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Als Staatsverschuldung bezeichnet man die zusammengefassten Schulden eines Staates, also die vom Staat an Dritte geschuldeten Verbindlichkeiten. Die Staatsverschuldung wird dabei in der Regel brutto betrachtet, das heißt, die Verbindlichkeiten gegenüber Dritten werden nicht um die Forderungen des Staates gegenüber Dritten vermindert ausgewiesen. Da der Staat seine Einnahmen im Wesentlichen aus Steuereinnahmen erzielt, aus denen er den Kapitaldienst der Staatsverschuldung, also Zinsen und Tilgung begleichen muss, wird die Staatsverschuldung indirekt auch als Verschuldung der Steuerzahler angesehen.
Die Staatsverschuldung kann unterschieden werden
Die Bewertung der Staatsverschuldung ist in den Wirtschaftswissenschaften kontrovers: Während David Ricardo sie als „eine der schrecklichsten Geißeln, die jemals zur Plage einer Nation erfunden wurden“ bezeichnete, lässt sich aus keynesianischer Sicht eine verstärkte Verschuldung temporär zur „Ankurbelung“ des Wirtschaftswachstums rechtfertigen.
Staatsschulden kann ein Staat im Verhältnis zum BIP nur begrenzt aufnehmen, da ab einem bestimmten Verschuldungsgrad Investoren und Gläubiger an der Rückzahlungsfähigkeit der Volkswirtschaft zu zweifeln beginnen (sinkende Bonität). Die Einschätzung dieser Fähigkeit hängt unter anderem von der Zinslastquote ab, also den staatlichen Zinsausgaben gemessen an den Staatsausgaben insgesamt oder am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Sind die Zinssätze niedriger als die Wachstumsrate des BIP (in laufenden Preisen), ist als fester Prozentsatz am BIP eine dauerhafte Nettoneuverschuldung des Staates möglich.[1]
Für Staaten mit hoher Staatsverschuldung erhöhen sich im Allgemeinen nicht nur die Zinssätze, die die Investoren für ihre Kredite verlangen, sondern es verringert sich auch die Anzahl derjenigen Investoren, die überhaupt noch bereit sind, Geld zur Verfügung zu stellen. Ein hoch verschuldeter Staat kann in einen Teufelskreis aus immer höheren finanziellen Verpflichtungen (Zinsen und Tilgung bereits bestehender Schulden) und einem immer begrenzteren Zugang zum Finanzmarkt geraten. Dies kann mit dem Verlust der Kreditwürdigkeit oder gar mit der Zahlungsunfähigkeit des Staates (Staatsbankrott) enden, insbesondere wenn die Verschuldung in fremder Währung oder einer Gemeinschaftswährung wie dem Euro vorliegt.
Verfügt ein Staat über eine eigene nationale Währung und ist eine Notenbank mit geringer Unabhängigkeit von der Staatsregierung dafür verantwortlich, so kann diese Regierung versucht sein, einfach mehr Geld zu drucken und sich dadurch die Rückzahlung der eigenen Schulden zu erleichtern. Dies führt allerdings zu einem weiteren Verlust an Glaubwürdigkeit und Kreditwürdigkeit sowie (durch Inflation) zu einer Entwertung aller Geldvermögen in der betreffenden Währung.
Kritiker einer Verschuldungspolitik argumentieren, dass durch die Staatsverschuldung die jetzige Generation auf Kosten zukünftiger Generationen lebe (Generationenbilanz). Danach seien Staatsschulden auf die Zukunft verschobene Steuererhöhungen, die dann von den „nachfolgenden Generationen zu tragen sind“.
Dieser Zusammenhang ist in der makroökonomischen Theorie als Barro-Ricardo-Äquivalenzproposition bekannt und beinhaltet als Kernaussage, dass sich das permanente Einkommen der Haushalte durch die Neuverschuldung (=Steuersenkung) nicht verändert und damit keine Auswirkung auf die Ausgaben (=Nachfrage) der Haushalte hat, da die Haushalte die zukünftigen Steuerzahlungen, die durch die gegenwärtige Verschuldung bedingt sind, schon in der Gegenwart durch Sparen antizipieren. In diesem Zusammenhang wird die Frage diskutiert, ob die vom Staat ausgegebenen Wertpapiere Vermögen darstellen oder einer laufenden Besteuerung entsprechen, da die Wirtschaftssubjekte erkennen, dass die Wertpapiere mit den zukünftigen Steuererhöhungen zurückgezahlt werden müssen. Aus diesem Grund sollte ein nicht von Ausgabenkürzungen des Staates begleiteter Anstieg des Budgetdefizits zu einem Anstieg der Sparquote in gleicher Höhe folgen.
Die keynesianischen Kritiker dieser neoklassischen Theorie argumentieren hingegen, dass eine Steuersenkung durchaus nachfragewirksam sein kann, da sie die Liquiditätsbeschränkung (Unfähigkeit zur Aufnahme von Krediten) vieler Haushalte entschärft, weil ihnen mehr liquide Mittel zur Verfügung stehen. Empirische Untersuchungen zeigen, dass die Barro-Ricardo-Äquivalenz nicht uneingeschränkt gültig sein kann, da die Anfang der 1980er Jahre in den USA durchgeführte Steuersenkung nicht zu einem Anstieg der Sparquote führte (die Sparquote sank von ca. neun Prozent im Jahr 1981 auf unter fünf Prozent 1990).
Die Beurteilung der Bekämpfung der Staatsverschuldung durch Sparmaßnahmen unterliegt häufig einer sogenannten Rationalitätenfalle. Was auf den ersten Blick plausibel klingt und jedem Privathaushalt einleuchtet („Ich habe zu hohe Schulden, also muss ich sparen.“), kann für die Volkswirtschaft unerwartete Folgen haben: Wenn der Staat seine Ausgaben kürzt, indem er beispielsweise Transferzahlungen an die Industrie und Haushalte in Form von Förderungen und Subventionen kürzt, hat dies zwar zwangsläufig Auswirkungen auf die Ausgabenseite des Staatshaushaltes: Auf die tatsächliche und/oder wahrgenommene Einkommensminderung der Haushalte können diese mit einer Verminderung des Konsums und einer Erhöhung der Sparneigung reagieren. Dies hat zur Folge, dass die aggregierte oder gesamtwirtschaftliche Nachfrage sinkt und zu einem sinkenden oder negativen Wirtschaftswachstum führt, wodurch sich gleichzeitig die Steuereinnahmen des Staates vermindern, was effektiv zu einem negativen Spareffekt führen kann. Die Individualrationalität (Sparen vermindert Schulden) steht somit im Konflikt zur Kollektivrationalität (Wenn alle sparen kann dies keine oder negative Auswirkungen auf den Staatshaushalt haben).
Die Verschuldung des Staates verteilt sich auf inländische und ausländische Gläubiger. Die Verschuldung gegenüber diesen beiden Gläubigergruppen ist unterschiedlich zu beurteilen. Während Inlandsschulden zu einer Vermögensumverteilung innerhalb der Volkswirtschaft führen (siehe Umverteilungs- und Generationenproblematik in diesem Artikel), fließt bei Zins- und Tilgungszahlungen bei Auslandsschulden Liquidität in eine andere Volkswirtschaft ab. Die Rückzahlung von Auslandsschulden wird der Volkswirtschaft in der Zukunft liquide Mittel zwar entziehen, jedoch lässt sich hier argumentieren, dass Staaten wie Deutschland (der deutsche Staat und die deutschen Haushalte zusammen) in globaler Sicht Netto-Gläubiger sein könnten (abhängig von der Bonität der Schuldenstaaten), weswegen ein weltweiter Schuldenabbau zu einem Zufluss an liquiden Mitteln beitragen könnte. Die nachvollziehbaren Argumente der Steuererhöhung/Verteilungsproblematik und die wirtschaftstheoretisch abgestützte Warnung vor einer zu hohen Auslandsverschuldung von Netto-Schuldnerländern ist somit sachlich von dem Argument der Belastung von Generationen zu trennen.
Wenn Kreditinstitute ihrerseits das Geld bei einer Zentralbank aufnehmen, leiht mittelbar die Zentralbank dem Staat Geld.[2]
Ein weiterer volkswirtschaftlich bedeutender Effekt steigender Staatsverschuldung ist der Crowding-out-Effekt auf dem Kapitalmarkt. Einfach formuliert: Durch die hohe Nachfrage des Staates nach Geld steigen die Zinsen und damit die Finanzierungskosten der Unternehmen. Für sie werden Kredite teurer, Investitionen unterbleiben. Dadurch sinkt ihre Wettbewerbsfähigkeit, das Wirtschaftswachstum leidet.
Das Ausmaß der Verdrängung wird in der Theorie der drei großen Schulen (Keynesianer, Monetaristen, Neoklassiker) stark unterschiedlich beurteilt. Weiterhin kann die Zentralbank diesen Effekt einer expansiven Fiskalpolitik durch eine expansive Geldpolitik neutralisieren (Monetisierung des Budgetdefizits).
Bei einer hohen Staatsverschuldung besteht für die Regierungen in Ländern mit nicht unabhängigen Zentralbanken häufig ein starker Anreiz, das Zinsniveau künstlich niedrig zu halten und Zusatzeinnahmen durch die Ausweitung der Bargeldmenge zu schaffen. Beide Maßnahmen führen zu Inflation. Vielfach enden Situationen, in denen Staaten überschuldet sind, in Hyperinflation und Währungsreform.
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Grundsätzlich soll sich der Staat nach Meinung neokeynesianischer Theoretiker antizyklisch verhalten, d. h. zur Überwindung einer Nachfragelücke soll der Staat einen Konjunkturaufschwung vor allem über eine Anschubfinanzierung (durch höhere Staatsausgaben oder Steuersenkungen, das sogenannte deficit spending) ermöglichen. In der Theorie erhöht die vermehrte staatliche Nachfrage den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit der Industrie. In der Folge sollen dadurch die Einkommen und somit auch die Steuereinnahmen wieder steigen. Im Extremfall entstünde das Schuldenparadoxon: Die Kosten der Schuldentilgung könnten geringer sein als die zusätzlichen Steuereinnahmen. Nach ursprünglicher keynesianischer Deutung soll eine antizyklische Finanzpolitik jedoch aus Rücklagen finanziert sein.
Ob eine hohe Staatsverschuldung zu mehr Wachstum führt, ist im Hinblick auf den anhaltenden Anstieg der Staatsverschuldung und die gleichzeitig niedrigen Wachstumsraten in manchen Ländern wie zum Beispiel Japan umstritten. Falls bei hoher Staatsverschuldung die Zinsforderungen der Gläubiger höher sind als die jährliche Neuverschuldung, ergibt sich eine Liquiditätslücke, auf die der Staat reagieren kann, indem er wiederum mehr Schulden aufnimmt, staatliche Vermögenspositionen auflöst, staatliche Ausgaben reduziert oder z. B. durch Steuererhöhungen seine Einnahmesituation verbessert. Somit werden die ursprünglichen Ziele der Schuldenpolitik [entweder a) keynesianische Ankurbelung oder b) Finanzierung aktueller Staatstätigkeit, ohne dafür Steuern erheben zu müssen] ad absurdum geführt, falls die gesteigerte staatliche Nachfrage nicht zum erwünschten Wirtschaftswachstum und damit höheren Steuereinnahmen führt oder der Staat seine Ausgabenpolitik im Aufschwung nicht korrigiert.
Siehe auch: Keynesianismus
Kontrovers diskutiert wird die verteilungspolitische Wirkung der Staatsverschuldung. Hierbei sind mehrere Aspekte zu unterscheiden:
Die Zinslast, die vom Staat durch Steuern oder Ausgabenkürzungen aufgebracht werden muss und an die Gläubiger bezahlt wird, mindert den Spielraum des Staates und verlangt somit politische Entscheidungen. Sollen die Steuern nicht erhöht werden, sinken damit die Anteile des Haushaltes, die zur Umverteilung beitragen, sofern nicht andere Ausgaben noch stärker zu deren Gunsten gekürzt werden.
Sind jedoch schuldenfinanzierte Investitionen des Staates zum Beispiel in Infrastruktur oder die zeitweise Stützung von Unternehmen sinnvoll, um nachhaltige Steuereinnahmen zu begünstigen oder zu sichern und so den oben genannten Effekt mehr als ausgleichen, steigert diese Maßnahme den Verteilungsspielraum des Staates. Diese Idee findet sich auch in den Begründungen für Konjunkturpakete in Krisenzeiten. Die Bewertung der Erfolgsaussichten der jeweiligen Maßnahmen oder deren Unterlassung ist in vielen Fällen offensichtlich schwierig und wird in Politik und Wissenschaft ausgiebig diskutiert.
Wenn in einem Land sowohl ein Haushaltsdefizit des Staates als auch ein Leistungsbilanzdefizit besteht, spricht man von einem Zwillingsdefizit. Die zunehmende Staatsverschuldung wird in dieser Situation teilweise über Auslandskredite finanziert. Dies ist nur möglich, solange die ausländischen Investoren Vertrauen darin haben, dass der Wechselkurs der Währung des Staates stabil ist. Fällt das Vertrauen weg, so ist es notwendig, entweder die Zinsen zu erhöhen oder den Inlandskonsum einzuschränken, was wiederum Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum hat. Im Extremfall trägt die Staatsverschuldung damit zum Entstehen von Finanzkrisen bei.
Verschiedene Länder haben in den letzten Jahren gesetzliche Begrenzungen für staatliche Neuverschuldung implementiert:
Um die Staatsverschuldung verschiedener Länder vergleichen zu können, muss berücksichtigt werden, dass die Volkswirtschaften unterschiedlich groß sind. Deshalb setzt man die Gesamtverschuldung in Bezug zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Beispiel: Deutschlands Staatsverschuldung beträgt 83% des BIP (2011). Das heißt: Die gesamte Volkswirtschaft müsste 10 Monate arbeiten und die Erlöse vollständig an die Gläubiger des deutschen Staats abgeben, um die Staatsschuld zu tilgen.
Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds vom September 2011 lag bei 46 von 171 Ländern die Schuldenquote über der Grenze von 60% vom BIP (Maastrichtkriterien), unterhalb derer im Allgemeinen die Staatsschulden als unkritisch gelten. Bei 13 Ländern davon lag sie sogar über 100%. Bei der Hälfte der 171 vom Internationalen Währungsfonds gelisteten Länder lag die Schuldenquote bei unter 44%.
Während in den Jahren von 2000 bis 2007 in 91 Ländern die Schuldenquote reduziert werden konnte stieg sie in 24 Ländern an, in 30 Ländern blieb sie etwa gleich (weniger als 5 Prozentpunkte Veränderung). Von 2007 bis 2011 stieg die Schuldenquote weltweit dagegen in 83 Ländern an, während sie in 39 Ländern reduziert werden konnte und in 48 Ländern etwa gleich blieb. Diese Unterscheide in der Schuldenentwicklung lassen sich auf die Finanzkrise ab 2007 und die anschließende Staatsschuldenkrise im Euroraum zurück führen von denen weltweit viele Länder direkt oder indirekt betroffen sind.
Siehe hierzu die Liste der Länder nach Staatsschuldenquote.
In der Geschichte waren Kriege und Wirtschaftskrisen die wesentlichen Antriebskräfte für steigende Verschuldung. Die Phase des Wirtschaftswachstums vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis Anfang der 1970er-Jahre ermöglichte den meisten Industrieländern einen Schuldenabbau. Danach stieg die Verschuldung in fast allen OECD-Ländern bis 1996 rasant an; danach sank sie wieder leicht. Wichtigster Grund für den starken Anstieg deutscher Staatsschulden in den 1990er Jahren war die Wiedervereinigung. Der Durchschnitt der OECD-Staaten lag 2001 bei 64,6 % (bei starken Unterschieden: Australien 20,9 %, Japan 132,6 %, Deutschland 60,2 % nach OECD-Kriterien). Die Finanzkrise ab 2007 hat die Verschuldung in den Euro-Ländern im Schnitt auf knapp 85 Prozent des BIP in die Höhe getrieben (vor der Krise: 70 Prozent).[3]
Die Tabelle gibt den staatlichen Schuldenstand (brutto, ohne Gegenrechnung von staatlichen Forderungen an Dritte) relativ zum jeweiligen BIP aus den Jahren 2009 und 2008 wieder. Rot und orange markierte Zahlen liegen über den durch die Maastricht-Kriterien festgelegten Defizitgrenze von 3% (Neuverschuldung) bzw. der Gesamtverschuldungsgrenze von 60%.
| EZ16 EU27 aber nicht EZ16 nicht EU27 |
BIP zu Marktpreisen in Mrd.[Q 1] |
Staatsdefizit(-)/ Überschuss(+) <−6% <−3% <0% ≥0% |
Staatlicher Schuldenstand >90% >60% >30% ≤30% | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mrd. | im Verhältnis zum BIP[Q 2] | in Mrd.[Q 3] | im Verhältnis zum BIP[Q 3] | pro Einwohner[Q 4] | ||||||||
| Staat | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| Europäische Union (EU-27) (in EUR) | 11.804,7 | 12.500,1 | -801,9 | -285,7 | -6,8% | -2,3% | 8.690,3 | 7.697,0 | 74% | 61,6% | 17.390,2 | 15.466,8 |
| Eurozone (EZ16) (in EUR) | 8.977,9 | 9.258,9 | -565,1 | -181,2 | -6,3% | -2% | 7.062,6 | 6.424,6 | 79% | 69,4% | 21.491,1 | 19.639,8 |
| Deutschland | 2.407,2 | 2.495,8 | -79,4 | 1 | -3,3% | 0,0% | 1.762,2 | 1.646,2 | 73% | 66% | 21.489,8 | 20.022 |
| Frankreich | 1.919,3 | 1.948,5 | -144,8 | -64,7 | -7,5% | -3,3% | 1.489 | 1.315,1 | 78% | 67,5% | 23.139,2 | 20.554,7 |
| Italien | 1.520,9 | 1.567,9 | -80,8 | -42,6 | -5,3% | -2,7% | 1.760,8 | 1.663,5 | 116% | 106,1% | 29.324,1 | 27.901,2 |
| Spanien | 1.051,2 | 1.088,5 | -117,6 | -44,3 | -11,2% | -4,1% | 559,7 | 432,2 | 53% | 39,7% | 12.211,9 | 9.545,1 |
| Niederlande | 570,2 | 595,9 | -30,2 | 4,2 | -5,3% | 0,7% | 347 | 346,7 | 61% | 58,2% | 21.049,7 | 21.132,5 |
| Belgien | 337,8 | 344,7 | -20,2 | -4,1 | -6% | -1,2% | 326,6 | 309,5 | 97% | 89,8% | 30.382 | 29.017,1 |
| Österreich | 276,9 | 281,9 | -9,5 | -1,2 | -3,4% | -0,4% | 184,1 | 176,5 | 66% | 62,6% | 22.034,6 | 21.222,8 |
| Griechenland | 237,5 | 239,1 | -32,3 | -18,3 | -13,6% | -7,7% | 273,4 | 237,3 | 115% | 99,2% | 24.280,4 | 21.157,2 |
| Finnland | 171,0 | 184,2 | -3,7 | 7,7 | -2,2% | 4,2% | 75,2 | 63 | 44% | 34,2% | 14.121,8 | 11.890 |
| Portugal | 163,9 | 166,5 | -15,4 | -4,7 | -9,4% | -2,8% | 125,9 | 110,4 | 77% | 66,3% | 11.847,8 | 10.395,7 |
| Irland | 163,5 | 181,8 | -23,4 | -13,2 | -14,3% | -7,3% | 104,7 | 79,9 | 64% | 43,9% | 23.520,6 | 18.144,3 |
| Slowakei | 63,3 | 67,2 | -4,3 | -1,5 | -6,8% | -2,3% | 22,6 | 18,6 | 36% | 27,7% | 4.172,9 | 3.446,2 |
| Luxemburg | 37,8 | 39,3 | -0,3 | 1,1 | -0,7% | 2,9% | 5,5 | 5,4 | 14% | 13,7% | 11.071,9 | 11.122,4 |
| Slowenien | 34,9 | 37,1 | -1,9 | -0,6 | -5,5% | -1,7% | 12,5 | 8,4 | 36% | 22,6% | 6.159,8 | 4.173,1 |
| Zypern | 16,9 | 17,2 | -1 | 0,2 | -6,1% | 0,9% | 9,5 | 8,3 | 56% | 48,4% | 11.955,5 | 10.575,6 |
| Malta | 5,7 | 5,7 | -0,2 | -0,3 | -3,8% | -4,5% | 3,9 | 3,6 | 69% | 63,7% | 9.545,2 | 8.840,1 |
| Vereinigtes Königreich (in GBP) | 1.395,9 | 1.448,4 | -160,3 | -71,4 | -11,5% | -4,9% | 950,4 | 753,6 | 68% | 52% | 15.419,2 | 12.318,3 |
| Polen (in PLN) | 1.342,6 | 1.272,8 | -95,7 | -46,9 | -7,1% | -3,7% | 684,4 | 600,8 | 51% | 47,2% | 17.945,4 | 15.763,3 |
| Schweden (in SEK) | 3.057,1 | 3.154,6 | -16,7 | 77,7 | -0,5% | 2,5% | 1.293,8 | 1.207,5 | 42% | 38,3% | 139.769,3 | 131.497,8 |
| Dänemark (in DKK) | 1.657,9 | 1.737,4 | -45,1 | 59 | -2,7% | 3,4% | 689 | 593,8 | 42% | 34,2% | 125.019 | 108.440,6 |
| Tschechische Republik (in CZK) | 3.627,2 | 3689 | -215 | -100,3 | -5,9% | -2,7% | 1.282,3 | 1104,9 | 35% | 30% | 122.501,6 | 106.434,9 |
| Rumänien (in RON) | 491,3 | 514,7 | -40,8 | -27,9 | -8,3% | -5,4% | 116,5 | 68,5 | 24% | 13,3% | 5.420,2 | 3.183,3 |
| Ungarn (in HUF) | 26094,8 | 26.543,3 | -1.055,7 | -1.014,8 | -4% | -3,8% | 20.421,3 | 19.348 | 78% | 72,9% | 2.035.820,1 | 1.926.058 |
| Bulgarien (in BGN) | 66,3 | 66,7 | -2,6 | 1,2 | -3,9% | 1,8% | 9,8 | 9,4 | 15% | 14,1% | 1.287,7 | 1.228,9 |
| Litauen (in LTL) | 92,4 | 111,2 | -8,2 | -3,6 | -8,9% | -3,3% | 27,1 | 17,4 | 29% | 15,6% | 8.091,4 | 5.161,4 |
| Lettland (in LVL) | 13,2 | 16,3 | -1,2 | -0,7 | -9% | -4,1% | 4,8 | 3,2 | 36% | 19,5% | 2115,2 | 1.400,8 |
| Estland (in EEK) | 214,8 | 251,5 | -3,7 | -6,9 | -1,7% | -2,7% | 15,5 | 11,6 | 7% | 4,6% | 11.564,3 | 8.650,7 |
| USA (in USD)[Q 5] | 12.311,3 | 10.699,8 | 82,9 % | 70,7 % | 39.488,3 | 35.315,3 | ||||||
| Japan (in JPY)[Q 5] | 189,8 % | 173,1 % | ||||||||||
| Schweiz (in CHF)[Q 6] | 538,4 | 541,5 | 13,6 | 4,4 | 2,5% | 0,8% | 208,9 | 222,5 | 38,8% | 41,1% | ||
Die Staaten sind innerhalb ihrer „Farbzugehörigkeit“ (EU27, EZ16, sonstige) absteigend nach dem BIP 2009 sortiert.
Hauptquelle: Eurostat: Pressemitteilung 55/2010 22. April 2010
Weitere Quellen (bei abweichenden Werten, wurde jene aus der „Hauptquelle“ genommen):
Die Rückzahlungswahrscheinlichkeit der umlaufenden Staatsanleihen eines Landes kommt in dessen Bonität oder Kreditwürdigkeit zum Ausdruck. Bei hoher Staatsverschuldung kann die Rückzahlungswahrscheinlichkeit sinken. Zur Einstufung der Verschuldung eines Staates als relativ hoch oder niedrig gibt es mehrere Schuldenkennzahlen. Eine Reihe entwickelter Länder wird von den privaten internationalen Rating-Agenturen als sehr kreditwürdig eingestuft, weil ihre im Bruttosozialprodukt ausgedrückte Wirtschaftsleistung als schuldenadäquat angesehen wird. Einige Industrieländer erhalten deshalb für ihre Staatsanleihen von den Rating-Agenturen den höchstmöglichen Ratingcode Aaa (Moody's), AAA (Standard & Poor's) und AAA (Fitch Ratings). Aber auch hier können wegen teilweise exzessiver Schuldenpolitik und möglicherweise weniger dynamisch verlaufender Wirtschaftsleistung Herabstufungen des Ratings drohen.
Dabei wird insbesondere die Schuldentragfähigkeit untersucht, die die Schulden in Relation zum Bruttoinlandsprodukt oder den Staatseinnahmen sieht. Schuldentragfähigkeit ist gerade noch vorhanden, wenn
nachgewiesen werden kann[4] und das Verhältnis
nicht überschritten wird.
Für Entwicklungsländer wird die Schuldenaufnahme zusätzlich zur tendenziell geringeren Bonität noch durch das Problem des Original Sin erschwert.
International:
Deutschland:
Österreich:
Schweiz: