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Theodor Reismann-Grone (* 30. September 1863 in Meppen; † 29. März 1949 in Essen) war ein deutscher Journalist und Herausgeber und Besitzer der Rheinisch-Westfälischen Zeitung sowie der Berliner Zeitung Die Post.
Inhaltsverzeichnis |
Nach dem Studium an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München begann Reismann-Grone seine journalistische Karriere bei den Wochenzeitungen „Staaten-Korrespondenz“ und „Die Industrie“, für die er vor allem wirtschafts-, kolonial- und sozialpolitische Artikel verfasste. Seit dem Beginn der 1890er-Jahre war er für das „Zentrale Pressebüro“ in Düsseldorf tätig, eine Organisation der rheinisch-westfälischen Schwerindustrie. Nach einem beruflichen Intermezzo als Geschäftsführer des Bergbauvereins übernahm er 1895 den Posten des Chefredakteurs bei der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung“ in Essen.
Reismann-Grone war einer der Mitbegründer des 1891 gegründeten radikalnationalistischen und antisemitischen Alldeutschen Verbandes, in dessen Hauptleitung er über viele Jahre tätig war. Seit der Jahrhundertwende kam es jedoch zwischen ihm und dem radikalen protestantischen Flügel des Verbandes, der von dem Münchner Verleger Julius F. Lehmann angeführt wurde, zu schweren Auseinandersetzungen, da sich Reismann-Grone weigerte, aus der katholischen Kirche auszutreten. Lehmann beschuldigte ihn deswegen, ein "Vertreter Roms" und somit auch "national unzuverlässig" zu sein.[1] Durch diesen Konflikt stand die Gesamtorganisation 1903 vor einer Zerreißprobe. Schließlich trat Reismann-Grone während des Ersten Weltkrieges aus dem Alldeutschen Verband aus, da er die auf einen Erhalt von Österreich-Ungarn ausgerichtete Politik des Vorsitzenden Heinrich Claß nicht weiter mittragen wollte.
Er war Mitglied der Deutschen Kolonialgesellschaft.
Schon in den 1920er-Jahren war Reismann-Grone ein begeisterter Anhänger Hitlers, mit dem er im Briefkontakt stand. Er nutzte seine zahlreichen geschäftlichen Kontakte im Ruhrgebiet, um diesen bei der Suche nach industriellen Förderern zu unterstützen. Offiziell trat er am 1. Januar 1930 der NSDAP bei. Der Historiker Stefan Frech vermutet aber, da er der „Ortsgruppe Braunes Haus“ für besonders verdiente Unterstützer beitrat, dass das Eintrittsdatum nachträglich rückdatiert wurde, um diesen Persönlichkeiten mehr Prestige zu verschaffen. Mehrere Indizien weisen auf einen Beitritt 1932 hin.[2]
Nach der Beurlaubung von Heinrich Maria Martin Schäfer wurde er am 5. April 1933 als kommissarischer Oberbürgermeister von Essen ernannt. Da er allerdings die Altersgrenze bereits überschritten hatte, erfolgte die formelle Ernennung erst am 13. Juli 1933. Dies wurde erst durch ein Sondergesetz vom 4. Juli desselben Jahres möglich. Er trat am 30. April 1937 wegen einer Steuerhinterziehungsaffäre von diesem Amt zurück.
Nach dem Rücktritt ging Reismann-Grone zunehmend auf Distanz zum nationalsozialistischen Regime, weil er im Dritten Reich die Rolle der Alldeutschen und Alt-Völkischen nicht ausreichend gewürdigt sah.[3]
Zeitweise verfasste er Literatur unter dem Pseudonym Dierck Seeberg.
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Heinrich Arnold Huyssen | Anton Klein | Johann Conrad Kopstadt | Bertram Pfeiffer | Johann Heinrich Horstmann | Ernst Heinrich Lindemann | Albert Theodor Gustav Hache | Erich Zweigert | Albert Heinrich Friedrich Wilhelm Holle | Hans Luther | Franz Bracht | Heinrich Maria Martin Schäfer | Theodor Reismann-Grone | Just Dillgardt | Hugo Rosendahl | Heinz Renner | Gustav Heinemann | Hans Toussaint | Wilhelm Nieswandt | Horst Katzor | Peter Reuschenbach | Annette Jäger | Wolfgang Reiniger | Reinhard Paß
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reismann-Grone, Theodor |
| KURZBESCHREIBUNG | Verleger und Bürgermeister von Essen |
| GEBURTSDATUM | 30. September 1863 |
| GEBURTSORT | Meppen |
| STERBEDATUM | 29. März 1949 |
| STERBEORT | Essen |
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