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| Seriendaten | |
|---|---|
| Originaltitel | Stromberg |
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Produktionsjahr(e) | seit 2004 |
| Produktions- unternehmen | Brainpool, ProSieben |
| Länge | 24–28 Minuten |
| Episoden | 46 in 5 Staffeln |
| Genre | Comedy, Mockumentary |
| Titellied | The Bad Plus – Flim |
| Produktion | Ralf Husmann |
| Idee | Ralf Husmann (nach dem britischen The Office) |
| Erstausstrahlung | 11. Oktober 2004 auf ProSieben |
| Besetzung | |
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| Nebenfiguren | |
Strombergs Kollegen und Untergebene
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Stromberg [ˈʃtʀɔm.bɛʁk] ist eine deutschsprachige, mehrfach prämierte Comedy-Fernsehserie von Produzent Ralf Husmann. Seit dem Jahr 2004 wurden vier Staffeln der Serie auf ProSieben ausgestrahlt, die fünfte Staffel wird seit dem 8. November 2011 auf ProSieben ausgestrahlt[1][2] und ist seit dem 11. November 2011 auf DVD erhältlich.[3]
Inhaltsverzeichnis |
Ein Fernsehteam begleitet mit der Kamera den Büroalltag der fiktiven Capitol Versicherung in der Abteilung Schadensregulierung M bis Z, die von Bernd Stromberg geleitet wird. Stromberg möchte natürlich, dass sein Team stets von der besten Seite gezeigt wird. Es gelingt ihm jedoch selten, die Abteilung und vor allem auch sich selbst in einem guten Licht stehen zu lassen.
Die als Mockumentary konzipierte Serie ist eine Parodie auf die beim Fernsehpublikum beliebten Doku-Soaps. Letztere zeichnen sich durch die fortwährende Präsenz und Einbindung der Kamera und des Kamerateams in das Handlungsgeschehen aus. Diese Eigenschaft der Doku-Soaps wird in der Serie als Stilmittel eingesetzt. Zur Steigerung der Spannung kann die Kamera gänzlich aus dem Geschehen heraustreten, wodurch der Eindruck entsteht, dass die Akteure heimlich beobachtet werden. Diese wiederum können andererseits auch bewusst mit der Kamera interagieren, indem sie ihr Verhalten deutlich ändern, wenn sie sich von ihr ertappt fühlen. Unterstrichen werden diese Besonderheiten noch dadurch, dass die Regisseure Arne Feldhusen und Andreas Theurer die Kamera gelegentlich weiterlaufen ließen, obwohl die Szene gemäß Drehbuch schon abgeschlossen war. Die darauf folgenden Improvisationen der Darsteller ergänzen so das Drehbuch nicht selten um eine weitere Pointe.
Der Ort der Handlung, der nach der zentralen Figur Bernd Stromberg benannten Serie, ist das Bürogebäude, in dem das fiktive Unternehmen Capitol Versicherung AG eine Zweigstelle betreibt. Die Träger der Handlung sind als Stereotype stark überzeichnet, was zur Folge hat, dass diese sich untereinander in einem ständigen Spannungsverhältnis befinden.
In der vierten Staffel wird Stromberg in die Capitol-Niederlassung des fiktiven Ortes Finsdorf versetzt. Ein Internetauftritt wurde eingerichtet,[4] und auf ProSieben werden Werbespots für den Ort („Juwel der Heide“) gesendet. Bernd Stromberg beschreibt das Städtchen als "Finsterdorf", „Inzesthausen“ und „Doofdorf“.[5] Auf der Website finsdorf.de, die für die Viralmarketing-Kampagne geschaltet wurde, begrüßte man Bernd Stromberg bereits als neuen Einwohner. GoYellow stellte einen Ausschnitt der Originalkarte zur Verfügung, auf der die Ortschaft Böddenstedt zu Finsdorf umbenannt wurde. Zusätzlich wurde ein fiktives Atomkraftwerk in der Nähe errichtet.[6] Die Dreharbeiten fanden im Frühjahr 2009 im Bornheimer Stadtteil Walberberg statt. Dazu wurde ein alter Tante-Emma-Laden an der Ecke Hauptstraße/Flammgasse, der seit einigen Jahren leer stand, in die Finsdorf-Niederlassung der Capitol-Versicherung verwandelt.
Die Hauptfigur Bernd Stromberg ist zu Beginn der Serie Ressortleiter der Abteilung Schadensregulierung M bis Z, ab Staffel zwei dann stellvertretender Leiter der Abteilung Schadensregulierung. Er ist Mitte 40[7], laut eigener Aussage in der Episode Sally 1963 geboren, und verheiratet. Da er in der 2005 ausgestrahlten Staffel 2 jedoch nach mehreren Untertreibungen zugibt, 45 Jahre alt zu sein, darf angenommen werden, dass er in Wahrheit spätestens 1960 geboren wurde. In der zweiten Staffel trennt er sich von seiner Frau Birgit. Er selbst möchte gegenüber seinen Kollegen eine väterliche, manchmal auch kumpelhafte Rolle einnehmen. So mimt er stets die geradlinige und strenge Autoritätsperson, während er sich innerlich, aber auch nach außen wie eine Fahne im Wind dreht. Indem er sich oft in seiner markanten hastigen Sprache mit vielen Verbesserungen in Metaphern und Vergleichen verliert, weicht er einer direkten Konfrontation aus. Bei seinen Verhasplern wird deutlich, was für ein schlechtes Namensgedächtnis Stromberg hat. Besonders dann, wenn er emotional aufgewühlt ist, spricht er nur in halben Sätzen, gibt sich aber trotzdem als fast unfehlbarer Chef aus. Als einzigen kleinen Makel gesteht er sich selbst ein, dass es fachlich bessere Chefs als ihn gibt. Für sein großes Plus hält er dagegen den Umgang und die Mitmenschlichkeit zu seinen Mitarbeitern. Dies steht meistens im Kontrast zur Wirklichkeit, denn nicht nur die fachliche, sondern auch die soziale Kompetenz Strombergs geht in Wirklichkeit gegen Null. Was Stromberg in kollegialer (Integration), als auch sozialer Hinsicht (Integrität) hinterlässt, sind „Verwüstungen“.
Ein durchgehendes Stilmittel ist, dass Stromberg in den Einzelinterviews stets den seriösen und ernsthaften Geschäftsmann gibt – in der Realität tritt aber das genaue Gegenteil davon ein. Der egoistische und selbstgerechte Macho sieht seine Kollegen als Mittel zum Zweck, die er zu Instrumenten seiner in aller Regel vergeblichen Profilierungsversuche macht. Hierbei schreckt er auch nicht davor zurück, seine eben noch geäußerten Meinungen und Anordnungen auf Kosten seiner Untergebenen um 180 Grad zu drehen, wenn ihm dies z.B. vor einem Vorgesetzten nötig erscheint.
Um sich aufzuwerten, erniedrigt er gleichermaßen Frauen, Behinderte, Einwanderer, soziale Randgruppen sowie mental schwache Mitarbeiter. Bei aller Boshaftigkeit seiner Person übt er doch zugleich auch die größte humoristische Anziehungskraft aus. Gelegentlich jedoch reißen aber gewisse Umstände seine Maske runter und er ist „gezwungen“, sich von seiner menschlichen Seite zu zeigen, beispielsweise als Erika aufgrund eines Diebstahlvorwurfes gekündigt werden soll und man deutlich sehen kann, wie nah ihm diese Situation geht, obwohl er sie selbst herbeibeschworen hat. Von Jennifer Schirrmann wird er auch wegen seiner zwei Seiten als Büro-Gollum bezeichnet.
In der vierten Staffel wähnt sich Stromberg bereits am Ziel seiner Bemühungen, der Beförderung zum Gesamtleiter der Schadensabwicklung, als er sich infolge eines Streits mit dem Kantinenkoch, der, wie sich herausstellt, gute Beziehungen zu führenden Mitgliedern des Unternehmensvorstands pflegt, plötzlich zum Leiter eines kleinen Capitol-Außendienstbüros mitten in der Provinz – in Finsdorf – wiederfindet. Dort muss Stromberg sehr deutlich die Bedeutsamkeit zwischenmenschlicher Beziehungen in Form von Brauchtumspflege und anderen ländlichen Besonderheiten erfahren. Es gelingt ihm jedoch, durch Intrigen und eine Verkettung von Zufällen seine ursprüngliche Position als stellvertretender Leiter Schadensregulierung am Ende der vierten Staffel zurückzuerobern.
In der fünften Staffel gelingt es Stromberg seinen Chef Becker zu „beerben“. Dieser ist psychisch durch seine Scheidung derart angeschlagen, dass er dem Alkohol auch im Büro zuspricht und schließlich von Stromberg erfolgreich gemobbt werden kann. Stromberg übernimmt seinen Chefsessel. Im Verlauf der fünften Staffel wechselt er jedoch kurzfristig in die von der Schließung bedrohten Abteilung Schiffskasko, da er wegen zwischenmenschlichen Problemen in der Abteilung Schadensregulierung, insbesondere mit Jennifer Schirrmann etwas anderes machen möchte. Zunächst macht er den Mitarbeitern dieser Abteilung große Hoffnungen schreibt aber hinter deren Rücken an Herrn Nübel, dass diese Abteilung am besten wegen Ineffizienz geschlossen würde. Was er jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht ahnt ist, dass wahrscheinlich sämtliche Mitarbeiter dieser Abteilung entlassen werden. Nach der Schließung der Abteilung übernimmt er wieder die Gesamtleitung der Schadensregulierung. Wegen diverser Beschwerden über seine Abteilung und einem Korruptionsverdacht wird Stromberg am Ende der fünften Staffel aus der Capitol mit einer Kündigungsfrist von sechs Wochen entlassen. Diese Frist nutzt er, um "den Hammer noch mal ordentlich kreisen" zu lassen. Darsteller ist Christoph Maria Herbst.
Er ist der etwas eigenwillige, aber doch motivierte und kompetente Kollege. Optisch ist die Figur durch modisch fragwürdige Krawatten und Schweißränder gekennzeichnet. Bei Frauen hat er nicht viel Erfolg und startet darum am Ende der ersten Staffel einen Aufruf an die Frauenwelt, der auch Erfolg zu versprechen scheint. Eine kurze Liebschaft mit der Krankenschwester Vanessa scheitert an seinem Engagement für die Firma. Er ist beliebtes Ziel von Kollegenspäßen und manchmal sogar Mobbing, dem er zumeist mit Wutausbrüchen und Forderungen nach Abmahnungen entgegentritt. Berthold, der in Anspielung auf Ernie & Bert aus der Sesamstraße von allen nur Ernie genannt wird, versucht trotzdem oft Stromberg zu gefallen, obwohl er von ihm ebenfalls unfreundlich behandelt und nicht ernstgenommen wird. Ernie hat einen kindlichen Charakter, pflegte bis zu ihrem Tode einen engen Kontakt zu seiner Mutter und leidet daher sehr unter ihrem Tod. Insgesamt sind auffallend viele seiner Verwandten bereits gestorben, so zum Beispiel Onkel und Tante mütterlicherseits und nicht zuletzt sein Großvater, nach dem er benannt ist.
In der vierten Staffel steigern sich Ernies Depressionen immer weiter. Er wirkt lethargisch und erzählt, dass er seine Sachen immer vier bis fünf Tage trägt, bevor er sie wechselt. Er verkauft auch seine Yps-Hefte-Sammlung, an der ihm sonst sehr viel lag. Schließlich unternimmt Ernie in seinem Auto einen Suizidversuch durch Abgasvergiftung, der aber durch den zufällig vorbei gehenden Stromberg vereitelt werden kann. Ernie erzählt daraufhin von seinen Nahtod-Erfahrungen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Finsdorf und mehreren Therapiesitzungen, in denen er auch Mia kennen lernt, mit der er versucht, eine Beziehung aufzubauen, geht es Ernie besser.
In der 5. Staffel engagiert er sich in einer Pfarrgemeinde und kümmert sich dort unter anderem um eine Jugendgruppe. Diese Tätigkeit darf er aber bald nicht mehr ausüben, weil der Pfarrer der Gemeinde im Büro vorbeikommt um Ernie wegen Mobbings zu helfen. Stromberg zeigt dem Pfarrer darauf hin, dass Ernie sich während der Arbeit auf Erotikseiten aufgehalten hat, um (wie er selbst sagt) eine Aufklärungswebsite für die Jugendgruppe zu gestalten, wofür er von Herrn Nübel abgemahnt wird. Trotz alledem erkennt Herr Nübel sein Potential als bester Mitarbeiter der Abteilung und so wird er am Ende der fünften Staffel stellvertretender Leiter der Schadensregulierung, nachdem Ulf, der von Stromberg eigentlich auf diesen Posten platziert wurde in eine andere Abteilung versetzt wird, nachdem er seinen Kollegen Lars Lehnhoff bei einem Spiel umgestoßen und leicht verletzt hat. Darsteller ist Bjarne Mädel.
Ulf Steinke feiert in der ersten Staffel seinen 28. Geburtstag und ist seit mindestens fünf Jahren in der Abteilung. Aus eher einfachen Verhältnissen stammend, sieht er keinen Grund, nach Höherem zu streben. Ihm ist der Büroalltag eher lästig, und alle Änderungen in den Arbeitsvorgängen überfordern ihn. Er ist der stereotype Macho, der sich lieber um seine Kumpels, Fußball, Autos und andere Männerthemen kümmert. Er ist oftmals der einzige der Mitarbeiter, der über Strombergs Witze lacht, und lässt sich mitunter von Stromberg für dessen Zwecke einspannen. Besonders wenn es bei beiden in Sachen Frauen wieder einmal nicht gut läuft, biedert sich Stromberg bei ihm an, um mit ihm über die Damenwelt zu lästern. Sein Kollege Berthold („Ernie“) ist das Lieblingsopfer seiner Streiche. Trotz begrenzter intellektueller Fähigkeiten zeigt er oft eine ausgeprägte emotionale Kompetenz, wenn er Kollegen geschickt manipuliert oder mit den wahren Motiven ihres Handelns konfrontiert. Des Öfteren interessieren sich attraktive Frauen für ihn. Seine Heirat mit Tanja Seifert in der vierten Staffel bereut er noch ebenda, nachdem sich herausstellt, dass Tanja als Nachfolgerin Strombergs Karriere macht. Durch seine Eifersüchteleien offenbart er, dass er mit Tanjas beruflicher Überlegenheit nicht klar kommt. Er selbst fällt beruflich eher negativ auf. Ausgerechnet immer dann, wenn es mit Strombergs Karriere aufwärts geht, scheint auch ein beruflicher Aufstieg des fachlich wenig kompetenten Ulf möglich, ohne dass er dies wirklich anstrebt. Nachdem Stromberg kommissarischer Leiter der Schadensregulierung wird, wird Ulf sein Stellvertreter. Er verliert diesen Posten aber im Verlauf der fünften Staffel wieder, weil er seinen Kollegen Lars Lehnhoff bei einem Spiel im Büro umstößt und leicht verletzt und danach in eine andere Abteilung versetzt wird. Darsteller ist Oliver Wnuk.
Tanja Steinke (bis zur Heirat mit Ulf Steinke in der vierten Staffel: Tanja Seifert) ist eine attraktive, junge Mitarbeiterin der Schadensregulierung. Sie ist sehr beliebt und wird von manchen ihrer männlichen Kollegen heftig umworben. Über einen längeren Zeitraum ist sie mit ihrem Kollegen Ulf Steinke liiert, dessen Heiratsantrag sie nachträglich annimmt. In der dritten Staffel ziehen beide in eine gemeinsame Wohnung. Tanja ist eine der wenigen Mitarbeiterinnen, die sich von Zeit zu Zeit gegen Strombergs fragwürdige Verhaltensweisen auflehnen und Berthold mit Respekt behandeln. Ab der vierten Staffel wird Tanja von Herrn Becker aufgrund positiver Verbesserungsvorschläge als neue Vertretung für den vakanten Bürostuhl Strombergs eingesetzt, der aufgrund gehässiger Aktionen gegen den Kantinenkoch nach Finsdorf versetzt wurde. Ihre neue Position bringt ihr allerdings nicht nur Freunde ein und gerade ihr Freund Ulf stört sich an dem Posten seiner Freundin und späteren Ehefrau. So dreht sich im Laufe der vierten Staffel die Einstellung der Mitarbeiter Tanja gegenüber komplett um. Die ursprünglich so beliebte Tanja wird fast schon zum Hassobjekt der Abteilung. Grund für diesen Wandel ist anscheinend ein Mangel an Autorität, den sie mit ihrer zweifellos vorhandenen fachlichen Kompetenz nicht ausgleichen kann. Auch kommen ihre Bemühungen zur Durchsetzung eines neuen Abrechnungssystems nicht gut an, welches sie selbst entwickelt hatte. Als neue Abteilungsleiterin hat sie die Aufgabe, dieses System mit ihrer Abteilung zu testen. Die meisten ihrer Mitarbeiter haben dafür aber kein Verständnis und behindern die Umstellung. Am Ende der vierten Staffel gelingt es Stromberg, durch geschicktes Intrigieren – nachdem er es nahezu in jeder Folge der Staffel probierte – diesen Konflikt auszunutzen und Tanja von ihrem neu erworbenen Posten wieder zu verdrängen. Darstellerin ist Diana Staehly.
Erika Burstedt ist aufgrund ihres korpulenten Äußeren ein beliebtes Ziel von Strombergs Scherzen. Sie ist kompetent und eine gute Seele, die gerne über gelegentliche Späße gegen Berthold lacht. Seit langen Jahren mit einem untreuen Ehemann verheiratet, ist sie einem Flirt mit Mitarbeitern nicht abgeneigt. Erika ist Mitglied der SPD und der Gewerkschaft und fordert gegenüber ihrem Vorgesetzten Stromberg, von dem sie des Öfteren entlassen wurde, immer wieder ihre Rechte als Arbeitnehmerin ein. Am Ende der dritten Staffel verstirbt Erika an den Folgen eines Herzinfarktes im Krankenhaus. In der letzten Folge der vierten Staffel gedenkt die Abteilung auf Strombergs natürlich nicht selbstloses Betreiben hin Erikas, was für die Führungssituation der Abteilung letztlich nachhaltige Folgen hat. Darstellerin ist Martina Eitner-Acheampong.
Jennifer Schirrmann kommt als Rückkehrerin nach mehrjähriger Kinderpause in die Abteilung. Sie ist geschieden und hat einen Sohn namens Helge. Die Männer der Abteilung erliegen sofort ihrem Charme, worauf Stromberg ihr, in der Hoffnung, bei ihr zu landen, mit illegalen Mitteln hilft, den Einstiegstest zu meistern. Zwischen der vierten und fünften Episode der dritten Staffel wird sie aus betrieblichen Gründen mit Ablauf der Probezeit entlassen. Um die ihm von Becker auferlegten Arbeiten erledigen zu können, stellt Stromberg sie später eigenmächtig wieder ein. Als Erika schließlich stirbt, wird die freigewordene Planstelle mit Jennifer besetzt. In der vierten Staffel hat Strombergs Werben um Jennifer Schirrmann („Schirmchen“) scheinbar Erfolg. Sie gehen eine Art Beziehung ein und werden bei der Abteilungsfeier zu Strombergs Aufstieg zum Gesamtleiter von ihren Kollegen in flagranti in Strombergs Büro erwischt. Die Liaison ist jedoch nicht unproblematisch, weil Stromberg kaum ein Fettnäpfchen auslässt. In der fünften Staffel macht Stromberg Jennifer zu seiner persönlichen Sekretärin und sie wird von ihm schwanger. Nachdem sie zunächst von Strombergs Abteilungsleiter–Kollegen für ihren Kleidungsstil kritisiert wird, und später vergisst, einen wichtigen Brief an das Finanzamt zu verschicken, versetzt Stromberg sie wieder in die Abteilung. Wenig später teilt sie ihm am Telefon mit, dass sie das Kind, auf das sich Stromberg eigentlich freut, in der neunten Schwangerschaftswoche verloren habe. Darstellerin ist Milena Dreißig.
| Figur | Episode | Darsteller | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Herr Hilpers | Staffel 1, Episode 1 | Lorenz Claussen | Herr Hilpers verteilt die Parkplätze für die Angestellten des Unternehmens neu. Er stirbt zwischen der ersten und der zweiten Episode, nachdem er als Asthmatiker von Stromberg eine Zigarre aufgedrängt bekam. |
| Herr Fritsche | Staffel 1, Episode 2 | Piet Fuchs | Herr Fritsche stellt als Rollstuhlfahrer den Anspruch auf Strombergs neuen Parkplatz. Stromberg hingegen hält so fest an seinem Parkplatz, dass Herr Fritsche das Thema dem Betriebsrat übergibt. |
| Ina | Staffel 1, Episode 5 | Cristina do Rego | Ina ist das Patenkind von Erika und wird von Stromberg für einen Zeitungsartikel als „Pflegekind der Abteilung“ benutzt. |
| Herr Kitter | Staffel 1, Episode 7 | Axel Siefer | Herr Kitter ist der Manager von Roland Kaiser, den Stromberg für einen Auftritt auf einer Firmenfeierlichkeit engagieren möchte. Herr Kitter beendet schließlich die Verhandlung aufgrund von Strombergs unseriösem und respektlosem Auftreten. |
| Herr Tröscher | Staffel 1, Episode 8 | Robert Schupp | Herr Tröscher leitet das Assessment-Center zur Bestimmung des Gesamtleiters der im Rahmen der firmeninternen Umstrukturierung zusammengefassten Unterabteilungen. |
| „Papa“ Lorenz | Staffel 2, Episode 1 | Peter Lerchbaumer | „Papa“ Lorenz ist der an Alzheimer erkrankte Schwiegervater von Stromberg, der selbst im Berufsleben bei einer Versicherung angestellt war. |
| Vanessa Schubert | Staffel 2, Episode 2 | Sarah Masuch | Vanessa Schubert ist eine Krankenschwester, mit der Berthold „Ernie“ Heisterkamp eine Beziehung eingeht, die über ein paar Episoden anhält. |
| Kerstin Aumann | Staffel 2, Episode 3 | Caroline Peters | Kerstin Aumann unterrichtet den Kurs für die neue, von diesem Zeitpunkt an in der Abteilung verwendete Software. |
| Alexandra Klausen | Staffel 2, Episode 4 | Victoria Mayer | Alexandra Klausen ist die Badminton-Partnerin von Sabine „Sabbel“ Buhrer. „Alex“ wird von Stromberg heftig angegraben. |
| Theo Hölter | Staffel 2, Episode 6 | Andreas Schmidt | Theo Hölter ist ein alter Schulfreund von Stromberg. Er arbeitet als Band-Promoter und ist ein sehr rockiger, lockerer Typ, der immer einen coolen Spruch auf Lager hat. Er bezeichnet Stromberg oftmals mit dem Spitznamen „Locke“, wie dieser früher in der Clique genannt wurde. Theo nimmt Stromberg für kurze Zeit in seiner Wohnung auf. |
| Hans Georg Althoff | Staffel 2, Episode 7 | Veit Stübner | Hans Georg Althoff beabsichtigt seine Firma bei der Capitol zu versichern und hält Stromberg dabei für einen ernsthaften Gesprächspartner. |
| Nyota N'yangasongwa | Staffel 2, Episode 8 | Yolette Thomas | Nyota N'yangasongwa arbeitet als Putzfrau, kommt aus Tansania und wird von Stromberg sexuell belästigt. |
| Herr Grahms | Staffel 2, Episode 9 | Bernd Moss | Herr Grahms führt das Bewerbungsgespräch mit Stromberg bei der Helios. |
| Herr Wuttke | Staffel 2, Episode 10 | Detlef Kapplusch | Herr Wuttke ist Strombergs Kollege während dessen Strafversetzung ins Archiv. |
| Jochen Schüller | Staffel 3, Episode 5 | Patrick Heyn | Jochen Schüller ist Fotoreporter der hauseigenen Zeitung Capitol Intern und flirtet als Homosexueller mit Stromberg, ohne dass der etwas von seinen Absichten ahnt. |
| Rudi Wippermann | Staffel 3, Episode 6 | Heinrich Hadding | Rudi Wippermann, auch „Kopp-ab-Rudi“ genannt, überprüft in der Capitol Versicherung als Mitglied der internen Revision die einzelnen Abteilungen, ob dort alles nach Vorschrift erledigt wird. |
| Walter Loermann | Staffel 3, Episode 7 | Sven Pippig | Walter Loermann wird von Stromberg dazu gedrängt, gegen Erika für den Betriebsrat zu kandidieren. |
| Helge | Staffel 4, Episoden 4/8 | Leon Seidel | Helge ist der Sohn von Jennifer Schirrmann. Stromberg passt für einen Nachmittag auf ihn auf. |
| Sally | Staffel 4, Episode 6 | Rita Lengyel | Sally ist eine Tänzerin, die bei der Capitol Versicherung ihren Körper versichern lassen will. Sie engagiert sich später für Ulfs Junggesellenabschied. |
| Gernot Graf | Staffel 4, Episode 7 | Martin Fromme | Gernot Graf hat nur einen Arm. Er wird bei der Capitol Versicherung eingestellt, aber nach kurzer Zeit wieder entlassen. |
| Herr Nehring | Staffel 4, Episode 9 | Steffen Münster | Herr Nehring ist ein einflussreicher Landwirt aus Finsdorf, dessen Sohn versehentlich eine Scheune in Brand gesetzt hat. |
| Mia | Staffel 4, Episoden 9–10 | Christina Drechsler | Mia ist eine depressive Emo bzw. Goth, die Ernie kennenlernt und mit der er eine Beziehung eingeht. |
Die Serie Stromberg wurde von der BBC-Fernsehserie The Office inspiriert. Ursprünglich wurde aber auf diese Quelle nicht hingewiesen, weshalb die BBC der deutschen Produktionsfirma Brainpool mit einer Urheberrechtsklage drohte, weil sie in Stromberg zu viele Gemeinsamkeiten mit der eigenen Produktion sah. Seit der zweiten Staffel wird deshalb dem Abspann der Serie folgende Formulierung angehängt: „Stromberg – Inspired by the UK BBC series ‚The Office‘ created by Ricky Gervais and Stephen Merchant“. Es bleibt offen, ob es hinter den Kulissen zusätzlich zu einer Abfindung kam. Ricky Gervais betont allerdings, dass man mit der erzielten Einigung „höchst zufrieden“ sei.[8] Weitere autorisierte Adaptionen der britischen Serie entstanden in den Vereinigten Staaten (The Office), Frankreich (Le Bureau), Quebec (La Job), Chile (La Ofis) und Israel (HaMisrad - המשרד).
Die erste Staffel wurde vom 11. Oktober bis 20. Dezember 2004,[9] die zweite Staffel vom 11. September bis 13. November 2005,[9] die dritte Staffel vom 5. März bis 30. April 2007[9] und die vierte Staffel vom 3. November bis 29. Dezember 2009[9] auf dem deutschen Sender ProSieben gesendet. Am 27. November 2005 war ein Best-of auf ProSieben zu sehen. Seit dem 8. November 2011 wird auf ProSieben die fünfte Staffel ausgestrahlt.[10]
Trotz der Anerkennung der Kritiker und einer großen Fangemeinde tat sich die Serie von Anfang an schwer, den von ProSieben angestrebten Marktanteil von 13 bis 14 Prozent in der Zielgruppe zu erreichen. Die Folgen der ersten Staffel lagen im Schnitt bei unter zehn Prozent Marktanteil in der Zielgruppe, die zweite Staffel schaffte auf dem günstigeren Sendeplatz am Sonntagabend eine durchschnittliche Einschaltquote von ungefähr 11 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Die dritte Staffel erreichte erstmals Quoten über dem Senderschnitt, allerdings auf einem deutlich späteren Sendeplatz. Die absoluten Zuschauerzahlen gingen hingegen von Staffel zu Staffel zurück.[11]
Am 19. September 2005 erschien die erste Staffel von Stromberg auf DVD, am 31. März 2006 die zweite und am 27. April 2007 die dritte. Sie enthalten zusätzlich zu den Episoden Making-Ofs, Audiokommentare, Interviews und Outtakes. Im Herbst 2006 erschien eine limitierte Büro-Edition, die die ersten beiden Staffeln und einige Bonusartikel (Briefpapier, Mousepad, Drehbücher, etc.) beinhaltet. Im September 2008 folgte eine weitere Sonderausgabe unter dem Titel Stromberg – Die Bürografie. Diese enthält alle Episoden der ersten drei Staffeln, wahlweise inklusive dem PC-Spiel. Außerdem liegt ein Kalender bei. Am 6. November 2009, also schon kurz nach Ausstrahlungsstart und somit recht ungewöhnlich, erschien bereits die vierte Staffel von Stromberg in einer Limited Edition auf DVD. Die Verpackung ist als Karteikasten aus Pappe gefertigt und enthält drei DVDs. Auf den ersten beiden DVDs befinden sich jeweils fünf der insgesamt zehn Episoden. Anders als bei den anderen Staffeln, wurde das Bonusmaterial (auf der dritten DVD) live einem Publikum gezeigt und die Aufnahmen von dort als etwa einstündige Fassung zur Verfügung gestellt. Weiterhin sind noch jeweils eine Episode zu den Serien Der kleine Mann mit Bjarne Mädel und Pastewka mit Bastian Pastewka vorhanden. Letztere ist eine Episode, in der Christoph Maria Herbst einen Gastauftritt hat.
Für Frühjahr 2013 ist ein Kinofilm geplant, bei dem sich die Fans an der Finanzierung des Films beteiligen konnten. So wurden vom 15. bis 22. Dezember 2011 eine Million Euro von Investoren eingesammelt.[12] Die Produktion des Films ist für Ende 2012 geplant.[13]
Am 1. März 2007 erschien parallel zur Ausstrahlung der dritten Staffel ein Computerspiel zur Serie. In den Minispielen werden Originalzitate der Hauptcharaktere eingespielt. Hergestellt wurde das Spiel von dem deutschen Entwicklerstudio wetain.[14]
Im Jahr 2007 veröffentlichte „Bernd Stromberg“, so die Angabe des Verlages, das Langenscheidt-Wörterbuch Chef-Deutsch / Deutsch-Chef: Klartext am Arbeitsplatz mit einem Nachwort von Christoph Maria Herbst.
Stromberg kam bei Kritikern der Fachpresse im Allgemeinen gut an. So werden vor allem die teils makabren Witze und das realistische Doku-Soap-Gefühl hervorgehoben.
In einem Artikel der FAZ wird Stromberg als „der schlimmste Chef aller Zeiten“ bezeichnet. Christoph Maria Herbst wird mit der Aussage zitiert, er habe bei seiner Suche nach einem „Rollenmodell“ bei Gerhard Schröder Anleihen gemacht. Außerdem charakterisiere Herbst die Beziehung des Zuschauers zu Stromberg gerne mit dem Schlagwort „fremdschämen“. Das Urteil der FAZ fällt durchweg positiv aus: „Abgründigere Charaktere als den […] Bürotyrannen Stromberg gibt es im deutschen Fernsehen wenige, in der deutschen Comedy gewiss gar keinen.“[15]
Die Süddeutsche Zeitung schreibt zum Beginn der dritten Staffel der Serie: „Aber Stromberg […] gehört immer noch zum Besten und Intelligentesten, was es auf ProSieben bislang zum Lachen gab.“ Außerdem sei Stromberg gut für das Image von ProSieben.[16]
Der Spiegel lobt in seiner Online-Ausgabe das „allzu Menschliche“ der Charaktere. [Bernd] Stromberg sei nicht nur reines Hassobjekt, sondern ein armes Würstchen, das unbeholfen weitergebe, was ihm geschieht. Es müsse wohl diese „Mischung aus Komik und Tragik“ sein, die letztlich den Reiz der Serie ausmache.[17]