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| Gemeinde Tilos Δήμος Τήλου (Τήλος) | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Griechenland | |
| Region: | Südliche Ägäis | |
| Regionalbezirk: | Rhodos | |
| Geographische Koordinaten: | 36° 26′ N, 27° 22′ O36.429166666727.3672222222Koordinaten: 36° 26′ N, 27° 22′ O | |
| Fläche: | 64,525 km² | |
| Einwohner: | 521 ([1]) | |
| Bevölkerungsdichte: | 8,1 Ew./km² | |
| Sitz: | Megalo Chorio | |
| LAU-1-Code-Nr.: | ||
| Gemeindebezirke: | 1 Gemeindebezirk | |
| Ortschaften: | 2 Ortschaften | |
| Website: | www.tilos.gr | |
| Lage in der Region Südliche Ägäis | ||
Tilos (griechisch Τήλος (f. sg), in der Antike Telos, zwischenzeitlich auch griechisch Πισκοπή, Piskopí oder Episkopí) ist eine griechische Insel in der Ägäis und eine der zwölf Hauptinseln des Dodekanes. Zusammen mit einigen unbewohnten Inselchen (u.a. Anditilos und Gaidouronisi) bildet sie eine Gemeinde (δήμος, Dimos) in der Region Südliche Ägäis.
Inhaltsverzeichnis |
Sie liegt nordwestlich von Rhodos und acht Seemeilen südöstlich der Insel Nisyros. Ihre Fläche beträgt 61,48 km²[2] und die höchste Erhebung (Profitis Ilias) erreicht 612 m. Bewohnt ist die Insel von knapp 300 Einwohnern (1991 waren es 279 Bewohner).
In der Charkadio-Höhle wurden bei Ausgrabungen im Jahr 1971 viele Knochen von Zwergelefanten entdeckt. Bei der letzten Grabungskampagne wurden Reste eines noch kleineren Elefanten (Palaeloxodon antiquus falconeri) entdeckt. In einem kleinen Museum im Ort Megalo Chorio sind einige der Funde ausgestellt.
Die antike Dichterin Erinna, eine Freundin Sapphos, soll nach Berichten des Eustathios um 610 v. Chr. auf der Insel gelebt haben.
1309/10 begann die Herrschaft des Johanniterordens über Tilos, die bis zur Belagerung von Rhodos im Jahr 1522 andauerte. Zahlreiche Wehrbauten entstanden während dieser Zeit.[3] Daraufhin gehörte Tilos bis Anfang des 20. Jahrhunderts zum Machtbereich des Osmanischen Reiches, bis die Insel 1912 im Zuge des italienisch-türkischen Kriegs durch Italien besetzt wurde. Von 1923 bis 1943 war Tilos (Piskopí) Teil der italienischen Ägäis-Inseln.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs war Tilos von Einheiten der deutschen Wehrmacht besetzt. Als 1944 und im Frühjahr 1945 britische und verbündete Truppen auf der Insel landeten, kam es zu mehreren Gefechten. Noch heute zeugt vielerorts verrostetes Kriegsmaterial von der Schwere der Kämpfe. Erst am 8. Mai 1945 wurde auf der Nachbarinsel Symi ein Übergabeabkommen für die südöstliche Ägäis unterzeichnet.[4]
Seit dem 7. März 1948 gehört Tilos offiziell zum Staat Griechenland.
Die Tilos Park Association (TPA) unterstützt seit 2003 den Naturschutz auf Tilos und fördert den Ökotourismus.[5] Von 2004 bis 2008 lief ein LIFE-Programm der Europäischen Union zum Schutz der heimischen Vogelwelt, darunter der Eleonorenfalke, Habichtsadler und die Krähenscharbe.[6]
Für ihre langjährigen Bemühungen um den Vogelschutz, insbesondere für die Durchsetzung eines Jagdverbotes seit 1993 wurde die Gemeinde 2009 mit dem Euronatur-Umweltpreis ausgezeichnet.[7]
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