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Theodor Hetzer (* 16. Juli 1890 in Charkow; † 27. Dezember 1946 in Überlingen am Bodensee) war ein deutscher Kunsthistoriker.
Er wurde gerühmt für seine anschaulichen und mit Sensibilität und Sprachgewalt vortragenen Auseinandersetzungen mit Kunstwerken und kunstgeschichtlichen Epochen und Stilen. So schreibt Hetzer, dass er meist aufgeschrieben habe, was ihm „im Laufe der Jahre an Einsichten und Gedanken […] gekommen ist. […] Bei den Texten zu den einzelnen Bildern war es meine Absicht, Ordnung und Schönheit dieser Kunst zu verdeutlichen.“ (aus „Schriften; Band 4: Bild als Bau“, S. 201)
Hetzer studierte Kunstgeschichte (u.a. bei Friedrich Rintelen), Archäologie und Philosophie. Als Professor der Kunstgeschichte lehrte er an der Universität Leipzig.
Er galt als ausgesprochener Kenner der Kunst Giottos, Tizians und Raffaels und beschäftigte sich mit Dürer und den Einflüssen der deutschen Kunst auf die italienische Malerei des 16. Jahrhunderts.
Seine Schriften befassen sich ferner mit Peter Paul Rubens und Rembrandt, mit der Krise der Malerei um 1800 bei Francisco de Goya und dem Wiederaufleben der Malerei bei Paul Cézanne.
Hetzer erlag am 27. Dezember 1946 in Überlingen am Bodensee einem Herzleiden.
Seine gesammelten Werke erschienen 1981-1998 auf insgesamt 4152 Seiten unter dem Titel: Theodor Hetzer: Schriften in neun Bänden im Stuttgarter Urachhaus-Verlag. Die Ausgabe wurde von seiner Schülerin Gertrude Berthold betreut und mit einer editorischen Notiz zu jedem Band versehen. Die Einleitung schrieb sein Kollege und Freund Werner Gross.
Die Inhalte der einzelnen Bände:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hetzer, Theodor |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kunsthistoriker |
| GEBURTSDATUM | 16. Juli 1890 |
| GEBURTSORT | Charkiw |
| STERBEDATUM | 27. Dezember 1946 |
| STERBEORT | Überlingen am Bodensee |