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| Terenten | |||
|---|---|---|---|
| (ital.:Terento) | |||
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| Bezirksgemeinschaft | Pustertal | ||
| Provinz: | Bozen (Südtirol) | ||
| Region: | Trentino-Südtirol | ||
| Staat: | Italien | ||
| Einwohner (VZ 2001/31.12.2010): | 1.572/1.720 | ||
| Sprachgruppen laut Volkszählung 2001: |
99,41 % deutsch 0,53 % italienisch 0,07 % ladinisch | ||
| Koordinaten | 46° 50′ N, 11° 47′ O46.833333333311.78333333331210Koordinaten: 46° 50′ N, 11° 47′ O | ||
| Meereshöhe: | 1.210 m s.l.m. | ||
| Fläche/Dauer- siedlungsraum: |
42,52/ km² | ||
| Fraktionen: | Terenten | ||
| Nachbargemeinden: | Mühlwald, Kiens, Vintl | ||
| Partnerschaft mit: | Edermünde/Hessen | ||
| Postleitzahl: | 39030 | ||
| Vorwahl: | 0472 | ||
| ISTAT-Nummer: | 021096 | ||
| Steuernummer: | 81004010211 | ||
| Politik | |||
| Bürgermeister (2010): | Dr. Manfred Schmid (SVP) | ||
Terenten (ital.: Terento) ist eine auf einem Hochplateau über dem Pustertal gelegene Gemeinde mit 1720 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in Südtirol, Italien und besteht aus den Örtlichkeiten Pein, Margen, Hohenbühl, Holderloch, Talson, Sonnberg, Ast, Schneeberg, Pichlern und Lehen.
Inhaltsverzeichnis |
Der Name Terenten leitet sich aus dem lateinischen "torrens" oder "torrentis" (= Wildbach, Sturzbach) ab. Mit dieser Bezeichnung wird wahrscheinlich dem Umstand Rechnung getragen, dass die ursprüngliche Siedlung zwischen zwei Bächen, dem Terner- und dem Winnebach, gelegen ist. Diese Ortsbezeichnung ist also romanischen Ursprungs und weist damit auf die vordeutsche Siedlungstätigkeit hin. Um die Jahrtausendwende wurden diese romanischen Ortsnamen durch eine althochdeutsche Lautform bzw. durch althochdeutsche Endungen ersetzt. Die Endungen -um und -un (Torentum oder Torentun) werden schließlich zum heutigen -en.
Um 993/94–1005 wird Terenten erstmals urkundlich erwähnt. Die Nennung findet sich in einem Traditionsbuch des Bistums Freising. Graf Otto übergibt dem Bischof Gottschalk von Freising viele Güter in Südtirol, darunter auch "in monte Tôrento hobas IIII" (= 4 Höfe in Terenten).[1] Die nächste Nennung stammt aus der Zeit zwischen 1115 und 1125: Die Brüder Heinrich und Morhart schenken dem Domkapitel von Brixen "predium in monte Torentum situm" (= ein Gut, gelegen auf dem Berg Terenten). In anderen Quellen des Mittelalters ist die Rede von Torenten, von Torentum mons, Torent oder Torend, Torinten, Thorente, Torenden usw.
Die ersten Hofstätten wurden zur Zeit der bajuwarischen Besiedlung des Pustertales, im 6. Jh. n. Chr., errichtet. Man besiedelte zunächst die günstigeren Lagen und stieß dann durch Rodung bis an die Waldgrenze vor; die Rodungsarbeit wurde etwa um 1350 abgeschlossen. Die Besiedlung erfolgte wahrscheinlich durch eine ganze Siedlerschaft (nicht von einem einzigen Hof aus), und zwar entlang der heutigen Hauptstraße. Größere Siedlungseinheiten sind zum Teil heute noch erkennbar durch die Eschenumzäunung. In späterer Zeit entstanden die Höfe an den Randlagen, die im Mittelalter zumeist als Lehensgüter aufscheinen. So entstand das Terenten kennzeichnende Bild einer Streusiedlung, das so typisch bajuwarisch ist.
Seit dem 14. Jahrhundert, genauer seit 1425, gehörte Terenten zum Gericht Schöneck (früher Gericht Rodeneck), dem Verwaltung und Gerichtsbarkeit für mehrere Unterpustertaler Gemeinden oblagen. Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts der administrative und judikative Bereich im Sinne der Gewaltenteilung getrennt wurde, kam Schöneck unter staatliche Verwaltung. Anstelle der Gerichte entstanden als staatliche Verwaltungseinheiten die Gemeinden. Seit 1811 wurden Gemeinderäte und -ausschüsse gewählt. Der erste Gemeindevorsteher in Terenten war Georg Engl, Hasenwirt, der 1821 urkundlich genannt ist.
1850 erfolgte die Eingemeindung von Margen. 1929, zur Zeit des Faschismus, wurde in Rom die Fusion der Gemeinden Terenten und Pichlern beschlossen. Bis zu diesem Zeitpunkt war Pichlern eine eigenständige Gemeinde. 1968 erfolgte die Aufnahme der Gemeinde Terenten in die Talgemeinschaft Pustertal, heute Bezirksgemeinschaft Pustertal.
Seit 1969 führt die Gemeinde ein eigenes Wappen. Es weist einen "in Rot nach Rechts stehenden Karrenpflug" auf. Das Wappen trägt dem ausgedehnten Feldbau in Terenten Rechnung.
Terenten befindet sich auf einem Hochplateau im Unteren Pustertal, auf halbem Wege zwischen den Städten Brixen und Bruneck und oberhalb der Ortschaft Vintl. Zwei Bäche entspringen im Gemeindegebiet von Terenten: der Ternerbach und der Winnebach. Die Bäche sind auch Namensgeber der zwei Täler, die sie durchfließen, eben das Terner Tal und das Winnebachtal. In beiden Tälern findet man noch heute historische Mühlen. Im Westen wird das Gebiet vom Pfunderertal abgeschlossen und man hat einen weiten Blick auf den Gitschberg. Im Norden umschließen die Zillertaler Alpen das Gebiet und im Osten fällt das Plateau ab in Richtung Pfalzen. Im Süden begrenzt die Talsohle des Pustertales das Gemeindegebiet.
Die letzten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen wurden am 16. Mai 2010 abgehalten. Dabei gingen 12 Sitze an die bisher allein regierende Südtiroler Volkspartei (SVP). 3 Sitze gingen an die Liste der Freiheitlichen, die zum ersten Mal bei Gemeinderatswahlen in Terenten angetreten sind. Im Gemeinderat von Terenten gibt es somit zum ersten Mal 2 Fraktionen. Die Amtsdauer der Gemeinderäte beträgt 5 Jahre.
Der Gemeindeausschuss besteht aus 5 Mitgliedern: Bürgermeister, Vize-Bürgermeister und 3 Referenten (in der Regel Mitglieder des Gemeinderates). Den Gemeindeausschuss für die Legislaturperiode 2010–2015 bilden folgende Personen:
Die Wirtschaft in Terenten ist geprägt durch die jahrhundertealte Tradition in der Landwirtschaft. Noch heute bearbeiten weit über hundert landwirtschaftliche Betriebe Grund und Boden. Im Mittelpunkt stehen dabei heute vor allem die Viehwirtschaft und die Milchwirtschaft. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten wurde vor allem Getreide angebaut und in den vielen Mühlen zu Mehl verarbeitet. Viele der Mühlen, vor allem jene am Terner Bach, sind heute noch erhalten. Diese bäuerliche Tradition soll mit der Initiative "'s Terner Schmelzpfandl" wieder belebt, und der Bevölkerung zugänglich gemacht werden.
Zudem ist in den letzten Jahrzehnten eine rege Handwerkstätigkeit in Terenten entstanden. Voraussetzung dafür war die Erschließung der Gemeinde durch die Pustertaler Sonnenstraße (Vintl - Terenten - Pfalzen). Heute bieten die vielen Betriebe, vor allem in den Sektoren Bauwirtschaft und Holzwirtschaft, in den Handwerkerzonen Terenten und Pichlern vielen Einheimischen und Pendlern Arbeit und tragen zum wirtschaftlichen Wohlstand in Terenten bei.
Sehr große Bedeutung hat, wie in fast allen Gemeinden Südtirols, der Tourismus. Eine Vielzahl an Hotels, Pensionen und privaten Zimmervermietern bieten verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten an.
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