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| Terlan | |||
|---|---|---|---|
| (ital.: Terlano) | |||
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| Bezirksgemeinschaft | Überetsch-Unterland | ||
| Provinz: | Bozen (Südtirol) | ||
| Region: | Trentino-Südtirol | ||
| Staat: | Italien | ||
| Einwohner (VZ 2001/31.12.2010): | 3.579/4.137 | ||
| Sprachgruppen laut Volkszählung 2001: |
86,62 % deutsch 13,09 % italienisch 0,30 % ladinisch | ||
| Koordinaten | 46° 32′ N, 11° 15′ O46.528752777811.2485416667248Koordinaten: 46° 32′ N, 11° 15′ O | ||
| Meereshöhe: | 240 - 1.175 m s.l.m. (Zentrum: 248 m s.l.m.) | ||
| Fläche/Dauer- siedlungsraum: |
18,7/11,8 km² | ||
| Fraktionen: | Siebeneich, Terlan, Vilpian | ||
| Nachbargemeinden: | Andrian, Bozen, Eppan, Gargazon, Jenesien, Mölten, Nals | ||
| Postleitzahl: | 39018 | ||
| Vorwahl: | 0471 | ||
| ISTAT-Nummer: | 021097 | ||
| Steuernummer: | 80009450216 | ||
| Politik | |||
| Bürgermeister (2010): | Klaus Runer (SVP) | ||
Terlan (ital. Terlano) an der Weinstraße ist eine Gemeinde Südtirols im Etschtal zwischen Bozen und Meran mit 4137 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010). Das auf 248 Metern Meereshöhe gelegene Terlan ist auch wegen des dort gekelterten Terlaner Weins bekannt, ein Wein, den der Ort wegen seiner optimal gelegenen Weinberge hervorbringt. Daneben ist der Ort auch für seinen Spargel bekannt, der in der Etsch-Ebene geerntet wird.
Wahrzeichen des Ortes sind die oberhalb gelegene Burgruine Maultasch (Burgruine Neuhaus) und der schlanke, mit mehrfarbigen Dachschindeln gedeckte Turm der gotischen Hauptkirche aus dem 14. Jahrhundert.
Inhaltsverzeichnis |
Im Mittelalter war Terlan eine bedeutende Silberfundstätte. Im 15. Jahrhundert waren um Terlan rund 1.000 Knappen in mehr als 30 Gruben mit dem Abbau von Bleiglanz beschäftigt. Das Material wurde über die nahegelegenen Bäche in die Talsohle geschifft, wo es in den dort gelegenen Schmelzöfen aufgearbeitet wurde. Über die Etsch wurde das Silber schließlich in den Süden transportiert. Heute erinnern noch einige Flurnamen wie Silberleiten oder Silberleitenhof an diese Vergangenheit.
Terlan ist eines der bekanntesten Weindörfer Südtirols. Über 2000 Jahre reicht Terlans Tradition als Weinterroir zurück. Die Weinberge in Terlan beginnen am Fuße des Tschöggelberges auf 250 m Meereshöhe und ziehen sich bis auf 900 m über dem Meer hinauf. Die Terlaner Weine sind geprägt durch eine reiche und reife Fruchtkomponente. Sie sind kräftig und gut strukturiert, wobei die Säure harmonisch eingebunden ist. Ganz typisch sind leichte mineralische Noten im Duft, die vom hohen Mineralgehalt der Porphyrböden stammen. Weiters zeichnen sich die Terlaner Weine durch große Eleganz und Finesse aus, die sich meist erst mit längerer Lagerung entwickeln. Geringe Hektarerträge und behutsame schonende Vinifikation ergeben äußerst langlebige Weine. Manche Terlaner Weine zeigen ihr volles Potenzial erst nach Jahrzehnten.
Mitten im Herzen Südtirols befinden sich die Apfelanbaugebiete der Terlaner Obstbauern. Bereits im Jahr 1954 wurde die OG Terlan gegründet. 258 Mitglieder bewirtschaften gemeinsam 712,82 ha. 2008 wurde eine Anlieferungsmenge von 30.574.873 kg erwirtschaftet.
Ein weiteres für Terlan typisches Produkt ist der Terlaner Spargel.
Besonders das Handwerk, welches von der Stadtnähe und den günstigen Verkehrsverbindungen profitiert, ist ein wichtiger Teil der Wirtschaft. Es gibt auch einige Gewerbezonen in Terlan (Handwerkerzone Terlan, Handwerkerzone Enzenberg - zwischen Terlan und Siebeneich). Terlans Bild wird größtenteils von den vielen Äpfel- und Reblandschaften geprägt.
Terlan ist idealer Ausgangspunkte für Wanderungen und zahlreiche reizvolle Ausflüge in die Umgebung. Zu jeder Jahreszeit bieten Wanderungen in dieser Gegend ein besonderes Erlebnis: duftende Apfelblüten im Frühling, kühle Mischwälder im Sommer und bunte Weinreben im Herbst. Ideal für leichte Radwanderungen für Jung und Alt, für die gesamte Familie ist Terlan und das gesamte flache Etschtal zwischen Bozen und Meran. Es gibt verkehrsfreie Radwege entlang der Etsch und sehr verkehrsarme, landwirtschaftliche Wege durch Apfelplantagen. Des Weiteren gibt es mehrere Gasthäuser und Pizzerien sowie Hotels in verschiedenen Preisklassen. Auch gibt es ein Fitnessstudio und einen Erlebnis-Hochseilgarten.
Terlan hat eine funktionierende Nahversorgung. In der Dorfmitte des Hauptortes gibt es Gemischtwarengeschäft, zwei bekannte Metzgereien, eine Conad-Filiale und ein Eurospin. Des Weiteren gibt es mehrere Gasthäuser und Pizzerien sowie Hotels in verschiedenen Preisklassen. Auch gibt es ein Fitnessstudio und einen Erlebnis-Hochseilgarten. Es gibt 2 verschiedene Banken im Ortskern: die Raiffeisenkasse Terlan und eine Filiale der Südtiroler Sparkasse. In den Fraktionen Siebeneich und Vilpian befinden sich jeweils eine Filiale der Raiffeisenkasse Terlan.
Terlan hat drei Bahnhöfe (Siebeneich, Terlan und Vilpian), ist über die alte Staatsstraße und die Schnellstraße Meran-Bozen erreichbar und an das überregionale Radwegenetz angebunden (Etschradweg).
Von Terlan erreicht man die Nachbargemeinden Andrian und Mölten (Vilpian und Mölten sind auch durch eine Seilbahn verbunden).
Die Bevölkerung Terlans ist an das Breitbandinternet der Telecom Italia angeschlossen und zu 90% mit ADSL-Internet versorgt. Es werden über Mobilfunk vier Betreiber empfangen: Telecom Italia Mobile (GSM und UMTS/HSDPA), Vodafone (GSM und UMTS/HSDPA), Tre Italia (Hutchinson H3G) (UMTS/HSDPA) und Wind Italia S.P.A. (nur GPRS)
In Terlan gibt es drei deutschsprachige Kindergärten (Terlan, Vilpian und Siebeneich). Außerdem eine deutsch- und italienischsprachige Volksschule und eine deutschsprachige Mittelschule, in die auch die Schüler aus den umliegenden Dörfern Andrian, Nals, Siebeneich, Vilpian und Gargazon kommen. Die Bibliothek verfügt über einen großen Bestand an Büchern, Zeitschriften und anderen Medien. Der Bestand wird weiterhin aufgebaut und gepflegt. Seit 1983 verfügt Terlan auch über eine Musikschule. Diese wurde vom Institut für Musikerziehung gegründet.
Das Wappen zeigt in rotem Schild einen frei schwebenden silber/weißen, auf drei zum Tor hin schmäler werdenden Stufen stehenden gezinnten Torturm mit nach außen geöffneten Türflügeln. Das Wappen der Gemeinde Terlan ist identisch mit dem Wappenschild der aus Bozen stammenden, in den Adelsstand aufgestiegenen Familie Niederthor, die das Gericht Neuhaus (in Terlan) von 1382 bis zu ihrem Aussterben 1559 als landesfürstliches Lehen innehatte.