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| Streitkräftebasis | |
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| Aufstellung | 1. Oktober 2000 |
| Land | |
| Streitkräfte | Bundeswehr |
| Typ | Militärischer Organisationsbereich |
| Stärke | Aktive Soldaten: 59.399 (Stand Februar 2012)[1] Beorderte Reservisten: k. A. |
| Marsch | Marsch der Streitkräftebasis (Gerhard Fetzer, 2000) |
| Leitung | |
| Inspekteur der Streitkräftebasis | Vizeadmiral Wolfram Kühn |
Die Streitkräftebasis (SKB) der Bundeswehr wurde im Oktober 2000 als eigenständiger militärischer Organisationsbereich aufgestellt, ist jedoch keine eigene Teilstreitkraft. Sie stellt sich als gemeinsame Dienstleistungseinrichtung der Bundeswehr dar und bündelt Aufgaben, die zuvor von den Teilstreitkräften (Heer, Luftwaffe und Marine) in Eigenverantwortung oder in den zentralen militärischen Dienststellen wahrgenommen wurden. Rund 71.500 Soldaten und zivile Mitarbeiter gehören zur Streitkräftebasis.
Inhaltsverzeichnis |
Die Aufgaben der Streitkräftebasis sind unter anderem:
Zur Streitkräftebasis gehören auch - früher so genannte - zentrale militärische Dienststellen (ZMilDBw), z. B. die beiden Universitäten der Bundeswehr in Neubiberg (München) und Hamburg, die Sportschule der Bundeswehr in Warendorf und der Militärische Abschirmdienst (MAD).
Eine zentrale Rolle im Transformationsprozess der Bundeswehr spielt das im Juli 2004 aufgestellte Zentrum für Transformation der Bundeswehr (ZTransfBw) mit Sitz in Strausberg und zahlreichen Außenstellen in Potsdam, Gelsdorf, Ottobrunn, Garmisch-Partenkirchen und Suffolk, Virginia (USA).
Auf eine eigene Uniform für die Streitkräftebasis wurde bewusst verzichtet, die integrierten Verbände tragen die Uniform der Teilstreitkraft, aus der sie eingegliedert wurden. Es ist daher nicht unüblich, dass in einer Einheit Uniformträger aller drei Teilstreitkräfte gemeinsam dienen.
Nicht zur Streitkräftebasis gehört der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr, der als eigener militärischer Organisationsbereich eine vergleichbare Querschnittsfunktion für alle Truppengattungen übernimmt.
Mit dem Wechsel von Teilen des Heeres zur Streitkräftebasis wurden Truppengattungen in Teilen oder ganz übernommen. Äußerlich sind diese Heeresuniformträger an ihrem Barettabzeichen, der Barettfarbe oder auch an der Waffenfarbe zu erkennen. Diese Truppengattungen sind:
Angehörige aller anderen Truppengattungen sind in der Regel ebenfalls in der Streitkräftebasis vertreten, stellen jedoch in der Regel keine größeren „sortenreinen“ Teileinheiten, sondern sind meist durch einzelne Stabssoldaten vertreten.
Truppendienstlicher Vorgesetzter der Streitkräftebasis ist der Stellvertreter des Generalinspekteurs und Inspekteur der Streitkräftebasis. Diesen Posten besetzt seit 2006 Vizeadmiral Wolfram Kühn. Oberster Führungsstab der Streitkräftebasis ist der Führungsstab der Streitkräfte.
Die beiden Säulen der Streitkräftebasis sind das Streitkräfteunterstützungskommando und das Streitkräfteamt. Das Streitkräfteunterstützungskommando führt die Truppenteile zur Erledigung der Aufgaben der Streitkräftebasis in den Wehrbereichen und im Einsatz. Dazu zählen beispielsweise Führungsunterstützungstruppen, Logistiktruppen, Feldjäger, Musikkorps und Kräfte zur strategischen Aufklärung. Das Streitkräfteamt ist vor allem die oberste truppendienstliche Stelle für Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen im Bereich der Streitkräftebasis. Das Einsatzführungskommando, Kommando Führung Operationen von Spezialkräften sowie das Kommando Operative Führung Eingreifkräfte sind organisatorisch im Bereich der Streitkräftebasis angesiedelt und führen Truppen aller Teilstreitkräfte und militärischen Organisationsbereiche im Einsatz, die dann direkt dem Generalinspekteur der Bundeswehr unterstehen. Daneben unterstehen einige weitere zentrale Dienststellen der Bundeswehr direkt dem Inspekteur der Streitkräftebasis. Die Streitkräftebasis gliedert sich zukünftig grob in folgende Dienststellen:
Am 20. September 2011 hat Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière bekannt gegeben, dass im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr geplant ist, die Anzahl der aktiven Soldaten in der Streitkräftebasis auf maximal 38.750 zu reduzieren. Davon sollen 35.500 Berufssoldaten/Zeitsoldaten und zwischen 1.250 bis 2.000 freiwillig Wehrdienst leistende (FWDL) sein.[2]
Teilstreitkräfte: Heer | Luftwaffe | Marine
Weitere militärische Organisationsbereiche: Streitkräftebasis | Zentraler Sanitätsdienst
Zivile Organisationsbereiche: Territoriale Wehrverwaltung | Rüstungsbereich | Rechtspflege | Militärseelsorge