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| The Squaire | |
|---|---|
| The Squaire von Südosten, Juli 2011 | |
| Daten | |
| Ort | Frankfurt |
| Baumeister | JSK Architekten |
| Baujahr | 2006–2011 |
| Höhe | 45 m |
| Koordinaten | 50° 3′ 11″ N, 8° 34′ 11″ O50.052938.569851Koordinaten: 50° 3′ 11″ N, 8° 34′ 11″ O |
| Besonderheiten | |
| größtes Bürogebäude Deutschlands; multifunktionelle Nutzung: Büros, Hotels, Geschäfte, Restaurants, Bahnhof und Parken | |
The Squaire (eigene Schreibweise: THE SQUAIRE, ehemals Airrail Center Frankfurt) ist ein 660 Meter langes und neun Etagen (45 Meter) hohes Bürogebäude in Frankfurt am Main. Es wurde zwischen 2006 und 2011 über dem bestehenden Fernbahnhof am Flughafen Frankfurt am Main gebaut und schafft zusätzliche Fläche für Büros, Hotels und Einzelhandel. Durch einen Verbindungsgang ist The Squaire direkt an das Terminal 1 des Flughafens angebunden. Die Eröffnung des Gebäudes erfolgt abschnittsweise, im April 2011 wurden zunächst eine Ladenpassage und Büros im westlichen Teil eröffnet.
Mit einer Gesamtmietfläche von 140.000 m² gilt The Squaire als größtes Bürogebäude Deutschlands.[1] Es gehört neben dem Opernturm und dem Messeturm zu den einzigen in Frankfurt, die eine eigene Postleitzahl („60600“) haben.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Squaire ist ein Kofferwort aus den englischen Wörtern „square“ (öffentlicher Platz) und „air“ (Luft). Der Name wurde im Juni 2010 bekannt gegeben, nachdem das Gebäude jahrelang unter dem Projektnamen Airrail Center Frankfurt geführt worden war. Airrail ist ebenfalls ein Kofferwort aus den englischen Wörtern „air“ (Luft) und „rail“ (Schiene).
Das Gebäude liegt zwischen der Bundesautobahn 3 und der parallel dazu verlaufenden Bundesstraße 43 in der Nähe des Frankfurter Kreuzes und dem Neubaugebiet Gateway Gardens. Es besteht eine direkte Verbindung zu dem unter dem Gebäude liegenden Fernbahnhof mit täglich 210 Fernzügen, davon 185 ICE-Züge. Durch einen Verbindungsgang über die Bundesautobahn 3 kann fußläufig das Flughafenterminal sowie der Regionalbahnhof erreicht werden.
Im Rahmen der Planung der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main bestand am Frankfurter Flughafen die Notwendigkeit, einen zweiten Bahnhof zu bauen, da der vorhandene S- und Regionalbahnhof nicht über die notwendigen Kapazitäten verfügte, um den prognostizierten Verkehr zu bewältigen. 1995 begannen die Bauarbeiten für den neuen Fernbahnhof, 1999 wurde das 660 Meter lange und bis zu 55 Meter breite Bauwerk fertiggestellt. Das Dach des Bahnhofs mit einer Glaskuppel wurde dabei bereits für eine spätere Überbauung konstruiert.
Im Frühjahr 2000 war mit dem Baubeginn für das Bürogebäude im Herbst 2000 und der Fertigstellung für Ende 2003 gerechnet worden.[3] Die Realisierung verzögerte sich mangels konkreter Mietinteressenten über mehrere Jahre.
Basierend auf der Planung des Architekturbüros JSK Architekten[4] begannen im November 2006 die Bauarbeiten am zunächst Airrail Center Frankfurt genannten Bürogebäude; die Grundsteinlegung fand am 1. März 2007[5] statt. Hauptinvestor für das Projekt ist die IVG Immobilien AG in Bonn. Die Eröffnung war zunächst für Frühjahr 2010 geplant.[6] Die geplanten Baukosten lagen zunächst bei 660 Millionen Euro; Anfang Juni 2009 sprach der Investor IVG bereits von mehr als 840 Millionen Euro.[7] Ein Ende Juli 2009 an die Öffentlichkeit gelangtes Gutachten rechnete mit Baukosten von knapp einer Milliarde Euro und mit einer Fertigstellung Ende 2010.[8]
Während der Rohbauarbeiten kündigte der Bauherr dem Rohbauunternehmer im April 2008, weil dieser die Bauarbeiten mit der Begründung, dass einzelne Auflagen der Baugenehmigung nicht erfüllt seien und wichtige Planungsunterlagen nicht vorlägen, eingestellt hatte.[9] Anschließend wurde ein Konkurrenzunternehmen mit der Fortführung der Bauarbeiten beauftragt. Ein Jahr später wurde festgestellt, dass der Baustahl, aus China importiert, Mängel aufwies.[10] Insgesamt 3500 Tonnen verbauten Stahls mussten repariert oder ersetzt werden.[11]
Der endgültige Name The Squaire wurde im Juni 2010 im Rahmen der Fertigstellung der Fassade bekannt gegeben. Die teilweise Eröffnung der Ladenpassage und einzelner Büros, die sich überwiegend im westlichen Teil des Gebäudes befinden, erfolgte Anfang April 2011.[12] Die Eröffnung der beiden Hilton-Hotels (Hilton Garden Inn und Hilton) im östlichen Gebäudeteil fand am 20. Dezember 2011 statt.[13]
Im Objekt selbst entstehen 625 Parkplätze, zusätzlich wird ein eigenes Parkhaus (The Squaire Parking) mit 2.500 Pkw-Stellplätzen westlich des Bürogebäudes errichtet. Das Parkhaus wurde Anfang 2012 fertiggestellt werden und ist durch eine Peoplemover-Metro im fünften Obergeschoss an das Hauptgebäude angeschlossen.
Die Baukosten betrugen letztlich rund 1,25 Milliarden Euro. Das Projekt steht mit rund 800 Millionen Euro in den Büchern der IVG. Das Ergebnis der Gesellschaft fiel im Geschäftsjahr 2011 aufgrund des The-Squaire-Projekts negativ aus. Das Unternehmen will das Bauwerk verkaufen, um Finanzschulden in Höhe von rund 500 Millionen Euro zu tilgen und rund 350 Millionen Euro bislang gebundenes Eigenkapital für profitablere Projekte freisetzen.[14]
Hauptmieter in sind die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, zwei Hilton Hotels und Lufthansa. KPMG hat im westlichen Gebäudeteil rund 40.000 m² Bürofläche angemietet und ist am 30. Mai 2011 eingezogen. Von dort aus wird KPMG mit 2.150 Mitarbeitern das Europa- und das Saudi-Arabien-Geschäft der Gesellschaft (KPMG Europe LLP) leiten.[15] Im östlichen Teil gibt es 2 Hilton Hotels: Das Hilton Garden Inn Frankfurt Airport mit 334 Zimmern und das Hilton Frankfurt Airport mit 249 Zimmern auf insgesamt 34.500 m² Fläche.
Lufthansa hat im August 2011 eine Absichtserklärung über die Anmietung von 18.500 m² abgeschlossen, im Frühjahr 2012 sollen rund 1.000 Mitarbeiter in The Squaire einziehen.[16] Weitere Mieter sind Nemak, IVG Immobilien, Plug and Work und Arthur D. Little.
Viele der Einzelhandelsflächen sind bereits an Mieter vergeben. Eine REWE-Filiale mit täglichen Öffnungszeiten von 5 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts, ein Ihr Platz-Drogeriemarkt und ein Virgin Media Store sind im Westteil des Gebäudes zu finden.[17]
Auf 3.600 m² soll darüber hinaus ein Facharztzentrum entstehen,[5][18] 5.900 m² sind für Gastronomie und Geschäfte vorgesehen. Im Februar 2011 waren insgesamt 93.000 m² Flächen (ca. 66 Prozent der Gesamtfläche) vermietet. Mit Vertragsabschluss der Lufthansa stieg die Vermietungsquote auf 82 Prozent.[16] Für Büroflächen werden Mieten von rund 30 Euro pro Quadratmeter erhoben.[19]