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Taimyra

Taimyra
Таймыра
Einzugsgebiet der Taimyra mit Taimyrsee

Einzugsgebiet der Taimyra mit Taimyrsee

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Taimyrhalbinsel, Taimyrsenke, Byrrangagebirge, Region Krasnojarsk, Sibirien, Russland (Asien)
Flusssystem TaimyraVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSSWEG_fehlt
Ursprung im Byrrangagebirge
74° 9′ 5″ N, 94° 7′ 56″ O74.151388888994.1322222222150
Quellhöhe ca. 150 m[1]
Mündung in den Taimyrgolf (Karasee)76.111111111199.78888888890Koordinaten: 76° 6′ 40″ N, 99° 47′ 20″ O
76° 6′ 40″ N, 99° 47′ 20″ O76.111111111199.78888888890
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 150 m
Länge ca. 567 km (Obere Taimyra)[2]
ca. 187 km (Untere Taimyra)[3]
Gesamt: ca. 754 km (ohne Taimyrsee)
Gesamt: ca. 840 km (mit Taimyrsee)dep1Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 124.000 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen

Abfluss[4] MQ
1.220 m³/s
Rechte Nebenflüsse Ajatari, Luktach, Gorbita, Logata, Trautfetter
Linke Nebenflüsse Kyida, Deptumala, Fadjukuda, Große Bootankaga, Schrenk
Durchflossene Seen Taimyrsee, EngelhardtseeVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Die Taimyra (russisch Таймыра; auch Taimyr genannt), bestehend aus Oberer Taimyra (567 km lang) und Unterer Taimyra (187 km), ist ein 840 km (ohne die Fließstrecke im Taimyrsee 754 km) langer Strom und zugleich Zufluss der Karasee (Nordpolarmeer) auf der Taimyrhalbinsel, jeweils im Norden der Region Krasnojarsk, von Sibirien und des asiatischen Teils von Russland.

Inhaltsverzeichnis

Obere Taimyra

Gewässerkennzahl (GKZ): 17030000112116100143165[2]

Verlauf

Als Obere Taimyra (Верхняя Таймыра; Werchnjaja Taimyra), die 567 km[2] lang ist, entsteht der Fluss etwa 850 km nördlich des nördlichen Polarkreises im Mittelteil des bis 1.125 m hohen Byrrangagebirges aus der Vereinigung zweier Quellbäche[1]. Von dort fließt er anfangs, das Gebirge verlassend und dabei schnell an Höhe verlierend, nach Südsüdwesten, um sich dann in der Taimyrsenke, dem Mittelteil des Nordsibirischen Tieflands, erst nach Osten und dann nach Nordosten zu wenden und in den großen Taimyrsee[5] einzufließen.

Einzugsgebiet und Zuflüsse

Das Einzugsgebiet der Oberen Taimyra ist etwa 50.400 km²[2] groß. Zu den Zuflüssen der Oberen Taimyra gehören: Ajatari, Luktach, Gorbita, Logata (von rechts) sowie Kyida, Deptumala, Fadjukuda, Große Bootankaga (links). Zudem münden innerhalb des Taimyrsees Bikada-Nguoma, Jamutarida, Kalamissamo, Ledjanaja, Olenja, Sapadnaja und Ugolnaja ein

Untere Taimyra

Gewässerkennzahl (GKZ): 17030000112116100139625[3]

Verlauf

Als Untere Taimyra (Нижняя Таймыра; Nischnjaja Taimyra), die 187 km[3] lang ist, verlässt der Fluss etwa 960 km nördlich des nördlichen Polarkreises den Taimyrsee am Nordende des Nordwestarms, um kurz darauf durch den kleinen Engelhardtsee zu fließen. Dabei durchquert er, etwa nordwärts fließend, das Byrrangagebirge und danach das Tiefland im Norden der Taimyrhalbinsel, um dann in den Taimyrgolf im Ostteil der Karasee, einem Randmeer Nordpolarmeers, zu münden[6].

Einzugsgebiet und Zuflüsse

Das Einzugsgebiet der Unteren Taimyra ist ohne jenem der Oberen Taimyra etwa 73.600 km² und mit jenem der Oberen Taimyra rund 124.000 km²[3] groß. Zu den Nebenflüssen der Unteren Taimyra gehören Trautfetter (rechts) und Schrenk (links), wobei letzterer vom Fluss Mammut gespeist wird. Zudem münden in den auf Landkarten meist schon als Untere Taimyra bezeichneten äußersten Nordwestteil des Taimyrsees Chernyye Jary und Sewernaja ein.

Klima, Hydrologie, Flora und Fauna

Die Taimyra ist etwa von Mitte September bis Juni von Eis bedeckt. Wenn im Sommer der Permafrostboden antaut und Eis und Schnee schmelzen, entstehen oft starke Hochwasser. Der mittlere jährliche Abfluss (MQ) liegt bei 1.220 m³/s[4].

Die durch die Tundra mit typischer Vegetation aus Moosen und Flechten verlaufende Taimyra ist fischreich, sie ist Lebensraum unter anderem von Kleinen Maränen und Omule[4].

Geschichte

Entdeckt und untersucht wurde die Taimyra während der Zweiten Kamtschatkaexpedition (1733–1742) in den Jahren 1737 bis 1742. Außerdem gelangten die russischen Polarforscher Semjon Tscheljuskin (ca. 1700–1764) und Chariton Laptew (1700–1763), die damals eine Reise von der östlichen Chatanga entlang der Küste der Taimyrhalbinsel zur westlichen Pjassina unternahmen, im Frühjahr 1741 an die Taimyramündung; sie erreichten den nördlichsten Punkt der Taimyrhalbinsel (heute als Kap Tscheljuskin bekannt) und beschrieben die Küste der Halbinsel mit der Flussmündung. Viel später wurde die Taimyra während der Expedition der Russischen Akademie der Wissenschaften (1842–1845), die nach Nord- und Ostsibirien (u. a. Taimyrhalbinsel, Küsten des Ochotskischen Meeres und Amur) führte, durch den deutsch-baltischen Entdecker und Zoologen Alexander Theodor von Middendorff (1815–1894) vom Ursprung bis zur Mündung untersucht und beschrieben.[7]

Einzelnachweise und Quellen

  1. a b Topographische Karte (1:200.000, Bl. S-46-XVII,XVIII, Ausg. 1986), Ursprung von Oberer Taimyra im Byrrangagebirge auf maps46.narod.ru
  2. a b c d Obere Taimyra im Staatlichen Gewässerregister Russlands (russisch)
  3. a b c d Untere Taimyra im Staatlichen Gewässerregister Russlands (russisch)
  4. a b c Таймыра (Taimyra), Artikel aus der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (russisch)
  5. Topographische Karte (1:1.000.000, Bl. S-47,48, Ausg. 1986), Taimyra u. a. mit Byrrangagebirge, Oberer Taimyra (diagonal links), Taimyrsee (mittig), Engelhardtsee darüber, Unterer Taimyra (oben), Taimyrsenke (unten) und Chatanga (diagonal rechts unten) auf maps47.narod.ru
  6. Topographische Karte (1:500.000, Bl. Т-47,48-В,Г, Ausg. 1989), Mündung von Unterer Taimyra in die Karasee (Nordpolarmeer) u. a. mit Nordteil der Taimyrhalbinsel auf mapt4748.narod.ru
  7. Artikel Таймыра (Taimyra) aus russischer Wikipedia (abgerufen am 29. Dezember 2011)
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