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Stettin

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Stettin (BegriffsklĂ€rung) aufgefĂŒhrt.
Stettin
Szczecin
Wappen von Stettin
StettinSzczecin (Polen)
StettinSzczecin
Stettin
Szczecin
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Kreisfreie Stadt
FlĂ€che: format|301.30|format=dewiki}} kmÂČ
Geographische Lage: 14,555277777778|primary dim=10000 globe= name= region=PL-ZP type=city
  }}
Höhe: 1 m n.p.m
Einwohner: format| 408502|format=dewiki}}
(30. Jun. 2013)[1]
Postleitzahl: 70-018 bis 71-871
Telefonvorwahl: (+48) 91
Kfz-Kennzeichen: ZS (alt: SZ, SC, SM)
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 3 ƚwinoujƛcie–Jakuszyce–CZ
A 6 D–KoƂbaskowo–Stettin–Rzęƛnica
DK 13 Stettin–Rosówek–D
Schienenweg: WrocƂaw–Szczecin
Berlin–Szczecin
NĂ€chster int. Flughafen: Stettin-GoleniĂłw
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
FlĂ€che: format|301.30|format=dewiki}} kmÂČ
Einwohner: format|408502|format=dewiki}}
(30. Jun. 2013)[2]
Bevölkerungsdichte: format|1356|format=dewiki}} Einw./kmÂČ
Gemeindenummer (GUS): 3262011
Verwaltung (Stand: 2010)
StadtprÀsident: Piotr Krzystek
Adresse: pl. Armii Krajowej 1
70-456 Szczecin
WebprÀsenz: www.szczecin.pl

Stettin (poln. Szczecin [ˈʃtÍĄÊƒt͡ɛɕin]; anhören?/i) ist die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Westpommern und liegt rund 120 Kilometer nordöstlich von Berlin an der OdermĂŒndung zum Stettiner Haff. Stettin ist einer der grĂ¶ĂŸten SeehĂ€fen des Ostseeraums und siebtgrĂ¶ĂŸte Stadt der Republik Polen. Die Stadt beherbergt mehrere Hochschulen, darunter die UniversitĂ€t Stettin, und ist zusammen mit KamieƄ Pomorski Sitz des katholischen Erzbistums Stettin-Cammin.

Trotz seiner politischen Zugehörigkeit zur Woiwodschaft Westpommern, das ĂŒberwiegend deckungsgleich ist mit dem Westteil des historischen Hinterpommerns, gehört Stettin – und die wenigen anderen ebenfalls westlich der Oder gelegenen polnischen Orte des Powiat Policki (auch „Stettiner Zipfel“) – historisch-geografisch nicht weniger zu Vorpommern.

Die grenzĂŒberschreitende Agglomeration Stettin hat ĂŒber 760.000 Einwohner und soll zur europĂ€ischen Metropolregion entwickelt werden.[3]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

OdermĂŒndung

Der grĂ¶ĂŸte Teil der Stadt liegt am linken Westoderufer, das vor allem im Norden der Stadt von bewaldeten HĂŒgeln geprĂ€gt ist (bis {{#invoke:FormatNum|format|130 |format=dewiki}} m ĂŒ. NN). Auch die Stadtteile Dąbie (Altdamm), Podejuch (Podjuchy) und Colbatz (KoƂbacz) östlich der Oder sind von Waldgebieten umgeben, der Buchheide (Puszcza Bukowa, bis {{#invoke:FormatNum|format|149 |format=dewiki}} m ĂŒ. NN) und der Gollnower Heide (Puszcza Goleniowska).

Zwischen diesen beiden StauchmorĂ€nen verlĂ€uft das bis fĂŒnf Kilometer breite Flusstal – begrenzt von den Hauptarmen Westoder und Ostoder (Odra Zachodnia und Odra Wschodnia). Die in zahlreiche Flussarme geteilte Oder mit zahlreichen Flussinseln reicht bis in das Stadtgebiet. Unmittelbar sĂŒdlich der Stadt beginnt der deutsch-polnische internationale Park Unteres Odertal, der aus dem polnischen Landschaftsschutzpark Unteres Odertal und dem deutschen Nationalpark Unteres Odertal besteht und sich ĂŒber Schwedt/Oder bis nahe Hohensaaten erstreckt.

Nördlich der Kernstadt weitet sich die Oder zu einem großen Binnensee, dem Dammschen See (Jezioro Dąbie), auf. In der Höhe von Police (Pölitz) findet der Fluss wieder in ein (sehr breites) Bett zurĂŒck, bevor er sich wieder aufweitet (Roztoka OdrzaƄska) und bei TrzebieĆŒ (Ziegenort) ins Stettiner Haff mĂŒndet. Über den KanaƂ Piastowski (Kaiserfahrt) und die Swine (ƚwina) wird bei ƚwinoujƛcie (SwinemĂŒnde) die offene Ostsee erreicht.

Stettiner Flussinseln

Blick ĂŒber die Westoder und vier Oderinseln: DuƄczyca (Dunzig), links Wyspa Grodzka (SchlĂ€chterwiese), rechts die Hafenanlagen auf Ɓasztownia (Lastadie) und OstrĂłw Grabowski (Grabower Werder)

Im engeren Stadtgebiet liegen zwischen den beiden Hauptarmen des Flusses, der Westoder (Odra Zachodnia) und der Ostoder (Odra Wschodnia), sowie den alten Querverbindungen Parnitz und Dunzig, zahlreiche Flussinseln:

  • Der Altstadt direkt gegenĂŒber liegt die Insel Lastadie (Ɓasztownia), die ĂŒber die Most DƂugi (ĂŒbersetzt „Lange BrĂŒcke“, frĂŒher HansabrĂŒcke) erreicht wird. Der Stadtteil Ɓasztownia grenzt unmittelbar an das Gebiet des Seehafens. Die Insel wird ohne Anbindung an ihr Straßennetz von der Schnellstraße Trasa Piotra Zaremby' ĂŒberquert die, nördlich der Altstadt als Trasa Zamkowa (Schloss-Trasse) beginnend, Ost- und Westoder ĂŒberquert.
  • Nördlich davon liegt, zwischen Westoder, DuƄczyca und Oder-Dunzig-Kanal (KanaƂ Grodzki), die kleine, unbebaute Insel SchlĂ€chterwiese (Wyspa Grodzka).
  • SĂŒdlich von Lastadie liegt die Insel Silberwiese (Kępa Parnicka), umgeben von Westoder, GrĂŒnem Graben (KanaƂ Zielony) und Parnitz (Parnica). Die Silberwiese ist vollstĂ€ndig bebaut und die Insel war frĂŒher durch die BahnhofsbrĂŒcke mit dem direkt gegenĂŒber liegenden Hauptbahnhof verbunden, die BrĂŒcke reicht heute nur noch bis zur kleinen Ahrensinsel in der Westoder. Durch weitere BrĂŒcken ist die Silberwiese mit Lastadie und mit der Neuen Silberwiese verbunden.
  • Die sĂŒdlich angrenzende Neue Silberwiese (Wyspa Zielona) ist nur zu einem geringen Teil bebaut, die Insel entstand durch den Bau des Parnitz-Durchstichs.
  • Östlich des Parnitz-Durchstichs liegt die Insel Vorbruch (Wyspa Pucka), die durch den Vorflutkanal (KanaƂ Rybny) der grĂ¶ĂŸeren Insel Zaleskie Ɓęgi getrennt ist. Dieser Kanal zweigt flussaufwĂ€rts von der Westoder ab zum Hafensee (Jezioro Portowe) und fĂŒhrt von diesem flussabwĂ€rts zur Parnitz. Die Wyspa Pucka ist nur im Norden bebaut ist (ehem. Siedlung Vorbruch) und ansonsten weitgehend von KleingĂ€rten bedeckt.
  • Zaleskie Ɓęgi ist die grĂ¶ĂŸte Insel des 80 km langen Międzyodrze genannten Inselgebietes zwischen den UnterlĂ€ufen von Westoder und Ostoder. Sie ist im Norden von Hafen- und Bahnanlagen an der Parnitz geprĂ€gt. Dazu gehört die Bahnstation Szczecin Port Centralny an der nördlichsten Bahnstrecke ĂŒber die Oder. Dieses Gebiet ist durch die Trasa Piotra Zaremby (Teil der Fernstraße 10) mit dem Westufer der Oder verbunden und ĂŒber zwei parallele BrĂŒcken mit dem Ostufer. An der SĂŒdgrenze Stettins endet die Insel am KanaƂ Lesny (ĂŒbers.: Waldkanal). Am Nordufer des Kanals verlaufen Bahnstrecke PoznaƄ–Szczecin die Autobahn Autostrade PoznaƄska (Teil der Fernstraße 31) ĂŒber die Insel, letztere ohne Verbindung mit dem örtlichen Wegenetz.
  • Nördlich von Lastadie liegt der Grabower Werder (Wyspa OstrĂłw), der ursprĂŒnglich eine ungefĂ€hr dreieckige Form besaß und von Westoder, Dunzig und Möllnfahrt begrenzt wurde. Da die Insel mitten im Gebiet des Seehafens liegt, wurden die Flussarme beim Bau der Hafenbecken stark verĂ€ndert. So wurde ein Teil der Dunzig zugeschĂŒttet, wodurch eine direkte Landverbindung mit Lastadie entstand. Die nach Norden offene Breslauer Fahrt (KanaƂ Dębicki) wurde damit zu einer Sackgasse. Durch den Oder-Dunzig-Kanal im Westen der Insel wurde die schon genannte SchlĂ€chterwiese abgetrennt. Der Dunzig-Parnitz-Kanal schuf eine Verbindung zwischen den beiden Flussarmen. Im Westen des Grabower Werders bedecken KleingĂ€rten und Wald.
  • Nördlich davon liegt der Bredower Werder (Wyspa Gryfia), der ganz vom Hafen eingenommen wird. Ihn umgibt im Westen die Westoder, im Osten die Grabower Fahrt (KanaƂ Grabowski) und die Oderfahrt (Przekop MieleƄski).
  • Die nördlich anschließenden Inseln Schwarzer Ort (CzarnoƂęka) und Großer Oderbruch (Wyspa Dębina) liegen bereits im Dammschen See.
  • Im MĂŒndungsbereich der Ostoder in den Dammschen See liegen zwei weitere Inseln. Die nördliche Insel Mönne war bis 1945 Naturschutzgebiet. Im sĂŒd-westlichen Eck der Mönne befand sich eine der Ă€ltesten Vogel- und Naturschutzstationen Deutschlands, die Naturwarte Mönne. Auf dem Fundament des 1945 zerstörten StationsgebĂ€udes steht heute eine Gedenktafel, die auf polnisch und deutsch an den GrĂŒnder der Naturwarte, Paul Robien, erinnert. Inzwischen heißt die Insel nach ihm Wyspa Paula Robiena.

Klimatabelle

Stettin
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
36
 
1
-4
 
 
27
 
3
-3
 
 
32
 
7
0
 
 
38
 
13
3
 
 
52
 
18
8
 
 
57
 
22
11
 
 
61
 
23
13
 
 
55
 
23
12
 
 
44
 
19
10
 
 
38
 
13
6
 
 
46
 
7
2
 
 
41
 
3
-2
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlĂ€ge fĂŒr Stettin
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,3 2,8 7,2 12,6 18,4 21,6 22,8 22,6 18,6 13,1 6,9 3,0 Ø 12,6
Min. Temperatur (°C) -3,7 -3,1 -0,4 2,9 7,5 11,1 12,9 12,3 9,5 5,8 2,0 -1,6 Ø 4,6
Niederschlag (mm) 36 27 32 38 52 57 61 55 44 38 46 41 Σ 527
Sonnenstunden (h/d) 1,3 1,8 3,7 5,2 6,6 8,3 7,6 6,8 5,6 3,2 1,2 0,9 Ø 4,4
Regentage (d) 10 7 8 8 9 9 9 8 8 8 10 10 Σ 104
Luftfeuchtigkeit (%) 87 84 79 74 72 75 75 76 81 85 87 88 Ø 80,2
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1,3
-3,7
2,8
-3,1
7,2
-0,4
12,6
2,9
18,4
7,5
21,6
11,1
22,8
12,9
22,6
12,3
18,6
9,5
13,1
5,8
6,9
2,0
3,0
-1,6
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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d
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l
a
g
36 <div title="Januar" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 27 <div title="Februar" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 32 <div title="MĂ€rz" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 38 <div title="April" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 52 <div title="Mai" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 57 <div title="Juni" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 61 <div title="Juli" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 55 <div title="August" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 44 <div title="September" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 38 <div title="Oktober" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 46 <div title="November" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 41 <div title="Dezember" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div>
  Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Politik und Gesellschaft

Hoheitszeichen

Stadtflagge Stettins

Das Wappen der Stadt Stettin zeigt den Kopf des roten Greifen, des Wappentiers im Wappen Pommerns, mit der goldenen Krone im blauen Feld.[4] Das Wappen hat sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg inhaltlich nicht geÀndert. In dieser offiziellen Form findet sich das Wappen auch auf der Stadtflagge Stettins wieder.[5]

Stadtgliederung

Der historische Stadtkern, die Altstadt, liegt am westlichen Ufer der Westoder. Um sie herum legt sich die grĂŒnderzeitliche Neustadt. Das von diesen beiden eingenommene dicht bebaute Innenstadtgebiet hat einen Durchmesser von etwa drei Kilometern.

Die angrenzenden Stadtteile sind lockerer bebaut. Jenseits der Westoder liegen die Stadtteile Lastadie und Silberwiese auf den gleichnamigen Flussinseln. Auf dem linken Flussufer grenzt sĂŒdlich an die Innenstadt Pommerensdorf (Pomorzany), westlich die Stadtteile Schwarzow (ƚwierczewo), Torney (Turzyn), Braunsfelde (Pogodno), und nördlich GrĂŒnhof (Bolinko) und Grabow (Grabowo).[6] Die meisten dieser zentrumsnahen Stadtteile sind ehemalige Dörfer, außerdem gibt es Villenkolonien der Vorkriegszeit und Plattenbausiedlungen der 1960er bis 1980er Jahre.

Auch in den Außenbezirken liegen zahlreiche gewachsene, eingemeindete Dörfer. Vor 1945 war Stettin mit 460 kmÂČ FlĂ€che die flĂ€chenmĂ€ĂŸig drittgrĂ¶ĂŸte Stadt des Deutschen Reiches, das Stadtgebiet umfasste zahlreiche noch recht lĂ€ndlich geprĂ€gte Ortschaften. Eine Sonderrolle innerhalb der Außenbezirke nimmt die ehemalige Stadt Altdamm (Dąbie) auf dem östlichen Oderufer ein. Sie besitzt einen eigenen mittelalterlichen Stadtkern und ist bis heute das Zentrum des Stettiner Stadtgebiets rechts der Oder.

Die Stadt Stettin ist in die vier Stadtbezirke ƚrĂłdmieƛcie (Stadtmitte), PóƂnoc (Nord), ZachĂłd (West) und PrawobrzeĆŒe (rechtes Ufer) gegliedert, diese wiederum in Stadtteile (osiedla, wörtlich „Siedlungen“)[7]:

Deutscher Name Polnischer Name Einwohner Stadtbezirk Sitze im Ortsrat
SandbĂ€k-Nemitz ArkoƄskie-Niemierzyn 11.703 West 15
Buchheide-Hökendorf Bukowe-Klęskowo 14.261 Rechtes Oderufer 15
Buchholz Bukowo 3591 Nord 15
Zentrum Centrum 21.252 Stadtmitte 21
Altdamm Dąbie 13.266 Rechtes Oderufer 15
Bredow-Grabow Drzetowo-Grabowo 17.184 Stadtmitte 15
Glambeck-Polchow GƂębokie-Pilchowo 1232 West 15
Frauendorf-Gotzlow Golęcino-GocƂaw 3442 Nord 15
Scheune GumieƄce 19.048 West 15
Neu Rosengarten Kijewo 3124 Rechtes Oderufer 15
Kreckow-Brunn Krzekowo-Bezrzecze 3590 West 15
Westend Ɓękno 3533 Stadtmitte 15
Majowe Majowe 7.820 Rechtes Oderufer 15
Mitteloder-Vorbruch Międzyodrze-Wyspa Pucka 1111 Stadtmitte 15
Zabelsdorf Niebuszewo 17.678 Nord 15
Zabelsdorf-GrĂŒnhof Niebuszewo-Bolinko 22.657 Stadtmitte 21
Neustadt Nowe Miasto 7.969 Stadtmitte 15
Wussow OsĂłw 3328 West 15
Buchholz-MĂŒhlenbeck-Jeseritz PƂonia-ƚmierdnica-Jezierzyce 3911 Rechtes Oderufer 15
Podejuch Podjuchy 9.063 Rechtes Oderufer 15
Braunsfelde Pogodno 25.713 West 21
Pommerensdorf Pomorzany 22.186 West 21
Scholwin Skolwin 3328 Nord 15
Hökendorf SƂoneczne 14.088 Rechtes Oderufer 15
Altstadt Stare Miasto 4902 Stadtmitte 15
Stolzenhagen StoƂczyn 4542 Nord 15
Stadtmitte-Nord ƚródmieƛcie-PóƂnoc 12.665 Stadtmitte 15
Stadtmitte-West ƚródmieƛcie-Zachód 16.256 Stadtmitte 15
Schwarzow ƚwierczewo 17.017 West 15
Torney Turzyn 20.736 Stadtmitte 21
Warsow Warszewo 7.184 Nord 15
Augustwalde-Franzhausen Wielgowo-SƂawociesze 3687 Rechtes Oderufer 15
Arnimswalde ZaƂom 3657 Rechtes Oderufer 15
Zawadzki Zawadzkiego-Klonowica 13.091 West 15
Finkenwalde Zdroje 8.868 Rechtes Oderufer 15
ZĂŒllchow Ć»elechowa 14.013 Nord 15
Sydowsaue-KlĂŒtz Ć»ydowce-Klucz 2455 Rechtes Oderufer 15

Stadtbild

Blick ĂŒber Westoder (Odra Zachodnia) und Dunzig (DuƄczyca)

Altstadt

SĂŒdflĂŒgel, so genannter Bogislawbau, des Stettiner Schlosses, das nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde und seitdem unter dem Namen „Schloss der Herzöge von Pommern“ als Kulturzentrum fungiert.
Altes Rathaus

Die Altstadt wurde nach schweren Kriegszerstörungen nur teilweise wiederaufgebaut. Bis heute prÀgen zahlreiche Brachen das Stadtbild im Àltesten Teil Stettins. Zwischen erhaltenen oder nach alten Unterlagen rekonstruierten alten Bauwerken stehen zahlreiche sehr einfache WohnhÀuser der 1950er Jahre.

Den höchsten Punkt der Altstadt nimmt das Schloss der Herzöge von Pommern ein. Zu seinen FĂŒĂŸen, sĂŒdlich angrenzend, entstand die bĂŒrgerliche Stadt rund um die ehemalige Nikolaikirche und das heutige, gotische Alte Rathaus am Heumarkt. Das mehrfach erweiterte Gebiet der mittelalterlichen Stadt lag ungefĂ€hr zwischen dem Oderufer und den heutigen Straßen Dworcowa („Bahnhofstraße“, frĂŒher GrĂŒne Schanze), aleja Niepodlegloƛci, („UnabhĂ€ngigkeitsallee“, frĂŒher Paradeplatz), plac ZoƂnierza Polskiego (Platz des polnischen Soldaten, frĂŒher Königsplatz) und der neuen Schnellstraße Trasa Zamkowa („Schloss-Trasse“). Ziemlich genau in der Mitte dieses alten Stadtgebiets steht die grĂ¶ĂŸte Kirche der Stadt, die gotische Jakobikirche.

An die mittelalterliche Stadtmauer erinnert heute nur noch der SiebenmĂ€ntel- oder Frauenturm (Baszta Siedmiu PƂaszczy/Baszta PanieƄska) an der nordöstlichen Ecke des damaligen Stadtgebiets. Die beiden erhaltenen barocken Festungstore, das Berliner Tor (poln. Brama Portowa, „Hafentor“) im Westen und das Königstor (polnisch gleichbedeutend Brama KrĂłlewska) im Norden, entstanden erst im Zuge des Festungsausbaus nach dem Übergang an Preußen unter König Friedrich Wilhelm I. zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Sie wurden vom preußischen Festungsbaumeister Gerhard Cornelius von Wallrave entworfen und dienten neben militĂ€rischen auch reprĂ€sentativen Zwecken, so dokumentieren die Inschriften am Königstor die Inbesitznahme der Stadt durch Preußen.

Zwei weitere gotische Kirchen sind erhalten geblieben, die Johanneskirche, ursprĂŒnglich die Kirche des Franziskanerklosters, am sĂŒdlichen Rand der Altstadt und die Kirche St. Peter und Paul im Norden. Dagegen sind die Marienkirche zwischen Kleiner und Großer Domstraße und die Nikolaikirche neben dem Alten Rathaus am Heumarkt (Rynek Sienny) bereits am Ende des 18. bzw. zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus dem Stadtbild verschwunden. Zwischen Jakobikirche und Königstor liegen mehrere barocke StadtpalĂ€ste, etwa der ehemalige pommersche Landtag in der StaromƂyƄska („AltmĂŒhlenstr.“, frĂŒher Luisenstraße) das Wolkenhauerhaus am Plac OrƂa BiaƂego („Pl. des weißen Adlers“, frĂŒher Rossmarkt), heute Musikhochschule, oder das ehemalige Generalkommando, heute Nationalmuseum, am plac Ć»oƂnierza Polskiego, frĂŒher Königsplatz.

Neustadt

Hakenterrasse (polnisch WaƂy Chrobrego)
plac Grunwaldzki (Kaiser-Wilhelm-Pl.)
plac Jasne BƂonia (Quistorp-Aue)

Nach 1945 ĂŒbernahm die grĂŒnderzeitliche Neustadt anstelle der fast völlig zerstörten Altstadt die meisten Zentrumsfunktionen. Die Anlage der Neustadt ging auf die Initiative des langjĂ€hrigen OberbĂŒrgermeisters Hermann Haken zurĂŒck.

Ein echter Stadtmittelpunkt ist heute nicht erkennbar, jedoch kann man den Bereich um aleja NiepodlegƂoƛci („UnabhĂ€ngigkeitsallee“) und plac Wyzwolenia („Befreiungsplatz“), vor dem Krieg zusammen Paradeplatz, zwischen Berliner Tor (polnisch Brama Portowa/„Hafentor“) und dem Hotelhochhaus Radisson SAS als wichtigsten Straßenzug der heutigen Innenstadt ansehen. Direkt neben dem HotelgebĂ€ude befindet sich die Shopping-Mall Galaxy, das grĂ¶ĂŸte Einkaufszentrum der Stadt.

An der aleja NiepodlegƂoƛci stehen einige Prachtbauten der GrĂŒnderzeit; etwa ein neobarockes GebĂ€ude, einst gebaut als Sitz der staatlichen Bank Pommersche Landschaft, heute wieder Niederlassung einer Bank, die neugotische Oberpostdirektion und mehrere KaufhĂ€user.

Am Berliner Tor stĂ¶ĂŸt rechtwinklig der plac Zwycięstwa („Siegesplatz“, bis 1945 Hohenzollernplatz) auf den genannten Straßenzug. Den Platz schmĂŒcken reprĂ€sentative GrĂŒnanlagen, in denen sich am westlichen Ende die im Jugendstil errichtete Bugenhagenkirche (polnisch ƛw. Wojciecha, „Adalbertkirche“) erhebt. Aus der gleichen Zeit stammt die benachbarte frĂŒhere evangelische Garnisonkirche, heute Herz-Jesu-Kirche (polnisch N. Serca Pana Jezusa), deren Funktion jetzt – als katholische Garnisonkirche – die ehemalige Bugenhagenkirche ĂŒbernommen hat.

In der sĂŒdlichen Neustadt, zwischen Altstadt und Hauptbahnhof, entstanden vor dem Ersten Weltkrieg weitere reprĂ€sentative Großbauten, die heute, nach der Zerstörung ihrer stĂ€dtebaulichen Umgebung, als SolitĂ€re in einer Abfolge großer GrĂŒnanlagen stehen.

Nördlich des Bahnhofs, unmittelbar am Oderufer (Bollwerk/polnisch Bulwar Piastowski) steht die Hauptpost, ein Backsteinbau in maßvoller Neorenaissance. Die westlich anschließende FreiflĂ€che heißt plac Tobrucki („Tobruk</b>platz“). Das ehemalige Neue Rathaus am plac Stefana Batorego („Stephan-BĂĄthory-Platz“, frĂŒher Rathausplatz) wurde nach Berliner Vorbild Rotes Rathaus genannt, es beherbergt heute Einrichtungen der Hafenverwaltung. Das nahe ehemalige Stadthaus mit seinem hohen Jugendstilturm ist heute Sitz der Pommerschen Medizinhochschule (Pomorska Akademia Medyczna).

Die Ă€ußere Neustadt erinnert in ihrem stĂ€dtebaulichen Grundriss an Pariser Vorbilder, in der Architektur der EinzelgebĂ€ude dagegen an Berlin. Große, gerade Straßenachsen schneiden sich an reprĂ€sentativen SternplĂ€tzen, deren bekanntester der plac Grunwaldzki (ehem. Kaiser-Wilhelm-Platz) im Norden der Neustadt ist. Die Bebauung der einzelnen Parzellen erfolgte wie in Berlin mit VorderhĂ€usern, SeitenflĂŒgeln und QuergebĂ€uden, wodurch zahlreiche enge Hinterhöfe entstanden. Die Bebauung der Neustadt ist ĂŒberwiegend viergeschossig. Eine der grĂ¶ĂŸten Straßenachsen ist die Aleja Jednoƛci Narodowej (ehem. Kaiser-Wilhelm-Straße), an deren Endpunkt das heutige Rathaus von Szczecin steht, ehemals als Landeshaus Sitz der Provinz Pommern. Hinter dem Rathaus liegt die Jasne BƂonia („Helle Brache“, frĂŒher Quinstorp-Aue), in der ein Denkmal Papst Johannes Paul II. bereits zu dessen Lebzeiten errichtet wurde.

Nördlich der Altstadt, zwischen Oderufer und Grabower Anlagen, entstand von 1902 bis 1921 das bekannteste Bauensemble Stettins, die Hakenterrasse. Drei monumentale Großbauten stehen an dieser Uferstraße: die Seefahrthochschule, das Stadtmuseum (heute Theater und Meeresmuseum) sowie das GebĂ€ude der Regierung von Pommern, das heute als Sitz der Wojewodschaft Westpommern weiterhin seiner ursprĂŒnglichen Funktion dient. Die flussseitige Straßenseite schmĂŒcken zwei Jugendstilpavillons und eine große Freitreppe zum tiefer liegenden Fluss.

Äußere Stadtteile

Die Ă€ußeren Stadtteile Stettins sind von großen GrĂŒnanlagen durchzogen. Zu diesen gehört der Hauptfriedhof, im Stadtteil Scheune (polnisch GumieƄce) an der ulica Ku SƂoƄcu („Straße zur Sonne“, frĂŒher Pasewalker Chaussee), mit 1,7 kmÂČ FlĂ€che einer der grĂ¶ĂŸten Friedhöfe Europas. Er wurde auf Initiative des schon erwĂ€hnten OberbĂŒrgermeisters Haken angelegt, der hier auch begraben liegt.

Der nördlich angrenzende Stadtteil Pogodno, die frĂŒhere Villenkolonie Braunsfelde, ist Heimat des Fußballvereins PogoƄ Szczecin. Nördlich dieses Stadtteils liegt der Park Leƛny ArkĂłnski („Arkona-Waldpark“, frĂŒher Eckerberger Wald), ein wichtiges Ausflugsziel. Nicht weit davon liegt der schöne jezioro GƂębokie („Tiefer See“, frĂŒher Glambecksee) im Park Leƛny GƂębokie.

GrĂ¶ĂŸere Plattenbausiedlungen liegen am westlichen Rand von Pogodno (Zawadzkiego, Somosierry), im SĂŒden von Pogodno (Kaliny, PrzyjaĆșni), in Niebuszewo (Zabelsdorf, KsiÄ…ĆŒÄ…t Pomorskich) sowie im sĂŒdlichen Stadtteil Pomorzany (WzgĂłrze HetmaƄskie).

Geschichte

Stettin um 1640 (Merian)
Stettin um 1888
→ Hauptartikel: Geschichte der Stadt Stettin

Stettin entwickelte sich Ende des 12. Jahrhunderts aus einer wendischen und zwei benachbarten deutschen Siedlungen, denen der pommersche Herzog Barnim I. 1243 das Stadtrecht verlieh. Danach wuchsen die Stadtteile schnell zusammen und Stettin wurde zu einem bedeutenden Handelsplatz. 1278 erfolgte die Aufnahme in den Hansebund. Herzog Otto I. machte Stettin 1309 zur Residenzstadt Pommerns.

1451 und 1464 wĂŒtete die Pest in der Stadt. Nach EinfĂŒhrung der Reformation wurde in Stettin die erste weltliche Hochschule Pommerns, das PĂ€dagogium, gegrĂŒndet. 1570 fand hier der so genannte Stettiner Friedenskongress statt, der den Nordischen SiebenjĂ€hrigen Krieg beendete. Herzog Johann Friedrich (reg. 1569–1600) baute das Schloss zu einer Residenz im Renaissancestil aus und verlieh ihm im Wesentlichen das heutige Erscheinungsbild. 1637 starb hier Herzog Bogislaw XIV. als letzter Greifenherzog. Von 1630/37 bis 1713/20 war Stettin in schwedischer Hand. Als Sitz der schwedischen Provinzialverwaltung und wichtige Festung, die den nördlichsten OderĂŒbergang sicherte, wurde sie in den Kriegen der schwedischen Großmachtzeit mehrmals belagert. 1659 widerstand sie den Belagerern,[8] aber 1677 wĂ€hrend des Schwedisch-Brandenburgischen Krieges eroberte KurfĂŒrst Friedrich Wilhelm von Brandenburg die Stadt, musste sie aber wieder abgeben. 1713 besetzte nach der Einnahme der Stadt durch russische und sĂ€chsische Truppen in der Belagerung von Stettin der preußische König Friedrich Wilhelm I. als neutrale Macht die Stadt und erwarb sie endgĂŒltig durch den Stockholmer Frieden von 1720. Die Preußen siedelten wichtige Verwaltungseinrichtungen an und bauten Stettin weiter zu einer Festungsstadt aus. Das Altpreußische Infanterieregiment No. 7 wurde nach Stettin verlegt und Stettin wurde so zur preußischen Garnisonsstadt. WĂ€hrend der napoleonischen Kriege wurde die Festung 1806 von den Franzosen kampflos eingenommen, die die Stadt bis 1813 besetzt hielten.

1815 wurde Stettin Hauptstadt der preußischen Provinz Pommern. Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Stettin–Berlin und der Erweiterung des Hafens entwickelte sich die Stadt auch zu einem wichtigen Industriestandort. Nach der Entfestung ab 1870 vergrĂ¶ĂŸerte sich die Stadt durch neue Wohngebiete und Eingemeindungen. 1879 wurde auf einer Anhöhe vor der Stadt ein Krankenhaus mit 300 Betten eröffnet. Stettin beherbergte verschiedene Verwaltungsbehörden, die zum Teil auch als Schulen dienten.

An Bildungs- und Lehranstalten verfĂŒgte Stettin im Jahre 1909 ĂŒber drei Gymnasien, zwei Realgymnasien, zwei Lehrerinnenseminare, eine Maschinenbauschule, eine Baugewerkschule, eine Seemannsschule, eine Navigationsschule, eine Landwirtschaftsschule, eine Handelsschule, eine Hebammenlehranstalt mit angeschlossener Frauenklinik, eine Taubstummenanstalt und eine Blindenanstalt.[9] 1913 erfolgte die Grundsteinlegung fĂŒr den Stettiner Bismarckturm am linken Oderhochufer in Stettin-Gotzlow, der 1921 â€“ verzögert durch den Ersten Weltkrieg – als Denkmal und Aussichtsturm eingeweiht wurde. Auf Beschluss des pommerschen Provinziallandtags von 1929 wurde die ĂŒberalterte und nicht mehr ausbaufĂ€hige Provinzial-Hebammen-Lehranstalt und Frauenklinik in der Innenstadt (Karkutschstraße) in die Landesfrauenklinik der Provinz Pommern (LFK) umgewandelt. Unter Leitung des GynĂ€kologen und Institutsdirektors Siegfried Stephan wurde fĂŒr die LFK zwischen 1929 und 1931 in einem ruhigen Außenbezirk (Roonstraße 7, sĂŒdöstliche Ecke des Quistorparks und des Westendsees) ein großzĂŒgiger Neubau errichtet.[10] Die Synagoge zu Stettin wurde 1938 bei den Novemberpogromen zerstört.

1939 wurde durch die Eingemeindung der StĂ€dte Altdamm und Pölitz sowie weiterer 36 Gemeinden Groß Stettin geschaffen. Die rund tausend Stettiner Juden waren die ersten auf deutschem Gebiet, die von den Nationalsozialisten ins nun besetzte Polen deportiert wurden: am 12. Februar 1940 erfolgte ihre Verhaftung im ganzen pommerschen Regierungsbezirk Stettin.[11] 1944 richteten Bombenangriffe des Bomber Command der Royal Air Force große SchĂ€den an, denen die Altstadt inklusive des Hafengebiets zu 90 Prozent,[12] das ĂŒbrige Stadtgebiet zu 70 Prozent zum Opfer fielen. Am 26. April 1945 wurde Stettin von der Roten Armee erobert.

Nach Kriegsende war der genaue Verlauf der Demarkationslinie zwischen der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und den unter polnische Verwaltung gestellten deutschen Gebieten im Stettiner Raum noch unklar, so dass die Sowjetunion zunĂ€chst davon absah, das westlich der Oder gelegene Stettin den polnischen Behörden zu ĂŒbergeben. Sie setzte in der Stadt eine neugebildete deutsche Verwaltung ein, zunĂ€chst ab dem 2. Mai 1945 unter Erich Spiegel als BĂŒrgermeister, der am 26. Mai 1945 durch den KPD-Politiker Erich Wiesner abgelöst wurde. Am 5. Juli 1945 wurde Stettin jedoch – unter Bruch bestehender alliierter Vereinbarungen, die einen Grenzverlauf „unmittelbar westlich von SwinemĂŒnde und von dort die Oder entlang bis zur EinmĂŒndung der westlichen Neiße“[13] vorsahen, die Oder-Neiße-Linie – von der sowjetischen Besatzungsmacht an Polen ĂŒbergeben. Gleichzeitig erfolgte die Ablösung der deutschen Stadtverwaltung unter Absetzung des BĂŒrgermeisters Wiesner, und es begann die Ansiedlung von Polen, die mit der Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung einherging. Stettin wurde als Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft und unter Reaktivierung von Industrie, Bildungseinrichtungen etc. wiederaufgebaut. Der Hafen wurde erst 1955 von der Sowjetunion ĂŒbergeben.

1970 wie 1980 kam es zu Arbeiterunruhen, und neben Danzig wurde Stettin zur Keimzelle der Gewerkschaftsbewegung Solidarnoƛć. 1972 machte die katholische Kirche Stettin zum Bistumssitz. Am 27. Mai 1990 wurde die erste demokratische Kommunalwahl durchgefĂŒhrt. 1999 wurde Stettin im Zuge einer Verwaltungsreform Hauptstadt der neuen Woiwodschaft Westpommern.

Ortsname

Der Ortsname lautete ursprĂŒnglich Stetin, so in Urkunden aus den Jahren 1140[14] und 1123.[15] Ab dem 15. Jahrhundert kam es zur Verdoppelung des zweiten „t“, die bald allgemein ĂŒblich wurde und zum Ortsnamen Stettin fĂŒhrte.[16] UngefĂ€hr gleichzeitig wurde die Stadt zur Unterscheidung von dem 1310 gegrĂŒndeten Neustettin immer allgemeiner auch Alten-Stettin genannt.[16][17] Bis Anfang des 19. Jahrhunderts traten die Schreibweisen Alt-Stettin, Altstettin und Stettin nebeneinander auf,[18] bis man schließlich zu dem einfacheren Stettin zurĂŒckkehrte, was seitdem der Ortsname in deutscher Sprache ist.[16] Der polnische Ortsname Szczecin ist seit dem 19. Mai 1946 die amtliche Bezeichnung der Stadt.[19]

Religion

Jakobikirche, Westfassade
Orthodoxe Kirche ƛw. MikoƂaja

Die Einwohner Stettins, so wie ganz Pommerns, wurden mit der Reformation fast ausschließlich evangelisch. 1905 waren 93,3 % der Stettiner evangelisch und 3,9 % katholisch. Die Eintragungen ĂŒber Taufen, Eheschließungen und TodesfĂ€lle der evangelischen Kirchenmitglieder in Stettin sind seit 1603 vorhanden und wurden nach 1920 von der HLT-Kirche („Mormonen“) aufgezeichnet. Mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945 bis 1948 endete auch die evangelische Zeit in Stettin: von ehemals 15 Stadtgemeinden besteht noch eine, deren Zentrum die ehemalige Gertrudenkirche (heute: ƚw. TrĂłjce/St. Trinitatiskirche) an der Großen Lastadie (heute: ul. EnergetykĂłw) ist. Sie gehört zur Diözese Breslau der Evangelischen Kirche Augsburger (lutherischer) Konfession in Polen, die etwa 0,3 % der Gesamtbevölkerung umfasst.

Da die heutigen polnischen Bewohner mehrheitlich dem katholischen Glauben angehören, wurde 1972 ein katholisches Bistum mit Sitz in Stettin eingerichtet, das 1992 zum Erzbistum Stettin-Cammin erhoben wurde. Die Jakobikirche im Zentrum der Stadt wurde zur katholischen Kathedrale.

Die in großer Zahl in Stettin lebenden Ukrainer gehören ĂŒberwiegend der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche aber auch der Polnisch-Orthodoxen Kirche an. Kirchen dieser beiden christlichen Religionsgemeinschaften byzantinischen Ritus befinden sich auf dem frĂŒheren GelĂ€nde des Bethanienstifts an der ul. Mickiewicza.

Den Altkatholiken gehört die Àlteste Kirche Stettins und Pommerns, die im Zweiten Weltkrieg nur gering beschÀdigt wurde: die St.-Peter-und-Paul-Kirche.

Stettin gilt auch als eines der Zentren des polnischen Buddhismus. Unter anderem befindet sich hier der Sitz der 'Misja Buddyjska' (Buddhistischen Mission), einer Dachorganisation buddhistischer Gruppen in Polen. Mit der Eröffnung einer 'Buddhistischen Bibliothek' im Rahmen der Pommerschen Bibliothek durch den Dalai Lama im Mai 2000 wurde die Bedeutung Stettins gewĂŒrdigt. 2005 fanden auf Einladung der polnischen Buddhisten der Jahreskongress der EuropĂ€ischen Buddhistischen Union und das Treffen der 'Buddhist Teachers in Europe' in Stettin statt.

Kultur

Bibliotheken

Die KsiÄ…ĆŒnica Pomorska („Pommersche Bibliothek“) in Stettin ist die umfangreichste Bibliothek der Woiwodschaft Westpommern. Sie besitzt auch viele VorkriegsbestĂ€nde aus der ab 1905 von Erwin Ackerknecht geleiteten ehemaligen Stettiner StadtbĂŒcherei. Die BroschĂŒre SchĂ€tze der Pommerschen Bibliothek Stettin gibt einen guten Überblick zu den derzeitigen BestĂ€nden.[20]

Kandidatur als Kulturhauptstadt Europas

Stettin ist Kandidat als Kulturhauptstadt Europas fĂŒr das Jahr 2016.[21]

Wichtige Bauwerke, Straßen und PlĂ€tze

Das Loitzhaus
Die Jacobikirche in Stettin, jetzt mit neuer Spitze

In der Altstadt

  • Das Schloss der Herzöge von Pommern (Zamek KsiÄ…ĆŒÄ…t Pomorskich) wurde im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört. Erst in den 1980er Jahren wurde es im Stil der Renaissance rekonstruiert, als Orientierung dienten unter anderem Stiche aus dem 17. Jahrhundert. Das Schloss liegt an der nordöstlichen Ecke der Altstadt, besitzt einen großen, quadratischen und einen kleineren, lĂ€nglichen Hof sowie zwei TĂŒrme. Zum Schloss gehört das GebĂ€ude der Schlosskirche zu Stettin. Im großen Schlosshof finden im Sommer Freiluftkonzerte statt. Ein FlĂŒgel des Schlosses dient als Stettiner Opernhaus.
  • Der benachbarte Frauen- oder SiebenmĂ€ntelturm (Baszta PanieƄska/Baszta Siedmiu PƂaszczy) verdankt seinen Namen der Legende nach einem Schneider, der dem Herzog von Pommern sieben MĂ€ntel nĂ€hen sollte, aber mit dem wertvollen Stoff zu fliehen versuchte und nach seiner Festnahme in diesem Stadtmauerturm seine Strafe absitzen musste.
  • Der gotische Loitzenhof (Dom LoitzĂłw, 16. Jahrhundert) unterhalb des Schlosses war der Sitz der bedeutenden Kaufmannsfamilie Loitz, die durch den Salzhandel zu großem Reichtum kam und als Bankiers in vielen StĂ€dten Nordeuropas vertreten waren. Das Handelsimperium, dessen wichtigste Zentren außer Stettin auch Danzig und LĂŒneburg waren, brach 1572 zusammen, als große Kredite an den König Sigismund II. August von Polen und KurfĂŒrst Joachim II. von Brandenburg nach deren Tod nicht zurĂŒckgezahlt wurden. Die Familie Loitz konnte dadurch ihre eigenen GlĂ€ubiger nicht mehr bezahlen und musste aus Stettin fliehen.
  • Die spĂ€tgotische St.-Peter-und-Paul-Kirche (KoƛcióƂ Piotra i PawƂa) steht an der Stelle des ersten christlichen Gotteshauses der Stadt, in dem bereits der Missionsbischof Otto von Bamberg 1124 die Messe feierte.
  • Die Jakobikirche (Katedra pw. ƚw. Jakuba) wurde von den BĂŒrgern der stolzen Hansestadt nach dem Vorbild der LĂŒbecker Marienkirche errichtet. Die dreischiffige Hallenkirche war sehr reich ausgestattet, sie wurde jedoch 1677 durch Kriegsereignisse zerstört. 1894 stĂŒrzte der zuvor aufgestockte Westturm ein, wurde jedoch wiederaufgebaut. Luftangriffe wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs hatten einen erneuten Einsturz des damals 119 Meter hohen Turms und große SchĂ€den am Kirchenschiff zur Folge. Die Kirche wurde erneut wiederaufgebaut, die Nordwand erhielt dabei eine moderne Fassade im Stil der 1950er Jahre. Sie ist heute die Kathedrale des katholischen Erzbistums Stettin-Cammin.
Heumarkt und Altes Rathaus
  • Das Alte Rathaus stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde ab 1677 im barocken Stil wieder aufgebaut. Nach der Zerstörung wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges erfolgte die Rekonstruktion der ursprĂŒnglichen gotischen Gestaltung. Die Nordfassade zum Neuen Markt (Rynek Nowy) erhielt einen vereinfacht rekonstruierten, durchbrochenen gotischen Ziergiebel, die SĂŒdfassade zum Heumarkt zeigt Formen der Renaissance. Im Alten Rathaus befindet sich heute das Museum fĂŒr Stadtgeschichte. Im Ratskeller befindet sich ein Restaurant.
  • Der Heumarkt (Rynek Sienny) erhĂ€lt zur Zeit seine historische Gestalt wieder. An seiner Ostseite entstehen Neubauten, deren Platzfassade am historischen Vorbild orientiert ist. Die westliche Platzseite ist noch nicht geschlossen.
Grumbkow-Palais/PaƂac pod Globusem
  • Den Rossmarkt (heute Plac OrƂa BiaƂego = „Platz des weißen Adlers“) nördlich der Jacobikirche ziert eine GrĂŒnanlage mit einer Statue der Göttin Flora (18. Jh.) und dem barocken Rossmarktbrunnen. Das große GrĂŒnderzeitbauwerk auf der Westseite des Platzes war die Preußische Nationalversicherung. Im VorgĂ€ngerbau (1723–26) wurde 1759 die spĂ€tere russische Zarin Maria Fjodorowna geboren. In dem benachbarte Barockhaus, erbaut vom niederlĂ€ndischen Kaufmann Georg Christian Velthusen, produzierte vor dem Zweiten Weltkrieg die Firma Georg Wolkenhauer Klaviere. Heute beherbergt es eine Musikhochschule. Ebenfalls an der Westseite des Platzes steht das Grumbkow-Palais, erbaut 1724/25 als Sitz des damaligen RegierungsprĂ€sidenten des (preußischen) Herzogtums Pommern, Philipp Otto von Grumbkow. Wegen seines Giebelaufsatzes wird es heute PaƂac pod Globusem („Palais unter dem Globus“)[22] genannt.
  • Der barocke Palast des Architekten G. C. Wallrave in der ulica StaromƂyƄska („AltmĂŒhlenstr.“, frĂŒher Luisenstraße) Nr. 27 beherbergte frĂŒher das pommersche Provinzparlament (Landhaus), seit 1928 einen Teil des Pommerschen Landesmuseums, heute Muzeum Narodowe w Szczecinie (Nationalmuseum Szczecin). Im ehemaligen preußischen Generalkommando direkt gegenĂŒber befindet sich heute das Museum fĂŒr polnische Kunst des frĂŒhen 20. Jahrhunderts.
  • Das barocke Königstor (Brama KrĂłlewska, 1725–27) an der nördlichen Begrenzung der Altstadt und das Berliner Tor (Brama Portowa, 1725–29) am plac Zwycięstwa („Siegesplatz“, frĂŒher Hohenzollernplatz) sind prĂ€chtige Schmuckbauten des preußischen Festungsbaumeisters Gerhard Cornelius von Walrave. Die Wandreliefs im TorgebĂ€ude erinnern an die Erwerbung Pommerns durch Preußen.
  • Philharmonie (Architekten Fabrizio Barozzi, * 1976 und Alberto Veiga, * 1973)[23]
Hochhauskomplex PAZIM
plac LotnikĂłw (Augusta Platz)

In der Neustadt

  • Die Hakenterrasse (WaƂy Chrobrego) ist das bekannteste Bauensemble der Stadt. Die baumbestandene, hoch ĂŒber der Oder gelegene Uferstraße entstand zwischen 1900 und 1914 auf dem GelĂ€nde des aufgegebenen Forts Leopold nördlich der Altstadt. Drei monumentale öffentliche GebĂ€ude stehen hier. Die Seefahrthochschule, das sĂŒdliche Bauwerk, ist ein Bau der deutschen Neurenaissance. Ihr folgt ein heller Jugendstilbau mit markantem, kupfergedeckten Mittelturm. Er beherbergt einen Theatersaal, SpielstĂ€tte des Teatr WspóƂczesny („Theaters der Gegenwart“), und das Meeresmuseum, eine Abteilung des polnischen Nationalmuseums, frĂŒher war hier das StĂ€dtische Museum Stettin. Das dritte Großbauwerk, in nordischer Renaissance fĂŒr die Regierung von Pommern errichtet, hat heute die gleiche Funktion als Sitz der Wojewodschaft Westpommern. Vor dem mittleren Bau öffnet sich die Allee zwischen zwei Jugendstilpavillons zur Oder, eine breite Freitreppe fĂŒhrt hinunter zum Fluss.
  • Der Hochhauskomplex PAZIM wurde 1992 fertiggestellt, er beherbergt ein Hotel der Radisson-Kette sowie BĂŒronutzungen. Das Hochhaus hat 22 Etagen und ist 92 m hoch. Es ist damit aber nur das zweithöchste Bauwerk der Stadt. Der 2008 wiederhergestellte Turm der Jacobikirche hat eine Höhe von 110,18 m. Neben dem PAZIM befindet sich das 2003 eröffnete Einkaufszentrum Galaxy Center (Aleja Wyzwolenia).
  • Die Aleja PapieĆŒa Jana PawƂa II („Allee Papst Johannes Paul II“; frĂŒher Kaiser-Wilhelm-Straße; 1945–2007 Aleja Jednoƛci Narodowej („Allee der nationalen Einheit“)) ist die grĂ¶ĂŸte der Straßenachsen der Neustadt. Auf ihr liegen zwei große PlĂ€tze, der plac Grunwaldzki (sinngemĂ€ĂŸ „Tannenberg</b>platz“, frĂŒher Kaiser-Wilhelm-Platz) und der plac LotnikĂłw („Platz der Flieger“, frĂŒher Augustaplatz). Das Reiterstandbild auf letzterem stellt den Condottiere Bartolomeo Colleoni dar. Es wurde 1913 als Kopie eines italienischen Vorbildes geschaffen und stand bis zum Zweiten Weltkrieg im Kuppelsaal des Theater- und Museumsbaus an der Hakenterrasse.
  • Der plac Jasne BƂonia, frĂŒher Quistorp-Aue, am nördlichen Ende der Straße wurde der Stadt von einem BĂŒrger, dem Großunternehmer und Zementfabrikanten Johannes Quistorp unter der Bedingung geschenkt, dass sie fĂŒr immer von Bebauung freizuhalten sei. Hier feierte Papst Johannes Paul II. 1987 mit rund einer Million GlĂ€ubigen die heilige Messe.
Pekao-Bank an der Aleja NiepodlegƂoƛci, ehem. Zentrale der Generallandschaft
Postamt
  • Die aleja NiepodlegƂoƛci („UnabhĂ€ngigkeitsallee“, frĂŒher Paradeplatz) ist heute der wichtigste Straßenzug der Innenstadt. Auf der östlichen Straßenseite gibt es GeschĂ€fte und Restaurants, auf der westlichen Seite reprĂ€sentative bis pompöse Großbauten, darunter der neobarocke Sitz der Pekao-Bank, erbaut 1891–1895 von Emil Drews als Sitz der staatlichen Pfandbriefanstalt Pommersche Landschaft und die benachbarte neugotische Oberpostdirektion (1903–1905).
  • Am sĂŒdlich angrenzenden plac Zwycięstwa („Siegesplatz“, frĂŒher Hohenzollernplatz) stehen außer dem Berliner Tor zwei große Kirchen, die Bugenhagenkirche (neugotische und Jugendstilformen, 1906–1908) und die ehemalige Garnisonkirche (1913–1915, Jugendstil).
  • Neues Rathaus (1879 vollendet), neugotisch.
  • Auf dem Rathausplatz der Manzelbrunnen (1898). An der Stelle der frĂŒheren Brunnenfigur Sedina, einer allegorischen die Stadt Stettin verkörpernden Frauenfigur, steht derzeit ein Anker; es gibt aber konkrete Bestrebungen zur Wiedererrichtung der Sedina.[24] In der NĂ€he steht das ehemalige Stadthaus, heute medizinische Akademie, ein monumentaler Jugendstilbau mit hohem Turm.
  • Der unten beschriebene Hauptbahnhof hat ein ansehnliches schlichtes EmpfangsgebĂ€ude aus den 1950er Jahren. Das Innere ziert eine große Landkarte Pommerns.

In den Ă€ußeren Stadtteilen

PartnerstÀdte

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt haben

Nach Geburtsjahr geordnet

  • Otto Jageteufel († 1412), BĂŒrgermeister, begrĂŒndete die Jageteufelsche Stiftung
  • Peter Artopoeus (1491–1563), eigentlich Peter Becker, Pastor Primarius an der Marienkirche, Reformator
  • Philipp Dulichius (1562–1631), Komponist, ab 1587 Kantor am FĂŒrstlichen PĂ€dagogium in Stettin
  • Daniel Cramer (1568–1637), lutherischer Theologe, Chronist und Autor
  • Georg Wehling (1644–1719), Schullehrer und Schriftsteller, Leiter der Ratsschule in Stettin von 1682 bis 1719
  • Christian Zickermann (1672–1726), Pfarrer an der Stettiner Peter-Paulskirche und Geschichtsforscher
  • Jacob Schimmelmann (1712–1778), lutherischer Geistlicher, lebte seit 1765 in Stettin und ĂŒbersetzte hier die altislĂ€ndische Edda ins Hochdeutsche
  • Joachim Bernhard SteinbrĂŒck (1725–1789), Pfarrer an der Stettiner Peter-Paulskirche und Geschichtsforscher
  • Karl Friedrich Wilhelm Hasselbach (1781–1864), Historiker und Gymnasiallehrer, Leiter des Marienstiftsgymnasiums von 1828 bis 1854
  • Carl Loewe (1796–1869), Komponist, Gymnasiallehrer und stĂ€dtischer Musikdirektor in Stettin
  • Christian Heß (1803–1874), Botaniker und Wetterbeobachter, Rektor der Ottoschule in Stettin von 1835 bis 1874
  • Gustav FlĂŒgel (1812–1900), Komponist, Organist an der Schlosskirche
  • Theodor Wehrmann (1819–1892), Gymnasiallehrer, wirkte in Stettin als Provinzialschulrat von 1856 bis zu seinem Tode
  • Wilhelm Kornhardt (1821–1871), Gasindustrieller und Fabrikant, Direktor des Stettiner Gaswerks und MitbegrĂŒnder der Stettiner Chamottefabrik F. Didier
  • Hermann Grieben (1822–1890), Journalist und Dichter, arbeitete 1850/1851 an der Ostsee-Zeitung und von 1853 bis 1859 an der Pommerschen Zeitung in Stettin
  • Johannes Quistorp (1822–1899), Industrieller, WohltĂ€ter der Stadt
  • Heinrich Friedrich Haker (1823–1907), Kaufmann, ab 1885 Vorsteher der Stettiner Kaufmannschaft
  • Friedrich Wilhelm Gesenius (1825–1888), PĂ€dagoge, grĂŒndete in Stettin die Geseniussche Höhere MĂ€dchenschule
  • Gottfried von BĂŒlow (1831–1907), Archivar und Historiker, Leiter des Staatsarchivs Stettin
  • August Todt (1833–1900), deutscher Organist und Komponist, wirkte ab 1863 in Stettin
  • Hugo Lemcke (1835–1925), Historiker, Direktor des Stadtgymnasiums von 1881 bis 1906
  • Heinemann Vogelstein (1841–1911), liberaler Rabbiner, wirkte ab 1880 in Stettin
  • Hugo RĂŒhl (1843–1922), Turnlehrer, Stadtschulrat und SportfunktionĂ€r
  • Karl Böddeker (1846–1924), Anglist, Romanist und Schulbuchautor, Direktor an der Kaiserin-Auguste-Viktoria-Schule von 1898 bis 1916
  • Fritz Godow (1851–1932), plattdeutscher Schriftsteller, Mittelschullehrer in Stettin
  • Siegmund Schlichting (1853–1924), deutscher Komponist, arbeitete seit 1880 in Stettin und komponierte die Stettiner Kreuzpolka
  • Karl August Schuchardt (1856–1901), Chirurg und GynĂ€kologe, arbeitete ab 1889 an der chirurgischen Klinik des StĂ€dtischen Krankenhauses
  • Hildegard Voigt (1856–1936), Schriftstellerin, lebte seit frĂŒher Jugend in Stettin
  • Philipp Gretscher (1859–1937) deutscher SĂ€nger und Komponist, war ab 1901 in Stettin tĂ€tig
  • Fritz Herbert (1860–1925), GrĂŒnder der Zeitung Volksbote, Reichstagsabgeordneter, Konsumgenossenschafter, Aufsichtsrat der GEG
  • Carl von Wichmann (1860–1922), Kommandeur des FĂŒsilier-Regiments „Königin Viktoria von Schweden“ (Pommersches) Nr. 34 von 1913 bis Kriegsbeginn
  • Wilhelm von Beczwarzowski (1862–1932), Stabsmitglied des FĂŒsilier-Regiments „Königin Viktoria von Schweden“ (Pommersches) Nr. 34 von 1913 bis 1915
  • Alfred Haas (1860–1950), Historiker, Volkskundler und Gymnasiallehrer; Sammler pommerscher Sagen
  • Ulrich Hildebrandt (1870–1940), Kirchenmusiker, Organist an der Schlosskirche
  • Otto Bollnow (1877–1959), Schullehrer und Heimatforscher, arbeitete von 1902 bis 1914 in Stettin, zuletzt an der 2. MĂ€dchenmittelschule
  • Hermann Bernhard Braeuning (1880–1946), GrĂŒnder und Direktor des Tuberkulose-Hospitals in Hohenkrug
  • Erwin Ackerknecht (1880–1960), Leiter der StadtbĂŒcherei Stettin von 1907 bis 1945
  • Paul Robien (1882–1945), Vordenker der Umweltbewegung, lebte in der Naturwarte Mönne an der OstodermĂŒndung in den Dammschen See
  • Otto Kunkel (1895–1984), PrĂ€historiker, bis 1945 Direktor des Pommerschen Landesmuseums in Stettin
  • Hans Bernhard Reichow (1899–1974), Architekt und StĂ€dteplaner
  • Hermann Czirniok (1903–?), Politiker (NSDAP), BĂŒrgermeister von Stettin 1934
  • Piotr Zaremba (1910–1993), Stadtplaner und Architekt, erster StadtprĂ€sident von Stettin
  • Piotr Celeban (* 1985) Fußballspieler

Preußische Gouverneure der Festung Stettin:

Öffentliche Einrichtungen

Garnison

Seit dem 18. September 1999 liegt der Stab des Multinationalen Korps Nord-Ost in den „Baltischen Kasernen“ in Stettin.

Hochschulen

  • Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny w Szczecinie (Abk. ZUT)
  • Pomorski Uniwersytet Medyczny w Szczecinie
  • Uniwersytet SzczeciƄski
  • Akademia Morska
  • Akademia Sztuki
  • Arcybiskupie WyĆŒsze Seminarium Duchowne w Szczecinie
  • WyĆŒsza SzkoƂa Administracji Publicznej w Szczecinie
  • WyĆŒsza SzkoƂa Ekonomiczno-Turystyczna
  • WyĆŒsza SzkoƂa Humanistyczna TWP
  • WyĆŒsza SzkoƂa Pedagogiczna TWP
  • WyĆŒsza SzkoƂa Integracji Europejskiej
  • WyĆŒsza SzkoƂa JęzykĂłw Obcych
  • WyĆŒsza SzkoƂa Techniczno-Ekonomiczna w Szczecinie
  • SzczeciƄska SzkoƂa WyĆŒsza – Collegium Balticum
  • WyĆŒsza SzkoƂa Zawodowa „OECONOMICUS“ PTE
  • WyĆŒsza SzkoƂa Zarządzania
  • Zachodniopomorska SzkoƂa Biznesu

Wirtschaft und Verkehr

Seehafen Stettin-SwinemĂŒnde

Seehafen Stettin

Der Seehafen an der OdermĂŒndung in das Stettiner Haff ist fĂŒr die gesamte polnische Wirtschaft wichtig – der Hafen Stettin-ƚwinoujƛcie ist nach Danzig der zweitgrĂ¶ĂŸte Seehafen des Landes. Die Lage an der OdermĂŒndung macht Stettin zum natĂŒrlichen Seehafen fĂŒr das gesamte Einzugsgebiet dieses Stroms. Dies betrifft seit 1945 zuallererst die Produktion des Oberschlesischen Industriegebiets um Katowice, des grĂ¶ĂŸten Ballungsraums des Landes. Ähnlich wie im Ruhrgebiet bildet der örtliche Steinkohlebergbau die wirtschaftliche Grundlage dieser Region, die dortige Stahlindustrie benötigt außerdem Eisenerz. Das fĂŒr Oberschlesien bestimmte Eisenerz wird deshalb ĂŒber Stettin-SwinemĂŒnde importiert und dort auf Binnenschiffe verladen, die zu exportierenden fertigen Stahlprodukte nehmen den umgekehrten Weg, ebenfalls ĂŒber Stettin.

Bis 1945 war Stettin außerdem der Ein- und Ausfuhrhafen fĂŒr Berlin, die zeitweise grĂ¶ĂŸte Industriestadt Europas war ĂŒber den bereits 1605 (und nach Zerstörung 1743 wieder) eröffneten Finowkanal sowie ab 1917 ĂŒber den moderneren Oder-Havel-Kanal mit der Oder verbunden. Die enge wirtschaftliche Symbiose zwischen beiden StĂ€dten riss nach Krieg, Vertreibung und Grenzziehung weitgehend ab. Durch den europĂ€ischen Einigungsprozess kann fĂŒr die Schiffsverbindung zwischen Berlin und Stettin jedoch perspektivisch wieder eine grĂ¶ĂŸere Bedeutung angenommen werden.

Der Seehafen Stettin-SwinemĂŒnde hatte 2004 einen Gesamtumschlag von 15,5 Millionen Tonnen und 27.700 Containern. Der FĂ€hrhafen (die meisten Verbindungen beginnen in SwinemĂŒnde) zĂ€hlte 740.000 Passagiere, die die Verbindungen nach Skandinavien benutzten.

Zwischen Stettin und SwinemĂŒnde besteht ĂŒber das Stettiner Haff und die Oder eine Schiffsverbindung mit einem TragflĂŒgelboot, die die rund 65 Km lange Strecke in ca. 75 Minuten befĂ€hrt.

Stettin ist außerdem ein bedeutender Schiffbaustandort, die Stettiner Werft war mit rund 10.000 BeschĂ€ftigten bis 2009 die grĂ¶ĂŸte in Europa.

Eisenbahnverkehr

Szczecin GƂówny, der Hauptbahnhof
Blick vom Gleisfeld des Hauptbahnhofes vor der Renovierung

Stettin ist bereits seit 1843 an das Eisenbahnnetz angebunden. In diesem Jahr erreichte die am 1. August 1842 zwischen Berlin und Eberswalde eröffnete Stettiner Bahn ihren Endpunkt in der pommerschen Hauptstadt. Die Strecke begann im Stettiner Bahnhof an der Berliner Invalidenstraße und fĂŒhrt ĂŒber Bernau, Eberswalde und AngermĂŒnde nach Stettin. Es war die erste Bahnverbindung der preußischen Hauptstadt mit einem Seehafen. Der Endbahnhof am Oderufer hieß demnach zunĂ€chst Berliner Bahnhof; aus ihm entwickelte sich der heutige Hauptbahnhof (Szczecin GƂówny). Auch das heutige EmpfangsgebĂ€ude steht an der Uferstraße (Ulica Krzysztofa Kolumba) gegenĂŒber dem Oderkai. Stettin war Sitz einer Eisenbahndirektion, der spĂ€teren Reichsbahndirektion Stettin. Neben der Strecke nach Berlin gibt es heute die Eisenbahnstrecke von Stettin ĂŒber Pasewalk, Neubrandenburg und GĂŒstrow nach LĂŒbeck, entlang der Oder nach SĂŒden (Gryfino, KĂŒstrin, Zielona GĂłra, Breslau), nach Osten (Stargard SzczeciƄski–Posen–Warschau und Stargard–Koszalin) sowie entlang der OstseekĂŒste ĂŒber KoƂobrzeg und Koszalin nach Danzig. RegionalzĂŒge verkehren ĂŒber GoleniĂłw nach KamieƄ Pomorski sowie zur Insel Wollin bis nach ƚwinoujƛcie. Auf der Strecke am westlichen Oderufer verkehrten bis 2002 VorortzĂŒge quer durch das Stettiner Stadtgebiet nach Police und Trzebiez. Diese Strecke dient mittlerweile aber nur noch dem GĂŒterverkehr.

Die Strecken nach AngermĂŒnde und LĂŒbeck Hbf werden von ZĂŒgen der Deutschen Bahn bedient. Ab Berlin-Hauptbahnhof ist Stettin ca. alle zwei Stunden erreichbar. Meistens besteht eine Anschlussverbindung ĂŒber AngermĂŒnde, es gibt wenige durchgehende ZĂŒge. Die RegionalexpresszĂŒge ĂŒber Pasewalk stellen eine durchgehende Verbindung – ebenfalls im Zwei-Stunden-Takt – ĂŒber Bad Kleinen nach LĂŒbeck dar. Das Wochenendticket und das Mecklenburg-Vorpommern-Ticket gelten bis Stettin inklusive des Stadtverkehrs. Das Schleswig-Holstein-Ticket und das Quer-durch-das-Land-Ticket gelten nur bis Grambow. Von dort muss ein Zusatzfahrschein nach Stettin gelöst werden.

Die Bahnstrecke fĂŒhrt unmittelbar nördlich des Hauptbahnhofs in einem weiten Bogen ĂŒber die Oder, die Insel Silberwiese (Kępa Parnicka) und die Parnitz. Jenseits dieses Oderarms erreicht die Bahn das Hafengebiet, ein großer GĂŒterbahnhof (Port Centralny) schließt sich dort an.

Flughafen Stettin-Gollnow

Der Flughafen in GoleniĂłw (35 km nordöstlich) hatte 2003 rund 90.000 Passagiere und etwa 7.500 Flugbewegungen bei stark steigender Tendenz. Die meisten LinienflĂŒge gehen mit LOT nach Warschau, die irische Billiglinie Ryanair fliegt nach London, Edinburgh, Liverpool und Dublin. Die norwegische Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle bietet FlĂŒge nach Oslo an. (Stand April 2012)

OderbrĂŒcken

HansabrĂŒcke, um 1900

In Stettin befinden sich die letzten festen Querungen der Oder vor ihrer MĂŒndung. Im Stadtgebiet und der nĂ€heren Umgebung kreuzen vier Straßen und zwei Eisenbahnstrecken den in viele Flussarme geteilten Strom.

  • SĂŒdlich der Stadt, bereits im Bereich des Landschaftsschutzparks Unteres Odertal gelegen, verlĂ€uft die Autostrada A6, ein Teil der Europastraße 28, die von Berlin nach Danzig fĂŒhrt.
  • Am sĂŒdlichen Stadtrand verlĂ€uft die Schnellstraße DK31 nach Posen (Autostrada PoznaƄska), die auch vom Stadtbus benutzt wird. Direkt parallel zur Straße verlĂ€uft eine Eisenbahnstrecke, die von GĂŒterzĂŒgen zur Umfahrung des Hauptbahnhofs genutzt wird. Straße und Eisenbahn kreuzen West- und Ostoder jeweils auf gemeinsamen BrĂŒcken.
  • Die im Krieg zerstörte BahnhofbrĂŒcke wurde nicht wiederaufgebaut, ihre Reste verbinden heute nur noch die Ahrensinsel mit der Silberwiese.
  • Die Eisenbahn quert unmittelbar nördlich des Hauptbahnhofs die Westoder, die anschließende Insel Silberwiese und die Parnitz.
  • Die traditionelle StadtbrĂŒcke in der Altstadt war die HansabrĂŒcke, an ihrer Stelle steht heute die Lange BrĂŒcke (Most DƂugi). Es ist die Querung der Landesstraße 10.
  • Zwischen Schloss und Hakenterrasse kreuzt die am Königstor beginnende, autobahnĂ€hnliche Schloßstraße (Trasa Zamkowa) als Droga wojewĂłdzka 115 die Oder. Sie ist die letzte OderbrĂŒcke vor der MĂŒndung.

Stadtverkehr

Modernisierter Konstal 105Na

Die von der Stettiner Straßen-Eisenbahn Gesellschaft 1879 als Pferdebahn eröffneten und ab 1897 elektrifizierten Straßenbahnlinien fuhren im Stadtgebiet und in einige nördliche Nachbarorte.

Der stĂ€dtische Verkehrsbetrieb Tramwaje SzczeciƄskie Sp. z o. o. betreibt heute den öffentlichen Verkehr innerhalb des Stadtgebiets in Form eines umfangreichen Straßenbahnnetzes[27] und ergĂ€nzender Buslinien. In der Stadt verkehren zwölf Straßenbahnlinien. Die wichtigsten Umstiegsknoten sind an der Brama Portowa (Berliner Tor) sowie Plac RodƂa am Radisson-Hotel. Drei Linien (Nr. 2, 7 und 8) fahren ĂŒber den Most DƂugi (Lange BrĂŒcke) auf das östliche Ufer der Westoder und dort auf dem Mittelstreifen der GdaƄska bis zur Wendeschleife beim östlichen Hafenbecken, Basen GĂłrniczky, einen Kilometer vor der Ostoder. Der Stadtteil Dąbie (Altdamm) wird also nicht von der Straßenbahn erreicht. Die innerstĂ€dtischen Verkehrsmittel können auch mit den angrenzenden LĂ€ndertickets und dem Schönes-Wochenende-Ticket der DB benutzt werden.[28]

Verweise

Literatur

Belege

  • Fr. Thiede: Chronik der Stadt Stettin – Bearbeitet nach Urkunden und den bewĂ€hrtesten historischen Nachrichten. MĂŒller, Stettin 1849, 936 Seiten; bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts reichende detaillierte Stadtchronik (Volltext).
  • Heinrich Berghaus: Geschichte der Stadt Stettin, der Hauptstadt von Pommern – Topographisch-statistisch beschrieben nach allen Richtungen ihres politischen, bĂŒrgerlichen, merkantilischen und kirchlichen Lebens. 2 BĂ€nde, Berlin/Wriezen 1875-76 (1. Band 1102 Seiten, 2. Band 1115 Seiten).
  • ReisebĂŒcher von Anno dazumal - Stettin, Reprint von 1929, Ein FĂŒhrer durch die Hafen- und Industriestadt im GrĂŒnen. Stettiner Verkehrsverein G.m.b.H., Stettin, Berliner Tor Nr. 5, Verlag Gerhard Rautenberg, Leer 1989, ISBN 3-7921-0387-7.
  • Otto Kunkel, Hans Bernhard Reichow: Stettin – so wie es war. Fotografierte Zeitgeschichte Droste, 2. Auflage, Droste, DĂŒsseldorf 1975, ISBN 3-7700-0351-9.
  • Gustav Kratz: Die StĂ€dte der Provinz Pommern – Abriß ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. Berlin 1865 (Nachdruck 1996 durch SĂ€ndig Reprint Verlag, Vaduz, ISBN 3-253-02734-1), S. 376–412 (Volltext). (Bis in die 1860er Jahre reichende Stadtchronik mit zahlreichen Quellenangaben.)
  • Martin Wehrmann: Geschichte der Stadt Stettin. Weltbild, Augsburg 1993 (unverĂ€nderter Nachdruck der Ausgabe von Stettin 1911), ISBN 3-89350-119-3. (Letzte grĂ¶ĂŸere Stadtchronik in deutscher Sprache.)
  • Ernst Völker: Stettin – Daten und Bilder zur Stadtgeschichte. G. Rautenberg, Leer 1986, ISBN 3-7921-0317-6.
  • Stettin – Ein FĂŒhrer durch die Hafen- und Industriestadt im GrĂŒnen. Hrsg. Stettiner Verkehrsverein GmbH (1929), Stettin, Berliner Tor Nr. 5, Reprint dieser Ausgabe durch den Verlag G. Rautenberg, Leer 1989, ISBN 3-7921-0387-7.
  • Stettin-Szczecin 1945–1946, Dokumente-Erinnerungen, Dokumenty-Wspomnienia. Hinstorff, Rostock 1995, ISBN 3-356-00528-6. Dokumente und Augenzeugenberichte aus der Zeit 1945–1946.
  • Jan Musekamp: Zwischen Stettin und Szczecin – Metamorphosen einer Stadt von 1945 bis 2005. Veröffentlichungen des Deutschen Polen-Instituts, Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-447-06273-2 (eingeschrĂ€nkte Vorschau).
  • Die StaatskrĂ€fte der preußischen Monarchie unter Friedrich Wilhelm III. Band 3, S.213 Digitalisat.
  • Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte Provinz Pommern – Stadtkreis Stettin. 2006.

Allgemeine Darstellungen

  • GraĆŒyna Kling, Wolfgang Kling: Polen: Ostsee & Masuren. Peter Meyer Verlag, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-89859-139-3. (Darin 48 Seiten zu Stettin und der Insel Wollin).
  • Herman Schulze: Der Stettiner Hafen. Sonderabdruck in: Jahrbuch Hafenbautechnischen Gesellschaft 1922/23. Hamburg 1926. (Digitalisat (DjVu-Format)
  • Eckhardt Wendt (Hrsg.): Stettiner Lebensbilder. Veröffentlichungen der Historischen Kommission fĂŒr Pommern, Reihe 5, Bd. 40. Böhlau, Köln 2004, ISBN 3-412-09404-8.
  • Ernst Zahnow: Wanderziele in und um Stettin. Ein Ratgeber fĂŒr Schulen, JugendverbĂ€nde und Heimatfreunde. Leon Saunier, Stettin 1933.

Weblinks

 Wiktionary: Stettin â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Stettin â€“ Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Stettin â€“ ReisefĂŒhrer

Fußnoten

  1. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2013}} GƂówny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  2. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2013}} GƂówny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  3. ↑ Potsdamer Neue Nachrichten, abgerufen am 14. Juni 2012
  4. ↑ Eduard August Pitzschky: Das Wappen der Stadt Stettin. In: Baltische Studien, AF, Band 14, Nr. 1, Stettin 1850, S. 26–41.
  5. ↑ Regulamin Insygniów Miasta
  6. ↑ Gustav Kratz: Die StĂ€dte der Provinz Pommern – Abriss ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. Berlin 1865, 163–164.
  7. ↑ http://bip.um.szczecin.pl/umszczecinbip/chapter_50049.asp
  8. ↑ Historische Ansicht von 1729: Delineatio Obsidionis Urbis Stetini in Pomerania à Cesareanis et Confoederatis incaeptae d. Septemb. et derelictae d. ... Novemb. Anni 1659. (Digitalisat)
  9. ↑ Meyers Konversationslexikon, 6. Auflage, Leipzig und Berlin 1909, 19. Band, S. 10.
  10. ↑ GĂŒnter Köhler: Die Geschichte der Landesfrauenklinik Stettin, Stettiner BĂŒrgerbrief Nr. 24 (1998), S. 40–52.
  11. ↑ Nach Scheffler kamen 825 bis 842 Juden dieses Transportes aus Stettin – s. Alfred Gottwaldt, Diana Schulle: Die „Judendeportationen“ aus dem Deutschen Reich, 1941–1945. Wiesbaden 2005, ISBN 3-86539-059-5, S. 34 mit Anm. 3.
  12. ↑ Atlantica: Der neue große Satelliten-Weltatlas. S. 67
  13. ↑ Mitteilung ĂŒber die DreimĂ€chtekonferenz von Berlin („Potsdamer Abkommen“)
  14. ↑ Pommersches Urkundenbuch. 1. Band. 2. Auflage. Böhlau, Köln/Wien 1970, Nr. 30
  15. ↑ Pommersches Urkundenbuch. 1. Band. 2. Auflage. Böhlau, Köln/Wien 1970, Nr. 213
  16. ↑ a b c Martin Wehrmann: Geschichte der Stadt Stettin. S. 5
  17. ↑ Fr. Thiede: Chronik der Stadt Stettin. S. 10
  18. ↑ Gustav Kratz: Die StĂ€dte der Provinz Pommern. S. 376
  19. ↑ M. P. z 1946 r. Nr 44, poz. 85
  20. ↑ SchĂ€tze Der Pommerschen Bibliothek, (Hrsg. KsiÄ…ĆŒnica Pomorska im. StanisƂawa Staszica w Szczecinie, Szczecin 2010, 4. verĂ€nderte Aufl., ISBN 978-83-87879-78-5.
  21. ↑ SZCZECIN 2016
  22. ↑ Palais unter dem Globus Polnische Wikipedia
  23. ↑ http://www.filharmonia.szczecin.pl/index.php?option=com_pages&view=page&layout=philharmonic&page=14&Itemid=27&lang=de
  24. ↑ Die Pommersche Zeitung. Nr. 29/2008, S. 4.
  25. ↑ Liste Greifswalder PartnerstĂ€dte
  26. ↑ Die Pommersche Zeitung. Nr. 34/2010, S. 1–2.
  27. ↑ Straßenbahnen in Stettin private Website
  28. ↑ www.bahn.de →Angebotsberatung →LĂ€nder-Tickets bzw. SWT.
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