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| Talsperre Schmalwasser | |||||||
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| Blick auf den Staudamm | |||||||
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| Koordinaten | 50° 46′ 35″ N, 10° 38′ 39″ O50.776388888910.6441666667Koordinaten: 50° 46′ 35″ N, 10° 38′ 39″ O | ||||||
| Daten zum Bauwerk | |||||||
| Bauzeit: | 1988 - 1993 | ||||||
| Höhe über Talsohle: | 76,9 m | ||||||
| Höhe über Gründungssohle: | 80,7 m | ||||||
| Höhe der Bauwerkskrone: | 573,50 m | ||||||
| Bauwerksvolumen: | 1.470.000 m³ | ||||||
| Kronenlänge: | 325 m | ||||||
| Kronenbreite: | 7,5 m | ||||||
| Böschungsneigung luftseitig: | 1:1,55 | ||||||
| Böschungsneigung wasserseitig: | 1:1,65 | ||||||
| Daten zum Stausee | |||||||
| Höhe des Stauziels: | 571,60 m | ||||||
| Wasseroberfläche bei Vollstau: | 80 ha | ||||||
| Speicherraum: | 21,4 Mio. m³ | ||||||
| Gesamtstauraum: | 21,6 Mio. m³ | ||||||
| Einzugsgebiet: | 30,4 km² | ||||||
| Bemessungshochwasser: | 32 m³/s | ||||||
Die Talsperre Schmalwasser bei Tambach-Dietharz im Landkreis Gotha im Thüringer Wald dient der Trinkwasserbereitstellung, dem Hochwasserschutz und der Stromerzeugung. Sie wurde 1998 nach einem langen Probestau, der von 1993 bis 1997 dauerte, in Betrieb genommen. Die Einweihung war 1995.
Inhaltsverzeichnis |
Die Talsperre Schmalwasser wurde im Schmalwassergrund gebaut. In der Talsperre können 21 Millionen Kubikmeter Wasser gestaut werden. Die Talsperre ist durch Stollen mit der Ohra-Talsperre bei Luisenthal, der Gothaer Talsperre Tambach-Dietharz und der Talsperre Lütsche verbunden. Das gestaute Gewässer ist der Schmalwasserbach. Außerdem wird durch den Haselbachstollen das Wasser aus einem anderen Einzugsgebiet übergeleitet. Die Talsperre wird von der Thüringer Fernwasserversorgung betrieben.
Die Talsperre besitzt mit 81 m über Gründung nach der Trinkwassertalsperre Frauenau den zweithöchsten Staudamm Deutschlands. An der "Höhe über der Talsohle" gemessen ist es sogar der höchste Staudamm Deutschlands. Der Steinschüttdamm hat eine innere Bitumenkerndichtung (Asphaltbetonkerndichtung). Als Hochwasserentlastung dient ein seitlicher Überlauf am linken Hang. Ein freistehender Trinkwasserentnahmeturm wird zur Wasserentnahme genutzt. Das Wasserkraftwerk hat eine Leistung von 420 kW.
Die Talsperre ist über Tambach-Dietharz zu erreichen. Der "Schmalwasser-Express" fährt zur Talsperre. Dort gibt es einen Transfer zwischen Talsohle und Dammkrone.
Die Thüringer Landesregierung will die Talsperre vom Trinkwassernetz nehmen und unterstützt ein Vorhaben, wonach an ihrem Standort ein Pumpspeicherwerk errichtet werden soll. Dabei könnte die Talsperre als Unterbecken genutzt werden. Ein Oberbecken müsste südlich oder östlich der Talsperre neu gebaut werden. Entsprechende Pläne stellte der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) zusammen mit dem Investor Trianel am 20. Oktober 2011 in Erfurt vor. Demnach könnte das Pumpspeicherwerk mit einer Leistung von 400 (bzw. nach einer anderen Quelle über 500[1]) Megawatt bereits 2019 ans Netz gehen.[2]
Die Baukosten werden mit über 500 Millionen Euro beziffert.[3]