|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Der Taunusklub ist ein Verband von 26 rechtlich selbstständigen Wandervereinen, die unter dem gemeinsamen Namen Taunusklub auftreten. Die Vereine haben zusammen über 4000 Mitglieder. Der Stammverein in Frankfurt am Main wurde 1868 gegründet und hat nach eigenen Angaben über 850 Mitglieder. Die jeweiligen Vereine sind Mitglied im Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine. Der Taunusklub hat im gesamten Taunusgebiet ein 2700 Kilometer langes Wegenetz mit Markierungen versehen. Er betreibt fünf Wanderheime.
Inhaltsverzeichnis |
Schwerpunkte der Vereinsaktivität sind:
Der Taunusklub arbeitet mit bei der Herausgabe von Wanderkarten und ist aktiv im Naturschutzbeirat. Er setzt sich ein für die Erhaltung der Natur, Vogelschutzgehölzen, Biotopen, Bachpatenschaften und Überwachung von Naturdenkmalen.
Im Hessenpark besteht im Taunushaus eine Dauerausstellung, in der die Geschichte und Arbeit der Vereins dargestellt wird.
| Verein | Ort | Mitglieder | Gründungsjahr |
|---|---|---|---|
| Taunusklub Stammklub | Frankfurt am Main | 850 | 1868 |
| Zweigverein aufgelöst | Eppstein | 0 | 1871 |
| Taunusklub | Fischbach | 200 | 1925 |
| Taunusklub | Frankfurt-Nied | 146 | 1911 |
| Taunusklub | Neu-Anspach | ? | ? |
| Taunusklub | Niederreifenberg | ? | 1903 |
| Taunusklub 1885 | Bad Homburg vor der Höhe | ? | 1885 |
| Taunusklub 1878 | Oberursel | ? | 1878 |
| Taunusklub | Idstein | ? | 1878 |
| Taunusklub | Bad Soden am Taunus | 212 | 1890 |
| Taunusklub | Usingen | 114 | 1885 |
| Taunusklub | Schmitten | ? | ? |
| Taunusklub | Hofheim am Taunus | 150 | ? |
| Taunusklub | Lorsbach | ? | ? |
| Taunusklub | Königstein | 100 | 1879 |
| Taunusklub | Grävenwiesbach | ? | ? |
| Taunusklub | Kronberg | ? | 1877 |
| Taunusklub | Münster | ? | ? |
| Zweigverein aufgelöst | Mammolshain | 0 | 1977 |
| Taunusklub | Butzbach | ? | ? |
| Taunusklub | Köppern | 150 | 1907 |
| Taunusklub | Nassau (Lahn) | ? | ? |
Im Laufe der Zeit sind Zweigvereine aufgelöst und neu gegründet worden. Das Gründungsdatum ist jeweils das der Erstgründung. Einige Vereine sind im Laufe der Zeit untergegangen, so z.B. Idstein (gegründet 1878) oder Eppstein (gegründet 1871).
Der Taunusklub betreibt ein Jugend- und Wanderheim im Aussichtsturm auf dem Großen Feldberg. Ein weiteres Wanderheim des Taunusklubs befindet sich in Oberursel.
Der Taunusklub errichtete eine Reihe von Aussichtstürmen. Dazu gehörten 1900 der Burgbergturm in Bad Soden am Taunus, der Hardtbergturm in Königstein, der Meisterturm in Hofheim, 1905 der Schillerturm in Oberursel und 1911 der Turm auf dem Herzberg.
Die Abteilung Wegemarkierung des Taunusklubs betreut ein Wanderwegenetz im Taunus von etwa 2300 km Länge. Die Verantwortung für die einzelnen Strecken obliegt den jeweiligen lokalen Zweigvereinen. Der Taunusklub ist (Mit-)Herausgeber einer Reihe von Wanderführern und Wanderkarten, die diese Wege darstellen.
Ein Beispiel ist der Lahnhöhenweg links der Lahn oder der Jakobsweg (Lahn-Camino) von Wetzlar über Burg Lahneck nach Lahnstein, den der Taunusklub markiert und in Stand hält.
Am 5. Januar 1868 wurde der Taunusklub als erster deutscher Gebiets-Wanderverein gegründet und der Kartograph August Ravenstein zum ersten Vorsitzenden gewählt. Ziele des Vereins waren Heimatpflege, Förderung des Fremdenverkehrs und vor allem Bekämpfung der Armut im Taunus.
Es wurden über 20 Schwesternstationen und Kindergärten sowie eine Korbflechtschule in Grävenwiesbach betrieben. Ende des 19. Jahrhunderts begann man mit der Markierung von Wanderwegen. Weiterhin errichtete man Schutzhütten und Aussichtstürme. 1871 wurde der erste Wanderführer herausgegeben.
In den Ortschaften des Taunus bildeten sich bald Sektionen des Taunusklubs. 1883 wurden die Sektionen eigenständige Vereine, die zusammen den Gesamt-Taunusklub bildeten.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde der Gesamt-Taunusklub 1934 zwangsweise aufgelöst. Nach dem Krieg wurden die Vereine wiederbegründet und 1956 der Traditionsname Taunusklub wieder angenommen.
Erstes Logo des Taunusklubs von 1842/1868[1]
Logo des Taunusklubs von 1884 bis 1909[2]
Logo des Taunusklubs von 1908 bis 1934[3]
Logo des Taunusklubs von 1934 bis 1957[4]
Nach dem Taunusklub ist der Taunusclubweg in Kelkheim benannt.
Homepages von Zweigvereinen: