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| Stadt
Tichwin
Тихвин
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| Liste der Städte in Russland | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Tichwin (russisch Тихвин, finnisch Tihvinä) ist eine Stadt mit 58.843 Einwohnern (Stand: 2010)[1] in Russland. Sie liegt an der Fernstraße A114, rund 216 km östlich von Sankt Petersburg, und gehört zur Leningrader Oblast. Tichwin hat seit 1773 Stadtrechte, wurde aber 1383 erstmals erwähnt.
International bekannt ist Tichwin wegen des 1844 dort geborenen Komponisten Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow und der Tichwiner Ikone. Der Legende nach wurde die Ikone noch zu Lebzeiten Marias von Lukas gemalt.
Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt im November 1941 von Truppen der deutschen Heeresgruppe Nord erobert worden. Sie musste jedoch nach einem Monat wieder geräumt werden, da die sowjetischen Gegenangriffe zu stark waren. Tichwin markierte den weitesten Vorstoß der Heeresgruppe Nord im Verlauf des gesamten Krieges.
Nach dem Fall von Tichwin bat der damalige Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord, Generalfeldmarschall Wilhelm von Leeb um seine Ablösung. Er war mit dem neuen Oberbefehlshaber des Heeres Adolf Hitler in Streit über die Strategie geraten: Hitler wollte die Front ohne Rücksicht auf Verluste halten, Leeb die Abwehr beweglich und mit größtmöglicher Schonung der eigenen Truppen führen.
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Verwaltungssitz ist Sankt Petersburg, das jedoch ein eigenständiges Subjekt der Russischen Föderation bildet.