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Substantivierung oder auch Nominalisierung ist die Bildung eines Substantivs aus einer anderen Wortart, vor allem aus Verben und Adjektiven.
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Bei der Substantivierung kann die Form des Wortes geändert werden (Derivation, etwa durch Präfixe oder Suffixe), oder sie kann erhalten bleiben (Konversion).
Substantivierung ändert die Wortart. So können neue Beziehungen erzeugt werden. Durch die Möglichkeit der Substantivierung wird die Darstellung und Aufnahme von Sachverhalten beeinflusst. Werden viele Substantivierungen genutzt, spricht man vom Nominalstil.
Substantivierung dient unter anderem dazu, ein Wort objektiver erscheinen zu lassen, so dass es unabhängig von einer konkreten handelnden Person erscheint. Einzelheiten: siehe Nominalstil.
In der deutschen Sprache wird das Substantiv großgeschrieben. Die Bedeutung des Ausgangsworts bleibt dabei zunächst im Wesentlichen erhalten. Das substantivierte Wort unterliegt später aber gegebenenfalls einem Bedeutungswandel.
Adjektive oder Adverbien können durch Suffixe wie -ung oder -heit, -keit in Substantive überführt werden. Ohne Suffixe können Substantive gebildet werden, indem man einen Artikel voranstellt, dabei entstehen oft sächliche Substantive (etwa gut → das Gute). Die so konstruierten Nomen werden wie nicht-nominalisierte Adjektive dekliniert (der Kranke, die Deutschen etc.)
Einige Wörter ändern die Bedeutung:
In anderen Sprachen können zum Teil noch häufiger als im Deutschen Adjektive substantiviert werden.
So sind zum Beispiel viele aus dem Altgriechischen stammende Wörter des Deutschen, wie Physik oder Musik, substantivierte griechische Adjektive, wobei das beschriebene Nomen letztlich nicht mehr erwähnt werden muss: