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Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule

Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule
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Gründung 1829
Trägerschaft staatlich
Ort Frankfurt am Main
Bundesland Hessen
Staat Deutschland
Leitung Rektor Nikolaus Hirsch

Prorektor Tobias Rehberger
Kanzler Andreas Lenk

Studenten 150
Mitarbeiter 30
davon Professoren 10
Website www.staedelschule.de

Die Städelschule, heute Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, ist eine Kunsthochschule in Frankfurt am Main.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel bestimmte in seinem 1793 errichteten Testament, dass sein Vermögen, darunter eine Kunstsammlung, im Falle seines Todes auf eine Stiftung übergehen solle. Nach Städels Ableben 1817 nahm die Stiftung ihre Arbeit als „Städelsches Kunstinstitut” auf, das eine Kunstschule und eine Galerie als Schausammlung umfassen sollte. 1824 wurde ein Leiter für elementares und architektonische Zeichnen berufen, 1829 wurden auch die Klassen für Malerei und Bildhauerei besetzt. Vorangegangen war ein jahrelanger Rechtsstreit mit Städels Verwandtschaft in Straßburg, der mit einem Vergleich endete. 1830 wurde der Nazarener Philipp Veit, der zuvor in Rom wirkte, nach Frankfurt berufen. Noch im gleichen Jahr beschloss die Administration der Stiftung, dass sich die „Kunstanstalt des Städel'schen Kunstinstitus [...] in zwei Hauptabteilungen...” teilen solle, „...nämlich in die Kunstsammlung und die Lehranstalt”.[1] Veit wurde Direktor der Kunstsammlung und zugleich Professor für Historienmalerei an der Schule.

Sein Nachfolger in der Leitung der Klasse wurde 1850 Eduard Jakob von Steinle. Zunächst wurde das Vrints-Treuenfels-Palais in der Neuen Mainzer Straße genutzt, das Städelsche Kunstinstitut umfasste zunächst Museum und Kunstschule. Im Jahre 1878 zog das Institut in neue Galeriegebäude mit angeschlossener Städelschule nach Sachsenhausen, an das Schaumainkai.[2]

Im Laufe der Zeit entwickelten sich aus dem Museum und der Schule zwei unabhängige Bereiche. Noch heute befindet sich die Schule in der Dürerstraße, auf der Südseite des Museumsgeländes. Werkstätten und Ateliers befinden sich darüber hinaus noch in der Daimlerstraße im Frankfurter Osthafen und unmittelbar südlich der Schule in der Gartenstraße.

Städelschule, Hauptgebäude mit Mensa (Hofseite)
Städelschule, Haupteingang

Im Jahr 1987 eröffnete die Städelschule den Portikus als Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der zunächst im namensgebenden Portikus der kriegszerstörten Alten Stadtbibliothek, und dann von 2002 bis 2006 im Leinwandhaus am Weckmarkt untergebracht war. 2006 wurde das Gebäude Neuer Portikus eingeweiht, der auf der Maininsel westlich der Alten Brücke errichtet wurde. 1989 gründete der damalige Rektor Kasper König, als Filiale der Städelschule, das Institut für Neue Medien (INM). Erster Direktor wurde Peter Weibel. Das Institut hatte die Aufgabe, sich mit experimenteller Kunst zu beschäftigen und die Video-, Audio-, Computer- und Grafiktechnik auf ihre Verwendbarkeit im künstlerischen Bereich zu untersuchen.

Im Jahr 2000 wurde Daniel Birnbaum Rektor und Nachfolger von Kasper König an der Frankfurter Städelschule. Er war ebenfalls gleichzeitig Direktor der Ausstellungshalle Portikus. Birnbaum verließ seine Position zum 30. September 2010. Zu seinem Nachfolger wurde vom Konvent der Architekt, Kurator und Kunsttheoretiker Nikolaus Hirsch gewählt.[3]

Programm

Die Städelschule genießt einen weltweit guten Ruf, auch bedingt durch die geringe Studentenzahl und dem damit verbundenen engen Studenten-Professoren-Verhältnis, den zehn Professoren stehen etwa 150 Studenten gegenüber. Neben dem Studium freie Bildende Künste und dem Aufbaustudium Architektur wird eine Abendschule ohne Hochschulcharakter angeboten, darüber hinaus eine jährliche Sommerakademie und Mal- und Zeichenkurse für interessierte Laien.

Bekannte Professoren

1) Entlassen durch die Nationalsozialisten

Bekannte Absolventen

Einzelnachweise

  1. K. Simon: Die Anfänge des Städelschen Kunstinstituts unter Philip Veit (Winter 1830/31). In: Im Frankfurter Raum. 1, 1931, S. 29 f
  2. Norbert Suhr: Der Nazarener - ein nachgetragener Anfang mit einem Unzeitgemäßen. In: Hubert Salden (Hrsg.): Die Städelschule Frankfurt am Main 1817 bis 1995. Hermann Schmidt, Mainz 1995, ISBN 3-87439-333-X.
  3. Michael Hierholzer: Nikolaus Hirsch wird neuer Rektor der Städelschule. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 21. April 2010.

Literatur

  • Städelschule Situationen 74/75, 1975, Frankfurt/Main, Herausgeber HfbK Frankfurt-Städelschule
  • Heike Belzer, Daniel Birnbaum (Hrsg.): kunst lehren teaching art  −  Städelschule Frankfurt/Main. Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2007, ISBN 978-3-86560-339-5. (Der Band gibt mit einer Vielzahl von Einzelbeiträgen einen Einblick in wesentliche Aspekte eines Kunsthochschulbetriebes. Die Texte (dt./engl.) werden durch s/w-Aufnahmen sowie eine Farbfotobeilage von Wolfgang Tillmanns ergänzt.)

Weblinks

50.10222222228.675Koordinaten: 50° 6′ 8″ N, 8° 40′ 30″ O

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