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| Sustenpass | |||
|---|---|---|---|
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Blick vom Sustenpass auf Steingletscher und Steinsee Richtung Süden | |||
| West | Ost | ||
| Passhöhe | 2'224 m ü. M. | ||
| Kanton | Bern | Uri | |
| Wasserscheide | Steinwasser, Gadmerwasser, Aare | Meienreuss, Reuss, Aare | |
| Talorte | Innertkirchen | Wassen | |
| Ausbau | Passstrasse | ||
| Erbaut | 1938–1945 | ||
| Wintersperre | November - Mai | ||
| Profil | |||
| Denzel-Skala | SG 1-2 | SG 1-2 | |
| Ø-Steigung | 5,7 % (1.599 m / 28 km) | 7,3 % (1.308 m / 18 km) | |
| Max. Steigung | 9 % | 9 % | |
| Karte | |||
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| Koordinaten | 677229 / 17591946.738.4492224Koordinaten: 46° 43′ 48″ N, 8° 26′ 56″ O; CH1903: 677229 / 175919 | ||
Der Sustenpass an der Hauptstrasse 11 verbindet den Kanton Uri mit dem Kanton Bern. Die Passstrasse ist 45 km lang und ist eine der neueren in den Schweizer Alpen. Sie wurde erst zwischen 1939 und 1946 gebaut. Weil sie vor allem dem Tourismus dient, ist sie in der Regel nur von Juni bis Oktober offen.
Die Strasse beginnt in Wassen an der Nordrampe des Gotthardpasses und führt durch die im Meiental liegenden Dörfer Meien und Färnigen mit maximal 9 Prozent Steigung. Die Passhöhe wird auf 2'224 m in einem Scheiteltunnel unterquert. An der Westrampe im Berner Oberland geht der Abstieg mit ebenfalls 9 Prozent am Steingletscher vorbei durch die Orte Gadmen und Nessental im Gadmertal.
In Innertkirchen (Endpunkt der Meiringen-Innertkirchen-Bahn) vereinigen sich die Strassen vom Sustenpass und vom Grimselpass; an der Aareschlucht vorbei wird Meiringen erreicht.
Inhaltsverzeichnis |
Die heutige Sustenpass-Strasse wurde 1946 nach 8-jähriger Bauzeit dem Verkehr übergeben. Der Bau der modernen Passstrasse hatte damals 32 Millionen Schweizer Franken gekostet, was nach heutigen Preisstand rund 160 Mio. CHF ausmachen würde.[1] Es bestand jedoch schon seit dem Mittelalter über diesen Pass eine Handelsverbindung, denn das Wort „Sust“ bedeutet so viel wie Lager oder Warenhaus und bildete die Grundlage für die Namensgebung. Damals wurde der Pass über einen Saumweg begangen.
Während der Glaubenskriege (Villmergerkrieg), als sich die Berner und die Zürcher auf der einen und die Kantone der Waldstätten mit Zug auf der anderen Seite gegenüberstanden, wurde durch Oberstleutnant L. Tillier mit dem "Hasli-Heer" die Vorbereitungen für die Grenzssicherungen auf dem Sustenpass gemacht. Auf der Seite Uris wurden ebenfalls grössere Befestigungsanlagen erbaut. Diese befinden sich auf halben Weg zwischen Wassen und Meien und deren Ruinen sind noch heute ersichtlich und relativ gut erhalten (Meienschanze[2]).
Erst 1810 beschlossen die Kantonsregierungen von Bern und Uri, die Sustenpass-Strasse auszubauen. Auf der Berner Seite begann man 1811 und konnte den Ausbau um 1817 fertig stellen. Für diesen Bau wandte die bernische Regierung den - für damalige Zeiten - sehr hohen Betrag von 210'279 alten Schweizer Franken auf.
Als während des Zweiten Weltkriegs die Armee aus strategischen Gründen eine besser ausgebaute Verbindung forderte, begann man mit dem Ausbau. Die neue Strasse wurde mit grosszügig trassierten Serpentinen in den Hang hinein gebaut und führt neben der alten Sustenpassstrasse vorbei. Im Herbst 1946 wurde die Strasse dem Verkehr übergeben.
Der Sustenpass ist einer von mehreren schweren Alpenpässen, die beim Radmarathon Alpenbrevet befahren werden.
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