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Stefan Lindemann

Hilfe:Begriffsklärung
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Komponisten und Musiker Stefan Lindemann siehe Stefan Lindemann (Komponist und Musiker).

Stefan Lindemann (* 30. September 1980 in Erfurt, Thüringen) ist ein deutscher Eiskunstläufer.

Stefan Lindemann hier bei den Deutschen Meisterschaften 2006 in Berlin

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Schon im Alter von vier Jahren begann Stefan Lindemann in Erfurt beim dortigen Eissportclub mit dem Eislaufen. Mit zwölf wollte er jedoch Eishockey-Spieler werden, was jedoch durch seine Mutter verhindert wurde. Also blieb Stefan beim Eiskunstlaufen und kam in die Trainingsgruppe von Ilona Schindler. Nach dem Abitur hat sich der Sportsoldat Lindemann der Bundeswehr verpflichtet, um genügend Unterstützung und Möglichkeiten für seinen Sport zu finden.

Bereits mit 14 Jahren (1995) hatte Lindemann seinen ersten beachtenswerten Auftritt bei den deutschen Juniorenmeisterschaften, indem er den vierten Rang belegte. Im darauf folgenden Jahr startete er bei den deutschen Meisterschaften und wurde Zwölfter. 1997 war er schon Vierter, 1999 Zweiter und im Jahre 2000 gelang es ihm deutscher Meister zu werden. Doch die eigentliche Sensation war, dass er im März 2000 zum ersten Mal für die Deutsche Eislauf Union einen Junioren-WM Titel gewann. Im selben Jahr jedoch stürzte Stefan Lindemann schwer und zog sich beim Sparkassen-Cup eine Innenbandzerrung im rechten Kniegelenk mit Innenbandanriss sowie eine Zerrung im Sprunggelenk zu.

Doch im März 2004 kehrte Lindemann in die Weltspitze zurück: Er wurde erneut deutscher Meister und holte die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften in Dortmund. Ebenfalls belegte er bei den Europameisterschaften 2005 den dritten Rang. Die Weltmeisterschaft 2005 verlief allerdings nicht ganz so glücklich wie im Jahr zuvor. Lindemann stürzte mehrmals im Kurzprogramm und wurde in der Zwischenwertung 18. Doch mit seiner fast fehlerfreien Kür konnte er noch sechs Plätze gutmachen und belegte zum Schluss Rang 12. Trotzdem ist er der erfolgreichste deutsche Eiskunstläufer seit Norbert Schramm, der 1983 eine WM-Silbermedaille holte.

Im Sommer 2006 trennte er sich von seiner langjährigen Trainerin Ilona Schindler. Er ging nach Berlin zu Viola Striegler, startet jedoch weiterhin für den ESC Erfurt. Wegen einer Adduktorenzerrung konnte Stefan Lindemann in der Saison 2007/2008 nicht starten.

Erfolge/Ergebnisse

Wettbewerb/Wintersaison 95-96 96-97 97-98 98-99 99-00 00-01 01-02 02-03 03-04 04-05 05-06 06-07 07-08 08-09
Olympische Winterspiele - - - - - - - - - - 21. - - -
Weltmeisterschaften - - - 13. 14. 18. - - 3. 12 - 12. -
Europameisterschaften - - - 17. 8. - 12. 12. 5. 3. 12. 11. -
Juniorenweltmeisterschaften - - - 14. 1. - - - - - - - -
Deutsche Meisterschaften 12. 5. - 2. 1. - 1. 2. 1. 1. 1. 1. -
Skate Canada - - - - - - - - - 6. - - - -
Cup of China - - - - - - - - - 3. - - - -
Skate America - - - - - - - - 9. 9. - - - -
Cup of Russia - - - - - - - - - - 4. - - -
NHK Trophy - - - - - - - - - - 11. - - -
Trophée Eric Bompard - - - - - - - - 11. - - - - -
Bofrost Cup - - - - - - 7. - 1. 1. - - - -
Nebelhorn Trophy - - - - - - 8. - - - 1. - - -
Ondrej Nepela Memorial - - - - - - - 2. 2. 1. - - - -
Junior Grand Prix Finale - - - 4. 2. - - - - - - - - -

Andere Wettbewerbe

Saison 1998/1999

  • 2. Rang beim Junioren Grand Prix in Bulgarien
  • 2. Rang beim Junioren Grand Prix in Deutschland

Saison 1999/2000

  • 1. Rang beim Junioren Grand Prix Skate Slovenia
  • 5. Rang beim Junioren Grand Prix in Kanada

Saison 2000/2001

Weblinks

Commons Commons: Category:Stefan Lindemann – Bilder, Videos und Audiodateien
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