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Frankfurt am Main ist für den Sport als Heimat bekannter Sportvereine, als Austragungsort wichtiger Wettbewerbe, als Standort großer Sportstätten sowie als Sitz nationaler Sportverbände von Bedeutung.
In Frankfurt am Main finden mit dem Radrenn-Klassiker Rund um den Henninger-Turm (1. Mai, heute: Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt), dem Ironman Germany (Juli) und dem Frankfurt-Marathon (Oktober) derzeit drei bedeutende Eintagesveranstaltungen der Profis statt.
Seit 2003 findet in Frankfurt am Main jährlich das Down-Sportlerfestival statt, seit 2005 gibt es jährlich zudem eine Fortsetzung des Festivals in Magdeburg. Mehrere hundert Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) können sich bei diesen Veranstaltungen in diversen Wettbewerbssportarten messen.[1]
Der inzwischen aufgelöste Verein Frankfurt Galaxy spielte von 1991 bis 2007 in der NFL Europa und gewann vier mal den World Bowl: 1995, 1999, 2003 und 2006. Inoffizieller Nachfolger der Galaxy ist der AFC Universe Frankfurt.
Die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt (vormals: Skyliners und OPEL Skyliners Frankfurt) spielen in der BBL. 2004 wurden sie Deutscher Meister, 2000 gewannen sie den DBB-Pokal Heimspielstätte ist die Ballsporthalle in Frankfurt-Höchst. Mit der Basketball City Mainhattan im Nordwestzentrum haben die Skyliners ein in Europa einmaliges Basketballzentrum errichtet.
Die Frankfurt Lions spielen in der DEL. 2004 wurden sie Deutscher Meister. Die Eissporthalle am Ratsweg ist die Heimspielstätte des Vereins.
Dort spielen neben den Lions als Hauptnutzern auch die Mannschaften des ehemaligen Eishockey-Bundesligisten Eintracht Frankfurt#Abteilung_14:_Eishockey, aber auch die Young Lions Frankfurt spielen dort. Sie haben auch eine Nachwuchsabteilung.
Im Männerfußball spielt Eintracht Frankfurt nach dem Abstieg in der Saison 2010/2011 in der 2. Bundesliga. Der Verein spielt in der Frankfurter Commerzbank-Arena (früher: Waldstadion).
Der FSV Frankfurt wurde 1925 Deutscher Vizemeister und spielte acht Jahre lang in der 2. Bundesliga. Seit der Saison 2008/09 spielt der FSV wieder in der 2. Bundesliga. Die Heimspiele werden im Frankfurter Volksbank Stadion (früher: Stadion am Bornheimer Hang) ausgetragen.
Die SG Rot-Weiss Frankfurt gewann vier Mal den Hessenpokal (1970/71, 1973/74, 1988/89 und 1991/92). Der Verein spielt derzeit in der Oberliga Hessen. Heimspielstätte ist das Stadion am Brentanobad.
Im Frauenfußball spielt der 1. FFC Frankfurt in der 1. Bundesliga. Der Verein spielt im Stadion am Brentanobad.
Die Damenmannschaft des FSV Frankfurt spielte bis zur Auflösung der Abteilung 2006 in der 1. Bundesliga.
Unter dem Namen Tuesday Night Skating findet von April bis Oktober jeden Dienstagabend das schnellste Night-Skating Deutschlands statt. Auf Inlineskates fahren mehrere Tausend Sportler zwischen 20:30 und 23:00 Uhr unter Polizeibegleitung verschiedene Strecken zwischen 34 und 48 km auf öffentlichen Straßen.
Lacrosse wird in Frankfurt bei der Lacrosseabteilung des SC 1880 Frankfurt gespielt. Die Herrenmannschaft - früher Frankfurt Cosmos - wurde 2005 Deutscher Meister und im Jahr 2006 Vizemeister. Die 2003 gegründete Damenmannschaft wurde im Jahr 2006 Dritte der Deutschen Meisterschaft und Erster der Bundesliga Süd.
In Frankfurt am Main finden alljährlich mehrere Laufsportveranstaltungen statt, die teilweise eine bundesweite Anziehungskraft besitzen:
Es gibt die Rollstuhltänzer aus Frankfurt[3] und im Rollstuhl-Sport-Club Frankfurt e.V. eine Abteilung Rollstuhltanz.[4]
Die 1. Mannschaft des SC 1880 Frankfurt spielt seit der Saison 2006/2007 in der 1. Bundesliga. Die 2. Mannschaft ist in der 2. Bundesliga Süd aktiv.
Die 2003 gegründeten Frankfurt Flyers wurden 2005 Deutscher Vereinsmeister. 2006 gewannen sie Bronze.
Auf Hessens einziger größerer Galopprennbahn in Niederrad werden jährlich einige große internationale Rennen ausgetragen.
Die erste internationale Großveranstaltung in Frankfurt war die 1. Arbeiterolympiade 1925. Zu diesem Anlass wurde im Frankfurter Stadtwald das neue Waldstadion errichtet und am 21. Mai 1925 eingeweiht. An den Spielen nahmen 3000 aktive Sportler aus zwölf Ländern teil.
Neben den Wettkämpfen in Fußball, Wassersport oder Turnen gehörte zu der Arbeiterolympiade ein „Tag der Massen“, bei dem sich Vertreter der verschiedenen Gruppen des Arbeitersports präsentierten. Auch Massenfreiübungen gehörten dazu. Insgesamt waren wohl 100.000 Arbeitersportler beteiligt. Insgesamt 450.000 Zuschauer wohnten dieser Veranstaltung bei.
Das Waldstadion war neben München der wichtigste Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 1974. Bereits die Auslosung der Vorrundengruppen am 5. Januar 1974 im großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks war ein weltweit im Fernsehen übertragenes Ereignis. Am 13. Juni 1974 fand im für die WM modernisierten und umgebauten Waldstadion die Eröffnungsfeier der Weltmeisterschaft statt.
Einschließlich des sich daran anschließenden Eröffnungsspiels fanden dort fünf Begegnungen statt, drei Gruppenspiele der Gruppe II in der Ersten Finalrunde sowie zwei Spiele der Gruppe B in der Zweiten Finalrunde, die damals das Halbfinale ersetzte. Die (west-)deutsche Nationalmannschaft zog durch ein 1:0 im letzten Gruppenspiel gegen Polen ins Finale ein. Das Spiel am 3. Juli 1974 ging aufgrund der aus heutigen Sicht irregulären Platzverhältnisse als Wasserschlacht von Frankfurt in die Sportgeschichte ein.
Bei der Fußball-Europameisterschaft 1988 war das Waldstadion einer von acht Austragungsorten. Da insgesamt bei dieser EM nur 15 Spiele stattfanden, war auch Frankfurt mit nur zwei Vorrundenbegegnungen beteiligt. Am 14. Juni gewann Italien in der Gruppe A gegen Spanien mit 1:0, am 18. Juni verlor England gegen die Sowjetunion mit 1:3.
In der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im folgenden Jahr fand das Turnier um den Konföderationen-Pokal 2005 in Deutschland statt. Da Frankfurt bei der WM, anders als 1974, nicht als prominenter Austragungsort eingeplant war, erhielt es unter den fünf Spielorten die Hauptrolle bei der „Mini-WM“, die unter anderem als Generalprobe für die meist neuerrichteten Stadien galt. Das Turnier war mit acht Teilnehmern gleich stark besetzt und mit insgesamt 16 Begegnungen umfangreicher als die EM 1988. In Frankfurt fanden die Eröffnungsfeier, das Eröffnungsspiel, ein weiteres Gruppenspiel sowie das Finale statt. Während des Endspiels zwischen Brasilien und Argentinien am 29. Juni 2005 hielt das neue Stadiondach dem starken Regen nicht stand, der daraufhin in einem Wasserfall auf die Tribüne stürzte, womit Frankfurt nach der „Wasserschlacht“ 1974 bereits zum zweiten Mal bei einem wichtigen internationalen Turnierspiel durch Starkregen beeindruckte.
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 war Frankfurt einer von zwölf Spielorten. Im Gegensatz zur WM 1974 nahmen Stadt und Stadion dabei keine Sonderrolle mehr ein, Eröffnungs- und Endspiel, beide Halbfinals sowie die „Heimspiele“ der deutschen Mannschaft fanden in München, Berlin und Dortmund statt, die Auslosung am 9. Dezember 2005 in Leipzig. Frankfurt gehörte zur „Mittelklasse“ der Spielorte, da außer den üblichen vier (von insgesamt 48) Vorrundenspielen auch ein Viertelfinale hier ausgetragen wurde. Dabei verlor am 1. Juli 2006 Brasilien mit 0:1 gegen den späteren Finalisten Frankreich. Zum umfangreichen Rahmenprogramm der Weltmeisterschaft gehörte die MainArena, wo die Spiele von beiden Ufern des Mains auf einer in der Flussmitte verankerten Großbildleinwand verfolgt werden konnten, sowie die Licht-Ton-Installation SkyArena.
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 wird Frankfurt der wichtigste der neun Spielorte sein. Zwei Gruppenspiele und ein Halbfinale werden hier stattfinden, sowie, am 17. Juli 2011, das Finale der Weltmeisterschaft.
Bisher wurde fünfmal in Frankfurt ein Fußball-Europapokal überreicht. Am 21. Mai 1980 gewann Eintracht Frankfurt im eigenen Stadion den UEFA-Pokal. 2002, 2004, 2006 und 2008 fanden die Endspiele des Europapokals der Frauen in Frankfurt statt, drei davon gewann der 1. FFC Frankfurt. Die Finals 2004 und 2006 fanden in Stadion am Bornheimer Hang statt, die übrigen im Waldstadion.
Das Endspiel um den DFB-Pokal findet seit 1985 regelmäßig in Berlin statt. Bis dahin wechselte der Finalort fast jährlich. Fünf Pokalfinale (1966, 1969, 1976, 1982 und 1984) fanden in Frankfurt statt, vier davon gewann der FC Bayern München. Das Spiel am 31. Mai 1984 war bis heute das letzte deutsche Pokalfinale, das nicht in Berlin ausgetragen wurde.
Vor Gründung der Fußball-Bundesliga 1963 wurde auch der Deutsche Fußballmeister in einem k.o.-System ermittelt, das seinen Höhepunkt in einem Endspiel fand. Auch diese Endspiele fanden, während der NS-Zeit, fest in Berlin statt, davor und danach jedoch an wechselnden Orten. Frankfurt war Austragungsort der Meisterschaftsendspiele 1920, 1925, 1926 und 1960. Der 1. FC Nürnberg gewann zwei seiner Meistertitel bei Endspielen in Frankfurt. Das Finale von 1920 fand auf dem Platz des FC Germania 1894 in den Sandhöfer Wiesen statt, das von 1925 dann als erstes Großereignis im zwei Wochen zuvor eingeweihten Waldstadion.
Auch die beiden ersten „Finale“ um den DFB-Supercup (1987 und 1988) wurden in Frankfurt ausgetragen, das zweite sogar unter Beteiligung des Stadion-Hauptmieters und damaligen DFB-Pokalsiegers Eintracht Frankfurt, der jedoch gegen den Deutschen Meister Werder Bremen mit 0:2 verlor.
Turnen war im Zweiten Kaiserreich die populärste Sportart. Obwohl inzwischen Fußball diesen Rang einnimmt, ist das seit 1860 abgehaltene Deutsche Turnfest ein bedeutendes sportliches Großereignis. Frankfurt war bisher fünfmal Gastgeber des Turnfestes: 1880, 1908, 1948, 1983 und 2009.