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Das Wort Teleskop bezeichnet heute alle Instrumente, die elektromagnetische Wellen sammeln und bündeln, um auch weit entfernte Objekte und Vorgänge besser beobachten zu können. Es wurde bis weit in das 20. Jahrhundert hinein gleichbedeutend mit Fernrohr benutzt. Der Ausdruck ist gebildet aus dem altgriechischen τῆλε (téle) „fern“ und σκοπεῖν (skopéin) „beobachten“, „ausspähen“. Er ist zwar erst in der Neuzeit geprägt worden, dennoch kannte schon das Altgriechische das Wort τηλεσκόπος (teleskópos) „weithin schauend“ [1].
Das Teleskop soll 1608 von Hans Lipperhey erfunden worden sein, noch bevor Galileo Galilei es ein Jahr später zur Sternenbeobachtung einsetzte.
Nach Peter Borell („De vero Telescopii Inventore, cum brevi omnium conspicillorum historia.“ Hague, 1655) sollen jedoch Zacharias Janssen und dessen Vater die wahren Erfinder des Teleskops sein (1610) und Hans Lipperhey erst danach ein Teleskop angefertigt haben, nachdem er Kenntnis von Janssens Erfindung erhalten hatte.
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Der Begriff „Teleskop“ geht über die optische Astronomie (sichtbares Licht, UV und Infrarot) hinaus bis zum Bereich von Röntgen- bzw. Radiostrahlung. Er wird gelegentlich noch weiter verallgemeinert auf Detektorarrays, die eine Rekonstruktion der Einfallsrichtung der detektierten Strahlung erlauben. Ein Beispiel dafür ist der Begriff „Neutrinoteleskop“ der stellenweise in der Literatur verwendet wird.[2] Ferner wird der Begriff auch für optische Baugruppen verwendet, die wie ein optisches Teleskop aufgebaut sind, aber die nicht der Beobachtung ferner Gegenstände dienen. Ein Teleskop kann z.B. zur Strahlaufweitung (Vergrößern des Strahldurchmessers) von Lasern verwendet werden, um den Strahl über größere Entfernungen übertragen zu können oder um dessen Intensität zu verringern.
Je nach dem Frequenzspektrum beziehungsweise Wellenlängenbereich der elektromagnetischen Strahlung unterscheidet man:
Von den Weltraumteleskopen abgesehen sind sie auf die Wellenlängen des Astronomischen Fensters angewiesen, in denen die Strahlung von der Erdatmosphäre nicht oder wenig absorbiert wird. Ein möglichst hochgelegener, klimatisch trockener Standort ist dabei von Vorteil.
Um Teleskope auf ein astronomisches Objekt richten zu können, werden sie zumeist auf einer Montierung angebracht. Ausnahmen sind feststehende Großteleskope wie das Arecibo-Observatorium oder Weltraumteleskope, die anders positioniert werden.
Es gibt ein reichhaltiges Teleskopzubehör (siehe weiter unten), angefangen von Filtern bis hin zu unterschiedlichsten Okularen. Hochmoderne Hexapod-Teleskope können mit Hilfe von lineartechnischen Aktuatoren frei in allen drei Raumrichtungen ausgerichtet werden.
Die zurzeit größten optischen Teleskope mit Hauptspiegeldurchmessern über 8 m sind
Größere Teleskope wie European Extremely Large Telescope oder das Giant Magellan Telescope sind in Planung.
Historisch bedeutend war unter anderen
Weitere Teleskope sind in den Kategorien Optisches Teleskop und Bodengebundenes Observatorium sowie in der Liste der größten optischen Teleskope aufgeführt.
Siehe auch Kategorie:Weltraumteleskop