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Die Sportwissenschaft ist eine interdisziplinäre Wissenschaft (Querschnittswissenschaft), die Probleme und Erscheinungsformen im Umfeld von Sport und Bewegung zum Gegenstand hat. Da die Sportwissenschaft auf eine Reihe anderer Wissenschaften zurückgreift sowie innerhalb ihres Bereiches mehrere Felder aufweist, wird häufig auch von Sportwissenschaften gesprochen.
Inhaltsverzeichnis |
In der Sportwissenschaft haben sich verschiedene Disziplinen herausgebildet:
Den Abschluss Diplom-Sportwissenschaftler erreicht man über ein Studium an einer Sporthochschule oder Universität. Darüber hinaus gibt es auch Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschluss. An einigen Universitäten wird Sportwissenschaft auch als Teilstudiengang eines Magister-Studiums angeboten. Sportwissenschaft kann dabei sowohl Haupt- als auch Nebenfach sein. Als Unterrichtsfach an allgemein bildenden Schulen kann Sport im Rahmen verschiedener Lehramtsstudiengänge studiert werden. Um Sport an Gymnasien unterrichten zu dürfen ist ein universitäres Studium notwendig.
Auch die Promotion zum "Dr. Sportwiss." ist möglich. In Abhängigkeit von der Zuordnung eines sportwissenschaftlichen Instituts zu einer Fakultät einer Universität werden bei einer Promotion auch andere Doktorgrade verliehen (z. B. "Dr. phil. oder der PhD").
Die Regelstudienzeit für Bachelorstudiengänge beträgt 6 Semester, das anschließende Masterstudium weitere 4. Magister- und Diplomstudiengänge benötigen dagegen 8-9 Semester. Bei diesen Studiengängen besteht häufig nach dem Grundlagenstudium die Möglichkeit, sich innerhalb des Studiengangs zu spezialisieren und durch Wahlfächer Schlüsselqualifikationen zu erwerben. Die Angebote zur Spezialisierung, z.B. "Sportökonomie", "Medien und Kommunikation" oder "Gesundheitssport" variieren von Universität zu Universität.
An fast allen Hochschulen muss vor dem Studienbeginn eine Sporteignungsprüfung in mehreren Sportarten bestanden werden.
Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) ist durch Erlass des Bundesministeriums des Innern der Bundesrepublik Deutschland vom 10. Oktober 1970 (GMBl. S. 539), neugefasst durch Erlass vom 9. Juli 1996 (GMBl. S. 668), als nicht rechtsfähige Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern errichtet worden.
Die Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) ist ein Zusammenschluss der an sportwissenschaftlichen Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland in Lehre und Forschung tätigen Wissenschaftler. Die dvs wurde 1976 in München gegründet und verfolgt das Ziel, die Sportwissenschaft zu fördern und weiterzuentwickeln.
Die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) ist die einzige Sportuniversität in Deutschland und weltweit die größte. An derzeit 19 wissenschaftlichen Instituten wird geforscht und gelehrt. Das Spektrum reicht von erziehungs-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern bis zu medizinisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen.
Die Österreichische Sportwissenschaftliche Gesellschaft (ÖSG) bezweckt die Förderung und Weiterentwicklung der Sportwissenschaften.
Das Bundesamt für Sport ist in der Schweiz die nationale Amtsstelle für Fragen des Sports sowie eine Ausbildungsstätte des Bundes im Sport und eine wichtige Dokumentations- und Informationsstelle.