Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Tahiti

Tahiti
NASA-Bild von Tahiti
NASA-Bild von Tahiti
GewÀsser Pazifischer Ozean
Inselgruppe Gesellschaftsinseln
Geographische Lage 17° 41â€Č S, 149° 27â€Č W-17.6766666667-149.4544444442241Koordinaten: 17° 41â€Č S, 149° 27â€Č W
Tahiti (Gesellschaftsinseln)
Tahiti
LĂ€nge 61 km
Breite 29 km
FlĂ€che 1.042 kmÂČ
Höchste Erhebung Mont Orohena
2.241 m
Einwohner 178.133 (2007)
171 Einw./kmÂČ
Hauptort Papeete
Karte von Tahiti und Moorea
Karte von Tahiti und Moorea

Tahiti, Ă€ltere Namen Otaheite, King George Island, Isla de Amat oder Sagittaria, ist eine Insel im SĂŒd-Pazifik, die politisch zu Französisch-Polynesien gehört. Sie hat eine FlĂ€che von 1.042 kmÂČ und etwa 178.000 Einwohner (Stand: August 2007).[1] Hauptstadt und grĂ¶ĂŸte Stadt der Insel ist Papeete. Tahiti liegt in der Zeitzone UTC-10.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Tahiti zĂ€hlt geografisch zu den Gesellschaftsinseln (französisch : Îles de la SociĂ©tĂ©), genauer zu den Inseln ĂŒber dem Winde (französisch : Îles du Vent). Sie ist die grĂ¶ĂŸte und bevölkerungsreichste Insel des Archipels. Tahiti ist eine Doppelinsel aus Tahiti Nui (Groß-Tahiti) und dem kleineren und dĂŒnner besiedelten Tahiti Iti (Klein-Tahiti), die durch den Isthmus von Taravao verbunden sind.

Das Landschaftsbild ist von steilen Gipfeln geprĂ€gt, deren höchster, der Mont Orohena auf Tahiti Nui, 2.241 m emporragt. Die höchste Erhebung auf Tahiti Iti ist der Mont Ronui mit 1.332 Metern. FließgewĂ€sser haben tiefe TĂ€ler eingegraben, die von schroffen Felsgraten begrenzt werden. Das Inselinnere ist dicht mit tropischer Vegetation bewachsen und wird von unbefestigten Wegen und Fußpfaden nur stellenweise erschlossen. Die Siedlungen befinden sich in dem schmalen KĂŒstenstreifen, der Norden und Westen von Tahiti ist am dichtesten besiedelt. Das Inselinnere ist unbewohnt.

Entgegen der verbreiteten Meinung ist Tahiti keineswegs von weißen StrĂ€nden umgeben. Die Insel hat nur verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenige natĂŒrliche StrĂ€nde, die ĂŒberwiegend aus schwarzem, basaltischen Sand bestehen und hauptsĂ€chlich entlang der WestkĂŒste verteilt sind. Die gepflegten, weißen HotelstrĂ€nde sind in der Regel kĂŒnstlich angelegt.

Geologie

Tahiti besteht aus zwei erloschenen Vulkanen, die aus einem Hot Spot unter der Pazifischen Platte entstanden sind. Die Insel bewegt sich mit der Pazifischen Platte mit ca. 12,5 cm pro Jahr in Richtung Nordwest.[2] Die beiden Vulkane haben die Inselteile Tahiti Nui und Tahiti Iti ausgebildet, sie zeigen aus der Luft die Form einer Acht. Tahiti ist ein Atoll, dessen relativ stabile Zentralinsel mit einer Geschwindigkeit von nur 0,25 mm pro Jahr versinkt.

FĂŒr die beiden Inselteile wurde ein Alter von 10.000 bis 70.000 Jahre ermittelt.[3] Die Riffbildung des geologisch recht jungen Atolls ist noch nicht fortgeschritten, das Saumriff um die Insel ist noch nicht vollstĂ€ndig geschlossen.

Klima

Das Klima ist tropisch-feucht. Die Jahresdurchschnittstemperatur betrĂ€gt 26 Â°C, wobei sich die einzelnen Monate nur unwesentlich unterscheiden. Im Jahresmittel fallen 1.737 mm Regen (zum Vergleich: Köln 797 mm). Die regenreichsten Monate sind Dezember und Januar mit mehr als 300 mm Regen. Die RegenfĂ€lle sind aber – wie in den Tropen ĂŒblich – heftig und nur von kurzer Dauer. Eher trocken sind die Monate August und September mit durchschnittlich weniger als 50 mm Regen.[4]

Tahiti
Klimadiagramm (ErklÀrung)
JFMAMJJASOND
 
 
315
 
30
23
 
 
233
 
31
24
 
 
195
 
31
24
 
 
141
 
31
23
 
 
92
 
30
23
 
 
60
 
29
21
 
 
61
 
28
21
 
 
48
 
28
21
 
 
46
 
29
21
 
 
91
 
29
22
 
 
162
 
30
23
 
 
317
 
30
23
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlĂ€ge fĂŒr Tahiti
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 30,3 30,5 30,8 30,6 29,9 28,9 28,3 28,2 28,6 29,1 29,5 29,8 Ø 29,5
Min. Temperatur (°C) 23,4 23,5 23,5 23,3 22,5 21,2 20,8 20,5 21,0 21,9 22,6 23,1 Ø 22,3
Niederschlag (mm) 315,2 233,0 195,3 140,8 92,0 60,2 60,5 48,0 46,3 90,8 162,1 317,0 Σ 1.761,2
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
30,3
23,4
30,5
23,5
30,8
23,5
30,6
23,3
29,9
22,5
28,9
21,2
28,3
20,8
28,2
20,5
28,6
21,0
29,1
21,9
29,5
22,6
29,8
23,1
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
315,2
233,0
195,3
140,8
92,0
60,2
60,5
48,0
46,3
90,8
162,1
317,0
  Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez


Quelle: WMO

Flora

Die Vegetation Französisch Polynesiens ist von zwei Besonderheiten gekennzeichnet: einem hohen Anteil endemischer Pflanzen bei einer relativen Artenarmut. Die isolierte Lage der Inseln und die Tatsache, dass sie niemals mit einer kontinentalen Landmasse verbunden waren, erklĂ€rt die hohe Zahl endemischer Pflanzen. Im SĂŒdpazifik breiteten sich die Pflanzen von West nach Ost aus. Das fĂŒhrte dazu, dass die BiodiversitĂ€t der Inseln nach Osten zu abnimmt. So weisen die im Westen gelegenen Inseln Neuguinea und Neukaledoniens gegenĂŒber Tahiti eine weit höhere Anzahl von Arten auf. Deutlich artenĂ€rmer sind dagegen die Pitcairninseln und die Osterinsel im Ă€ußersten Osten des Pazifiks.

Tahiti: Vegetation im Inselinnern
Traditionelles Haus auf Tahiti mit Garten

Die gebirgigen Teile Tahitis sind mit einem ĂŒppig wachsenden, grĂ¶ĂŸtenteils noch naturbelassenen Bergregenwald bedeckt. In den stĂ€ndig feuchten und schattigen TĂ€lern wachsen Farne, darunter zahlreiche endemische Arten. Die Farne haben einen Anteil von rund 30 % an den in Polynesien wachsenden Pflanzen.

Traditionell kultivierten die Polynesier zahlreiche BlĂŒtenpflanzen fĂŒr die Ausgestaltung ihrer Feste und religiösen Zeremonien, darunter den Hibiskus, die Tiare (Gardenia tahitensis),, aus der das Monoi-Öl oder Monoi Tiare de Tahiti hergestellt wird, die Bougainvillea und den duftenden Jasmin, die man auch heute noch in jedem Hausgarten finden kann.

Inzwischen hat der Mensch die Flora auf dem dicht besiedelten Tahiti entscheidend verĂ€ndert. Bereits die ersten polynesischen Siedler fĂŒhrten ursprĂŒnglich nicht auf der Insel heimische Nutzpflanzen ein, zum Beispiel den Taro. Um die terrassierten Felder fĂŒr den Nassfeldanbau des Taro (Ă€hnlich wie in Asien fĂŒr den Reis) anzulegen, wurde die Landschaft bereits in protohistorischer Zeit großflĂ€chig umgestaltet.

Weitere Pflanzen brachten die EuropĂ€er nach Tahiti, die sich teilweise ausgewildert und zu einem Problem fĂŒr die einheimische Flora entwickelt haben. Ein Beispiel ist die ursprĂŒnglich aus SĂŒdamerika stammende Guave. Die Pflanze wurde wegen ihrer wohlschmeckenden FrĂŒchte eingefĂŒhrt und fand auf Tahiti beste Wachstumsbedingungen vor. Mittlerweile ĂŒberwuchern GuavenbĂŒsche großflĂ€chig auch unzugĂ€ngliche Inselbereiche und bedrohen so indigene Pflanzengemeinschaften.

Tropische FrĂŒchte werden ĂŒberwiegend fĂŒr den eigenen Bedarf angebaut, die Mitte des 19. Jahrhunderts von den Franzosen eingefĂŒhrte GewĂŒrzvanille wird hingegen exportiert und ist wegen ihrer hervorragenden QualitĂ€t sehr begehrt.

Fauna

Die grĂ¶ĂŸeren Tiere Polynesiens wurden alle vom Menschen eingefĂŒhrt. Bereits die ersten Siedler brachten Hunde, Schweine, HĂŒhner und die Pazifische Ratte als Nahrungstiere mit, die EuropĂ€er fĂŒhrten Ziegen, KĂŒhe, Schafe und Pferde ein.

Endemische oder indigene Landvogelarten wie die Rotschnabelralle, der Tahiti-Laufsittich oder die Tahititaube waren wenige Jahre nach Ankunft der EuropÀer ausgestorben. Heutzutage kommen noch der sehr seltene Tahiti-Monarch (Pomarea nigra), die Purpurkappen-Fruchttaube (Ptilinopus purpuratus), die gefÀhrdete Tahiti-Fruchttaube (Ducula aurorae) sowie der Tahitiliest (Todirhamphus veneratus) vor.[5]

An indigenen Landtieren kommen Insekten, Krebse, Schnecken und Eidechsen vor.

FĂŒr den Menschen gefĂ€hrliche Tiere gibt es auf Tahiti nicht, insbesondere keine Schlangen. Unangenehm sind Sandflöhe am Strand, eine giftige HundertfĂŒĂŸerart aus der Familie der Scolopender und die im Landesinnern ĂŒberall prĂ€senten StechmĂŒcken.

Die Meeresfauna des Korallenriffes ist sehr artenreich. Neben Hunderten verschiedenartiger Korallenfische kann der Taucher und Schnorchler zahlreiche Mollusken, Kraken, StachelhÀuter und Krebstiere des tropischen Meeres beobachten. Hinter dem Riff gibt es Haie, Rochen, Schwertfische, Meeresschildkröten und, besonders von August bis November, gelegentlich auch Wale.

Geschichte

Vorgeschichte

Kultplattform (marae) im Arahurahu-Tal

Tahiti wurde – wie die anderen Gesellschaftsinseln auch – etwa um 200 v. Chr. von Tonga und Samoa aus besiedelt.[6] Spuren der ersten Siedler sind kaum vorhanden. Da natĂŒrliche Höhlen und FelsĂŒberhĂ€nge, anders als zum Beispiel auf den Marquesas, auf Tahiti weitgehend fehlen, vermutete der amerikanische Anthropologe Kenneth P. Emory, dass die ersten Einwohner wahrscheinlich in strandnahen Kleinsiedlungen der KĂŒstenebene lebten.[7] Von der Geografie der Insel mit ihren abgeschlossenen, sich zum Meer hin öffnenden TĂ€lern begĂŒnstigt, bildeten sich mit zunehmendem Bevölkerungswachstum alsbald unabhĂ€ngige StammesfĂŒrstentĂŒmer heraus, die sich wiederum in einzelne Clans aufspalteten. Die Stammesgesellschaft war streng hierarchisch gegliedert und in mehrere soziale Ebenen geschichtet.

Im Wesentlichen gab es drei Kasten:

  • der Adel, polynesisch ari’i oder ariki, an der Spitze der Gesellschaft. Sie stellten die großen Landbesitzer. Ganz oben standen die ariki rahi (deutsch: die großen Ariki), die SouverĂ€ne, die sich aus den alten Adelsfamilien rekrutierten. Auf Tahiti gab es deren acht, die jeweils einem Stamm vorstanden. Diese Familien stellten auch die höchsten Priester, in der Regel nachgeborene Söhne.
  • die Freien, polynesisch raatira, das waren im Wesentlichen die Kleingrundbesitzer, Handwerker, Bootsbauer, TĂ€towierer und KĂŒnstler. Im Kriege waren sie die engsten Gefolgsleute der Ariki. Die Grenzen zwischen den Raatira und den untersten Stufen des Kleinadels waren fließend.
  • die Hörigen, polynesisch manahune, die die Felder in AbhĂ€ngigkeit von den Grundherren bestellten. Die Produkte mussten sie grĂ¶ĂŸtenteils abfĂŒhren.

Das Herrschaftssystem Tahitis bezog sowohl Merkmale der mittelalterlich-europÀischen Feudalgesellschaft als auch der Kastengesellschaft hinduistischer PrÀgung ein.[8] Religiöse und weltliche Macht waren eng verzahnt, teilweise in denselben Personen vereint.

Eine besondere Rolle innerhalb der polynesischen Gesellschaft Tahitis nahm der Geheimbund der Arioi ein, der sowohl von religiöser, als auch von machtpolitischer Bedeutung war, letzteres durch ReprÀsentation und Prachtentfaltung zum Ruhm der HerrscherhÀuser.

→ Hauptartikel: Arioi

Zur Zeit der KulturblĂŒte, d. h. vor der europĂ€ischen Entdeckung, hatte Tahiti vermutlich 35.000 Einwohner.[9] Zur ErnĂ€hrung der Bevölkerung war ein ausgeklĂŒgeltes System der Landnutzung angelegt worden, dessen kunstvoll be- und entwĂ€sserte Anbauterrassen fĂŒr Taro stellenweise heute noch archĂ€ologisch nachweisbar sind. Weitere bedeutende Kulturpflanzen waren die Brotfrucht, die Kokospalme und die Tahitikastanie (Inocarpus fagifer aus der Familie der Fabaceae).

Im Gegensatz zu seiner heutigen Bedeutung war Tahiti vor der europÀischen Okkupation nicht das politische und religiöse Zentrum der Gesellschaftsinseln. Diese Rolle fiel Raiatea zu, der mythischen GeburtsstÀtte des Kriegsgottes Oro, wo auch der Marae Taputapuatea, die heiligste aller Kultplattformen Polynesiens stand.

Die MachtverhÀltnisse der Gesellschaftsinseln waren bis zum Eingreifen der EuropÀer weitgehend ausgeglichen, auf Tahiti gelang es zunÀchst keinem Stamm, die Oberherrschaft zu erringen.

EuropÀische Einflussnahme

Es ist nicht abschließend geklĂ€rt, welcher EuropĂ€er als „Entdecker“ Tahitis gelten kann. Der Portugiese Pedro FernĂĄndez de QuirĂłs sichtete am 10. Februar 1606 eine bewohnte Insel, die er Sagittaria nannte und bei der es sich um Tahiti gehandelt haben könnte. Eine BestĂ€tigung dafĂŒr gibt es jedoch nicht. So gilt heute der EnglĂ€nder Samuel Wallis als erster EuropĂ€er, der am 21. Juni 1767[10] Tahiti betrat. Er nannte die Insel King George Island. Bereits im folgenden Jahr, am 6. April 1768, landete der Franzose Louis Antoine de Bougainville, blieb neun Tage und bezeichnete Tahiti euphorisch als „La Nouvelle CythĂšre“ (das neue Kythera; gemeint ist die Liebesinsel der Aphrodite).

Luftaufnahme vom Pointe Vénus, heute dicht bebaut; rechts die Bucht von Matavai

Im Bewusstsein der EuropĂ€er sind besonders die Besuche von James Cook geblieben. Am 13. April 1769 ankerte er mit seinem Schiff Endeavour in der Matavai Bucht, ca. 10 km nördlich des heutigen Papeete. Er hatte den Auftrag den Venustransit zu beobachten und errichtete zu diesem Zweck eine Sternwarte. Heute befindet sich an dieser Stelle der Leuchtturm Pointe VĂ©nus. Mit Cook reiste der Botaniker Joseph Banks, der wĂ€hrend des dreimonatigen Aufenthaltes umfangreiche botanische Studien durchfĂŒhrte. Seine dabei gewonnen Erkenntnisse fĂŒhrten zu der verhĂ€ngnisvollen Fahrt der Bounty von 1787 nach Tahiti, mit der die britische AdmiralitĂ€t William Bligh beauftragte.

Am 12. November 1772 ankerte die spanische Fregatte El Águila in der Baie de Tautira auf Tahiti Iti. Ihr KapitĂ€n Domingo de Boenechea hatte den Auftrag von Manuel d’Amat i de Junyent (1704–1782, Gouverneur von Chile und Vizekönig von Peru) Tahiti fĂŒr Spanien zu annektieren. Er nannte die Insel nach seinem Auftraggeber Isla de Amat.[11] Die Annexion blieb jedoch ohne politische Nachwirkungen.

Am 17. August 1773 kehrte James Cook nach Tahiti zurĂŒck. In seiner Begleitung befanden sich die beiden naturwissenschaftlich gebildeten Deutschen Johann Reinhold Forster und Georg Forster. Die Berichte der frĂŒhen Entdecker bestimmten lange Zeit (und teilweise heute noch) das Bild der EuropĂ€er von der SĂŒdsee.

„Ein Arkadien, dessen Könige wir sein werden“

– Joseph Banks

Bougainvilles romantisch angehauchter Reisebericht Voyage autour du monde sowie Georg Forsters 1777 erschienene Reisebeschreibung A Voyage Round The World[12] schienen Jean-Jacques Rousseaus Menschenbild vom „Edlen Wilden“ zu bestĂ€tigen, den die EuropĂ€er auf Tahiti gefunden zu haben glaubten.

Der dritte Besuch Cooks auf Tahiti dauerte von Mitte August bis September 1777. Auf Einladung eines HÀuptlings nahm er an einer religiösen Zeremonie an einem Marae teil, die in einem Menschenopfer endete.

Cooks Schiffe Resolution und Adventure in der Bucht von Matavai. (GemÀlde von William Hodges, 1776)

Die europĂ€ischen Schiffe steuerten in der Regel die Matavai-Bucht an. Die Bucht â€“ Wallis nannte sie vorausschauend „Royal Bay“ â€“ gehörte zum StammesfĂŒrstentum Pare, dessen Ariki war PomarĂ© I. Er wurde daher von den EuropĂ€ern als „König“ der gesamten Insel betrachtet, obwohl er nur einer von acht unabhĂ€ngigen StammesfĂŒrsten war. Da es fĂŒr die europĂ€ischen Besucher zudem nĂŒtzlich war, nur einen Ansprechpartner zu haben, unterstĂŒtzten sie die PomarĂ©-Dynastie in ihren StammesrivalitĂ€ten auch militĂ€risch, sodass PomarĂ© I. um 1780 die gesamte Insel seiner Herrschaft unterwerfen konnte. PomarĂ©s Eroberungskriege und die von den EuropĂ€ern eingeschleppten Krankheiten fĂŒhrten zu einem dramatischen BevölkerungsrĂŒckgang. Missionare schĂ€tzten 1804 die Bevölkerungszahl Tahitis nur noch auf 6.000 Menschen.[13]

Im Jahr 1796 beschloss die London Missionary Society das Schiff Duff unter dem Kommando von KapitĂ€n James Wilson auszurĂŒsten, um Missionare nach Tahiti, Tonga, den Marquesas, Hawaii und Palau zu entsenden. An Bord befanden sich 30 Missionare, davon vier ordinierte Geistliche.[14] Ein acht Jahre spĂ€ter zur Zentrale der Society entsandter Bericht beschreibt die Erfolge der Zivilisation und der Mission der „Eingeborenen“ Tahitis aber als eher gering.

Zwischenzeitlich hatten sich auch entlaufene Matrosen, WalfĂ€nger, HĂ€ndler und Abenteurer auf der Insel angesiedelt, die Alkohol und Feuerwaffen an die Bewohner verkauften. Die traditionellen Stammeskriege bekamen dadurch eine neue und besonders verhĂ€ngnisvolle QualitĂ€t, was zu einem weiteren BevölkerungsrĂŒckgang fĂŒhrte.

PomarĂ© II. setzte ab 1803 die Kriege zur Festigung seiner Herrschaft fort, wurde jedoch 1808 geschlagen und flĂŒchtete nach Moorea. Als Folge musste die Missionsstation aufgegeben werden. 1811 kehrte PomarĂ© II. nach Tahiti zurĂŒck â€“ und mit ihm die Missionare. Er ließ sich 1812 taufen und in den Folgejahren traten weitere fĂŒhrende Ariki zum Christentum ĂŒber. 1819 fĂŒhrte er einen von den Missionaren verfassten Strafkatalog ein, der fĂŒr alle Praktiken, die im Gegensatz zur christlichen Lehre standen, drastische Strafen vorsah. So war zum Beispiel fĂŒr „Blasphemie, Idolatrie und RĂŒckkehr zur Götzendienerei“ die Todesstrafe und fĂŒr „Unzucht (d. h. außereheliche geschlechtliche Beziehungen), begangen, verhehlt oder den Missionaren verborgen“, mehrjĂ€hrige Zwangsarbeit vorgesehen.[15]

Auf den Gambierinseln hatte sich die französische katholische Mission unter dem Orden „PĂšres et religieuses des SacrĂ©s-CƓurs de Picpus“ (kurz: Picpusiens) etabliert. Sie beobachteten die protestantische Mission auf Tahiti mit Argwohn und Besorgnis. 1836 landeten die französischen Missionare Laval und Caret auf Tahiti, um den katholischen Glauben zu predigen. Da sie nicht ohne Erfolg waren, verfĂŒgte der Missionar und amtierende britische Konsul George Pritchard ihre Ausweisung. Diese Maßnahme fĂŒhrte zur Entsendung zweier französischer Kriegsschiffe.

Am 15. November 1836 betrat Charles Darwin wÀhrend seiner Weltreise von 1831 bis 1836 Tahiti. Die Beagle ankerte in der Matavai-Bucht.

Am 10. September 1839 erreichte Charles Wilkes im Rahmen der United States Exploring Expedition Tahiti. Er baute seine tragbaren Observatorien, im Gedenken an James Cook, am Pointe VĂ©nus auf. Die ihn begleitenden Wissenschaftler fĂŒhrten insbesondere anthropologische, ethnologische und botanische Studien durch. Einen interessanten Hinweis auf das VerhĂ€ltnis der Bevölkerung zum Christentum gibt uns das Tagebuch des 1. Offiziers William Reynolds:

„Der einzige Hinweis auf Religion, den ich bei den Eingeborenen entdecken konnte, war die Beachtung Ă€ußerlicher Formen und die Furcht vor den Missionaren“.[16]

1842 erfolgte eine erneute französische Intervention, deren Kommandeur Abel Aubert Dupetit-Thouars am 9. September 1842 das vorlĂ€ufige französische Protektorat verkĂŒndete. Er nutzte dabei geschickt die vorĂŒbergehende Abwesenheit des britischen Konsuls Pritchard. Im November 1843 wurde das Protektorat durch Abmachungen zwischen Dupetit-Touars und Königin PomarĂ© IV. vertraglich bestĂ€tigt und 1844 auch von Frankreich formell anerkannt.

Ihr Sohn Pomaré V. dankte am 29. Juni 1880 ab. Als Folge fiel der gesamte Archipel an Frankreich. Pomaré V. war der letzte König von Tahiti, er starb 1891 an den Folgen seiner Trunksucht.

Wegen des Verdachtes der Beteiligung an einer Meuterei auf dem australischen WalfĂ€nger Lucy Ann war der Schriftsteller Herman Melville 1842 in Papeete inhaftiert. Ihm gelang aber die Flucht aus dem GefĂ€ngnis. SpĂ€ter verarbeitete er diese Erlebnisse in dem Roman Omoo. Von 1891 bis 1893 lebte der Maler Paul Gauguin auf Tahiti. In dieser Zeit entstanden zahlreiche GemĂ€lde, die das Bild vom „Paradies SĂŒdsee“ in Europa weiter festigten. 1895 kehrte er nach Tahiti zurĂŒck. Er legte sich mit der Kolonialverwaltung und den Missionaren an und musste 1901 nach Atuona auf der Insel Hiva Oa ĂŒbersiedeln, wo er 1903 starb.

Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges ankerten die deutschen Panzerkreuzer SMS Scharnhorst und SMS Gneisenau vor Papeete, um Kohle aufzunehmen. Als ihnen das verweigert wurde und der französische Kommandant mit einer KĂŒstenbatterie das Feuer eröffnen ließ, beschoss die Schiffsartillerie Papeete und zerstörte dabei einige HĂ€user. WĂ€hrend des Krieges lief auch der legendĂ€re „Seeteufel“ Felix Graf von Luckner mit seinem Hilfskreuzer Seeadler mehrere Male Tahiti an. Eine Kanone des Schiffes steht heute in einem kleinen Park vor dem PostgebĂ€ude von Papeete.

Am 23. Oktober 1987 kam es in einigen Vororten von Papeete, ausgelöst durch einen Streik der Hafenarbeiter, zu Ausschreitungen, als sich arbeitslose Jugendliche wegen ihrer Perspektivlosigkeit und schlechter Bildungs- und Berufschancen gegen die französische Administration auflehnten. Eigens eingeflogene KrĂ€fte der Gendarmerie Nationale konnten die Unruhen aber schnell beenden.[17] Weitere schwere Unruhen entstanden am 7. September 1995, nachdem Frankreich trotz internationaler Proteste am Tag zuvor einen unterirdischen Kernwaffentest auf dem Mururoa-Atoll durchgefĂŒhrt hatte.[18]

Politik und Verwaltung

Politisch gehört Tahiti heute zu Französisch-Polynesien. Die Insel ist Französisches Übersee-Territorium und damit der EU angegliedert. Sie wird durch eine Unterabteilung (Subdivision administrative des Îles du Vent) des Hochkommissariats von Französisch-Polynesien (Haut-commissariat de la RĂ©publique en PolynĂ©sie française) mit Sitz in Papeete verwaltet.

Tahiti gliedert sich politisch in zwölf eigenstĂ€ndige Gemeinden (Communes des Îles du Vent):

Teilgemeinden von Tahiti
Gemeinde Einwohner[1] Teilgemeinden (Communes associées)
Arue 9.319 verwaltet auch die Insel Tetiaroa
Faa’a 28.421
Hitia’a O Te Ra 8.319 Hitiaa, Mahaena, Papenoo und Tiarei
Mahina 13.609
Paea 12.327
Papara 9.659
Papeete 20.521
Pirae 14.850
Punaauia 23.762.
Taiarapu-Est 10.569 Afaahiti, Faaone, Pueu, Tautira und die Insel Mehetia
Taiarapu-Ouest 6.181 Teahupoo, Toahotu und Vairao
Teva I Uta 7.861 Mataiea und Papeari

Politisch zĂ€hlt zu Tahiti außerdem noch die Gemeinde Moorea-Maiao mit den Teilgemeinden Afareaitu, Haapiti, Paopao, Papetoai, Teavaro und Île de Maiao

Amtssprache ist Französisch. WÀhrung ist (noch) der an den Euro gebundene CFP-Franc. Der Verwaltungshaushalt Tahitis wird mit Mitteln aus Frankreich und der EU subventioniert.

GrĂ¶ĂŸte Stadt ist Papeete im Nordwesten von Tahiti Nui, gleichzeitig auch der Verwaltungssitz von Französisch-Polynesien, mit rund 20.000 Einwohnern. Außerdem gibt es auf Tahiti zwei weitere Kommunen mit ĂŒber 20.000 Einwohnern: Faa’a und Punaauia.

Die Insel beherbergt etwa 70 % der Gesamtbevölkerung Französisch-Polynesiens. Das hĂ€ngt wesentlich mit ihrer zentralen Funktion in Politik und Wirtschaft zusammen. Der Lebensstandard ist der höchste in der Region. Die Bevölkerung setzt sich aus 83 % Polynesiern, 11 % EuropĂ€ern, 4 % Asiaten und 2 % Mischlingen zusammen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Schwarzer Strand auf Tahiti
Eine Maschine der Air Tahiti Nui
Markthalle in Papeete
Monumentale Steinstatuen am Marae Arahurahu

Der wichtigste Wirtschaftsfaktor ist mittlerweile der Tourismus. Tahiti ist, neben Bora Bora, die touristisch am besten erschlossene Insel Polynesiens. Es finden sich Hotels aller Preisklassen, das Preisniveau ist allerdings außerordentlich hoch.

Das zweite wirtschaftliche Standbein ist der Handel mit Perlen. Vor der Insel selbst finden sich zwar keine Perlenfarmen, aber Tahiti hat sich in den letzten Jahren zum Zentrum des Handels mit schwarzen Perlen entwickelt. Das fĂŒhrt so weit, dass schwarze Perlen mittlerweile als „Tahitiperlen“ angeboten werden, obwohl sie tatsĂ€chlich von den Austral-, Gesellschafts- und Marquesas-Inseln sowie dem Tuamotu-Archipel stammen.

Mit zunehmender Beliebtheit der alternativen Kosmetik und Heilkunst gewinnen zwei weitere Erzeugnisse Tahitis an Bedeutung: Monoi-Öl, ein traditionelles Pflegemittel aus natĂŒrlichen Bestandteilen und der Saft der Noni-FrĂŒchte, dem gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden.

Tahiti ist das wirtschaftliche Drehkreuz fĂŒr Französisch-Polynesien. Hafen und Flughafen haben Verteilerfunktion fĂŒr die ĂŒbrigen Inseln der Region.

Im Norden von Tahiti-Nui, unweit der Stadt Papeete, liegt der recht große AĂ©roport international Tahiti Faa'a.

Das große Hafenbecken kann auch grĂ¶ĂŸere Fracht- und Passagierschiffe aufnehmen. Die Anlegestellen fĂŒr Kreuzfahrtschiffe befinden sich unmittelbar am Boulevard PomarĂ© in der NĂ€he des Stadtzentrums von Papeete.

SehenswĂŒrdigkeiten

  • Die Stadt Papeete bietet keine besonderen SehenswĂŒrdigkeiten. Interessant ist jedoch die Markthalle, in deren Erdgeschoss die Einheimischen ihren tĂ€glichen Bedarf an Nahrungsmitteln einkaufen. In der ersten Etage findet der Tourist ein reichhaltiges Angebot von Souvenirs. Im Stadtzentrum gibt es ein „Perlenmuseum“, das eher eine Verkaufsshow ist, jedoch einen guten Überblick ĂŒber die Zucht schwarzer Perlen bietet.
  • Die etwa 10 km von Papeete entfernte Matavai-Bucht, die bevorzugte Anlegestelle der frĂŒhen europĂ€ischen Besucher, wird von einem 1867 errichteten Leuchtturm ĂŒberragt. Nahebei befinden sich Gedenksteine fĂŒr James Cook und die Missionare der London Missionary Society sowie ein öffentlicher Strand.
  • Der Botanische Garten von Papeari mit einem reichhaltigen Bestand tropischer BlĂŒtenpflanzen und alter BĂ€ume wurde in den 1930er Jahren von dem amerikanischen Botaniker Harrison Smith angelegt. Inmitten der Anlage befindet sich das Gauguin Museum, das anhand von historischen Fotos und Schautafeln das Leben Gauguins in der SĂŒdsee zeigt. Das Museum enthĂ€lt allerdings nur Reproduktionen seiner GemĂ€lde.
  • Der Fa’arumai-Wasserfall ist von dichter tropischer Vegetation umgeben. Von hier aus sind zwei weitere WasserfĂ€lle auf einem Fußpfad erreichbar.
  • Der Marae Mahaiatea war mit ca. 90 × 30 Metern einst die grĂ¶ĂŸte Kultplattform Tahitis. Er war in der Art einer Stufenpyramide in elf Terrassen angelegt und etwa 15 Meter hoch. Heute sind von der Anlage nur noch Reste zu sehen. Der Marae im Arahurahu-Tal wurde hingegen vorbildlich restauriert. Die großen Steinstatuen sind noch vorhanden. In jedem Jahr findet hier das Heiva-Festival statt, bei dem traditionelle sportliche Wettbewerbe, TĂ€nze und Musik aufgefĂŒhrt werden.
  • Das 1974 eröffnete MusĂ©e de Tahiti et des Îles bei dem Ort Punaauia ist sowohl ein naturkundliches als auch ethnologisches und historisches Museum. Neben Informationen zur Geologie und Geografie Tahitis sind hier monumentale Steinstatuen von Tahiti, den Marquesas und Raivavae ausgestellt sowie Waffen, RitualgegenstĂ€nde und kunsthandwerkliche Objekte.
  • Bei Arue, etwa 5 km östlich von Papeete, befindet sich das Haus des Schriftstellers James Norman Hall, der mehrere Jahre auf Tahiti verbrachte und 1951 dort starb. Das Haus, ein detailgenauer Wiederaufbau, ist heute ein öffentlich zugĂ€ngliches Museum. Die EinrichtungsgegenstĂ€nde aus dem Besitz von Norman Hall sind grĂ¶ĂŸtenteils Originale. Das Grab des Schriftstellers liegt in den HĂŒgeln oberhalb seines Hauses.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b Institut Statistique de PolynĂ©sie Française (ISPF): Recensement de la population 2007
  2. ↑ National Geographic Map: The earth’s fractured surface, Washington, D.C., Beilage zum April-Heft 1995.
  3. ↑ V. Cloutard, A. Bonneville: Ages of seamounts, islands and plateaus on the Pacific plate, Paris 2004 [1]
  4. ↑ http://www.klimadiagramme.de/Australien/tahiti.html
  5. ↑ Endemic Bird Areas in French Polynesia (englisch)
  6. ↑ P.V. Kirch: On the Road of the Winds – An Archaeological History of the Pacific Islands Before European Contact; Berkeley, Los Angeles, London 2002, S. 230–231.
  7. ↑ Report on Bishop Museum Archaeological Expedition to the Society Islands in 1960 and 1961, Journal of the Polynesian Society Nr. 71, Honolulu 1962, S. 119.
  8. ↑ W. E. MĂŒhlmann: Arioi und Mamaia. Eine ethnologische, religionssoziologische und historische Studie ĂŒber polynesische KultbĂŒnde., Wiesbaden 1955, S. 4–6.
  9. ↑ D. L. Oliver: Ancient Tahitian Society, Honolulu 1974.
  10. ↑ J. Hawkesworth: Geschichte der Seereisen und Entdeckungen im SĂŒdmeer, deutsche Übersetzung von J.F. Schiller, Berlin 1774.
  11. ↑ G. Corney: The Quest and Occupation of Tahiti by Emissaries of Spain during the years 1772–1776; London 1913.
  12. ↑ Georg Forster: Reise um die Welt, 2007 als illustrierter Nachdruck erschienen im Eichborn Verlag, ISBN 978-3-8218-6203-3.
  13. ↑ W. E. MĂŒhlmann, a.a.O., S. 198.
  14. ↑ K. S. Latourette: A History of the Expansion of Christianity, Vol. 5, New York 1943, S. 202.
  15. ↑ Karl R. Wernhart, Auswirkungen der ZivilisationstĂ€tigkeit und Missionierung in den Kulturen der Autochthonen am Beispiel der Gesellschaftsinseln aus: Wiener BeitrĂ€ge zur Geschichte der Neuzeit, Band 7, EuropĂ€isierung der Erde?, MĂŒnchen 1980, S. 145–146.
  16. ↑ Zitat aus: Nathaniel Philbrick: DĂ€monen der See – Die dramatische Expedition zur Erschließung des Pazifiks und der Antarktis (1838–1842); MĂŒnchen 2004; S. 165.
  17. ↑ GEO-Special SĂŒdsee, Hamburg 1990, S. 144.
  18. ↑ Augsburger Allgemeine vom 7. September 2010, Rubrik Das Datum

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Tahiti â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Tahiti â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.