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| Technische Universität Dortmund | |
|---|---|
| Motto | Mensch und Technik |
| Gründung | 16. Dezember 1968 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Dortmund |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Staat | Deutschland |
| Rektorin | Ursula Gather |
| Studenten | 24.873 (Wintersemester 2010/2011) |
| Mitarbeiter | 3346 (2008) |
| davon Professoren | 275 [1] |
| Jahresetat | 161,4 Millionen € [2] |
| Website | www.tu-dortmund.de |
Die Technische Universität Dortmund (kurz: TU Dortmund; bis zum 1. November 2007: Universität Dortmund) ist eine Technische Universität in Dortmund. Neben der RWTH Aachen ist sie die zweite Technische Hochschule in Nordrhein-Westfalen. Mit gut 24.000 Studentinnen und Studenten gehört sie zu den deutschen Universitäten mittlerer Größe.
Gegründet im Zuge der Bildungsreform Ende der 1960er Jahre, versteht sich die Technische Universität als moderne und innovative Reformuniversität und Bestandteil des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Ihr Schwerpunkt sind die Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie – als Erbe der ehemaligen Pädagogischen Hochschule Ruhr[1] – die Lehrerausbildung.
Die ersten Bemühungen, in Dortmund eine Hochschule einzurichten, gehen auf das Jahr 1897 zurück. Unter dem Eindruck der Industrialisierung gab es zunächst Pläne für eine Technische Hochschule. Ein erster Antrag der Stadt Dortmund bei der preußischen Regierung wurde trotz kräftiger Unterstützung aus Wirtschaft und Wissenschaft 1908 abgelehnt. Auch spätere Forderungen, 1926 wieder an die preußische Regierung und ab 1945 erst an die britischen Militärregierung und später an die Landesregierung Nordrhein-Westfalens scheiterten. Erst 1960 entschloss sich diese, im Rahmen der Bildungsreform eine Universität im Ruhrgebiet zu errichten, wofür Bochum und Dortmund als Standorte in Frage kamen. 1961 erhielt Bochum den Zuschlag für die neu gegründete Ruhr-Universität Bochum, was große Empörung unter Dortmundern und heftige Proteste des Stadtrates Dortmund auslöste, weshalb die Landesregierung ein Jahr später dem Bau einer Technischen Hochschule in Dortmund zustimmt. 1963 nahm ein Gründungsausschuss unter Vorsitz des späteren Rektors Martin Schmeißer seine Arbeit auf und verabschiedete zwei Jahre später einen Strukturplan, aufgrund dessen sich die Landesregierung entschloss, nun eine Universität mit Schwerpunkten in Natur- und Ingenieurwissenschaften zu gründen. Noch im selben Jahr begannen die Bauarbeiten im Stadtteil Eichlinghofen, am 26. Mai 1966 fand die feierliche Grundsteinlegung durch den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Franz Meyers statt. Am 16. Dezember 1968 wurde in Anwesenheit von Bundespräsidenten Heinrich Lübke die Universität durch den nordrhein-westfälischen Ministerpräsident Heinz Kühn feierlich eröffnet.
Erste Lehrveranstaltungen fanden am 1. April 1969 in der Abteilung Chemie statt. Es folgen die Abteilungen Mathematik und Raumplanung (1. Oktober 1969), Chemietechnik und Physik (1. Oktober 1970), Fertigungstechnik (heute Maschinenbau) (1. Oktober 1971), Informatik, Statistik und Elektrotechnik (1. Oktober 1972), Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (1. April 1973). Am 1. Oktober 1974 nahm die Fakultät Bauwesen mit der integrierten Ausbildung von Architekten und Bauingenieuren im Dortmunder Modell Bauwesen den Lehrbetrieb auf. Im April 1974 war es die Abteilung Chemietechnik, die als erste die Gebäude auf dem Campus Nord bezog, heute befinden sich dort die meisten Fakultäten und großen Einrichtungen wie Universitätsbibliothek, Hörsaalgebäude und Mensa.
Am 1. April 1980 wurde die Pädagogische Hochschule Ruhr mit der Universität Dortmund zusammengeführt, es kamen die Abteilungen Erziehungswissenschaften und Biologie, Sondererziehung und Rehabilitation, Gesellschaftswissenschaften, Philosophie und Theologie, Sprach- und Literaturwissenschaften, Journalistik und Geschichte, Musik, Gestaltung, Sport und Geographie hinzu.
Im September 1983 wurde der Haltepunkt Dortmund Universität an der neu gebauten S-Bahn-Strecke zwischen Dortmund und Bochum eröffnet und die Verkehrsanbindung der Universität somit stark verbessert.
Seit dem 2. Mai 1984 verbindet die H-Bahn die beiden Universitätskomplexe Campus Nord und Campus Süd. Eine Verlängerung in den nahe gelegenen Technologiepark wurde am 19. Dezember 2003 eröffnet.
Im März 2007 wurde von den drei Universitäten Dortmund, Bochum sowie Duisburg-Essen die Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) gegründet. Diese soll die Kooperation der Lehr- und Forschungsaktivitäten der beteiligten Universitäten stärken und den Universitäten eine bessere Ausgangsposition als exzellentem Standort in der nationalen und internationalen Wissenschafts- und Studienlandschaft geben.[2] Als eines der ersten Projekte der UAMR fördert RuhrCampusOnline die hochschulübergreifende Lehre zwischen den drei Ruhruniversitäten mittels Blended Learning.[3]
Nach kontroverser Debatte[4] beschloss am 18. Oktober 2007 der Senat der Universität Dortmund die Umbenennung in Technische Universität Dortmund (TU Dortmund). Diese Umbenennung trat zum 1. November 2007 in Kraft.[5]
Im Januar 2009 hat die TU Dortmund die Programmverantwortung für einen landesweiten TV-Lernsender übernommen, der unter dem Namen nrwision im digitalen Kabelnetz und im Internet sendet und von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Der Sender wird unter der Leitung von Journalistik-Professor und ZDF-Moderator Michael Steinbrecher entwickelt. Am Programm beteiligen sich u. a. auch sogenannte Lehrredaktionen an anderen Universitäten und Fachhochschulen in NRW sowie Bürgergruppen.
Die Universität verfügt über insgesamt 16 Fakultäten, darunter sowohl naturwissenschaftlich-technische als auch humanwissenschaftlich-geisteswissenschaftliche Faktultäten:[6]
Gebäude der Fakultät für Physik (Max Born Gebäude)
Die Universität verteilt sich über zwei Standorte, wobei der Campus Süd ursprünglich nur als Provisorium während der Bauphase gedacht war und später abgerissen werden sollte. Um die Strecke zu überbrücken und einen schnellen Transit zwischen den beiden Teilstücken zu ermöglichen, wurde 1984 die erste H-Bahn-Strecke eröffnet. Im Dezember 2003 wurde ein weiterer Abschnitt der H-Bahn fertiggestellt, der die Universität mit dem Kern des Technologieparks verbindet. Auf dem Campus Süd befinden sich die Fakultäten Raumplanung und Bauwesen, Teile der Fakultäten Informatik und Maschinenbau sowie der Universitätsverwaltung. Die übrigen Fakultäten befinden sich vollständig auf dem Campus Nord, wobei die meisten geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fachbereiche im Gebäude der ehemaligen Pädagogischen Hochschule untergebracht sind. Das markanteste Gebäude auf dem Campus ist sicherlich das zehn Stockwerke hohe Gebäude der Mathematik, im Allgemeinen Mathetower genannt (siehe Foto). Auf dessen Dach befindet sich unter anderem die Sendeanlage des Campusradios eldoradio* und seit Oktober 2010 auch das sich drehende, beleuchtete tu-Logo. Mit Hilfe des öffentlichen Nahverkehrs ist der Campus Nord über diverse Buslinien sowie eine S-Bahn-Linie (S1) zu erreichen. In direkter Nähe sind außerdem Anschlüsse zur B1, A40 und A45.
Für das leibliche Wohl der Studenten, Mitarbeiter und Besucher sorgen verschiedene gastronomische Einrichtungen: Die Mensa befindet sich auf dem Campus Nord und wurde 2005 vollständig renoviert und im Innern neu gestaltet. In einem Seitenflügel befindet sich das „Restaurant Calla“. Auf dem Campus Süd wurde bis zum Oktober 2007 eine weitere, kleinere Mensa bewirtschaftet, die seitdem leersteht.[7]. Neben den beiden Mensen sind auf dem Campus Cafés (der „Galerie-Treffpunkt“ im Mensa-Gebäude, das „Sonnendeck“, das „Cafe Che“ im Chemiegebäude und das Chaqwa-Cafe im Gebäude Emil-Figge-Straße 50) und Restaurants („Vital“ im Mensagebäude Campus Nord und „Archeteri@“ im Mensagebäude Campus Süd) zu finden. Der Galerie-Treffpunkt wurde 2011 für 2,8 Millionen Euro renoviert und damit das Sitzplatzangebot von 350 auf 500 Plätze erweitert.[8]Die gastronomischen Einrichtungen der Universität werden vom Studentenwerk Dortmund betrieben und teilweise mit Landeszuschüssen unterstützt.
Als Wissensspeicher und Arbeitsplatz dient die Universitätsbibliothek Dortmund. In ihrer Zentralbibliothek am Campus Nord und verschiedenen Zweigstellenbibliotheken in den einzelnen Fakultätsgebäuden hält die Bibliothek fast zwei Millionen Medien bereit, darunter mehrere tausend gedruckte oder elektronische Fachzeitschriften[9]. Neben den Medien stellt die Bücherei auch Computerarbeitsplätze, darunter viele mit Internetanschluss, zum Lernen und Recherchieren zur Verfügung. Seit dem 14. April 2009 hat Zentralbibliothek sieben Tage die Woche geöffnet (montags bis freitags 7:00 bis 1:00 Uhr, samstags/sonntags 9:00 bis 1:00 Uhr).
An der Universität gibt es verschiedene studentische Vereinigungen und Clubs. Zu diesen zählen Chöre und Orchester wie beispielsweise der Universitätschor und Kammerchor, Universitätsorchester und Studentenorchester, ein Sinfonisches Blasorchester, zwei Big Bands sowie diverse kleinere Ensembles[10], hochschulpolitische Institutionen und Vereinigungen (zum Beispiel das Studierendenparlament mit diversen studentischen Listen, der AStA) sowie religiös orientierte Gruppierungen (wie die katholische beziehungsweise evangelische Hochschulgemeinde). Der AHS (Allgemeine Hochschulsport) organisiert bis zu 30.000 Studenten und Bedienstete der Universität in 150 Sportkursen mit breit gefächertem Angebot.
Seit 1972 besteht außerdem der Uni Film Club (UFC), der seinen Besuchern seitdem regelmäßig Filme vorführt. Der derzeitige Spieltermin ist Mittwoch. Die vom UFC verwendete Projektionstechnik umfasst dabei sowohl 16 mm wie auch 35 mm-Filme, welche mit den Projektoren des UFC abgespielt werden.
Die Forschung an der Universität findet in den jeweiligen Instituten der Fakultäten statt, teilweise in Kooperation mit Forschungsgesellschaften wie dem Fraunhofer- und dem Max-Planck-Institut oder auch Firmen, die im Technologiepark Dortmund in direkter Nähe zur Universität angesiedelt sind. Eine Besonderheit ist das auf die auf Campus Nord beheimatete DELTA (Dortmunder Elektronenspeicherringanlage). Hierbei handelt es sich um einen Elektronenspeicherrring, der Synchrotronstrahlung für verschiedene Anwendungsgebiete erzeugt. Der Speicherring wird von der Technischen Universität Dortmund und von anderen Institutionen zum Beispiel zur zerstörungsfreien Materialforschung genutzt[11].
DFG-Graduiertenkollegs
NRW-Forschungsschulen
Land NRW
Land NRW/CLIB2021
Max-Planck-Gesellschaft
Private Wirtschaft
Zudem ist die TU Dortmund Mitglied im International Student Exchange Program (ISEP) http://www.isep.org/
European Consortium of Innovative Universities (ECIU)
Assoziierte Partner
Die seit dem 5. November 1986 registrierte und zunächst von CSNET verwaltete .de-Domain wurde von 1989 bis 1994 von der Informatikrechner-Betriebsgruppe des Fachbereiches Informatik (IRB), zunächst im Rahmen des Projekts EUnet, seit 1991 im Projekt DENIC verwaltet. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits die Adressen dbp.de, rmi.de, telenet.de, uka.de, uni-dortmund.de und uni-paderborn.de registriert.[12][13] Damit war die Universität Dortmund die erste DNS-Registrierstelle und uni-dortmund.de eine der ersten Internetadressen in Deutschland.
Universitäten:
RWTH Aachen |
Universität Bielefeld |
Ruhr-Universität Bochum |
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn |
Technische Universität Dortmund |
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf |
Universität Duisburg-Essen |
Fernuniversität in Hagen |
Universität zu Köln |
Deutsche Sporthochschule Köln |
Westfälische Wilhelms-Universität Münster |
Philosophisch-Theologische Hochschule Münster |
Deutsche Hochschule der Polizei |
Universität Paderborn |
Theologische Fakultät Paderborn |
Universität Siegen |
Philosophisch-Theologische Hochschule SVD St. Augustin |
Universität Witten/Herdecke |
Bergische Universität Wuppertal |
Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel
Kunst- und Musikhochschulen:
Hochschule für Musik Detmold |
Kunstakademie Düsseldorf |
Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf |
Folkwang Universität der Künste |
Hochschule für Musik und Tanz Köln |
Kunsthochschule für Medien Köln |
Kunstakademie Münster |
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft |
Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen |
Internationale Filmschule
51.49246111117.41426666667Koordinaten: 51° 29′ 33″ N, 7° 24′ 51″ O