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| Supernova | ||
|---|---|---|
| SN 1987A | ||
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| Der Überrest der Supernova 1987A | ||
| Sternbild | Schwertfisch | |
| Position Äquinoktium: J2000.0 | ||
| Rektaszension | 05h 35m 28,03s [1] | |
| Deklination | -69° 16′ 11,79″ [1] | |
| Weitere Daten | ||
| Entfernung |
168.000 Lj | |
| Zugehörigkeit | ||
| Vorgängerstern | ||
| Vorgängersterntyp |
B3 Supergiant | |
| b-v |
+0.085 | |
| mag-v |
+3 | |
| Typ | ||
| Geschichte | ||
| Datum der Entdeckung |
24. 2. 1987 (23:00 UTC) | |
| Aladin previewer|}
Bei der Supernova 1987A handelt es sich um die erdnächste Supernova, die seit der Supernova 1604 beobachtet werden konnte. Sie wurde am 24. Februar 1987 entdeckt und fand in der Großen Magellanschen Wolke (GMW) statt. Diese ist etwa 48.000 ± 5.000 Parsec entfernt, was rund 157.000 ± 16.000 Lichtjahren entspricht.
Vorgängerstern Zeitrafferaufnahme erstellt aus HST-Einzelbildern. Die Kollision der Supernovaüberreste mit 20.000 Jahren zuvor emittiertem Material wird erkennbar. SN 1987A war die erste Supernova, bei der man den Vorgänger identifizieren konnte. Der mit seinem Kernkollaps die Explosion auslösende Stern war Teil eines Systems von drei Sonnen. Er wurde bereits vor seinem Untergang von Nicholas Sanduleak in einem Verzeichnis von heißen blauen Sternen in der GMW klassifiziert. Der Kollapsar wird mit Sanduleak −69° 202 (kurz: Sk −69 202) bezeichnet und besaß etwa 17 Sonnenmassen. Sk −69 202 beendete sein Leben als so genannter blauer Überriese. Sein Alter zum Zeitpunkt der Explosion wird auf »nur« etwa 20 Millionen Jahre geschätzt. Während dieser kurzen Lebensspanne verfeuerte er seinen Energievorrat im Vergleich zu unserer Sonne, die bereits etwa 5 Milliarden Jahre alt ist, also um ein Vielfaches schneller. Aufgrund theoretischer Betrachtungen wird vermutet, dass der Kernkollaps von Sk −69 202 zur Bildung eines Neutronensterns führte. Weder im Bereich der Röntgenstrahlung, der Radiostrahlung oder im optischen Bereich konnte eine Strahlungsquelle am Ort des Vorgängersterns gefunden werden. Auch die Suche nach einer gepulsten Quelle chrakteristisch für einen Pulsar war nicht erfolgreich. Es gibt zahlreiche Hypothesen bezüglich des Fehlens eines nachweisbaren Neutronensterns[2]:
Die Überreste der Supernova 1987A sind heute eines der am häufigsten untersuchten astronomischen Objekte. NeutrinoausstoßDrei Stunden, bevor das sichtbare Licht die Erde erreichte, wurde ein starker Neutrino-Ausstoß von verschiedenen Neutrino-Observatorien festgestellt, die eigentlich zur Untersuchung der Neutrinooszillation und zur Suche nach Protonenzerfall betrieben worden waren. Dies war die erste Neutrino-Messung an einer Supernova und bestätigte theoretische Modelle, denen zufolge große Teile der Energie einer Supernova in Form von Neutrinos abgestrahlt werden. Da die Neutrinodetektoren nicht empfindlich genug waren, konnte nicht das volle Energie-Spektrum erfasst werden. Da außerdem nur ein Observatorium den Zeitmesser seines Detektors mit einer Atomuhr synchronisiert hatte und vor allem die Ereignisraten deutlich zu niedrig waren, konnte nicht durch Vergleich der Zeitmarken der Observatorien festgestellt werden, ob die Neutrinos mit Lichtgeschwindigkeit oder etwas langsamer reisten. Detektiert wurden elf Neutrinos im Kamiokande[3], acht im Irvine Michigan Brookhaven Experiment[4] und möglicherweise fünf im Mont Blanc Underground Neutrino Observatory[5] und fünf im Baksan-Detektor[6][7]. Dies sind bis heute die einzigen nachgewiesenen Neutrinos, die sicher aus einer Supernova stammen, welche wiederum wenige Stunden später mit Teleskopen beobachtet werden konnte. Die Neutrinos erreichten vor dem Licht die Erde, da sie praktisch ohne Wechselwirkung (also ungebremst) Materie durchqueren können. So verließen sie den kollabierten Kern und die Schockwelle direkt nach dem Ereignis – das Licht der Supernova wurde erst sichtbar, als die Explosion die Sternoberfläche erreicht hatte, was ungefähr 3 Stunden später der Fall war. Quellen
Literatur
Weblinks |
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