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Zwei natürliche Zahlen <math>a</math> und <math>b</math> sind teilerfremd oder relativ prim (<math>a \perp b</math>), wenn es keine natürliche Zahl außer der Eins gibt, die beide Zahlen teilt. Aus der Definition folgt, dass jede natürliche Zahl teilerfremd zu 1 ist, auch die Zahl 1 selbst.
Zum Nachweis der Teilerfremdheit berechnet man gewöhnlich den größten gemeinsamen Teiler: Zwei Zahlen sind genau dann teilerfremd, wenn 1 ihr größter gemeinsamer Teiler ist. Das ist gleichbedeutend damit, dass die beiden Zahlen keinen gemeinsamen Primfaktor besitzen.
Mehr als zwei natürliche Zahlen bezeichnet man als paarweise teilerfremd, wenn je zwei beliebige davon zueinander teilerfremd sind, und als teilerfremd, wenn es keinen Primfaktor gibt, den sämtliche der Zahlen gemeinsam haben. Zahlen, die paarweise teilerfremd sind, sind auch teilerfremd. Die umgekehrte Schlussrichtung ist falsch, denn beispielsweise sind 6, 10, 15 teilerfremd, aber nicht paarweise teilerfremd.
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Offensichtlich sind zwei unterschiedliche Primzahlen immer teilerfremd. Andere Beispiele teilerfremder Zahlen sind zwei Zahlen, deren Differenz 1 ist, oder zwei ungerade Zahlen, deren Differenz 2 ist.
Teilerfremdheit kommt, häufig als Bedingung, in vielen zahlentheoretischen Problemen vor. Zum Beispiel ist eine Voraussetzung für den Chinesischen Restsatz, dass die Moduln teilerfremd sind. Die Eulersche φ-Funktion ordnet jeder natürlichen Zahl n die Anzahl der zu n teilerfremden Zahlen in <math>\{1, ..., n\}</math> zu.
Teilerfremdheit ist eine binäre Relation
Diese Relation ist nicht transitiv, denn beispielsweise sind 2 und 3 teilerfremd sowie 3 und 4, aber nicht 2 und 4.
Die asymptotische Wahrscheinlichkeit, dass zwei zufällig gewählte ganze Zahlen <math>a</math> und <math>b</math> teilerfremd sind, ist
wobei <math>\zeta</math> die Riemannsche ζ-Funktion und <math>\pi</math> die Kreiszahl ist. Dieser Satz wurde erstmals 1881 von Ernesto Cesàro bewiesen.[1]
Allgemein ist <math>1 / (r^n\text{ }\zeta(n))</math> die asymptotische Dichte von <math>n</math>-Tupeln mit größtem gemeinsamen Teiler <math>r</math>.[2]
Das Konzept der Teilerfremdheit lässt sich von den natürlichen Zahlen auf kommutative Ringe mit Einselement übertragen. In einem solchen Ring sind die Einheiten Teiler aller Elemente. Zwei Elemente des Rings heißen teilerfremd, wenn die Einheiten ihre einzigen gemeinsamen Teiler sind.
Im Ring der ganzen Zahlen sind beispielsweise die Zahlen 2 und −3 teilerfremd, da ihre einzigen gemeinsamen Teiler die Einheiten 1 und −1 sind.