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Stimmlose alveolare Affrikate

Mit dem Begriff stimmlose alveolare Affrikate bezeichnet man in der Phonetik und generell in der Linguistik die Affrikate [ts], deren beide Bestandteile an den Alveolen, dem Zahndamm, gebildet werden, und das stimmlos, d.h. ohne Schwingung der Stimmbänder. Die Spitze der Zunge geht bei der Bildung des Lautes an den Zahndamm. In der Phonetik wird die Frage, ob es sich bei Affrikaten um nur einen Laut oder um eine Lautkombination handelt, je nach theoretischem Hintergrund unterschiedlich beantwortet.

Im Deutschen erscheint die stimmlose alveolare Affrikate im Anlaut der Wörter Zahl, Zelle, Zug, im Inlaut von heizen, spreizen, Weizen und im Auslaut von Fez, Glanz, Holz. Die stimmlose alveolare Affrikate kommt im Deutschen damit in allen Wortpositionen vor; sie wird entweder mit dem einfachen Buchstaben z oder mit den Buchstabenkombinationen ts („Rätsel“) oder tz („Hetze“) schriftlich wiedergegeben.

Literatur

  • Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft; Stuttgart: Kröner, 20023; ISBN 3-520-45203-0. Stichwort „Affrikate“.
  • Duden. Aussprachwörterbuch; Bearbeitet von Max Mangold in Zusammenarbeit mit der Dudenredaktion; Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag, 20056; ISBN 3-411-04066-1. Affrikate im Deutschen: S. 52.
  • Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache; Stuttgart, Weimar: Metzler, 20053; ISBN 978-3-476-02056-7. Stichwort „Affrikate“.
  • Heikki J. Hakkarainen: Phonetik des Deutschen; München: Fink, 1995; ISBN 3-7705-3040-3. Zum Affrikatenproblem: S. 84–86.
  • Otmar Werner: Phonemik des Deutschen; Stuttgart: Metzler, 1972; ISBN 3-476-10108-8. Kap. „Das Affrikatenproblem“, S. 50–55.
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