Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Stara Sagora

Stara Sagora (Стара Загора)
Wappen von Stara Sagora Karte von Bulgarien, Position von Stara Sagora hervorgehoben
Basisdaten
Staat: Bulgarien
Oblast: Stara Sagora
Einwohner: 140.272 (31. Dez. 2010)
Koordinaten: 42° 25′ N, 25° 38′ O42.4225.63196Koordinaten: 42° 25′ 12″ N, 25° 37′ 48″ O
Höhe: 196 m
Postleitzahl: 6000
Telefonvorwahl: (+359) 042
Kfz-Kennzeichen: CT
Verwaltung
Bürgermeister: Swetlin Tantschew
Webpräsenz: city.starazagora.net
Das Postamt
Das Samarsko Zname Denkmal

Stara Sagora [ˈstarɐ zɐˈɡɔrɐ] (international meist Stara Zagora, bulgarisch Стара Загора, thrak. Beroe, altbulgarisch Boruj, byz. Vereja, später Irinopolis, türkisch Eski Zağra) ist eine Stadt in Bulgarien mit 140.272[1] Einwohnern (gemeldet mit Hauptwohnsitz; Stand 12. April 2006), wichtiger Straßen- und Eisenbahnknotenpunkt, sowie Verwaltungs-, Industrie-, Landwirtschafts-, und kulturelles Zentrum des Gebietes, mit Universität, Opernhaus, Gemäldegalerie sowie mehreren Forschungsinstituten. Ihr Beiname ist „Stadt der Poeten und der Linden“. Sie ist eine der größten Städte in der Thrakischen Ebene.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Auf dem heutigen Stadtgebiet befand sich im Altertum (5./4. Jahrhundert v. Chr.) eine thrakische Siedlung, Beroe oder Beroia genannt. Damals wurden hier Kupfer und Zinn gefördert; ein günstiges Mikroklima erleichterte die Landwirtschaft. Die Römer bauten die Ortschaft zur Festung Augusta Traiana aus. Sie lag am Schneidepunkt verschiedener Handelswege. Damals lebten vor allem Griechen, Römer und Thraker in der Stadt. Zu dieser Zeit verfügte die Stadt über Bäder, Kanalisation und Villen.

Ab dem 6. Jahrhundert wurde sie Vereja genannt und später nach der byzantinischen Kaiserin Irinopolis. Im Mittelalter nannten sie die Bulgaren Boruj und Zhelesnik, die Türken Eski Hisar (alte Festung) und Eski Zagra, von dem der heutige Name der Stadt abgeleitet ist. Seit 1871 trägt sie ihren heutigen Namen.

Zu Zeiten des Osmanischen Reiches war die Stadt berühmt für ihre Seiden-, Leder- und kupferverarbeitende Industrie. Viele Moscheen wurden errichtet, darunter die große Eski-Moschee. Mehrmals wurde die Stadt niedergebrannt. Während des Stara-Sagora-Aufstandes 1875, des Aprilaufstands 1876 und des russisch-türkischen Krieges (1877–1878) fanden bei Stara Sagora erbitterte Kämpfe statt, wobei die Stadt von den Osmanen fast völlig zerstört wurde. Nach der Niederlage der Osmanen wurde Stara Sagora mit breiten rechtwinklig angeordneten Straßen wiederaufgebaut und erweitert. Inzwischen ist die Stadt jedoch durch die Architektur der realsozialistischen Epoche geprägt. Heruntergekommene Trabantenstädte und verfallene Industrieanlagen dominieren außerhalb der Innenstadt das Stadtbild.

Besondere Bauwerke

Der Mittelwellensender Stara Zagora verfügt über einen der wenigen fischbauchartigen Sendemasten in Europa, nach dem Typ Blaw-Knox. Weitere Sendemasten dieses Typs sind in Europa nur noch in Wakarel, Bulgarien, Lisnagarvey, Nordirland, Riga, Lettland und Lakihegy, Ungarn zu finden [2].

Söhne und Töchter der Stadt

Panoramaansicht

<div style="float:left; width:15px; height:11px;" />Blick aus dem Samarsko Zname Denkmal über die Stadt.

Einzelnachweise

  1. http://www.grao.government.bg/tna/tab02.txt
  2. http://www.predavatel.com/bg/4/sta.htm

Weblinks

 Commons: Stara Zagora – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.