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Tolmin

Tolmin
Wappen von Tolmin Karte von Slowenien, Position von Tolmin hervorgehoben
Basisdaten
Staat: Slowenien
Historische Region: Küstenland (Primorska)
Statistische Region: Goriška (Region Gorica)
Koordinaten: 46° 11′ N, 13° 44′ O46.183738888913.7344305556200Koordinaten: 46° 11′ 1″ N, 13° 44′ 4″ O
Höhe: 200 m. i. J.
Fläche: 381,5 km²
Einwohner: 11.980 (2008)
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km²
Postleitzahl: 5220
Struktur und Verwaltung
Bürgermeister: Uroš Brežan
Webpräsenz:

Tolmin (deutsch: Tolmein, italienisch: Tolmino) ist eine Stadt und eine Gemeinde in Slowenien. Sie liegt in einer Seehöhe von 200 m über NN auf einem vorgeschobenen Plateau zwischen den Flüssen Soča und Tolminka, am Zusammenlauf des Soča-Tales mit der Bača Grapa und der Idrijca, zählt 3.851 Einwohner und repräsentiert seit Jahrhunderten schon das natürliche Zentrum der Umgebung. Zusammen mit den 72 Ortschaften und Weilern hat die Gesamtgemeinde 11.980 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Tolmin ist ein Ort in der Primorska, die den westlichsten Teil Sloweniens an der Grenze zu Italien darstellt. Am Südrand der Julischen Alpen gelegen, repräsentiert das kleine Städtchen am mittleren Flusslauf der Soča den Verkehrsknotenpunkt einerseits an der Verbindungsstraße zwischen Kranjska Gora und Nova Gorica, anderseits den Ausgangspunkt des Verkehrswegs nach Škofja Loka und der Straße nach Idrija und Logatec. Vom etwas erhöht über dem Soča-Tal gelegenen Ort ausgehend erreicht man flussaufwärts die 16 Kilometer entfernte Gemeinde Kobarid, flussabwärts nach 41 Kilometern die Stadt Nova Gorica. Bis in die östlich gelegene slowenische Hauptstadt Ljubljana sind es noch 87 Straßenkilometer.

Kirche Heilige Maria in Tolmin

Ortsteile

Bača pri Modreju, Bača pri Podbrdu, Bukovski Vrh, Daber, Dolenja Trebuša (deutsch: Nieder Trebutscha), Dolgi Laz, Dolje (deutsch: Dollin), Drobočnik, Čadrg (deutsch: Tschadraberg), Čiginj (deutsch: Zigin), Gabrje (deutsch: Rabs), Gorenja Trebuša (deutsch: Ober Trebutscha), Gorenji Log, Gorski Vrh, Grahovo ob Bači (deutsch: Grachowa), Grant, Grudnica (deutsch: Graudenz), Hudajužna, Idrija pri Bači (deutsch: Idria), Kal (deutsch: Kaal), Kamno (deutsch: Kamberg), Kanalski Lom (deutsch: Lam bei Kanalburg), Klavže, Kneške Ravne, Kneža (deutsch: Grafendorf), Koritnica (deutsch: Koritnich), Kozaršče (deutsch: Kossarsche), Kozmerice, Kuk, Lisec (deutsch: Lischitz), Ljubinj (deutsch: Lübin), Logaršče (deutsch: Locharsche), Loje (deutsch: Lojach), Modrej (deutsch: Modera), Modrejce (deutsch: Modreiza), Most na Soči (deutsch: Sankt Luzia), Obloke, Pečine (deutsch: Oblatschberg), Petrovo Brdo, Podbrdo, Podmelec (deutsch: Podmeulz), Polje, Poljubinj (deutsch: Palbin), Ponikve (deutsch: Penken), Porezen, Postaja, Prapetno, Prapetno Brdo (deutsch: Papröth), Roče (deutsch: Rotsch), Rut, Sela nad Podmelcem, Sela pri Volčah, Selce, Selišče (deutsch: Osselische), Slap ob Idrijci (deutsch: Slapst), Stopnik (deutsch: Stopnig), Stržišče, Temljine, Tolmin (deutsch: Tolmein), Tolminske Ravne, Tolminski Lom (deutsch: Lam), Trtnik, Volarje (deutsch: Vollaria), Volčanski Ruti, Volče (deutsch: Woltschach), Zadlaz-Čadrg, Zadlaz-Žabče (deutsch: Zadlaz-Sabig), Zakraj, Zatolmin (deutsch: Sotolmein), Znojile, Šentviška Gora (deutsch: Sank Veitsberg), Žabče (deutsch: Sabig)

Geschichte

1713 entzündete sich an zu hoch empfundenen Steuern der Tolmeiner Bauernaufstand[1][2][3], was sich im heutigen Wappen niederschlägt[4].

Anton Haus, aus Windischgraz stammend, verheiratet mit Maria Grollnigg, war um 1830 Bürgermeister von Tolmin. Er war der Großvater des einzigen österreichischen Großadmirals Anton Haus.

Die historische Landschaft wird bestimmt durch die Soča, an deren Ufern in den zwölf Isonzo-Schlachten während des Ersten Weltkriegs ein trauriges Kapitel der Weltgeschichte geschrieben wurde.

Als Teil des Österreichischen Küstenlandes gehörte es 1919 bis 1945 zu Italien, danach zu Jugoslawien.

Kulturgut

Auf dem isolierten Bergkegel Kozlov rob (426 m), gleich im Nordwesten hinter der Stadt gelegen, wo man eine vorgeschichtliche Burganlage fand, bauten die Patriarchen von Aquileia ein Schloss, von dem man heute nur noch die Überreste sieht. Ein geschichtlicher Pfad verbindet das Tal mit dem Gipfel.

Des Weiteren wird jährlich im Sommer das Metalcamp Metal Open-Air Festival ausgetragen.

Literatur

  • Marko Simić: Auf den Spuren der Isonzofront, Mohorjeva Hermagoras, Klagenfurt-Laibach-Wien 2004; ISBN 3-85013-884-4

Weblinks

 Commons: Tolmin – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Belege

  1. Jasna Fakin: nas/kras.pdf KRAS — MED ŠTANJELOM IN DEVINOM. Gemeinde Komen, S. 16, abgerufen am 23. September 2009 (ISBN 961-91414-0-7).
  2. Museum von Tolmin. Abgerufen am 23. September 2009.
  3. Isonzo Valley Peasant Revolt 1713. Abgerufen am 23. September 2009.
  4. Heraldry of the World. Abgerufen am 23. September 2009.
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