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Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen

Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) ist eine deutsche Stiftung, die national und international für Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit eintritt. Sie wurde Ende 1997 gegründet und hat ihren Sitz in Stuttgart. Sie versteht sich als praxisnahe und parteipolitisch unabhängige Denkfabrik („Think Tank“) und als Forschungsinstitut.[1] Die SRzG hat zwei Satzungsziele:

  • 1.) Forschung zu den Themen Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit,
  • 2.) Verwirklichung von Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit in allen Bereichen und Schärfung des Bewusstseins dafür, dass auch die heutigen Kinder, deren Kinder und alle weiteren Generationen ein Recht auf intakte Lebensgrundlagen und auf Zukunftschancen haben.

Inhaltsverzeichnis

Organe

Der SRzG steht einer der jüngsten Stiftungsvostände in Deutschland vor.[2] Geleitet wird die Stiftung von einem Geschäftsführer. Ihre Arbeit wird von einem Kuratorium begleitet.[3] Der wissenschaftliche Beirat[4] ist mit einer Reihe prominenter Wissenschaftler besetzt, beispielsweise Meinhard Miegel, Udo Simonis, Bernd Raffelhüschen und Ernst Ulrich von Weizsäcker. Des Weiteren wird die Stiftung von einem Förderverein unterstützt.[5] Vorstandsvorsitzender ist seit 2008 Adrian Schell. Seit 2009 ist der Autor Wolfgang Gründinger Sprecher der Stiftung.

Stiftungsarbeit

Die SRzG versucht über Interviews, Veranstaltungen, Studien, Autorenbeiträgen in Fachzeitschriften sowie Pressemitteilungen den nachfolgenden Generationen eine Stimme zu verleihen. Die Stiftung war maßgeblich daran beteiligt, dass 100 meist junge Bundestagsabgeordnete am 10. November 2006 einen Gesetzentwurf für Generationengerechtigkeit im Grundgesetz eingebracht haben[6].

Die SRzG verleiht seit 2002 zweijährlich den mit 10.000 Euro dotierten Generationengerechtigkeits-Preis[7] für wissenenschaftliche Essays zu Themen der Generationengerechtigkeit. Seit 2007 schreibt die SRzG den ebenfalls mit 10.000 Euro dotierten Demografie-Preis für NachwuchswissenschaftlerInnen aus.[8] In regelmäßigen Abständen werden Kongresse und Symposien veranstaltet. Im Mai 2000 wurde die SRzG mit der „Theodor-Heuss-Medaille“ ausgezeichnet. Im November 2001 erhielt sie die Bürgermedaille der Stadt Oberursel. 2005 bekam sie einen Stiftungspreis des Landes Hessen. Am 17. Mai 2011 wurde die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen von der EU Kommission für die Durchführung eines herausragenden Projektes im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes ausgezeichnet.

Die SRzG fordert eine abgewandelte Form des Kinderwahlrechts, wonach jeder Staatsbürger unabhängig von jeglicher Altersgrenze wahlberechtigt sein soll, sobald er einen entsprechenden Willen bei der zuständigen Stelle kundtut.[9]

In der Diskussion um die Rente hat die SRzG die Teilungslösung entwickelt, wonach sich die rentenempfangende und die beitragszahlende Generation die demografischen Lasten teilen sollen. Zudem fordert sie u.a. die Abschaffung des Riester-Faktors und die Weiterentwicklung der Gesetzlichen Rentenversicherung zu einer Bürgerversicherung.[10]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/stiftung-fuer-die-rechte-zukuenftiger-generationen.html
  2. Vorstand - SRzG
  3. Kuratorium - SRzG
  4. Wissenschaftlicher Beirat - SRzG
  5. Förderverein - SRzG
  6. Generationengerechtigkeit ins Grundgesetz
  7. Generationengerechtigkeits-Preis - SRzG
  8. http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=771547&_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=1836309
  9. Positionspapier der SRzG mit Stand vom 21. November 2009, Generationengerechtigkeit, das Wahlrecht durch Eintragung und weitere Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen PDF
  10. Positionspapier Rentenversicherung der SRzG
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