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Ein Test ist ein Versuch, mit dem größere Sicherheit darüber gewonnen werden soll, ob ein technischer Apparat oder ein Vorgang innerhalb der geplanten Rahmenbedingungen funktioniert bzw. ob bestimmte Eigenschaften vorliegen oder nicht.
Er unterscheidet sich vom Experiment dadurch, dass es beim Test eine Erwartung gibt die belegt bzw. widerlegt werden soll, während das Ergebnis beim Experiment offen ist oder nur vermutet werden kann. Eine Wiederholbarkeit der Ergebnisse beim Anwenden auf verschiedene Objekte ist eine Voraussetzung beim Experiment, beim Test hingegen ist das Ergebnis je nach Objekt anders. Vom Prüfen unterscheidet sich Testen, dass beim Prüfen noch eine Aussage gemacht wird, wie gut das Objekt die Anforderungen erfüllt.
Während im Extremfall ein Test ein Beweis sein kann legt der Begriff "Test" im Allgemeinen nahe, das das Testergebnis nicht absolut gültig ist, sondern eine Näherung darstellt. Er ist damit zumeist einfacher oder schneller durchzuführen als ein Beweis. In der Praxis wird ein Test als empirischer Beweis angesehen.
Manche Tests demonstrieren reale Vorgänge in simulierten Umgebungen. Dies dient der Erprobung neuer oder unbekannter Vorgänge, ohne echte Umgebungen zu beeinträchtigen oder zu gefährden. Da die simulierte Umgebung nicht immer der realen Umgebung vollständig entsprechen kann, sind die Ergebnisse von Tests immer nur unter Berücksichtigung der Qualität der Simulation zu bewerten.
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In der Biologie werden Biotests eingesetzt, um vergleichend beispielsweise die Toxizität von Substanzen auf lebenden Organismen, die Entwicklung von lebenden Organismen in Reaktion auf bestimmte Bedingungen oder die Präferenz von lebenden Organismen für bestimmte Substanzen oder Materialien zu untersuchen.
Der Schwangerschaftstest ist wohl einer der bekanntesten Tests in der Medizin. Der Bluttest ist bekannt unter dem Namen Blutbild.
Motorische Verfahren, auch motodiagnostische Verfahren, testen die motorischen Entwicklungsstand und können Hinweise auf eventuelle hirnorganische Schäden liefern.
Psychologische Tests werden von der Psychologie in großer Zahl genutzt. Sie werden zunehmend auch als Online-Assessments angeboten und genutzt. Sie sind als Methoden zur Informationsgewinnung der Psychologischen Diagnostik zuzuordnen.
In der Schule versteht man unter einem Test eine üblicherweise schriftliche Arbeit zur Überprüfung des Lernfortschrittes. Im Vergleich zu einer Klassenarbeit ist ein Test vor allem kürzer, meistens unangekündigt und geht zu einem geringeren Teil in die Gesamtbenotung ein. Obwohl ein Test meist schriftlich durchgeführt wird, zählt er - im Gegensatz zu den schriftlichen Klassenarbeiten - in der Gesamtbenotung zu den allgemein als "mündlich" bezeichneten sonstigen Leistungen.
Verfahren zum Test von Soft- oder Hardwaresystemen sind grundsätzlich Verifikationsverfahren. Allerdings können Systemtests auch zur Validation von Systemanforderungen führen, was Verifikationen aus methodischen Gründen nicht können.
Man unterscheidet aktive Tests, bei denen das System mit Eingaben stimuliert wird, die für den Test speziell konstruiert worden sind, und passive Tests (sog. runtime tests), bei denen ein Testprogramm im Systembetrieb mitläuft und das Fehlverhalten von Systemteilen protokolliert.
Bei den aktiven Tests unterscheidet man zudem statische Tests, die aufgrund von Spezifikationen (Soll-Beschreibung) und ggf. einer Analyse des Programmcodes konstruiert werden, und dynamische Tests, wo die Testeingaben teilweise im Dialog mit dem System konstruiert werden müssen (also "spätere" Systemeingaben eines Tests von "früheren" Systemausgaben abhängen).
Eine weitere Klassifikation von Tests bezieht sich darauf, ob die Eingaben nur aufgrund der Spezifikation konstruiert werden (das Programm ist eine black box) oder aufgrund der Spezifikation und des Programmcodes (white box).
Systematische Testverfahren setzen ein Adäquatheitskriterium voraus, das festlegt wie groß der Testdatensatz mindestens sein muss, damit man "genug" getestet hat. Solche Kriterien können sich bei Black-Box-Verfahren z.B. auf Testfall-Abdeckungen in der Spezifikation oder auf Pfadabdeckungen in einem spezifizierten Transitionssystem beziehen, bei White-Box-Verfahren auf Abdeckungen des Kontrollfluss- oder Datenfluss-Graphen des Programms. Der letztere Ansatz wird insbesondere auch zur Erzeugung von Testsätzen für Hardware verfolgt. Eine Übersicht für Adäquatheitskriterien ist z.B. [1].
Sind die Spezifikationen sehr einfacher Natur (z.B. "Es darf kein illegaler Speicherzugriff erfolgen."), spricht man bei Testverfahren auch von statischer Programmanalyse. Sind die Spezifikationen dagegen komplexerer Natur und beziehen sich auf das funktionale Verhalten (z.B. "Die Eingabe wird sortiert wieder ausgegeben."), so spricht man auch von modell-basierten Testverfahren. Solche Verfahren basieren meist auf automatischen Theorembeweisern [2] oder Modelcheckern [3].
Da sich im Prozess der Entwicklung eines Systems sowohl die Spezifikationen als auch vor allem der Programmcode ständig ändern, sind Verfahren, die aus Spezifikation, Programm und Adäquatheitskriterium automatisch Testdaten erzeugen, von besonderer Bedeutung.
In industriellen softwaretechnischen Prozessen werden oft ähnlich hohe Beträge zum Test von Soft- und Hardwaresystemen ausgegeben wie zu deren Entwicklung.
Die korrekte Montage einer Maschine wird mit dem Kalttest geprüft.
In der Fahrzeugtechnik bezeichnet Test meist ein Verfahren zum Aufspüren von Fehlern bei den Steuergeräten und Steuergerätekommunikation, die sich auf verschiedene Funktionalitäten des Fahrzeugs auswirken. Als Test werden so genannte Versuchsfahrten (Erprobungsfahrten) vor allem in der Vorserie, aber auch in der Serie unter Einsatz von Datenloggern und Fahrzeugdiagnosesystemen durchgeführt und ausgewertet.
In der Messtechnik ist ein Test entweder das Feststellen der Genauigkeitsklasse oder die Kalibrierung eines Messgeräts (Eichung).
Im baulichen Brandschutz bedient man sich normierter Brandprüfungen, um die Funktionstüchtigkeit von Brandschutzprodukten unter Beweis zu stellen. Das Wort Test ist ein branchenübliches Synonym für die einschlägigen Prüfungen.
Haltbarkeitstest ermitteln die Haltbarkeitsdauer eines Lebensmittels, Arzneistoffes, sonstigen Stoffes, eines Arzneimittels, einer Komponente, eines technischen Gerätes oder einer Textilie etc.:
Das Wort "Test" kommt vom altfranzösischen test: Tiegel‚ Topf für alchemistische Versuche.