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| Aktuelle Saison | Saison 2012 |
| Sportart | Rugby Union |
| Verband | Australian Rugby Union New Zealand Rugby Union South African Rugby Union |
| Ligagründung | 1996 |
| Mannschaften | 15 |
| Land (Länder) | |
| Titelträger | |
| Rekordmeister | |
| TV-Partner | |
| Website | |
Super Rugby (auch unter den früheren Namen Super 12 und Super 14 bekannt) ist der Name einer professionellen, internationalen Rugby-Union-Meisterschaft in der südlichen Hemisphäre.
Derzeit besteht die Super-Rugbymeisterschaft aus 15 Franchise-Mannschaften, von denen jeweils fünf in Australien, Neuseeland und Südafrika beheimatet sind. Die fünf Mannschaften eines Landes spielen in einer gemeinsamen Gruppe bzw. Conference, in der im Ligasystem jede Mannschaft in Hin- und Rückspielen gegen die anderen vier antritt. Außerdem spielen alle Mannschaften einmal gegen vier Mannschaften aus jeder der beiden anderen Conferences. Der Meister wird nach 18 regulären Spieltagen – jedes Team hat zwei Wochenenden Pause – durch die Play-offs ermittelt, für die sich die jeweiligen Sieger der drei Conferences sowie die restlichen drei konferenzüberschreitend punktbesten Mannschaften qualifizieren.
Der Wettbewerb fand erstmals im Jahr 1996 mit zwölf Mannschaften statt. Im Jahr 2006 kamen mit den Cheetahs sowie Western Force je eine Mannschaft aus Australien und Südafrika hinzu. 2011 stieß mit den Melbourne Rebels eine weitere Mannschaft aus Australien zur Meisterschaft dazu.
Inhaltsverzeichnis |
Die Super-Rugbymeisterschaft findet jährlich von Mitte Februar bis Anfang Juli statt.
Von 1996 bis 2010 spielte jede teilnehmende Mannschaft während der regulären Runde einmal gegen jede andere Mannschaft (Round Robin), wobei jedes Team einen Spieltag pausierte. Das Heimrecht wechselte dabei jährlich zwischen den einzelnen Gegnern. Nach dieser regulären Spielzeit zogen die vier bestplatzierten Teams in das Halbfinale ein. Der Erste empfing den Vierten der Tabelle, der Zweite den Dritten. Auf dem Platz des ursprünglich besser platzierten Halbfinalsiegers fand das Endspiel statt.
Durch das neue Format ab der Saison 2011 qualifizieren sich statt bisher vier Mannschaften sechs Mannschaften für die Play-offs. Die beiden punktbesten Gruppensieger qualifizieren sich automatisch für das Halbfinale, während der dritte Gruppensieger in einem Qualifikationsspiel um den Einzug ins Halbfinale zu Hause gegen den punktschlechtesten der drei weiteren Qualifikanten antreten muss. Die zwei anderen Qualifikanten spielen ebenfalls in einem solchen Qualifikationsspiel, in dem der punktbessere der regulären Saison Heimrecht genießt. Die Sieger treffen danach im Halbfinale auswärts auf die bereits vorher qualifizierten Mannschaften, wobei das in der regulären Saison schlechter platzierte Team gegen den besten Gruppensieger spielt. Im Stadion des ursprünglich besser platzierten Halbfinalsiegers findet dann das Finale um die Meisterschaft statt. Insgesamt gibt es pro Saison somit 124 Spiele.
Die Punkteregelung des alten Formats wurde beibehalten. Der Sieger eines Spiels erhält in der regulären Saison vier Punkte, der Verlierer keinen; im Falle eines Unentschiedens erhält jedes Team zwei Punkte. Jeweils einen Bonuspunkt erhält ein Team, wenn es vier oder mehr Versuche legt, beziehungsweise mit sieben oder weniger Punkten Unterschied verliert.
Der Super-Rugbypokal besteht aus Sterlingsilber und zeigt das Super-14-Logo auf einem Globus, der auf einem sich nach oben verjüngenden und leicht gedrehtem Podest sitzt. Die 49 Zentimeter hohe und 2,7 Kilogramm schwere Trophäe wurde von Jens Hansen Gold and Silbersmith in Nelson in mehr als zwei Monaten Arbeitszeit hergestellt. Dieselbe Schmiede hatte auch den goldenen Ring für Peter Jacksons Verfilmung von Der Herr der Ringe hergestellt. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde der neue Pokal am 7. Februar 2006 in Wellington.
Nach der Professionalisierung des Rugby-Union-Sports Mitte der 1990er Jahre entstand die Super 12 neben einer Reihe anderer professioneller Ligen. Vor 1995 gab es bereits mehrere internationale Wettkampfveranstaltungen auf der Südhalbkugel. Der früheste Vertreter war von 1986 bis 1990 ausgetragene South Pacific Championship. An diesem Wettbewerb waren ursprünglich die Provinzmannschaften Auckland, Canterbury, Wellington (alle Neuseeland), Queensland und New South Wales (beide Australien) sowie die fidschianische Nationalmannschaft beteiligt. Nach dem Sieg Australiens bei der Weltmeisterschaft 1991 wurde der Wettbewerb als Super Six erneuert. Er erwies sich als erfolgreich und wurde durch die Aufnahme von südafrikanischen Provinzen und der tonganischen Nationalmannschaft zu Super 10 erweitert. Fidschi hingegen schied aus dem Wettbewerb aus.
Durch die Einführung des Bezahlfernsehens in Australien und anderen Ländern entstand der Bedarf für ein exklusives „Produkt“, das nicht im frei empfangbaren Fernsehen präsent war – wie beispielsweise Rugby Union. Außerdem fürchteten die Verantwortlichen des Sportes, ihre besten Spieler an Rugby League zu verlieren. In diesem Sport wurden durch die Einführung der Super League (seit 1998 National Rugby League, NRL) höhere Gehälter bezahlt. Durch die Super 12 hatten die Rugby-Union-Verbände Australiens, Neuseelands und Südafrikas ein Mittel, diesen beiden Problemen zu begegnen; durch einen 555 Millionen US-Dollar teuren Vertrag mit der News Corporation erhielten sie sowohl Sendezeit als auch finanzielle Unterstützung.[1]
Die Verbände der drei beteiligten Länder gründeten gemeinsam das Konsortium SANZAR (South African, New Zealand and Australian Rugby), um den jährlichen Wettkampf und die Tri Nations durchzuführen. 1996 fand dann die erste Auflage von Super 12 statt.
Zu Beginn des neuen Jahrtausends wuchs der Druck, ein viertes australisches Team und eine weiteres Team aus Südafrika mit aufzunehmen. Weiterhin gab es Vorschläge, Fidschi, Tonga oder Samoa beziehungsweise eine gemeinsame Mannschaft der Pacific Islanders oder eine Mannschaft aus Argentinien miteinzubeziehen.
Im September 2004 begannen Verhandlungen für einen neuen Vertrag mit den Sendeanstalten ab 2006. Im Dezember desselben Jahres verkündete SANZAR die Unterzeichnung eines neuen Vertrags mit der News Corporation (für das Vereinigte Königreich, Australien und Neuseeland) und Supersport (für Südafrika). Für die nächsten fünf Jahre nimmt SANZAR damit 323 Millionen US-Dollar ein, was einer jährlichen Erhöhung von 16 % im Vergleich zum vorherigen Vertrag entspricht. Miteinbezogen sind die Super 14 und Länderspiele. SANZAR behielt sich das Recht auf separate Verträge für andere Märkte wie Japan, Frankreich und Amerika vor.
Mit diesem neuen Vertrag einher ging die Erweiterung des Wettbewerbs. Australien und Südafrika erhielten je eine neue Mannschaft. Die pazifischen Inseln und Argentinien nehmen jedoch weiterhin nicht teil. Der Vorschlag, Super 14 in zwei Divisionen mit je sieben Mannschaften aufzuteilen, wurde verworfen.
2005 wurde bekannt, dass die neue australische Mannschaft aus Perth kommen und den Namen Western Force tragen wird. Nach einer ausgiebigen Diskussion in Südafrika entschied SANZAR 2006, dass weiterhin die vier etablierten Mannschaften in der Super 14 spielen werden, ergänzt um die Central Cheetahs.
Die Southern Spears aus Port Elizabeth sollten ursprünglich das schwächste südafrikanische Team der Saison 2006 ersetzen. Nach personellen Veränderungen an der Spitze der South African Rugby Union (SARU) wurde diese Entscheidung, auch in Hinblick auf finanzielle Probleme der Spears, überprüft und vorerst zurückgenommen.[2] Die Spears fochten diesen Entscheid juristisch an und erhielten im August 2006 vor dem Obersten Gerichtshof Südafrikas einen Aufschub. Die finanziellen und organisatorischen Probleme blieben jedoch ungelöst und im November 2006 einigten sich die Spears und die SARU in einem außergerichtlichen Vergleich. Die Spears ließen ihre Klage fallen; sie bleiben weiterhin als juristische Person bestehen, werden jedoch in absehbarer Zukunft nicht am Wettbewerb teilnehmen.[3]
Am 7. Februar 2006 wurde der neue Pokal in Wellington enthüllt. Mit ihrem Endspielsieg über die Hurricanes konnten die Crusaders die Trophäe am 27. Mai als erste gewinnen. Das Verfolgen des Endspiels war sowohl für Besucher als auch für Fernsehzuschauer durch dichten Nebel im Jade Stadium in Christchurch extrem erschwert und teilweise unmöglich gemacht worden.
In der Saison 2007 fehlten 22 Spieler der All Blacks in den ersten sieben Runden des Turniers, da sie als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2007 ein Konditionierungsprogramm absolvierten.[4][5][6] Am Ende der regulären Saison (und zum ersten Mal seit 1998) war keine australische Mannschaft in den Halbfinals. Außerdem war schon vor dem Finale klar, dass das Turnier zum ersten Mal von einer südafrikanischen Mannschaft gewonnen würde, da die Sharks und Bulls beide ihre Halbfinals zu Hause gewannen.
Es gab Berichte, dass sich Südafrika nach 2010 möglicherweise aus der Super 14 zurückzieht. In diesem Zusammenhang wurde spekuliert, dass die südafrikanischen Mannschaften lieber an einem Turnier mit europäischen Vereinsmannschaften teilnehmen würden, da es somit fast keine Zeitverschiebung gäbe und die Reisebedingungen angenehmer wären. In den Berichten klang außerdem durch, dass sich südafrikanische Offizielle benachteiligt fühlen, vor allem wegen der vielen Auswärtsspiele während des Turniers und den damit verbundenen langen Flügen für ihre Mannschaften.[7]
Andererseits brachte der Präsident des südafrikanischen Rugby-Verbandes, Oregan Hoskins, mit der Möglichkeit, dass Argentinien an den Tri Nations teilnimmt, seine Vorstellung von zwei argentinischen Mannschaften in der Super 14 zum Ausdruck, die das Turnier zur "Super 16" erweitern würden. [8]
Eine mögliche Erweiterung um Teams aus Argentinien, Japan oder den pazifischen Inseln ist mit der Einführung des neuen Formats ab 2011 vor dem Jahr 2015 unrealistisch.[9]
2012 nehmen folgende Mannschaften an der Super-Rugbymeisterschaft teil (dahinter ist die geographische Herkunft angegeben):
Super 12
| Saisonübersicht | Datum Finale | Sieger | 2. Finalist | Ergebnis | Ort |
|---|---|---|---|---|---|
| Saison 1996 | 25. Mai 1996 | |
|
45:21 | Auckland |
| Saison 1997 | 31. Mai 1997 | |
|
23:7 | Auckland |
| Saison 1998 | 30. Mai 1998 | |
|
20:13 | Auckland |
| Saison 1999 | 30. Mai 1999 | |
|
24:19 | Dunedin |
| Saison 2000 | 27. Mai 2000 | |
|
20:19 | Canberra |
| Saison 2001 | 26. Mai 2001 | |
|
36:6 | Canberra |
| Saison 2002 | 25. Mai 2002 | |
|
31:13 | Christchurch |
| Saison 2003 | 24. Mai 2003 | |
|
21:17 | Auckland |
| Saison 2004 | 22. Mai 2004 | |
|
47:38 | Canberra |
| Saison 2005 | 28. Mai 2005 | |
|
35:25 | Christchurch |
Super 14
| Saisonübersicht | Datum Finale | Sieger | 2. Finalist | Ergebnis | Ort |
|---|---|---|---|---|---|
| Saison 2006 | 27. Mai 2006 | |
|
19:12 | Christchurch |
| Saison 2007 | 19. Mai 2007 | |
|
20:19 | Durban |
| Saison 2008 | 31. Mai 2008 | |
|
20:12 | Christchurch |
| Saison 2009 | 30. Mai 2009 | |
|
61:17 | Pretoria |
| Saison 2010 | 29. Mai 2010 | |
|
25:17 | Soweto |
Super Rugby
| Saisonübersicht | Datum Finale | Sieger | 2. Finalist | Ergebnis | Ort |
|---|---|---|---|---|---|
| Saison 2011 | 9. Juli 2011 | |
|
18:13 | Brisbane |
| Saison 2012 | 4. August 2012 |
In der Super-Rugby-Karriere:
In einer Saison: