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Als Steppe (von russisch степь, ‚step′‘) wird eine semiaride (bis semihumide, baumlose Graslandschaft der gemäßigten Breiten beiderseits des Äquators bezeichnet.
Typische Merkmale sind kontinentales Klima mit Winterkälte und sommerlicher Trockenheit, feinerdige Böden (oft Löss) und einförmiger Bewuchs.
Inhaltsverzeichnis |
Die als Waldsteppe bezeichneten Ökosysteme mit tropischem Grasland und Bäumen, welche sich beiderseits des Äquators an die Regenwälder anschließen, sind keine Steppen, sondern Savannen. Sie zeichnen sich in der Regel durch zweimalig jährlichen Wechsel von Regen- und Trockenzeiten aus.
Zu den Steppen der gemäßigten Zone gehören:
Eine Steppe ist eine semiaride, baumlose Graslandschaft der Gemäßigten Zone. Der Pflanzenbewuchs wird durch Wassermangel begrenzt. In Eurasien liegen die Steppen im Inneren des Kontinents in großer Entfernung von den Ozeanen, dort wo die Jahresniederschlagsmenge stark eingeschränkt ist (Kontinentalität). Die Steppengebiete in Nord- und Südamerika entstehen durch die Leelage der Gebiete. Durch die jahreszeitliche Verteilung der Niederschläge wird die Vegetationszeit oft durch Sommertrockenheit bzw. Winterkälte unterbrochen. Die Vegetationsphasen liegen nur im Frühjahr und im Herbst.
Die zonalen Böden der Steppen sind die äußerst fruchtbaren Humusakkumulationsböden mit tiegründigem, humusreichem Oberboden. In Deutschland werden diese als Schwarzerde bezeichnet.
Die prägenden Pflanzengesellschaften der Steppe bestehen aus Gräsern. Man findet daneben vor allem Moose und Flechten, aber auch niedrigere Sträucher wie die Heidekrautgewächse und vereinzelte Waldinseln in günstigen Lagen. Ursprünglich waren die meisten Getreidepflanzen Steppenbewohner.
Obwohl in der Steppe in den Sommermonaten die meisten Niederschläge fallen, steht den Pflanzen in den übrigen Jahreszeiten mehr Wasser zur Verfügung. Dies hängt damit zusammen, dass im Sommer die Verdunstung sehr groß ist. Doch das erklärt noch nicht vollständig das Ausmaß dieser Graslandschaften. Möglicherweise spielt Feuer, bereits seit vorgeschichtlicher Zeit absichtlich von Menschen gelegt oder durch Blitzschlag verursacht, eine Rolle. In den nordamerikanischen Steppen haben wahrscheinlich die großen Bisonherden das Aufkommen von Wald verhindert.
Für Steppen typische Tierarten sind z. B.
In der Steppe der gemäßigten Zone wird viel Landwirtschaft betrieben. Wegen der kurzen Vegetationszeit werden überwiegend Mais und Weizen angebaut. Große Teile der Weltweizenproduktion stammen aus den Steppen Nordamerikas und Eurasiens. Je arider das Klima der Steppe wird, desto unsicherer werden die Erträge.
Wo die Wasserverhältnisse nur eine extensive Landwirtschaft zulassen, dominiert die Viehhaltung. Nutztiere sind z.B. Büffel, Rind, Pferd, Schaf, Ziege, Kamel und Yak. Zudem ist in der Steppe Eurasiens traditionell eine nomadische Viehzucht verbreitet.