Katalonien wird an den Schulen und UniversitĂ€ten grĂ¶ĂŸtenteils auf Katalanisch gelehrt, Kastilisch darf dort jedoch von allen Studierenden in Unterricht und Klausuren benutzt werden.

    Minderheiten

    Zu den Minderheiten des Landes zĂ€hlen vor allem die „Gitanos“ (spanische Roma), die etwa seit dem 16. Jahrhundert nach Spanien einwanderten. Heute leben in Spanien etwa 600.000–800.000 Gitanos. Die spanischen Roma sind vor allem in GroßstĂ€dten wie Madrid, Barcelona, Valencia oder Sevilla beheimatet. Sie brachten einige weltbekannte Stars hervor, etwa den SĂ€nger CamarĂłn de la Isla oder den Fußballspieler JosĂ© Antonio Reyes. Vor allem in der spanischen Musikszene, speziell dem Flamenco, sind viele Roma zu finden.

    Immigration

    Spanien wies lange Zeit nur geringe Zuwanderungszahlen auf. Erst in den letzten Jahren hat eine stark ansteigende Immigration zu einem Bevölkerungsanstieg von ĂŒber fĂŒnf Millionen Einwohnern gefĂŒhrt. Die Zahl der in Spanien lebenden AuslĂ€nder liegt bei rund 5,8 Millionen (Januar 2011), was zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht, von denen 2,4 Millionen StaatsbĂŒrger anderer EU-LĂ€nder sind.[5] Im Vergleich mit dem Rest der EU liegt Spanien in absoluten Zahlen auf Rang zwei hinter Deutschland (7,1 Millionen). Betrachtet man den Anteil an StaatsbĂŒrgern anderer LĂ€nder, so liegt Spanien hinter Luxemburg (43,0 %), Lettland (17,4 %), Zypern und Estland (je 15,9 %) auf dem fĂŒnften Platz. Unter den Mitgliedsstaaten mit mehr als drei Millionen Einwohnern ist Spaniens AuslĂ€nderquote von 12,3 % die Höchste, gefolgt von Österreich (10,5 %), Belgien (9,7 %) und Deutschland (8,7 %).[6]

    Daten vom 1. Januar 2011
    Herkunftsland nach StaatsbĂŒrgerschaft nach Geburtsland
    RumÀnien 865.707 810.348
    Marokko 773.995 769.106
    Vereinigtes Königreich 391.194 392.852
    Ecuador 360.710 480.626
    Kolumbien 273.176 373.992
    Bolivien 199.080 202.657
    Deutschland 195.987 251.058
    Italien 187.993 98.274
    Bulgarien 172.926 165.668
    China 167.132 160.788
    Portugal 140.824 146.298
    Peru 132.552 198.126
    Frankreich 122.503 228.144
    Argentinien 120.738 286.449
    Brasilien 107.596 138.556
    Gesamt 5.751.487 6.677.839

    Spanier im Ausland

    Die Zahl der im Ausland lebenden spanischen StaatsbĂŒrger liegt bei 1,7 Millionen (Januar 2011), 1.049.465 davon in Amerika und 602.178 in einem anderen Land Europas. WĂ€hrend nur 26,8 Prozent der in Amerika lebenden Spanier in Spanien geboren wurden, liegt dieser Prozentsatz bei den in einem anderen europĂ€ischen Land Residierenden bei 55,3 Prozent.[7] Dies liegt unter anderem daran, dass die grĂ¶ĂŸeren Auswanderungswellen von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Spanischen BĂŒrgerkrieg zumeist SĂŒd- und Mittelamerika zum Ziel hatten, insbesondere Argentinien, Venezuela, Mexiko, Uruguay und Kuba, wĂ€hrend mit dem Plan de EstabilizaciĂłn (1959) eine bis 1972 andauernde Emigrationswelle in europĂ€ische LĂ€nder wie Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Belgien und das Vereinigte Königreich stattfand.

    Land Anzahl (Jan. 2011)
    Argentinien 345.866
    Frankreich 189.909
    Venezuela 173.456
    Deutschland 108.469
    Schweiz 93.262
    Brasilien 92.260
    Mexiko 86.658
    Vereinigte Staaten 79.495
    Kuba 75.433
    Vereinigtes Königreich 64.317
    Uruguay 58.623
    Belgien 45.485
    Chile 40.492
    Andorra 23.605
    Niederlande 19.350
    Gesamt 1.702.778

    Religionen und Weltanschauungen

    Zwar gehören 92 Prozent der Bevölkerung (Stand 2000) offiziell der römisch-katholischen Kirche an, jedoch sinkt die Anzahl derer, die aktiv am religiösen Leben teilnehmen.[8] Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones SociolĂłgicas im Jahr 2010 gaben noch 75 Prozent der Befragten an, Katholiken zu sein.[9] Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages mit dem Heiligen Stuhl und nicht aus direkt entrichteten Kirchensteuern ihrer Mitglieder, weshalb ein Kirchenaustritt keine finanziellen Vorteile bringt. Seit 2007 mĂŒssen allerdings die Steuerzahler selbst entscheiden, ob 0,7 % der Lohn- beziehungsweise Einkommensteuer kirchlichen oder anderen sozialen oder kulturellen Zwecken zufließen sollen. Treffen sie keine Entscheidung, wird dieser obligatorische Steuerbetrag direkt den anderen Zwecken zugeleitet. Die seit 1979 existierende direkte staatliche Finanzierung wurde vollstĂ€ndig abgeschafft.[10] Schon zwischen 1988 und 2007 konnten die Steuerzahler entscheiden, ob 0,5 % der Lohn- beziehungsweise Einkommensteuern kirchlichen oder anderen Zwecken zufließen sollen. Wurde damals allerdings ein Mindestbetrag unterschritten, kam der Staat dafĂŒr auf. Im Jahr 2008 wurden in 7.195.155 (34,31 %) SteuererklĂ€rungen diese 0,7 % der katholischen Kirche zukommen gelassen. Zwei Jahre zuvor waren es noch rund 711.975 weniger gewesen. Die Einnahmen aus Steuern stiegen somit seit der Neuregelung des Jahres 2007 von 173,8 Millionen Euro auf 252,7 Millionen Euro.[11][12]

    Es ist fĂŒr Spaniens Katholiken nicht ohne weiteres möglich, sich von der Kirche offiziell loszusagen, da das spanische Recht den Akt des Kirchenaustritts nicht kennt und Spaniens katholische Kirche höchstrichterlich von der Pflicht entbunden wurde, die Daten ihrer Mitglieder auf deren Wunsch aus den KirchenbĂŒchern zu löschen. Zu dieser Entscheidung des obersten Gerichtshofes in Spanien kam es unter anderem, da sich „das als besonders konservativ geltende Erzbistum von Valencia weigerte, Tilgungen jeder Form vorzunehmen“. Das Erzbistum hatte sich auch nicht von Weisungen der spanischen Datenschutzbehörde (AEPD)[13] beeindrucken lassen und strengte zahlreiche Rechtsverfahren an, wobei es vor der Entscheidung des obersten Gerichtshofes in 171 FĂ€llen unterlag.[14]

    Eine grĂ¶ĂŸere Minderheit von 13,6 % der Bevölkerung bezeichnet sich laut genannter Untersuchung als nicht religiös und 7,7 % als Atheisten.[9] Nach einer Studie des Pew Research Center bezeichnen sich gerade einmal 46 % der Spanier als „religiös“, 19 % als „sehr religiös“. Unter den 18- bis 39-jĂ€hrigen ist gar nur eine Minderheit von 9 % sehr religiös; weltweit ist der Wert nur in Frankreich und Japan niedriger, wo zudem die Werte der 39- bis 59-jĂ€hrigen nur unwesentlich höher sind.[15]

    Die Muslime machen 0,5 %, die Protestanten 0,3 % und Zeugen Jehovas 0,25 % der Bevölkerung aus. Juden, Angehörige anderer Konfessionen und offiziell Konfessionslose stellen zusammen 7,2 % der Bevölkerung.

    In Spanien liegt der wichtige Wallfahrtsort Santiago de Compostela, das Ziel zahlreicher Pilger auf dem Jakobsweg.

    GrĂ¶ĂŸte StĂ€dte

    Zentrum von Madrid bei Nacht
    Blick ĂŒber Barcelona
    Blick ĂŒber die Kathedrale und die Innenstadt von Sevilla
    → Hauptartikel: Liste der StĂ€dte in Spanien

    In Spanien gibt es zwei MillionenstĂ€dte, nĂ€mlich Madrid und Barcelona. Das starke Wachstum der StĂ€dte in den letzten Jahren hat jedoch dazu gefĂŒhrt, dass Metropolregionen entstanden sind, die teils weit ĂŒber die politisch-administrativen Grenzen der Stadtgemeinden hinausgehen. In den GroßrĂ€umen Madrid und Barcelona leben so ĂŒber sechs bzw. vier Millionen Menschen, in den Metropolregionen Valencia, Sevilla und Bilbao jeweils ĂŒber eine Million.

    Die zehn grĂ¶ĂŸten StĂ€dte (Stand: 1. Januar 2009)[16]

    Stadt Einwohner
    Madrid 3.255.944
    Barcelona 1.621.537
    Valencia 814.208
    Sevilla 703.206
    Saragossa 674.317
    MĂĄlaga 568.305
    Murcia 436.870
    Palma 401.270
    Las Palmas de Gran Canaria 381.847
    Bilbao 354.860

    Autonome Gemeinschaften nach Einwohnern

    Die insgesamt 17 Autonomen Gemeinschaften sind in ihrer GrĂ¶ĂŸe sehr heterogen. WĂ€hrend die Einwohnerzahlen Andalusiens, Kataloniens, der Autonomen Gemeinschaft Madrid und der Region Valencia zwischen rund 5 und 8 Millionen liegen, leben in den kleinsten Regionen, Navarra, Kantabrien und La Rioja, deutlich unter einer Million Menschen. (Stand: 1. Januar 2009)[17]

    Autonome Gemeinschaft Einwohner Autonome Gemeinschaft Einwohner
    Andalusien 8.302.923 Aragonien 1.345.473
    Katalonien 7.475.420 Extremadura 1.102.410
    Madrid 6.386.932 Balearische Inseln 1.095.426
    Valencia 5.094.675 Asturien 1.085.289
    Galicien 2.796.089 Navarra 630.578
    Kastilien-LeĂłn 2.563.521 Kantabrien 589.235
    Baskenland 2.172.175 La Rioja 321.702
    Kanarische Inseln 2.103.992 Autonome Stadt Einwohner
    Kastilien-La Mancha 2.081.313 Ceuta 78.674
    Region Murcia 1.446.520 Melilla 73.460

    Geschichte

    → Hauptartikel: Geschichte Spaniens

    Die Ureinwohner der PyrenÀenhalbinsel waren Kelten, Vasconen und Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist.

    Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Phönizier an der SĂŒdkĂŒste an; die berĂŒhmteste ihrer Kolonien war CĂĄdiz (Gades). Der Name Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung „Hispania“ ab (von phönizisch „Ishapan“ = „KĂŒste der Klippschliefer“; was die Phönizier fĂŒr Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). Im Zweiten Punischen Krieg gelangten erstmals römische Truppen auf die Halbinsel, die relativ schnell den Westen und SĂŒden besetzten. Bis aber auch der Norden unter der Kontrolle der Römer war, vergingen 200 Jahre. In der SpĂ€tphase des weströmischen Reiches zogen die Westgoten nach Gallien und grĂŒndeten dort das Westgotenreich, das auch weite Teile Iberiens umfasste. Nach einer schweren Niederlage gegen die Franken rĂ€umten die Westgoten Gallien weitgehend und verlagerten den Schwerpunkt ihres Reichs auf die Iberische Halbinsel. Diese zweite und letzte Phase des Westgotenreichs wird nach der neuen Hauptstadt Toledo als Toledanisches Reich bezeichnet.

    Im frĂŒhen 8. Jahrhundert vernichteten die Mauren das Westgotenreich und eroberten die gesamte Iberische Halbinsel. Ihre jahrhundertelange Herrschaft prĂ€gte das Land. Das arabische Erbe schlug sich sowohl in der Architektur als auch in der Sprache nieder. Allerdings gelang es den Mauren nicht, sich auch in den nördlichen Randgebirgen der Halbinsel dauerhaft festzusetzen. Von dort aus nahm die „RĂŒckeroberung“ (Reconquista) ihren Ausgang. In diesem sich ĂŒber mehrere Jahrhunderte (722–1492) hinziehenden und nicht kontinuierlich verlaufenden Prozess wurde der maurische Herrschaftsbereich von den christlichen Reichen nach und nach zurĂŒckgedrĂ€ngt, bis mit dem Fall Granadas 1492 auch das letzte maurische Staatsgebilde auf der Halbinsel verschwand. Auf das Ende der Reconquista folgte eine Verfolgung religiöser Minderheiten. Die „Katholischen Könige“ Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von AragĂłn wollten keine Nichtkatholiken mehr in ihrem Machtbereich dulden. Moslems und Juden wurden genötigt, sich taufen zu lassen. 1478 wurde die Spanische Inquisition eingerichtet, um nur Ă€ußerlich konvertierte „UnglĂ€ubige“, die insgeheim ihren frĂŒheren Glauben praktizierten, aufzuspĂŒren und zu bestrafen. Am 31. MĂ€rz 1492 erließen Isabella I. und Ferdinand II. das Alhambra-Edikt, wonach alle nicht zwangstaufwilligen der 300.000 Juden[18] die Iberische Halbinsel zu verlassen hatten (Sephardim). 1609 ließ Philipp III. sogar die Moriscos vertreiben, Nachfahren von zum Christentum ĂŒbergetretenen Mauren.

    Christoph Kolumbus (um 1451–1506): genuesischer Seefahrer in Diensten der spanischen Krone (PortrĂ€t von Ridolfo Ghirlandajo)

    Im 15. Jahrhundert vereinigten sich die Königreiche von Kastilien und AragĂłn. AragĂłn war zu dieser Zeit schon lange eine wichtige Seemacht im Mittelmeer, Kastilien stand in Konkurrenz mit Portugal um die Vorherrschaft auf dem Atlantischen Ozean. Mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorĂŒbergehend zu einer christlichen Weltmacht auf.

    Mit Kaiser Karl V. (als spanischer König: Carlos I), einem Enkel der Katholischen Könige, kamen 1516 die Habsburger auf den spanischen Thron. Bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1700 stammten alle spanischen Könige aus der spanischen Linie dieser Dynastie. Wegen der Frage der Nachfolge des letzten Habsburger-Königs Karl II. entbrannte der Spanische Erbfolgekrieg, in den die fĂŒhrenden europĂ€ischen MĂ€chte verwickelt waren. Als dessen Ergebnis gelangte mit Philipp V. ein Zweig der Bourbonen auf den spanischen Thron.

    Das spanische Kolonialreich erstreckte sich um 1600 ĂŒber weite Teile SĂŒd- und Mittelamerikas, den sĂŒdlichen Teil der heutigen USA und die Philippinen. Als EnglĂ€nder und Franzosen ebenfalls ihre BemĂŒhungen um Kolonien verstĂ€rkten, verlor Spanien allmĂ€hlich seine Vormachtstellung. Die Befreiungskriege der amerikanischen Staaten, insbesondere der Mexikanische und die SĂŒdamerikanischen UnabhĂ€ngigkeitskriege Anfang des 19. Jahrhunderts brachten den meisten Kolonien die UnabhĂ€ngigkeit. 1898 gingen im Spanisch-Amerikanischen Krieg die letzten grĂ¶ĂŸeren BesitztĂŒmer an die Vereinigten Staaten verloren, was das Ende des Kolonialreiches bedeutete. Die spĂ€ter hinzugekommenen afrikanischen Kolonien (Spanisch-Marokko, Spanisch-Sahara und Äquatorialguinea) erlangten schließlich im 20. Jahrhundert ihre UnabhĂ€ngigkeit.

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Spanien grĂ¶ĂŸtenteils ein rĂŒckstĂ€ndiges Agrarland geprĂ€gt von feudalen EigentumsverhĂ€ltnissen, die wenige vorhandene Industrie konzentriert sich im Wesentlichen auf Katalonien und das Baskenland. Im Jahr 1923 ĂŒbernimmt General Miguel Primo de Rivera die Macht und installiert eine MilitĂ€rdiktatur, diese kann sich aber wegen der drĂ€ngenden gesellschaftlichen Probleme nicht lange halten und 1931 wird Spanien zur Republik. Die ererbten politischen und sozialen Konflikte belasteten die Zweite Republik von Beginn an, bereits 1932 kam es zum ersten Putschversuch rechter MilitĂ€rs unter FĂŒhrung von General Sanjurjo. Im Jahr 1934 ereigneten sich eine Reihe von linken AufstĂ€nden, die zum Teil sehr blutig niedergeschlagen wurden. Die politische InstabilitĂ€t, die vor allem von den extremen Vertretern linker und rechter Positionen und ihren paramilitĂ€rischen VerbĂ€nden, aber auch von Mitgliedern regulĂ€rer SicherheitskrĂ€fte geschĂŒrt wurde, verschĂ€rfte sich nach dem Sieg der Volksfront aus linksliberalen, sozialistischen und kommunistischen Parteien bei den Parlamentswahlen vom 17. Februar 1936.

    Francisco Franco (1892–1975)

    Im Juli 1936 putschen Teile des MilitĂ€rs unter FĂŒhrung von General Franco gegen die Regierung, der Putsch ist nur in einigen Landesteilen erfolgreich und scheitert in den wichtigen politischen und industriellen Zentren des Landes (u. a. Madrid, Katalonien, Baskenland). Es folgt der Spanische BĂŒrgerkrieg, in dessen Verlauf die Putschisten wichtige Hilfe durch das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland erhielten, wĂ€hrend die liberalen Demokratien Frankreich und Großbritannien eine Nichteinmischungspolitik praktizierten und damit den Siegeszug Francos gegen die Republik begĂŒnstigten.

    1939 endet der Krieg mit dem Sieg des national-konservativen Spaniens ĂŒber das republikanische Spanien. Die Epoche der franquistischen Diktatur beginnt mit einer mehrjĂ€hrigen Phase gewaltsamer SĂ€uberungen und fĂŒhrte das Land in eine langanhaltende politische und gesellschaftliche Lethargie. Nach dem Tod Francos (1975) wird König Juan Carlos, als vom Diktator bestimmter Nachfolger, Staatsoberhaupt Spaniens und leitet einen Demokratisierungsprozess (span. TransiciĂłn) ein. Mit der Verabschiedung der Verfassung 1978 wird Spanien zu einer konstitutionellen Monarchie. Seit der Endphase der Diktatur und besonders wĂ€hrend der Transition kommt es zu massiver AktivitĂ€t der ETA und anderer linker wie auch rechter Terrorgruppen. Im Jahr 1981 erfolgt noch einmal ein Putschversuch („23-F“) rechter MilitĂ€rs und Teile der paramilitĂ€rischen Guardia Civil gegen die demokratische Regierung.

    Die Transition endet 1982 mit der RegierungsĂŒbernahme durch die sozialdemokratische Partei von Felipe GonzĂĄlez (PSOE). WĂ€hrend der 1980er wird Spanien Mitglied der NATO und der EU und erlebt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Gleichzeitig wurde im Kampf gegen die ETA eine staatsterroristische Gruppe (GAL) aufgestellt, die mit Folter und Mord den baskischen Separatismus bekĂ€mpfte, diese Epoche ist in Spanien als „schmutziger Krieg“ (span. guerra sucia) bekannt.[19] Der Skandal um die GAL-Verwicklungen hoher Regierungsmitglieder fĂŒhrte 1996 zu einer Wahlniederlage von PSOE. In der Folge wurde JosĂ© MarĂ­a Aznar (Partido Popular, PP) neuer MinisterprĂ€sident. Nach zwei Legislaturperioden die von zahlreichen Skandalen und innenpolitischen Konflikten (Irakkrieg) geprĂ€gt waren verlor PP, unter dem Eindruck der Madrider ZuganschlĂ€ge vom 11. MĂ€rz 2004, die Parlamentswahlen (14. MĂ€rz 2004). Seit 2004 fĂŒhrt JosĂ© Luis RodrĂ­guez Zapatero (PSOE) in Madrid eine Minderheitsregierung. Mit den Wahlen im Dezember 2011 gelangte wieder die PP an die Regierung, was damit nach 1982, 1996 und 2004 den insgesamt vierten Machtwechsel zwischen Konservativen und Sozialdemokraten seit dem Übergang zur Demokratie bedeutete.

    Recht

    → Hauptartikel: Recht Spaniens

    Verfassungsrecht

    Politisches System Spaniens

    GemĂ€ĂŸ der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie (Art. 1, Abs. 3 der spanischen Verfassung). Der Königstitel ist erblich. Der derzeitige König ist Juan Carlos I. Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der StreitkrĂ€fte. Thronfolger ist Prinz Felipe de BorbĂłn y Grecia, der gleichzeitig den Titel FĂŒrst von Asturien (PrĂ­ncipe de Asturias) trĂ€gt. Wohnsitz der Königsfamilie ist der Palacio de la Zarzuela in Madrid.

    Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im Wesentlichen auf reprĂ€sentative Funktionen beschrĂ€nkt. DarĂŒber hinausgehende Funktionen des Königs sind die BestĂ€tigung von Gesetzen und die Ernennung und Entlassung des Regierungschefs.

    Das oberste Gesetzgebungsorgan in Spanien ist das Parlament, die Cortes Generales. Die Cortes unterteilen sich in zwei Kammern, das Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) und den Senat (Senado). Die 300 bis 400 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden per Direktwahl fĂŒr vier Jahre gewĂ€hlt. Der Senat hat 259 Mitglieder. Davon werden 208 Mitglieder direkt vom Volk gewĂ€hlt und die restlichen 51 von den Parlamenten der Autonomen Gemeinschaften bestimmt. Senatoren werden fĂŒr eine Amtszeit von vier Jahren ernannt.

    Der MinisterprĂ€sident (Presidente del Gobierno, wörtlich ĂŒbersetzt „RegierungsprĂ€sident“) wird vom Abgeordnetenhaus gewĂ€hlt. Die Minister werden auf Vorschlag des MinisterprĂ€sidenten vom König ernannt. Amtssitz ist der Palacio de la Moncloa in Madrid.

    Spanien ist seit Januar 1986 Mitglied der EuropÀischen Union.

    Politik

    Politische Parteien

    → Hauptartikel: Politische Parteien in Spanien

    In Spanien gibt es vier im Kongress vertretene Parteien beziehungsweise ParteienbĂŒndnisse, die in ganz Spanien aktiv sind: Der rechts-konservative Partido Popular (PP), der sozialdemokratische PSOE und die linke Sammlungsbewegung Izquierda Unida (IU) und seit 2008 die neugegrĂŒndete antiregionale-liberale UniĂłn Progreso y Democracia (UPyD).

    Regionale Parteien spielen, vor allem wegen der verschiedenen NationalitĂ€ten innerhalb Spaniens, eine entscheidende Rolle. Die wichtigsten, im Kongress vertretenen, sind das katalanisch bĂŒrgerlich-nationalistische ParteienbĂŒndnis ConvergĂšncia i UniĂł (CiU), die katalanischen Linksnationalisten Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) und die baskisch-bĂŒrgerlichen Nationalisten Partido Nacionalista Vasco (PNV). Die meisten der regional organisierten Parteien treten fĂŒr eine stĂ€rkere Autonomie ihrer Regionen ein, diese Forderungen gehen besonders bei den Basken und Katalanen bis hin zur staatlichen UnabhĂ€ngigkeit, fĂŒr dieses Ziel wird seit dem Ende des Franquismus wieder sehr massiv agiert (vgl. Plan Ibarretxe). Als grĂ¶ĂŸte Regionalpartei agiert die sozialdemokratische Partit dels Socialistes de Catalunya (PSC), die allerdings die fest verbundene Schwesterpartei von PSOE in Katalonien ist und somit nur formal eine Regionalpartei darstellt.

    Neben der politischen Ausrichtung einer Partei ist auch die nationale Ausrichtung ein entscheidendes politisches Kriterium in Spanien. Die Partido Popular, welche an einem gesamtspanischen Nationalismus (Staatsdoktrin im Franquismus) festhÀlt und die Einheit und Unteilbarkeit der spanischen Nation betont, schneidet daher in Katalonien und im Baskenland schwach ab.

    Politische Gliederung

    Unterteilung Spaniens in Regionen und Provinzen

    Spanien gliedert sich in 17 Autonome Gemeinschaften oder Regionen (Comunidades AutĂłnomas). Diese verfĂŒgen nicht ĂŒber Eigenstaatlichkeit (Spanien ist also kein Bundesstaat), aber dennoch ĂŒber einen Kompetenzumfang, der dem der deutschen BundeslĂ€nder vergleichbar ist. Von diesen bestehen sieben (Asturien, Kantabrien, Navarra, La Rioja, Madrid, Murcia, Balearen) nur aus einer Provinz, die ĂŒbrigen aus mehreren Provinzen. Insgesamt gibt es 50 Provinzen. In den uniprovinzialen Autonomen Gemeinschaften nehmen diese gleichzeitig die der Provinz ĂŒbertragenen Aufgaben wahr. Daneben existieren noch die zwei Autonomen StĂ€dte Ceuta und Melilla, die weder einer Autonomen Gemeinschaft, noch einer Provinz zugeordnet sind.

    Die niedrigste Verwaltungsstufe sind die Gemeinden. In verschiedenen Autonomen Gemeinschaften existiert zwischen den Provinzen und den Gemeinden noch eine Zwischenebene. Diese Einheiten tragen verschiedene Bezeichnungen (comarcas, veguerĂ­as, mancomunidades).

    Seit langem gibt es ungelöste Konflikte um den Autonomiestatus des Baskenlandes und Kataloniens. Im Baskenland kĂ€mpft die ETA seit 1959 mit Gewalt und Terror fĂŒr die UnabhĂ€ngigkeit. Die explizit baskischen beziehungsweise katalanischen Parteien setzten sich dagegen auf rein politischem Weg fĂŒr eine stark erweiterte Autonomie, „freie Angliederung an Spanien“ beziehungsweise UnabhĂ€ngigkeit ihrer Regionen ein. Man beruft sich auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker und will Volksabstimmungen durchfĂŒhren, in denen die Bevölkerung der entsprechenden Region frei ĂŒber den Status entscheiden kann. Vorbilder dafĂŒr sind unter Anderem die Volksabstimmungen in QuĂ©bec (1980, 1995) und Montenegro (2006). Die zentralspanischen Parteien PP und PSOE stehen diesen PlĂ€nen ablehnend gegenĂŒber.

    Polizei

    Das Polizeisystem Spaniens ist aufgrund der politischen Gliederung Spaniens komplex. Sie umfasst im Wesentlichen vier Arten von Polizeikörpern:

    1. die gleichermaßen dem Verteidigungs- und Innenministerium unterstehende und militĂ€risch organisierte Guardia Civil,
    2. die gesamtstaatliche Nationalpolizei (Cuerpo Nacional de PolicĂ­a - CNP) des Innenministeriums,
    3. die Polizeien der Autonomen Gemeinschaften (Policía Autonómica), die bislang im Baskenland (Ertzaintza), in Katalonien (Mossos d’Esquadra) und in Navarra (Policía Foral) aufgestellt wurden,
    4. sowie die Gemeinde- und Stadtpolizeien (Guardia Urbana, PolicĂ­a Local oder PolicĂ­a Municipal genannt).
    Siehe auch: Polizei (Spanien)

    MilitÀr

    → Hauptartikel: Spanische StreitkrĂ€fte

    Die Spanischen StreitkrÀfte (spanisch Fuerzas Armadas Españolas) gliedern sich in

    sowie die paramilitĂ€rische Guardia Civil und die 2005 gegrĂŒndete Unidad Militar de Emergencias (UME, MilitĂ€rische Notfalleinheit).

    Weitere unabhÀngige Einheiten sind die Königliche Garde (Guardia Real) und die direkt dem Oberkommando unterstellte Spanische Legion.

    Oberbefehlshaber der Spanischen StreitkrĂ€fte ist der Spanische König, derzeit Juan Carlos I. Das MilitĂ€rbudget Spaniens betrĂ€gt 12,8 Milliarden Euro (1,2 % des BIP). Seit 2000 ist es möglich, dass MĂ€nner und Frauen, die Spanisch als Muttersprache sprechen aber keine spanischen StaatsbĂŒrger sind, in die Spanischen StreitkrĂ€fte eintreten können. Die Wehrpflicht wurde 2001 abgeschafft.

    Europapolitik

    Spanien, seit 1986 Mitglied der EU, steht dieser ĂŒberaus positiv gegenĂŒber und befĂŒrwortet weitere Integration und Erweiterung. Es setzt sich konstant fĂŒr eine Ausweitung der Beziehungen zu Lateinamerika und den nordafrikanischen LĂ€ndern ein.

    Spanien hat am 1. Januar 2010 die EU-RatsprĂ€sidentschaft ĂŒbernommen und somit die gemeinsame TrioprĂ€sidentschaft mit Belgien und Ungarn eröffnet. Nachdem der Vertrag von Lissabon am 1. Dezember 2009 in Kraft trat, wird dessen praktische Umsetzung im Vordergrund der RatsprĂ€sidentschaft stehen. Andere geplante Schwerpunkte sind: der Haushaltsentwurf fĂŒr eine neue finanzielle Perspektive nach 2013 unter BerĂŒcksichtigung der KohĂ€renzpolitik; eine mögliche Erweiterung um die westlichen BalkanlĂ€nder sowie die Ausweitung der erweiterten EuropĂ€ischen Nachbarschaftspolitik fĂŒr den Osten mit der intensiven Institutionalisierung von „gemeinsamen RĂ€umen“ oder Leitlinien; und die Erweiterung des Schengen-Raums um die jĂŒngsten Teilnehmer - Bulgarien und RumĂ€nien - vor dem Hintergrund einer gemeinsamen europĂ€ischen Einwanderungs-, Asyl- und Visapolitik.

    Infrastruktur

    Straßennetz

    Spanische Autobahn

    Spanien verfĂŒgt ĂŒber ein gut ausgebautes Straßen- und Autobahnnetz von 663.795 Kilometern LĂ€nge. Die Straßen sind zum allergrĂ¶ĂŸten Teil befestigt. Das Fernstraßennetz umfasst Nationalstraßen, carreteras nacionales, und Autobahnen, die sogenannten autovĂ­as (gebĂŒhrenfrei) und autopistas (mautpflichtig, de peaje). An den Zahlstellen der gebĂŒhrenpflichtigen autopistas kann mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlt werden.

    Teilweise verlaufen gebĂŒhrenpflichtige Autobahnabschnitte parallel zu gebĂŒhrenfreien. Rund um Ballungszentren gibt es meist gebĂŒhrenfreie autovĂ­as, viele Fernverbindungen sind gebĂŒhrenpflichtig.

    Die Höchstgeschwindigkeit betrÀgt:

    • innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h. Ein Gesetzentwurf zur BeschrĂ€nkung auf 30 km/h bei nur einer Fahrspur pro Richtung wird in KĂŒrze verabschiedet werden.
    • auf Landstraßen 90 km/h
    • auf Landstraßen mit einem Randstreifen von mindestens 1,5 m Breite oder einer zusĂ€tzlichen Fahrspur 100 km/h
    • auf den Autobahnen generell 120 km/h, jedoch wurde dieses Limit im MĂ€rz 2011 vorlĂ€ufig bis zum 30. Juni 2011 im Rahmen der Maßnahmen zur Energieeinsparung wegen der Unruhen in der arabischen Welt auf 110 km/h beschrĂ€nkt.

    Seit Sommer 2005 werden in Spanien Geschwindigkeitskontrollen mit stationĂ€ren RadargerĂ€ten durchgefĂŒhrt, seit Herbst 2010 wird auch die Durchschnittsgeschwindigkeit auf lĂ€ngeren Teilstrecken kontrolliert, vor allem in Tunnel, um so zu verhindern, dass Autofahrer an bekannten Geschwindigkeitskontrollen nur kurz den Fuß vom Gas nehmen.

    In geschlossenen Ortschaften muss nachts immer mit Abblendlicht gefahren werden. Vorsicht beim Einfahren in Autobahnen: hier gilt zwar wie im deutschen Sprachraum „Vorfahrt gewĂ€hren“, jedoch wird einfahrenden Autofahrern oft kein Platz zum Einscheren eingerĂ€umt.

    Durch die hohe Anzahl an Kreisverkehren, die praktisch ein „Links vor Rechts“ darstellen, ist das „Rechts vor Links“ VerstĂ€ndnis nicht sehr ausgeprĂ€gt in Spanien. Dazu kommt noch, dass in weiten Teilen Spaniens eine Straße ohne Vorfahrt einschrĂ€nkendes Verkehrsschild das Vorfahrtsrecht hat, was Ortkundige daran sehen, dass die einmĂŒndenden Straßen sehr wohl die Vorfahrt eingeschrĂ€nkt haben.

    Auch ist davon abzuraten beim Rechtsabbiegen auf das Vorfahrtsrecht gegenĂŒber eines entgegenkommenden LinkseinfĂ€dlers zu pochen. Oft wird der Verkehrsfluss ĂŒber das eigentliche Vorfahrtsrecht gestellt, was im Vergleich zu Deutschland zu völlig gegenteiligen Verkehrssituationen fĂŒhren kann. Hinzu kommt, dass es in Spanien an der Regel ist, Verkehrsteilnehmer mit Fahrzeugen vorzulassen, die eines schwereren Eingreifens bedĂŒrfen und weniger flexibel sind, wie z.B. LKWs.

    FĂŒr Linksabbieger gibt es gelegentlich eine Art „Wartespur“ in der Mitte der eingebogenen Straße, von dieser Wartespur kann letztendlich nach rechts in die Fahrspur eingeschert werden. Auf der anderen Seite ist hĂ€ufig zu sehen, dass es keinen echten Linksabbiegerstreifen gibt, sondern Linksabbieger zunĂ€chst nach Rechts in einen Bogen gefĂŒhrt werden, der dann als Querverkehr die Ursprungsstraße kreuzt.

    Sich als Motorradfahrer durch langsam fahrende oder stehende Autoreihen zu schlĂ€ngeln ist in Spanien völlig normal. Selbst Motorradpolizisten machen dies und in manchen StĂ€dten ist vor der Ampel eine mit gelben Querstrichen versehene Zone extra fĂŒr die sich dort ansammelnden und auf GrĂŒn wartenden MotorrĂ€der vorgesehen. Fahren ohne Helm kann zur Sicherstellung des Motorrads fĂŒhren, bis ein berechtigter Fahrer mit Helm erscheint.

    Die Verwarnungsgelder sind in Spanien im Vergleich zu Deutschland sehr viel höher. Ein Bezahlen des Strafzettels innerhalb von i.d.R. 14 Tagen bringt einen 50%igen Nachlass mit sich. AuffĂ€llig ist, dass der BĂŒrgersteig absolut frei von Fahrzeugen ist. Weder MotorrĂ€der dĂŒrfen dort abgestellt werden, noch dĂŒrfen Autos auf dem Gehweg parken, auch nicht einseitig. Ein (wenn auch nur bruchteilhaftes) Abstellen auf dem Gehweg hat ein sofortiges Abschleppen zur Folge. Auf der anderen Seite wird das Parken vor FußgĂ€ngerĂŒberwegen weniger streng geahndet als in Deutschland.

    Sehr hohe Geschwindigkeitsvergehen, gefĂ€hrliches Rowdietum im Straßenverkehr oder Fahren unter erheblichem Alkoholeinfluss können als Straftat gewertet werden und sogar Haftstrafen nach sich ziehen.

    Seit Juli 2004 sind in Spanien Warnwesten gesetzlich vorgeschrieben. Diese mĂŒssen bei UnfĂ€llen und Pannen getragen werden. Reservelampen fĂŒr die Fahrzeugbeleuchtung und zwei rote Warndreiecke mĂŒssen ebenso im Kraftfahrzeug mitgefĂŒhrt werden. GrĂŒne Versicherungskarten sind zwar nicht Pflicht, aber empfehlenswert, da die Polizei damit vertraut ist.

    In den letzten Jahren hat die Zahl der PKW und die VerstĂ€dterung in Spanien stark zugenommen. In Spanien gibt es 467 KFZ/1000 Ew. 78 % der Bevölkerung leben in StĂ€dten. Vielerorts herrscht auch durch die engen Straßen akute Parkplatznot. Eine durchgezogene gelbe Linie am Fahrbahnrand weist auf ein Parkverbot hin. Die lokale Polizei besitzt oftmals eigene Abschleppwagen. Die ParkgebĂŒhren in BallungsrĂ€umen liegen auf demselben Niveau wie in Metropolen im deutschsprachigen Raum. In manchen BallungsrĂ€umen (Madrid, Barcelona) sind die Straßennetze gerade im Berufsverkehr örtlich ĂŒberfordert; teilweise gibt es Verkehrsleitsysteme wie in Valencia.

    Fahrrad

    Radfahren wird von den Spaniern zuerst als sportliche BetĂ€tigung aufgefasst; als Verkehrsmittel wird das Fahrrad selten genutzt. Radfahrer sind im Straßenverkehr rechtlich nicht besser gestellt als dies beispielsweise in Deutschland der Fall ist. Radwege sind meist nur in touristisch attraktiven Regionen bekannt. Die einzelnen Radwege sind oftmals nicht miteinander verknĂŒpft. Im Großraum Madrid haben allerdings Autobahnen teilweise eine eigene Fahrradspur. Es fĂ€llt auf, dass in Spanien das Nebeneinanderfahren von zwei Radfahrern erlaubt ist.

    Fernbusnetz

    Spanien verfĂŒgt ĂŒber ein sehr gut ausgebautes Busnetz. In kleinen und großen StĂ€dten gibt es spezielle Busbahnhöfe. Das Busnetz verbindet insbesondere kleinere StĂ€dte und Dörfer, aber es gibt auch ĂŒberregionale Linien und internationale Verbindungen. Busfahren ist in Spanien vergleichsweise billig.

    Schifffahrt

    Die grĂ¶ĂŸten SeehĂ€fen sind in Algeciras, Barcelona, Valencia, Bilbao, GijĂłn und Santa Cruz de Tenerife. Zwischen der Iberischen Halbinsel und den Balearen sowie den Kanaren gibt es eine Reihe von FĂ€hrverbindungen.

    FĂŒr die Binnenschiffahrt wurden im 18. und 19. Jahrhundert der Canal Imperial de AragĂłn (es) und der Canal de Castilla gebaut. Inzwischen dienen diese jedoch nur noch dem Transport von Trinkwasser. Zum Zwecke der Wasser- und Energieversorgung wurden im 20. Jahrhundert in allen großen FlusslĂ€ufen zahlreiche Talsperren errichtet, so dass die FlĂŒsse des Landes nicht mehr schiffbar sind. Die einzige Ausnahme ist der Guadalquivir zwischen Sevilla und dem Atlantik. Dieser Abschnitt ist auch fĂŒr Hochseeschiffe befahrbar. Die zahlreichen Stauseen im Landesinneren werden aber fĂŒr den Wassersport genutzt. Im Rahmen der Expo 2008 wurde im Stadtgebiet von Saragossa ein Personenschiffsverkehr auf dem Ebro eingerichtet.[20]

    Bahnnetz

    Spanischer Hochgeschwindigkeitszug AVE S-102

    Das Bahnnetz (traditionell Breitspur) der staatlichen Eisenbahngesellschaft RENFE wird durch ein normalspuriges Hochgeschwindigkeitsnetz (AVE, 2056 Kilometer Streckennetz[21]) ergÀnzt. Das Fernverkehrssystem wird Grandes Líneas genannt, der AVE ist hiervon ausgenommen. Die RENFE betreibt in den Ballungszentren lokale S-Bahn-Netze, die sogenannten Cercanías. In folgenden Regionen gibt es Cercanías-Netze: Asturias, Barcelona, Bilbao, Madrid, Målaga, Murcia/ Alicante, Santander, San Sebastiån, Saragossa, Sevilla und Valencia. Schmalspurstrecken werden sowohl von den regionalen Gesellschaften SFM, EuskoTren, FGC und FGV, als auch von der staatlichen FEVE betrieben.

    Die spanischen FernverkehrszĂŒge der Grandes LĂ­neas werden in Tag- und NachtzĂŒge unterschieden. TagzĂŒge sind der Alaris, Altaria, Arco, Euromed, Talgo, Intercity und Diurno. NachtzĂŒge sind der Trenhotel und Estrella. Diese Zugtypen unterscheiden sich in ihrer Bauart und fahren auf festgelegten Strecken. Eine Klassifizierung nach der Zug-Geschwindigkeit und Haltepunktdichte wie im deutschen Sprachraum gibt es in Spanien nicht. Fahrkarten werden nicht fĂŒr eine Strecke, sondern fĂŒr ein Produkt verkauft.

    Die StĂ€dte Barcelona, Bilbao, Madrid und Valencia verfĂŒgen ĂŒber U-Bahn- oder Metronetze, in Sevilla und Palma de Mallorca sind entsprechende Netze im Aufbau. Einige StĂ€dte wie Alicante, Bilbao, Teneriffa, Madrid und Barcelona besitzen neu eröffnete Straßenbahnnetze.

    FlughÀfen

    Flughafen Madrid-Barajas: grĂ¶ĂŸter internationaler Verkehrsflughafen Spaniens

    Etwa 40 spanische StĂ€dte verfĂŒgen ĂŒber einen Flughafen fĂŒr Verkehrsmaschinen. Die grĂ¶ĂŸten spanischen Fluggesellschaften sind Iberia, Spanair, Air Europa und Vueling. Die FlughĂ€fen von Madrid und Barcelona befinden sich – bezogen auf die Passagierzahlen – unter den zehn grĂ¶ĂŸten europĂ€ischen FlughĂ€fen. Zwischen den FlughĂ€fen Madrid und Barcelona gibt es eine LuftbrĂŒcke, puente aĂ©reo: zwischen 7 und 23 Uhr starten in sehr kurzem Zeitabstand zahlreiche FlĂŒge.

    Die puente aéreo wird von der spanischen Fluggesellschaft Iberia betrieben.

    Energiewirtschaft

    PrimÀrenergieverbrauch nach EnergietrÀgern

    Die wichtigste Energiequelle Spaniens ist das Erdöl, welches 47,3 % der PrimĂ€renergie liefert. Insgesamt machen fossile Brennstoffe (Erdöl, Erdgas und Kohle) rund 77,2 % der verbrauchten PrimĂ€renergie aus. Im Jahr 2010 mussten 73,9 % der PrimĂ€renergiequellen importiert werden.[22]

    EnergietrÀger 1994 (%) 2009 (%) 2010 (%)
    Erdöl 53,5 48,8 47,3
    Erdgas 6,7 23,8 23,5
    Kernenergie 14,8 10,5 12,2
    Erneuerbare Energie 6,5 9,3 11,1
    Kohle 18,4 8,1 6,4
    Außenhandelssaldo Strom 0,1 -0,5 -0,5

    Stromerzeugung

    Elektrische Energie machte im Jahr 2009 21,5 % der verbrauchten Endenergie aus. Im Jahr 2010 wurden in Spanien 288.563 GWh Strom erzeugt. Der grĂ¶ĂŸten Anteil (23 %) davon wurde in Gas-und-Dampf-Kombikraftwerken produziert, weitere 7 % stammten aus Kohlekraftwerken. Die insgesamt sechs Kernkraftwerke lieferten 22 %, 16 % stammten aus Windkraftanlagen, weitere 16 % aus Wasserkraftwerken und 2 % aus Solaranlagen.[23]. Spanien ist mit 43.692 GWh (2010) inzwischen zum grĂ¶ĂŸten europĂ€ischen Erzeuger von Windenergie geworden und hat darin die Bundesrepublik Deutschland ĂŒberholt[23]. Als Anhaltspunkt sei vermerkt, dass der Gesamtenergiebedarf von Katalonien zwischen 4.000 und 7.000 MW (Spitzenbedarf) liegt.

    Energieart Anteil (%) 2010
    Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk 23
    Kernenergie 22
    Wasserkraft 16
    Windenergie 16
    Kohle 7
    Solarenergie 2
    Erdöl, Erdgas 1
    Rest 13

    In Kraftwerken des Typs Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk wird hauptsĂ€chlich Gas verwendet. Unter die restlichen Energiarten fallen erneuerbare Energien (2 %) und sonstige Energieformen „energias cogenerativas“.[23]

    Kernenergie

    In Spanien sind derzeit sechs Kernkraftwerke mit acht Reaktorblöcken und einer installierten Bruttoleistung von insgesamt 7716 MW am Netz.

    1983 wurde ein Moratorium verabschiedet, welches den Atomausstieg einleiten sollte. Auch nach 1983 wurden noch mehrere Reaktorblöcke fertig gestellt, jedoch wurden NeubauplĂ€ne verschoben und im Jahr 1994 endgĂŒltig verworfen. In dieser Legislaturperiode hat die Regierungspartei (sozialistische Partei) eine Kehrtwende vollzogen. Die Laufzeit des Ă€ltesten noch aktiven Kraftwerks La Garona wurde bis 2014 verlĂ€ngert[24]. Am 15. Februar 2011 hat das spanische Parlament eine GesetzesĂ€nderung beschlossen, nach der die auf 40 Jahre festgesetzte Höchstbetriebsdauer der Kernkraftwerke aufgehoben wird [25]

    In Spanien gibt es Gesetze, die den weiteren Ausbau der Kernenergie untersagen.[26]

    Erneuerbare Energien

    Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen erlebte in jĂŒngster Zeit in Spanien einen Aufschwung. Im Jahr 2010 stammten 35,4 % des erzeugten Stromes aus erneuerbarer Energie. Mit einer installierten WindenergiekapazitĂ€t von 20.203 MW (2010 [23]) liegt Spanien, hinter China, den USA und Deutschland, an vierter Stelle weltweit. Ebenfalls einen Aufschwung erlebt derzeit die Solarenergie, so liegt die installierte KapazitĂ€t aus Photovoltaikanlagen derzeit bei 3.643 MW (2010), ein Anstieg von ĂŒber 400 Prozent verglichen zu 2007. Ebenso befinden sich mit Andasol 1, 2 und 3 (je 50 MW) die derzeit (2012) grĂ¶ĂŸten SonnenwĂ€rmekraftwerke Europas in Spanien. Im Jahr 2010 war eine KapazitĂ€t von 682 MW aus SonnenwĂ€rmekraftwerken installiert.[23]

    Wirtschaft

    Mit dem Plan de EstabilizaciĂłn, dem demokratischen Wandel in der Zeit nach 1975, dem Beitritt zur EuropĂ€ischen Gemeinschaft im Jahr 1986 und der Teilnahme an der EuropĂ€ischen Wirtschafts- und WĂ€hrungsunion hat Spanien die Grundlage fĂŒr einen langanhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung gelegt. Die Industrie des Landes wurde sukzessive liberalisiert und modernisiert. Hieraus sind einige international erfolgreich agierende Unternehmen hervorgegangen, zum Beispiel Iberia, Seat, TelefĂłnica, Zara oder Endesa. Die Öffnung Spaniens fĂŒr den internationalen Wettbewerb zog umfangreiche auslĂ€ndische Direktinvestitionen nach sich.

    Die drei grĂ¶ĂŸten Verlagsgruppen sind Grupo Vocento, die italienische RCS MediaGroup und PRISA.

    Mit 81.880 Mitarbeitern (Ende 2006) befindet sich die weltgrĂ¶ĂŸte Genossenschaft im Land, die MondragĂłn CorporaciĂłn Cooperativa.

    Die Schattenwirtschaft hat an der Wirtschaft einen Anteil von 21,5 % des BIP [27].

    Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte betrug im Jahre 2010 9,24 % des Bruttosozialproduktes. Damit wurde der von der EuropĂ€ischen Union vorgegebene Grenzwert von 9,3 % geringfĂŒgig unterschritten [28]

    Das Wachstum der vergangenen Jahre wurde wesentlich durch einen Immobilienboom getragen, mit dem die durchschnittliche Verschuldung pro Person schon 2005 auf 125 Prozent des Jahreseinkommens anstieg, das war dreimal mehr als vor einer Dekade.[29]

    Die Immobilienblase platzte im Verlauf der Finanzkrise ab 2007. Da die spanischen Banken fast nur Darlehen mit variablem Zins vergeben und so das Zinsrisiko auf die Kreditnehmer abwÀlzen und die Banken durch strikte Regulierung kaum in den Verfall der forderungsbesicherten Wertpapiere verstrickt sind, galten die spanischen Banken lange als relativ gesund.

    Da aber der Immobiliensektor fast ein Drittel des BIP erwirtschaftete, wirkte sich der Crash deutlich auf die Wirtschaft aus. Da gleichzeitig die Immobilienpreise stark gefallen sind, im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,8 %,[30] sind sehr viele Haushalte ĂŒberschuldet. So stiegen auch die KreditausfĂ€lle um das Vierfache an, die Ausfallrate liegt nach offiziellen Angaben bei 5 %. In Spanien kostet eine Immobilie das 7,2-fache des durchschnittlichen Jahreseinkommens eines Haushalts. In Großbritannien kosteten sie nur das 4,6-fache und in den USA lediglich das dreifache. Der spanische Markt gilt somit weiterhin als deutlich ĂŒberteuert, so dass ein andauernder Preisverfall zu erwarten ist.

    Die Arbeitslosenquote betrug auf der Grundlage der Berechnung der EuropĂ€ischen Union im MĂ€rz 2011 saisonbereinigt 20,7 %, ein Ă€hnlich hoher Wert wie in den frĂŒhen 90er Jahren.[31] 2006 lag sie noch bei 7,6 %,[32] im November 2008 bei 13,4 %. Damit erreicht die Arbeitslosenquote aktuell den höchsten Stand in der EuropĂ€ischen Union. Gleichzeitig stieg auch die Arbeitslosenquote der unter 25-JĂ€hrigen auf 44,6 % (MĂ€rz 2011), ebenfalls der höchste Stand in der EuropĂ€ischen Union.[33]

    Im MĂ€rz 2009 musste die regionale Sparkasse Caja Castilla la Mancha mit einem Milliardenkredit von der Zentralbank gestĂŒtzt werden. Das Institut soll bis zu neun Milliarden Euro an LiquiditĂ€tshilfen erhalten, fĂŒr die die Regierung eine Garantie abgibt.[34]

    WĂ€hrung

    Spanien ist Teil des EuropÀischen Binnenmarkts. Zusammen mit 16 EU- Mitgliedstaaten (blau) bildet es eine WÀhrungsunion, die Eurozone.

    Die WĂ€hrung in Spanien ist seit dem 1. Januar 1999 der Euro, der wie in allen LĂ€ndern der Eurozone ab 2002 die bisherige landeseigene WĂ€hrung (Peseten) auch als offizielles Zahlungsmittel ersetzte. Der Wechselkurs zur vorigen WĂ€hrung, pesetas (Pts) oder singular (Pta), betrug: 1 â‚Ź = 166,386 Pts beziehungsweise 1 Pts = 0,6010 â‚Ź-Cent. Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben, gerade bei teuren GĂŒtern, die nicht allzu hĂ€ufig gekauft werden, wie Autos oder Wohnungen. Als großzĂŒgig abkĂŒrzende GrĂ¶ĂŸenordnung werden hierbei gerne Millionen Pts, Million Pesetas verwendet: so kostet zum Beispiel eine Wohnung in der Umgangssprache 25 Mio. Pts oder ein Auto 2 Mio. Pts. 1.000.000 Pts entsprechen 6.010,13 â‚Ź, also rund 6000 â‚Ź.

    500 Peseten entsprechen ziemlich genau 3 Euro (3,0051). Daher kann mit Dividieren durch 1000 und anschließendem Multiplizieren mit 6 recht einfach von Peseten auf Euro umgerechnet werden.

    In GesprĂ€chen wird gelegentlich noch die WĂ€hrungseinheit Duro benutzt. Ein Duro entspricht 5 Peseten, also ungefĂ€hr 3 Cent. Um von Euro auf Duro umzurechnen, reicht es, den Eurobetrag durch 3 zu dividieren und anschließend zwei Nullen anzuhĂ€ngen (oder mit 100 multiplizieren). WĂ€hrend der Umstellungsphase auf den Euro wurden die Spanier mit der eingĂ€ngigen Devise Vom Duro zum Euro auf die neue WĂ€hrung eingestimmt.

    Bruttoinlandsprodukt

    Nach Angaben des Internationalen WĂ€hrungsfonds ist Spanien die zwölftgrĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft weltweit. Das BIP wird im Jahre 2011 voraussichtlich um 0,8 % wachsen, fĂŒr 2012 sind 1,6 % Wachstum vorausgesagt [35]. Das BIP pro Kopf lag 2009 bei 32.030 US-Dollar.[36]

    Die Struktur der spanischen Wirtschaft weist eine fĂŒr Industrienationen typische Verteilung auf

    • 68 % Dienstleistungen
    • 20 % verarbeitende Industrie
    • 9 % Bauwirtschaft
    • 3 % Landwirtschaft.

    Wichtigste Wirtschaftszweige der spanischen Wirtschaft sind der Tourismus, das Bauwesen, die Kommunikations- und Informationstechnik, metallverarbeitende Industrie, Maschinenbau, Landwirtschaft und Petrochemie.

    Die Inflationsrate betrug im Dezember 2008 1,5 %.[37]. Im Jahre 2010 ging das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 % zurĂŒck [38].

    BIP pro Kopf nach Autonomer Gemeinschaft
    Spanien ist auch geprĂ€gt von großen wirtschaftlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Autonomen Gemeinschaften. In stark industrialisierten Regionen wie dem Baskenland, Madrid, Navarra oder Katalonien, lag das BIP pro Kopf ausgedrĂŒckt in Kaufkraftstandards im Jahr 2009 zwischen 21 und 38 Prozent ĂŒber dem Schnitt der EuropĂ€ischen Union, wĂ€hrend die eher landwirtschaftlich geprĂ€gten Regionen wie beispielsweise Extremadura, Kastilien-La Mancha oder Andalusien nur zwischen 75 und 79 Prozent des EU-Durchschnitts erreichten.[39]
    Pos. Autonome Gemeinschaft BIP/Kopf, KKS, (EU27=100) (2009) BIP/Kopf in € (Nominal) (2009)
    1. Baskenland 138 30.683
    2. Madrid 136 30.142
    3. Navarra 133 29.495
    4. Katalonien 121 26.863
    5. La Rioja 112 24.811
    6. Aragonien 111 24.656
    7. Balearische Inseln 111 24.580
    8. Kantabrien 104 23.111
    – Spanien 103 22.946
    9. Kastilien-LeĂłn 101 22.475
    10. Ceuta 101 22.456
    – EU27 100 23.546
    11. Asturien 097 21.512
    12. Melilla 096 21.441
    13. Valencia 091 20.295
    14. Galicien 090 20.056
    15. Kanarische Inseln 089 19.792
    16. Murcia 084 18.731
    17. Kastilien-La Mancha 079 17.573
    18. Andalusien 079 17.498
    19. Extremadura 075 16.590

    Tourismus

    Spaniens KĂŒsten
    Badetourismus auf Mallorca
    Die Sierra Nevada: Pico del Veleta

    Spanien steht nunmehr (2011) nach Frankreich, den USA und China mit 53 Millionen Besuchern an der vierten Stelle in der Reisestatistik.[40] Zum Vergleich : Im Jahre 2005 waren es noch 55,6 Millionen auslĂ€ndische Touristen..

    Katalonien ist das wichtigste touristische Ziel in Spanien: 25,3 % aller Touristen sind dorthin gereist, 12,7 % mehr als im Vorjahr. Zweitwichtigstes Touristenziel sind die Balearen, sie wurden von 9,4 Millionen Touristen besucht, 1 % mehr als im Vorjahr. Danach kommen Andalusien mit 7,6 Millionen Touristen (1,3 % mehr) und das Land Valencia mit 4,8 Millionen (9,5 % mehr).

    Beliebte Reiseziele (mit viel besuchten Orten) sind :

    Landwirtschaft

    Oliven-Anbaugebiet bei Jaén in Spanien

    54 % der LandesflĂ€che werden landwirtschaftlich genutzt, BewĂ€sserungsfeldbau wird auf etwa 20,1 % der AnbauflĂ€che betrieben. 144.000 Quadratkilometer der LandesflĂ€che sind bewaldet. In Spanien werden folgende Agrarprodukte produziert: Getreide (vor allem Weizen und Mais), GemĂŒse, Oliven, Weintrauben, ZuckerrĂŒben, ZitrusfrĂŒchte wie Orangen und Zitronen, Fleisch (u. a. Schafe, Ziegen, Kaninchen und GeflĂŒgel), Milchprodukte (z. B. Manchego-KĂ€se), Seefisch und MeeresfrĂŒchte. Spanien ist zudem seit 2004 das einzige europĂ€ische Land mit einer signifikanten transgenen AnbauflĂ€che (vor allem genverĂ€nderter Mais).

    Wohnungen

    Viele spanische Familien haben neben einer Wohnung in der Stadt ein Wochenendhaus auf dem Land oder am Meer. Nach Zahlen der Banco de España gab es Ende 2005 in Spanien rund 23,7 Millionen Wohnungen (spanisch Piso) und 15,39 Millionen Haushalte. Damit kommen auf einen spanischen Haushalt 1,54 Wohnungen, die höchste Rate der Welt. 85 % der spanischen Wohnungen werden von ihren EigentĂŒmern bewohnt, 15 % vermietet.

    Der spanische Durchschnittspreis fĂŒr eine neue Wohnung betrĂ€gt 2510 â‚Ź/mÂČ (Dezember 2005). Die Wohnungspreise sind aber regional unterschiedlich

    Wirtschaftskennzahlen

    Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen:

    VerÀnderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), real
    in % gegenĂŒber dem Vorjahr
    Jahr 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
    VerÀnderung
    in % gg. Vj.
    5,0 3,5 2,7 3,0 3,1 3,4 3,9 3,7 1,2 -3,7
    Quelle: bfai[41] ~ = geschÀtzt
    Entwicklung des BIP (nominal)
    absolut (in Mrd. Euro) je Einwohner (in Tsd. Euro)
    Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 Jahr 2005 2006 2007 2008 2009
    BIP in Mrd. Euro 906 976 1049 1088 1051 BIP je Einw.
    (in Tsd. Euro)
    20.921 22.352 23.173 24.020 22.886
    Quelle: bfai[41] ~ = geschÀtzt
    Entwicklung der Inflationsrate Entwicklung des Haushaltssaldos
    in % gegenĂŒber dem Vorjahr in % des BIP
    („minus“ = Defizit im Staatshaushalt)
    Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 Jahr 2005 2006 2007 2008 2009
    Inflationsrate 3,4 3,6 2,8 4,1 -0,3 Haushalts-
    saldo
    1,2 2,0 2,2 -4,1 -11,2
    Quelle: bfai[41] ~ = geschÀtzt
    Haupthandelspartner (2009)
    Ausfuhr (in %) nach Einfuhr (in %) von
    Frankreich 19,0 Deutschland 14,4
    Deutschland 11,1 Frankreich 12,0
    Portugal 9,1 Italien 7,1
    Italien 8,1 China 7,1
    Großbritannien 6,3 Großbritannien 4,7
    USA 3,6 USA 4,1
    sonstige LĂ€nder 42,8 sonstige LĂ€nder 50,6
    alle EU-LĂ€nder zusammen 55,0 alle EU-LĂ€nder zusammen 54,9
    Quelle: bfai[41]
    Hauptprodukte des Außenhandels (2009)
    AusfuhrgĂŒter (Anteil in %) EinfuhrgĂŒter (Anteil in %)
    Halbfabrikate 50,8 Halbfabrikate 60,9
    Nahrungsmittel 13,5 InvestitionsgĂŒter 8,0
    Kraftfahrzeuge 11,8 Nahrungsmittel 7,0
    Quelle: bfai[41]
    Entwicklung des Außenhandels
    in Mrd. Euro und seine VerĂ€nderung gegenĂŒber dem Vorjahr in %
    2006 2007 2008 2009
    Mrd. Euro  % gg. Vj. Mrd. Euro  % gg. Vj. Mrd. Euro  % gg. Vj. bMrd. Euro  % gg.Vj.
    Einfuhr 260 12,8 280 7,6 282 0,7 208 -26,2
    Ausfuhr 170 5,8 181 7,1 188 3,7 158 -18,3
    Saldo - 90 - 99 - 94 - 50
    Quelle: bfai[41]

    Staatshaushalt

    Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von 483 Mrd. Euro, dem standen Einnahmen von 366 Mrd. Euro gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 117 Mrd. Euro beziehungsweise 11,1 % des BIPs.[42] Die Staatsverschuldung betrug 2009 560,6 Mrd. Euro oder 53,2 % des BIP.[42]

    Quelle: Eurostat[43]
    Jahr 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
    Staatsverschuldung 59,3 % 55,5 % 52,5 % 48,7 % 46,2 % 43,0 % 39,6 % 36,1 % 39,8 % 53,2 %
    Haushaltssaldo -1,0 % -0,6 % -0,5 % -0,2 % -0,3 % 1,0 % 2,0 % 1,9 % -4,2 % -11,1 %

    Kultur

    Miguel de Cervantes Saavedra (1547–1616) gilt als Nationaldichter Spaniens
    Spanische Kinospielfilmproduktion[44]
    Jahr Anzahl
    1975 110
    1985 77
    1995 59
    2005 142

    Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf. Nach Meinung seiner AnhĂ€nger ist er als eine Kunst anzusehen, in der Eleganz und Ästhetik eine wichtige Rolle spielen. In den Augen vieler Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar, die es aufgrund der mit ihr verbundenen TierquĂ€lerei nicht wert sei, in ihrer heutigen Form fortgefĂŒhrt zu werden.

    Medien

    → Hauptartikel: Zeitungen in Spanien

    Die meisten ĂŒberregionalen Tageszeitungen erscheinen in der Hauptstadt Madrid: El PaĂ­s (durchschnittliche Auflage im Jahr 2003 rund 561.000 Exemplare, gehört zur Mediengruppe PRISA), El Mundo (379.000), ABC (346.000) und La RazĂłn (205.000). In Barcelona erscheinen La Vanguardia (240.000) und die wichtige regionale katalanische Zeitung El PeriĂłdic (221.000; auch spanischsprachig als El PeriĂłdico). Von Bedeutung sind auch tĂ€glich erscheinende Sport-Medien wie Marca (549.000) und As (303.000), die meisten Spanier lesen Regionalzeitungen, fast jede grĂ¶ĂŸere Stadt im Land hat hier ein Angebot, beispielsweise Diario de Sevilla oder auch Diario de Mallorca.

    Zur Rundfunkanstalt Radiotelevisión Española (RTVE) gehört unter anderem auch das spanische Fernsehen Televisión Española (TVE). Dieses betreibt die Sender, TVE 1, TVE 2 und den AuslandsdienstTVE Internacional mit mehreren Sendern. Private TV-Programme sind Antena 3, Telecinco sowie seit dem 7. November 2005 Cuatro und seit dem 27. MÀrz desselben Jahres LaSexta. Das Fernsehprogrammangebot wird durch regionale Fernsehsender abgerundet. Im Bereich des digitalen Fernsehens gibt es die Angebote Digital+ und Auna. Der ehemals teilweise frei empfangbare Sender Canal+, der durch Cuatro ersetzt wurde, ist in das Digital+-Angebot eingegangen.

    Das öffentlich rechtliche Fernsehen und Radio wurden 2010 in einer Höhe von 2289 Millionen Euros staatlich subventioniert. [45]

    Sport

    Die Spanische Fußballnationalmannschaft nach dem Gewinn der Europameisterschaft 2008

    Fußball ist in Spanien der mit Abstand wichtigste Publikums- und auch ein viel betriebener Breitensport. Die bekanntesten Vereine sind Real Madrid und der FC Barcelona, die zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas gehören. Weitere bekannte Klubs sind der FC Valencia, AtlĂ©tico Madrid, Athletic Bilbao, Real Saragossa oder der FC Sevilla. Die Nationalmannschaft konnte bislang zwei Europameisterschaften fĂŒr sich entscheiden, 1964 im eigenen Land und 2008 in Österreich und der Schweiz. 2010 wurde Spanien zum ersten mal Fussballweltmeister.

    Weitere beliebte Mannschaftssportarten sind Basketball, Handball, Feldhockey, Futsal, Volleyball und Wasserball, an den UniversitĂ€ten erfreut sich außerdem Rugby großer Beliebtheit. Vor allem in den Regionen Katalonien und Galicien wird auch der Rollhockeysport zahlreich betrieben.

    Auch Motorsport ist in Spanien sehr beliebt. Beim Rennsport fĂŒr StraßenmotorrĂ€der brachte das Land internationale Stars wie Ángel Nieto, Jorge MartĂ­nez “Aspar” oder Àlex CrivillĂ© hervor. Die derzeit bekanntesten aktiven Fahrer sind Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo, Álvaro Bautista, Toni ElĂ­as, JuliĂĄn SimĂłn, Marc MĂĄrquez und NicolĂĄs Terol, die alle bereits Weltmeistertitel gewinnen konnten. Der spanische Motorradhersteller Derbi konnte zwölf Fahrerweltmeisterschaften und neun Konstrukteurswertungen fĂŒr sich entscheiden, die Marke Bultaco errang vier Fahrer- und drei Konstrukteurswertungen. Weitere beliebte Motorsportarten sind Rallye, Rallye Raid und Motorrad-Trial. Die Formel 1 fĂŒhrte in Spanien lange ein Schattendasein, dies Ă€nderte sich jedoch schlagartig durch die Erfolge von Fernando Alonso, der 2005 und 2006 die Weltmeisterschaft gewinnen konnte.

    Radsport erfreut sich sowohl als Breiten- als auch als Profisport großer Beliebtheit. Mit Miguel Indurain, Federico Bahamontes, Luis Ocaña Pernia, Pedro Delgado, Óscar Pereiro, Alberto Contador und Carlos Sastre verfĂŒgt Spanien ĂŒber sieben Tour de France-Sieger. Auch der mehrfache Weltmeister Óscar Freire ist ein Begriff. Ein großes Radsportereignis ist die Vuelta, weitere international beachtete Rennen sind die Baskenland-Rundfahrt, die Katalonien-Rundfahrt und das ClĂĄsica San SebastiĂĄn.

    Der bedeutendste Individualsport ist Tennis. Zu den international bekanntesten Spielern zĂ€hlen Manuel Santana, Sergi Bruguera, Arantxa SĂĄnchez Vicario, Conchita MartĂ­nez oder der noch aktive Rafael Nadal. Den Davis Cup gewann Spanien bisher fĂŒnf Mal, den Fed Cup ebenso oft und den Hopman Cup drei Mal.

    Auch beliebt ist Padel, ein relativ neues, dem Tennis Àhnliches Spiel, und Golf wo bekannte Profis wie Severiano Ballesteros, José María Olazåbal oder Sergio García zu nennen sind. Im Nordosten Spaniens wird Pelota, der baskische Nationalsport, und in der Region Valencia Pilota Valenciana gespielt.

    Nationale Feiertage

    In Spanien werden fĂŒr jedes Jahr 14 Feiertage definiert. Einige hiervon sind staatlich, einige werden von der Autonomen Gemeinschaft bestimmt, je ein Feiertag von der Provinz (in der Regel der Schutzpatron der Provinz) und ein Feiertag von der Gemeinde beziehungsweise vom Ort (in der Regel der Schutzpatron der Gemeinde). Die Feiertage werden jĂ€hrlich fĂŒr das Folgejahr von jeder Autonomen Gemeinschaft veröffentlicht und können variieren. FĂ€llt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der darauf folgende Montag arbeitsfrei.

    Folgende Tage sind in der Regel Feiertage, können aber je nach Jahr oder Autonomer Gemeinschaft ausfallen oder ersetzt werden:

    • 1. Januar – Neujahr
    • 6. Januar – Heilige Drei Könige und Epiphanias
    • 19. MĂ€rz – St. Josef San JosĂ©
    • MĂ€rz/April – GrĂŒndonnerstag
    • MĂ€rz/April – Karfreitag
    • 1. Mai – Tag der Arbeit
    • 25. Juli – St. Jakobus der Ältere, Schutzpatron Spaniens (Santiago)
    • 12. Oktober – Nationalfeiertag (DĂ­a de la Hispanidad / El Pilar), anlĂ€sslich der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus
    • 1. November – Allerheiligen
    • 6. Dezember – Tag der Verfassung (DĂ­a de la ConstituciĂłn), anlĂ€sslich der Annahme der Verfassung im Jahre 1978
    • 8. Dezember – Unbefleckte EmpfĂ€ngnis (Inmaculada ConcepciĂłn)
    • 25. Dezember – Weihnachten

    Beispiel fĂŒr regionale Feiertage:

    • 24. Juni – Johannistag (spanisch San Juan) zum Beispiel in Katalonien
    • MĂ€rz/April – Ostermontag zum Beispiel im Baskenland
    • 28. April – San Prudencio in der Provinz Álava (Schutzpatron der Provinz)
    • 15. Mai – San Isidro in der Stadt Madrid (Schutzpatron der Stadt)

    Siehe auch

    Literatur

    • Walther L. Bernecker (Hrsg.): Spanien-Handbuch. Geschichte und Gegenwart. Francke, TĂŒbingen 2006, ISBN 3-8252-2827-4 (UTB 2827).
    • Walther L. Bernecker (Hrsg.): Spanien heute. Politik - Wirtschaft - Kultur. 5. Auflage. Vervuert, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3-86527-418-8.
    • Toni Breuer: Iberische Halbinsel. Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-14785-4.
    • RenĂ© Alexander Marboe: Von Burgos nach Cuzco. Das Werden Spaniens 530–1530. Magnus, Essen 2006, ISBN 3-88400-601-0.
    • Henri Stierlin: Die Welt Spaniens. Gondrom, Bayreuth 1982, ISBN 3-8112-0301-0 (geschichtliche Darstellung mit dem zeitlichen Schwerpunkt vom klassischen Altertum bis zum Barock).
    • Sarah Mongourdin-Denoix: Spain: a country profile (PDF, 640.33 Kb, 40 S.), Eurofound, 19. Januar 2010

    Einzelnachweise

    1. ↑ Official population figures. Statistical use of the Register. Abgerufen am 13. Januar 2012 (english).
    2. ↑ Gesamtfruchtbarkeitsrate In: Eurostat, abgerufen am 17. Juli 2011
    3. ↑ La poblaciĂłn mayor de 80 años creciĂł un 66% en los Ășltimos 15 años y suma dos millones de personas. Aumenta la esperanza de vida, que alcanza los 79,7 años. El Pais, 19. Juni 2007, abgerufen am 3. Mai 2011 (español, Lebenserwartung in Spanien).
    4. ↑ 95% der SchĂŒler der SekundĂ€rstufe II in der EU27 lernten Englisch als Fremdsprache im Jahr 2009, Eurostat-Pressemitteilung vom 26. September 2011 (PDF)
    5. ↑ PoblaciĂłn por sexo, nacionalidad y paĂ­s de nacimiento. In: Instituto Nacional de EstadĂ­stica. Abgerufen am 13. Januar 2012 (español).
    6. ↑ AuslĂ€ndische Staatsangehörige machten 6,5% der EU27 Bevölkerung im Jahr 2010 aus. In: Eurostat. Abgerufen am 17. Juli 2011 (PDF, english).
    7. ↑ www.ine.es 27. April 2011 (PDF)
    8. ↑ JĂŒrgen Erbacher: Schwere Mission im katholischen Spanien. heute.de. 7. Juli 2006.
    9. ↑ a b BarĂłmetro de Marzo auf CIS, MĂ€rz 2010, abgerufen am 9. November 2010 (Spanisch)
    10. ↑ El nuevo sistema de asignaciĂłn tributaria en favor de la iglesia catĂłlica. In: Spanische Bischofskonferenz. Abgerufen am 17. Februar 2010 (pdf, español).
    11. ↑ El nĂșmero de declaraciones a favor de la Iglesia CatĂłlica vuelve a aumentar en 2009. In: Spanische Bischofskonferenz. 17. Februar 2010, abgerufen am 17. Februar 2010 (español).
    12. ↑ AsignaciĂłn tributaria, DeclaraciĂłn de la Renta 2009. In: Spanische Bischofskonferenz. 17. Februar 2010, abgerufen am 17. Februar 2010 (pdf, español).
    13. ↑ https://www.agpd.es/portalweb/revista_prensa/revista_prensa/2008/notas_prensa/common/sept/np_080930_sentencia_TS.pdf (PDF, spanisch)
    14. ↑ http://www.sueddeutsche.de/,tt6m1/panorama/615/312529/text/
    15. ↑ http://pewglobal.org/reports/pdf/262.pdf
    16. ↑ Statistische Auswertung. In: Instituto Nacional de EstadĂ­stica. Abgerufen am 22. Januar 2010 (english).
    17. ↑ Statistische Auswertung. In: Instituto Nacional de EstadĂ­stica. Abgerufen am 22. Januar 2010 (english).
    18. ↑ Die Juden in der Welt: Spanien, Gallut Sfarad 2; „(
) die zu dem Ausweisungsbefehl von 1492 fĂŒhren. 300.000 Juden (nach anderen Quellen 800.000) haben in dreimonatiger Frist Spanien zu verlassen. Ein Drittel wendet sich nach Portugal, ein Drittel nach der TĂŒrkei, etwa 25.000 gehen nach den Niederlanden, ebenso viele dĂŒrften nach Nordafrika, vornehmlich nach Marokko, gegangen sein, der Rest verteilt sich auf Frankreich, Italien, Ägypten (
)“; Gallut Sfarad 2; Zugriff 11. August 2008
    19. ↑ Amnesty International: Jahresbericht 1998 - Spanien
    20. ↑ http://www.turismoebrofluvial.es/noticias.html
    21. ↑ The Independent 19. Dezember 2010
    22. ↑ La energĂ­a en España 2010. In: mityc.es. S. 38–42, abgerufen am 5. Februar 2012 (PDF, español).
    23. ↑ a b c d e El sistema elĂ©ctrico español, informe 2010. In: Red ElĂ©ctrica de España. S. 10, abgerufen am 22. Oktober 2011 (PDF, español).
    24. ↑ La Vanguardia, 20. MĂ€rz 2011
    25. ↑ La Vanguardia, 15. Februar 2011
    26. ↑ „Die VorzĂŒge der Kernenergie liegen auf der Hand“ | sciencegarden - Magazin fĂŒr junge Forschung, abgerufen am 12. Oktober 2008.
    27. ↑ http://www.elperiodico.cat/ca/noticias/economia/leconomia-submergida-representa-215-del-pib-1028006, Zahlen fĂŒr den Zeitraum zwischen 2006 und 2008
    28. ↑ 20 Minutos, Mittwoch 2. MĂ€rz 2011, Seite 10
    29. ↑ Bank of Spain Economic Bulletin 07/2005 (PDF). Bank of Spain. Abgerufen am 13. August 2008.
    30. ↑ Reuters - Immobilienpreise in Spanien im 1.Quartal im Rekordtempo gefallen
    31. ↑ http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/3-29042011-AP/DE/3-29042011-AP-DE.PDF
    32. ↑ Spain's Economy: Closing the Gap, 15. August 2008, OECD (englisch)
    33. ↑ http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/3-29042011-AP/DE/3-29042011-AP-DE.PDF
    34. ↑ FTD - Spanien muss erste Bank stĂŒtzen
    35. ↑ El Punt, 12. April 2011, Seite 24
    36. ↑ Report for Selected Countries and Subjects. Abgerufen am 3. Januar 2010.
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