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Die plattentektonische Subduktion (von lat. sub „unter“, ducere „führen“) oder Unterschiebung ist das Abtauchen einer Lithosphärenplatte unter eine andere. Das Gegenteil, eine Auf- oder Überschiebung, wird als Obduktion bezeichnet. Die Transgression von Landmassen bezeichnet etwas anderes.
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Da die kontinentale Kruste spezifisch leichter als die ozeanische Kruste ist, kommt es in der Erdgeschichte großräumig immer zur Subduktion von Meeresboden: Plattenränder mit ozeanischer Kruste tauchen in den Mantel ab, wo sie umgewandelt und zum Teil auch aufgeschmolzen werden. Der Großteil einer abtauchenden Platte sinkt wahrscheinlich im plastischen Mantel weiter ab. Dabei kommt es teilweise zur Hebung der oberen Platte und zu Erdbeben durch die Reibung im Bereich der Subduktion.
Lokal kommt es allerdings vor, dass bei diesem Vorgang Terrane auf die Kontinente aufgeschoben, dabei Teile der ozeanischen Kruste an der Kontinentalkante abgeschert, und ebenfalls obduziert werden.
Die Subduktion gleicht den Raumgewinn durch die neu entstehende ozeanische Kruste bei der Ozeanbodenspreizung an den mittelozeanischen Riftzonen aus.
Durch diesen Vorgang wird der gesamte Meeresboden ständig erneuert, weshalb es keine ozeanische Kruste gibt, die älter als 200 Millionen Jahre ist.[1]
Nach anderen Hypothesen ist bei breiten Kontinentalrändern von mehreren hundert Kilometern Länge ein Subduktionsvorgang nicht möglich, da der betreffende Kontinent tief in den Erdmantel gedrückt wird. Deshalb kommt es vielmehr zum Anwachsen der Kontinentalmasse durch Akkretion und der Quetschung der Kanten zu einem Faltengebirge.