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| Strukturformel | |||||||
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| Allgemeines | |||||||
| Name | Thymin | ||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C5H6N2O2 | ||||||
| CAS-Nummer | 65-71-4 | ||||||
| PubChem | 1135 | ||||||
| DrugBank | DB03462 | ||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer, kristalliner Feststoff[1] | ||||||
| Eigenschaften | |||||||
| Molare Masse | 126,04 g·mol−1 | ||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||
| Dichte |
1,46 g·cm−3[2] | ||||||
| Schmelzpunkt | |||||||
| Siedepunkt |
Zersetzung: 335–337 °C[1] | ||||||
| Löslichkeit |
löslich in Wasser 4 g·l−1 (25 °C)[1] | ||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||
Thymin (T, Thy), auch 5-Methyluracil, ist als eine der Nukleinbasen ein Grundbaustein der DNA. Es ist wie Cytosin ein Pyrimidin-Derivat und tritt in der DNA als Nukleotid Thymidin glycosidisch an Desoxyribose gebunden auf. Zur komplementären Nukleinbase Adenin bildet es zwei Wasserstoffbrücken. In der RNA kommt Thymin nur sehr selten vor (z. B. in der t-RNA) und ist dort in aller Regel durch Uracil ersetzt.
Inhaltsverzeichnis |
Eine Isolierung kann aus Rinderhirnen oder Kabeljau-Rogen erfolgen.[3][4]
Eine synthetische Darstellung gelingt durch Zyklisierung von N-Ethoxycarbonyl-3-methoxy-2-methylacrylamid in wässriger Ammoniaklösung.[5]
Eine weitere Synthese geht von 3-Methyläpfelsäure aus, welche in rauchender Schwefelsäure decarboxyliert und mit Harnstoff kondensiert wird.[6]
Thymin bildet glänzende, bitter schmeckende, nadelförmige oder prismenförmige Kristalle[7], die bei 335–337 °C unter Zersetzung schmelzen[8]. Die Verbindung löst sich gut in heißem Wasser, in Alkohol und Ether ist die Löslichkeit gering.[7] In alkalischen Medien löst es sich unter Salzbildung infolge einer Enolatbildung abgeleitet von der Enolform 5-Methyl-2,4-pyrimidindiol.[8] Prinzipiell kann Thymin in sechs tautomeren Strukturen vorliegen. Die Lactamform (1) wird aber gegenüber den Enolformen bevorzugt.[9]
Thymin dient als Ausgangsstoff für einige Arzneistoffe wie z.B. Zidovudin, Telbivudin und Clevudin.
Bei Thymindimeren handelt es sich um eine DNA-Mutation, welche durch UV-Strahlung induziert wird. Dabei verbinden sich zwei auf einem DNA-Strang nebeneinanderliegende Thymin-Basen über eine [2+2]-Cycloaddition kovalent zu einem Dimer, das ein relativ stabiles Cyclobutan-Derivat ist.
Besonders anfällig für eine solche Mutation sind Hautzellen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Aus diesem Grund werden Thymindimere als eine wesentliche Ursache für die Entstehung von Hautkrebs diskutiert.[11]