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Thor Heyerdahl (* 6. Oktober 1914 in Larvik, Norwegen; † 18. April 2002 in Colla Micheri, Andora, Italien) war ein norwegischer Anthropologe, Zoologe, Geologe, Ethnologe, Botaniker und Abenteurer. Er gilt als ein Praktiker der experimentellen Archäologie.
Inhaltsverzeichnis |
Thor Heyerdahl studierte in Oslo Zoologie und Geographie und bildete sich in Anthropologie weiter.
Während er sich 1940 im Rahmen einer Expedition in Bella Coola (British Columbia, Kanada) aufhielt, wurde Norwegen vom Deutschen Reich besetzt. Dadurch war es ihm nicht möglich, nach Norwegen zurückzukehren. Nach längerer Arbeitslosigkeit, in der er lediglich einige Hilfsarbeitertätigkeiten annehmen konnte, gelang es ihm mit Hilfe eines norwegischen Landsmannes, eine Anstellung in einer Werft zu erlangen, in der die Liberty-Frachter gebaut wurden. Heyerdahl entschloss sich, am Kampf für die Befreiung Norwegens teilzunehmen und meldete sich daher freiwillig im norwegischen Rekrutierungsbüro. Nach einer Ausbildung zum Luftwaffen-, Heeres- und Marinefunker sowie einer Fallschirmspringerausbildung wurde er in Nordostnorwegen in der Finnmark eingesetzt.
Heyerdahl bewies als erster die Verfügbarkeit von hochseetüchtigen Schilfbooten und Balsaflößen für interkontinentale Kontakte von vorkolumbischen Völkern. Er beteiligte sich an vielen Expeditionen (u. a. zur Osterinsel) und archäologischen Projekten. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er überwiegend auf Teneriffa, deren Pyramiden von Güímar er überregional bekannt machte.
Heyerdahl wurde mit zahlreichen Medaillen und Preisen ausgezeichnet. Universitäten in Europa, Nord- und Südamerika verliehen ihm insgesamt elf Ehrendoktortitel.
Einer der Navigatoren (Detlef Soitzek) der Tigris-Expedition benannte 1982 ein dreimastiges Traditionssegelschiff, das er mit einem anderen Segelbootliebhaber gekauft hatte und instandsetzte, nach Heyerdahl (siehe Thor Heyerdahl (Schiff)).
Die originalen Schiffe Kon-Tiki und Ra II sowie Nachbauten weiterer Fahrzeuge kann man heute im Kon-Tiki-Museum besichtigen, das Teil des Norwegischen Seefahrtsmuseums in Oslo ist. Im Park Piramides de Güimar (in Güimar, Teneriffa) befindet sich ein weiteres, kleines Museum mit dem Nachbau eines Schiffes.
Thor Heyerdahl starb 2002 im Alter von 87 Jahren in Italien an einem Gehirntumor.
Seit seiner Kindheit träumte Heyerdahl von einem Leben auf einer einsamen Insel. Mit seiner ersten Frau Liv verwirklichte er diesen Traum 1937–38 auf Fatu Hiva, Marquesas-Gruppe. Dort lebten sie, abgeschieden von der Zivilisation, rund ein Jahr lang und verzichteten im Alltag auf alle technischen Hilfsmittel.
Neben der Verwirklichung des Traums von der Rückkehr zu einem natürlichen Leben standen für Heyerdahl erst zoologische und dann zunehmend ethnologische und archäologische Untersuchungen im Mittelpunkt seines Aufenthalts. Er fand steinerne Statuen, die Ähnlichkeiten mit Statuen in Südamerika haben. Außerdem erzählte ihm ein alter Einheimischer von der mythischen Herkunft seines Volkes aus dem Osten. Diese Hinweise motivierten Heyerdahl die These einer Besiedelung Polynesiens von Südamerika zu vertreten.
Auf einer Expedition im Nordwesten Amerikas (1940–1941) wurden Heyerdahl Fotos gezeigt, auf denen Menschen, Felszeichnungen, Steinäxte und Götterfiguren zu sehen sind. Die Fotos erinnerten ihn an Fatu Hiva, stammten aber aus dem Bella-Coola-Tal (British Columbia) an Nordamerikas Westküste. Heyerdahl stellte fest, dass der Philippinenstrom (Japanstrom) von Asien Richtung Nordwestamerika geht und dann nach Hawaii und Polynesien abbiegt. Auch der Passatwind verläuft von Nordwestamerika nach Polynesien. Heyerdahl stellte die These auf, dass es möglich sei, auf einem Boot, unterstützt durch den Philippinenstrom und den Passatwind, von Nordwestamerika nach Polynesien zu gelangen.
Von Entdeckern und Forschern wurde bereits öfter auf die Ähnlichkeiten zwischen Polynesien und der Nordwestküste Amerikas hingewiesen, niemand hatte aber bislang eine Erklärung dafür. Eine Verbreitung von Polynesien nach Nordwestamerika hielten die Forscher für ausgeschlossen. An eine Wanderung in umgekehrter Richtung war bis dahin noch gar nicht gedacht worden.
Weitere Übereinstimmungen von Polynesien und der Nordwestküste Amerikas waren das Fehlen von Keramik und Webarbeiten, Erdöfen zur Speisenbereitung, Kleidung aus Rinde, die in Wasser eingeweicht und dann mit Schlegeln weichgeklopft wurde, Steinäxte, Ähnlichkeiten bei Angelhaken, Streitkeulen, Musikinstrumenten und anderen Gebrauchsgegenständen, seetüchtige Doppelkanus sowie ähnliche Gebräuche.
Im Herbst 1949 fand in New York der XXIX. Internationale Amerikanistenkongress statt, auf dem die Archäologen Ekholm und Robert von Heine-Geldern eine Ausstellung arrangierten. Sie bewiesen unter anderem, dass die eigentümlichen Angelhaken der Polynesier aus Knochen, Muscheln und Stein mit solchen, die an der Pazifikküste Nord- und Südamerikas ausgegraben wurden, nahezu identisch waren.
Bekannt wurde Heyerdahl durch seine Kon-Tiki-Expedition im Jahre 1947. Diese Expedition zeigte, dass es keine technischen Gründe gab, die die Einwohner Südamerikas von der Besiedelung Polynesiens abhielten. Heyerdahl hielt eine Besiedlung Polynesiens von Asien aus nicht für unmöglich, aber für schwierig, da sie gegen die Richtung des Humboldtstromes und des Passatwindes verläuft. Heyerdahls Theorie geht von zwei Hauptbesiedlungswellen aus:
Für die Expedition gingen Heyerdahl und sein Team nach Südamerika, um dort aus Baumstämmen aus Balsa-Holz und anderem dort heimischem Material ein Floß zu bauen, mit dem sie den Pazifischen Ozean nach Polynesien überquerten. Die einzige moderne Ausrüstung an Bord waren Funkgeräte. Als Nahrung hatten sie Kokosnüsse und Ananaskonserven an Bord. Außerdem fingen sie einen Teil ihrer Nahrung im Meer. Der Dokumentarfilm über die Expedition wurde mit einem Oscar ausgezeichnet.
Heyerdahl wies nach, dass ein Floß aus frisch geschlagenem Balsaholz ca. zwei Jahre schwimmfähig ist. Heyerdahl ist Wiederentdecker der vergessenen Kunst, ein Floß perfekt steuern zu können. Mit Hilfe von Segeln und Guaras (Steckschwertern) ist es möglich, sämtliche Richtungs- und Wendemanöver auszuführen und auch gegen den Wind zu kreuzen (vor Ecuador 1953).
Im August 1952 wurde in Cambridge der XXX. Internationale Amerikanistenkongress eröffnet. Heyerdahl wurde eingeladen, da man den jungen Aufrührer mit Argumenten durchlöchern wollte. Die meisten Wissenschaftler waren skeptisch und gingen davon aus, dass dies seine erste und letzte Begegnung mit der internationalen Fachwelt sein würde. Die meisten Gelehrten waren erstaunt, dass ein primitiver Floßfahrer sich wie ein Akademiker ausdrücken konnte, und er beendete unter Beifall seinen ersten Vortrag. Nach dem dritten Vortrag erklärte der kanadische Anthropologe Professor Reginald Ruggles Gates, dass die letzten Ergebnisse der Blutforschung für die Richtigkeit der Auffassung Heyerdahls sprachen. Der Diskussionsleiter der Vorträge, der dänische Wissenschaftler Professor Kaj Birket-Smith, eigentlich kein Freund von Heyerdahls Theorien, dankte ihm und hob die ungewöhnliche Bedeutung seiner Forschung hervor.
Hier führte Heyerdahl von 1952 bis 1953 eine archäologische Expedition durch. Die Galápagos-Inseln liegen 950 bis 1300 km vom Festland entfernt. Dort wurden zahlreiche Keramikscherben aus unterschiedlichen Gegenden und Kulturepochen von Nordperu und Ecuador gefunden. Die ältesten Funde entstammen der Mochica-Kultur (300–800 n. Chr.) und der Tiahuanaco-Kultur (540–900 n. Chr.). Die Ursprungsgebiete der Keramiken erstrecken sich auf einen 1500 km langen Küstenstreifen.
Die Inseln mussten demnach über einen Zeitraum von mehr als 1000 Jahren als Stützpunkt für Floßfahrten benutzt worden sein.
Mehrere amerikanische Gelehrte begannen zu zweifeln, dass die großen Indianerkulturen wirklich so isoliert gewesen waren, wie man bisher geglaubt hatte. Es gibt Hinweise auf eine direkte Seeverbindung zwischen Mexiko und Peru/Ecuador, belegt durch archäologische Funde von S. K. Lothrop, Dr. Michael D. Coe und anderen.
Feldstudien (1954) von vor-inkaischen Ruinenstädten vom Titicacasee (Peru) ausgehend über Bolivien bis hinauf nach Kolumbien.
Archäologische Expedition (1955–1956). Heyerdahl nahm an, dass es mindestens zwei Einwanderungswellen gab. Eine erste kleinere aus Südamerika und eine zweite größere aus Polynesien. Diese Theorie stützte er darauf, dass das Schilf, das man am Titicacasee (im heutigen Peru) für die Boote verwendete (Scirpus totora), mit dem Schilf, das das Osterinselvolk im Kratersee anpflanzte, identisch ist. Ebenfalls aus Südamerika stammt der Toromiro-Baum, Lycium carolinianum (Busch mit essbaren Beeren), Cyperus vegetus (Frischgrünes Zypergras, essbare Wurzeln) und Polygonum acuminatum (Vogelknöterich-Art, eine Süßwasserpflanze, die in Peru und auf der Osterinsel medizinisch verwendet wird). Auch war die wichtigste Pflanze der Osterinsel die Süßkartoffel, von den Insulanern Kumara genannt. Botaniker haben bewiesen, dass die Pflanze südamerikanischer Herkunft ist. Der Name Kumara wurde auch von den Indianern Perus verwendet. Flaschenkürbis, Gemüse- und scharfe Paprika sind weitere südamerikanische Pflanzen, die auf der Osterinsel angebaut wurden.
Es ist belegt, dass der spanische Kapitän de Cadres im 16. Jahrhundert von einem Indianer die genaue Segelanweisung zu der Osterinsel bekam. Genannt werden die am besten geeigneten Häfen für den Start, Arica und Ilo, weiter die Dauer bis zu dem unbewohnten Vogeleiland Sala y Gómez, zwei Monate. Dann muss diese Insel links liegen gelassen werden. Die Reise wird vom Passatwind und vom südlichen Bogen des äußeren Peru-Stromes begünstigt.
Zwar bestehen aus den genannten Gründen keine Zweifel an indianischen Kontakten zur Osterinsel. Neuere archäologische, genetische und sprachwissenschaftliche Erkenntnisse haben aber die Theorie der erstmaligen Besiedelung der Insel von Südamerika aus widerlegt.
Heyerdahl führte auch einige praktische Experimente mit den Moais durch. Diese waren bei seiner Ankunft größtenteils umgestürzt und halb vergraben bzw. unvollendet. Er ließ eine Gruppe von Insulanern mit den in den Steinbrüchen gefundenen Faustkeilen an den unvollendeten Steinfiguren arbeiten und einige vollendete Statuen an der Küste aufrichten.
Auf dem Rückweg von der Osterinsel (1956) wurden von der Expedition noch die Inseln Pitcairn, Raivavae, Hiva Oa, Nuku Hiva besucht. Diese sind weitere Inseln, auf denen Monumentalstatuen existieren.
1969 versuchte Heyerdahl mit einer internationalen Besatzung, mit dem nach ägyptisch-phönizischem Vorbild entworfenen Papyrusboot Ra I von Safi in Marokko aus auf einer Meeresströmung Amerika zu erreichen. Er ließ das Boot von afrikanischen Fischern vom Tschadsee bauen, die seine Befürchtungen beim Bau nicht beachteten. Sie entfernten ein Haltetau, welches das Heck stabil hielt, weil sie es lediglich für eine Verzierung hielten. Dadurch sackte das Heck der Ra I während der Überfahrt ab, wodurch das Boot 960 Kilometer vor dem Ziel, der Karibikinsel Barbados,[1] auseinanderfiel. Doch Heyerdahl gab nicht auf: Mit der authentischeren und drei Meter kürzeren Ra II stach er am 17. Mai 1970 erneut in See und erreichte am 12. Juli 1970 Barbados. Diesmal ließ er das Schiff von Anden-Indianern vom Titicacasee bauen.
Während der Expeditionen dokumentierte Heyerdahl die starke Verschmutzung des Atlantiks.
1977 folgte die Reise mit dem Schilfboot Tigris von Al Qurnah (Irak) über die Indusmündung (Pakistan) nach Dschibuti. Dort musste er die Reise wegen der aktuellen kriegerischen Lage abbrechen. Aus Protest verbrannte er die Tigris am Strand.
Die archäologische Expedition zu den Malediven im Jahr 1983 brachte Monumente zum Vorschein, die den ansässigen Maledivern schon lange bekannt gewesen waren. Es existiert ein einheimischer Bericht über die Islamisierung des Landes im 11. Jahrhundert. Durch die Ausgrabungen Heyerdahls wurde nun offenkundig, dass die Inseln schon seit der Spätantike besiedelt sein mussten. Arne Skjölsvold datierte die Erbauung der Tempelanlage von Nilandu um 500 n. Chr. wobei ältere Baufragmente in dem Schutt gefunden wurden. Rötliche Kalksteinblöcke wurden in der Füllung der Hawitta, einer Art Pyramide, gefunden, die auf eine ältere Bauphase hinweisen. Ein daneben gefundenes Holzkohlestück diente der Radiokarbondatierung. Postuliert wurde die erste Besiedelung der Malediven von der Harappa-Kultur im Industal, insbesondere von Lothal aus. Auch auf dem Gaaf-Atoll auf der Insel Gan (es gibt mehrere Inseln dieses Namens) wurde eine Hawitta ausgegraben. Insbesondere verwiesen Phallusskulpturen auf diese Kulturepoche, solche wurden bei den Ausgrabungen zahlreich gefunden. Außerdem wurden bei vielen Gräbern in Lothal Kaurimuscheln (Cypraea Moneta) als Grabbeigaben entdeckt. Der Archäologe Öystein Johansen entdeckte bei einem Aufenthalt auf der Insel Vadu auf dem Lagunengrund Topfscherben mit jungsteinzeitlichen Töpferwaren, die eine frühe Besiedelung der Malediven nahelegen. Auf der Insel Toddu, an der Nordspitze des Alifu Atolls, westlich von Male, wurde der Kopf einer monumentalen Buddhastatue gefunden. Dieser Fund war der wesentliche Grund für die archäologische Besichtigung durch Heyerdahl im Jahr 1983. Islamische Fanatiker zerstörten solche Spuren früher Besiedelung. Die Statue war im Innern einer kleinen Stupa gefunden worden, die von den Einheimischen „Bodu Gafusi“ (alter Steinhaufen) benannt wurde. Dort wurden auch Münzen gefunden, die aus dem Mittelmeerraum stammten und von Denaren von Caius Vibius Pansa, 90 v. Chr. geprägt worden waren. Weitere Kultureinflüsse wurden aus Dilmun, einer Ruinenstadt in Bahrein, nachgewiesen.
Archäologisches Projekt (1988–1993), Ausgrabungen an 26 Pyramiden der Vor-Inka-Hochkulturen der Moche (200 v. Chr. bis 750 n. Chr.), Lambayeque und Chimu, größte Pyramidenansammlung Südamerikas.
Die Küstenbewohner Perus waren hervorragende Seefahrer. 1527 wurde von den Spaniern ein Floß gekapert, das 20 Personen an Bord und ein Fassungsvermögen von 36 Tonnen brutto hatte. Es gab aber auch einen sehr großen Floßtyp, der 60–70 Tonnen befördern konnte. Mindestens 1000 Jahre vor Ankunft der Spanier wurden durch Flöße Waren aus Ecuador, Panama und Chile nach Peru transportiert.
„Pyramiden“ auf Teneriffa (1990–2002)
Im Jahr 1990 gründete Heyerdahl ein spanisch-norwegisches archäologisches Projekt auf den Kanarischen Inseln, mit dessen Hilfe er die Stufenpyramiden von Güímar (Tenerife) weltweit bekannt machte. Er hielt den Vorsitz des Internationalen Wissenschaftlichen Komitees der 1992 gegründeten Stiftung FERCO (Foundation for Exploration and Research on Cultural Origins) inne.
Durch archäologische Ausgrabungen der Universität La Laguna auf Teneriffa konnte die Entstehungszeit der „Pyramiden“ eindeutig in das 19. Jahrhundert datiert werden.[2][3][4] Nach Abschluss der Grabungen wurde 1998 das 65.000 Quadratmeter große Areal der Pyramiden für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Finanzielle Unterstützung erhielt Heyerdahl dabei von seinem Freund, dem kanarischen Geschäftsmann Fred Olsen, dem die größte Fährgesellschaft der Kanaren gehört und dessen Vorfahren um 1900 aus Norwegen auf die Kanaren gekommen sind. Ein Informationszentrum macht die Besucher mit Heyerdahls Forschungsreisen und seinen Hypothesen über die Pyramiden vertraut. Zwei Pavillons zeigen Ausstellungen über Heyerdahl sowie Modelle seiner Boote, unter anderem einen Nachbau der Ra II in Originalgröße.
Trotz der vorgelegten eindeutigen Grabungsergebnisse glaubte Heyerdahl weiterhin „an eine mögliche Beziehung zwischen der Existenz der Pyramiden und den vorspanischen Zivilisationen von Teneriffa“.[5]
Archäologische Erforschung einer möglichen Pyramidenstruktur (2000–2002)
Archäologisches Projekt (2001–2002). Die Suche nach Odin.
In einer neuen Biographie des norwegischen Schriftstellers Ragnar Kvam wird Heyerdahl eine Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten vorgeworfen. So soll er 1938 mit einem der führenden Rasseforscher, dem deutschen Nationalsozialisten Prof. Hans F. K. Günther, kooperiert und sich begeistert über die „charakterfeste deutsche Rasse“ geäußert haben.[6] Unbestritten ist, dass Heyerdahl freiwillig nach Norwegen zurückkehrte, um gegen die deutsche Besatzung zu kämpfen, und 1942–1945 als Funker und Fallschirmspringer des norwegischen Widerstands im Einsatz war.[7]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heyerdahl, Thor |
| KURZBESCHREIBUNG | norwegischer Anthropologe und Abenteurer |
| GEBURTSDATUM | 6. Oktober 1914 |
| GEBURTSORT | Larvik |
| STERBEDATUM | 18. April 2002 |
| STERBEORT | Colla Micheri, Andora, Italien |