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| Toronto | ||
|---|---|---|
| Spitzname: T.O., The Big Smoke | ||
| NĂ€chtlicher Blick auf die Harbourfront und Downtown Toronto | ||
| Wappen |
Flagge | |
| Motto: Diversity Our Strength (âVielfalt ist unsere StĂ€rkeâ) | ||
| Lage in Ontario | ||
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| Staat: | Kanada | |
| Provinz: | Ontario | |
| Region: | Greater Toronto Area | |
| Koordinaten: | 43° 40âČ N, 79° 23âČ W43.66135-79.38308776Koordinaten: 43° 40âČ N, 79° 23âČ W | |
| Höhe: | 76 m | |
| FlĂ€che: | 630,18 kmÂČ | |
| Einwohner: â Metropolregion: |
2.651.717 (Stand: 2008) 5.509.874 (Stand: 2008) | |
| Bevölkerungsdichte: | 4.207,9 Einw./kmÂČ | |
| Zeitzone: | Eastern Time (UTCâ5) | |
| Gemeindenummer: | 416 und 647 | |
| Postleitzahl: | M1B â M9W | |
| GrĂŒndung: | 1793 (als York) | |
| BĂŒrgermeister: | Rob Ford | |
| WebprÀsenz: | www.toronto.ca/ | |
Toronto (
[tÉËÉčÉntoÊ]) ist mit 2,5 Millionen Einwohnern[1] die gröĂte Stadt Kanadas und die Hauptstadt der Provinz Ontario. Sie liegt im Golden Horseshoe (Goldenes Hufeisen), einer Region mit ĂŒber 8,1 Millionen Einwohnern, die sich halbkreisförmig um das westliche Ende des Ontariosees bis zu den NiagarafĂ€llen erstreckt. Rund ein Drittel der Bevölkerungszunahme des ganzen Landes entfiel in den letzten Jahren auf diesen GroĂraum. Die Einwohnerzahl der Metropolregion (Census Metropolitan Area) stieg von 4,1 Millionen im Jahre 1992 auf 5,1 Millionen im Jahre 2006.[2] Die Greater Toronto Area hatte 2010 ĂŒber 6,2 Millionen Einwohner.[3]
Die Stadt liegt am nordwestlichen Ufer des Ontariosees, dem mit 18.960 kmÂČ FlĂ€che[4] kleinsten der fĂŒnf GroĂen Seen. Durch die Eingemeindung einer Reihe von VorstĂ€dten, die bereits mit Toronto verschmolzen waren (Etobicoke, Scarborough, York, East York und North York), wurde Toronto Ende der 1990er Jahre mehrfach vergröĂert. Das Zentrum mit dem Einkaufs- und Bankendistrikt befindet sich in der NĂ€he des Sees. Die HaupteinkaufsstraĂe ist die Yonge Street.
Toronto ist Kanadas Wirtschaftszentrum und weltweit einer der fĂŒhrenden FinanzplĂ€tze[5].
Inhaltsverzeichnis |
Toronto liegt am Nordwestufer des Ontariosees und ist Teil des QuĂ©bec-Windsor-Korridors, des am dichtesten besiedelten Gebiets Kanadas. In seiner unmittelbaren Nachbarschaft liegen westlich die Orte Mississauga und Brampton, die zur Regional Municipality of Peel gezĂ€hlt werden. Etwas weiter im Osten befindet sich die Regional Municipality of Halton mit ihrem Hauptsitz in Milton. Im Norden liegen Vaughan und Markham (Regional Municipality of York). Im Osten liegt die Stadt Pickering, die zur Regional Municipality of Durham gehört. Zur Metropolregion Greater Toronto Area (GTA) gehören auĂer dem Stadtgebiet diese vier Regionalverwaltungen (Regional Municipality).
Das Stadtgebiet umfasst eine FlĂ€che von 630,18 kmÂČ und erstreckt sich in Nord-SĂŒd-Richtung auf 21 und in Ost-West-Richtung auf 43 Kilometer.[6] Die FlĂ€che ist mit der etwas gröĂeren von Hamburg (755 kmÂČ) vergleichbar. Die Stadtgrenze bildet im SĂŒden der Ontariosee, im Westen der Etobicoke Creek und der Highway 427, im Norden die Steeles Avenue und im Osten der Rouge River. Das Hafengebiet am Ufer des Sees bildet eine KĂŒstenlinie von insgesamt 46 Kilometern LĂ€nge.
Nördlich des Stadtgebiets erstreckt sich von der Niagara-Schichtstufe bis etwa nach Peterborough das rund 1900 kmÂČ umfassende Gebiet Oak Ridges Moraine, ein ökologisch bedeutsamer GrĂŒnzug.
Toronto wird vom Humber River am westlichen Rand, vom Don River östlich der Downtown auf der gegenĂŒberliegenden Seite des Hafens und von zahlreichen NebenflĂŒssen durchflossen. Der Naturhafen hat sich durch Sedimentation herausgebildet, die auch die Toronto Islands entstehen lieĂ. Die Vielzahl von BĂ€chen und FlĂŒssen, die von Norden her durch das Gebiet flieĂen und in den Ontariosee mĂŒnden, haben zahlreiche bewaldete Schluchten geschaffen.[7] Diese Schluchten beeinflussen die Stadtplanung derart, dass manche VerkehrsstraĂen wie die Finch Avenue, die Leslie Street, die Lawrence Avenue und die St. Clair Avenue auf der einen Seite der Schlucht enden und sich auf der anderen fortsetzen. Der fast 500 Meter lange Prince Edward Viaduct ĂŒberspannt die vom Don River gebildete 40 Meter tiefe Schlucht.
WĂ€hrend der letzten Eiszeit lag der niedrigere Teil des Stadtgebietes unter dem Glacial Lake Iroquois[8], einem Eisstausee. GelĂ€ndeabbrĂŒche, die auf diese Zeit zurĂŒckgehen, sind von der östlich der Stadtmitte verlaufenden Victoria Park Avenue an der MĂŒndung des Highland Creek zu erkennen. Die sogenannten Scarborough Bluffs sind schroffe Felsklippen bis zu einer Höhe von 65 Metern auf einer LĂ€nge von 14 Kilometern entlang der Uferlinie des Ontariosees. Toronto hat keine nennenswerten Erhebungen. Der niedrigste Punkt liegt am Ufer des Ontariosees auf 75 Meter ĂŒber dem Meeresspiegel, der höchste auf 270 Meter nahe der York University im Norden der Stadt.
Die Wasserwirtschaft Torontos basiert, ebenso wie die der Region York auf dem Ontariosee. Von 1843 bis 1873 besorgte ein privates Unternehmen die Wasserversorgung, seit 1873 ĂŒbernimmt die stĂ€dtische Verwaltung diese Aufgabe.[9] Sie lĂ€sst heute durchschnittlich 2,9 Millionen Kubikmeter Wasser pro Tag durch das Versorgungsnetz pumpen.[10] Seit 1949 haben die Stahlrohre mindestens einen Durchmesser von 750 mm und sind mit Zement und Beton eingeschlossen. Da der See genĂŒgend Wasser fĂŒhrt, kommt Toronto mit wenigen Reservoiren aus. Der GroĂteil der Lagerung erfolgt im Leitungssystem selbst.
Toronto hat mit dem DLWC-Projekt ein neues Verfahren fĂŒr die Klimatisierung von BĂŒrogebĂ€uden entwickelt. Da die Wassertemperatur am Grund des sehr tiefen Ontariosees das ganze Jahr ĂŒber konstant bei vier Grad Celsius liegt, lĂ€sst es sich zur KĂŒhlung der Innenstadt verwenden.
Aufgrund seiner Lage im Ă€uĂersten SĂŒden Kanadas herrscht in Toronto ein fĂŒr das Land sehr moderates Klima (Effektive Klimaklassifikation: Dfa). Die vier Jahreszeiten sind sehr ausgeprĂ€gt mit betrĂ€chtlichen Temperaturunterschieden, besonders in den kalten Monaten. Aufgrund der NĂ€he zum Wasser schwanken die Temperaturen besonders in dicht bebauten und ufernahen Gebieten tagsĂŒber wenig. In bestimmten Zeiten des Jahres kann das mĂ€Ăigende Klima des Sees in extreme lokale und regionale Wettersituationen umschwenken, wie beispielsweise den sogenannten Lake effect snow, der den FrĂŒhlingsbeginn hinauszögert und fĂŒr herbstliche Bedingungen sorgt.
Die Winter in Toronto sind gewöhnlich kurz, mit kurzen, aber harten KĂ€ltephasen und extremen Temperaturen von unter â10 °C, die durch den Windchill als noch kĂ€lter empfunden werden. Die tiefste Temperatur wurde am 10. Januar 1859 mit â32,8 °C gemessen. Mit Schnee muss in Toronto von November bis Mitte April gerechnet werden. Neben SchneestĂŒrmen und Eisregen sind milde Abschnitte mit Temperaturen zwischen 5 und 14 °C möglich.
Die Sommer sind durch lange Phasen feuchten Klimas charakterisiert. Die durchschnittliche Tagestemperatur variiert zwischen 20 und 29 °C. Sie kann jedoch auch bis 35 °C ansteigen. Die höchste gemessene Temperatur betrug am 8. Juli 1936 40,6 °C. Herbst und FrĂŒhling ĂŒberbrĂŒcken die Hauptjahreszeiten mit milden bzw. kĂŒhlen Temperaturen und wechselnden Trocken- und Feuchtperioden.
Die NiederschlĂ€ge verteilen sich auf das ganze Jahr. Der Schwerpunkt liegt fĂŒr gewöhnlich im Sommer, der feuchtesten Jahreszeit; der GroĂteil des Niederschlags fĂ€llt in Gewittern. Durchschnittlich betrĂ€gt die jĂ€hrliche Gesamt-Schneehöhe 133 Zentimeter. Die gröĂte Schneemenge wurde am 11. Dezember 1944 mit 48,3 Zentimeter Höhe gemessen. Die jĂ€hrliche Sonnenscheindauer betrĂ€gt im Durchschnitt 2038 Stunden.[11]
| Toronto | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (ErklÀrung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlĂ€ge fĂŒr Toronto
Quelle: Temperatur, Sonnenstunden, Regentage und Wassertemperatur: Der Internationale Klimaindex, Niederschlag: klimadiagramme.de
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â Liste der Stadtbezirke von Toronto
Toronto wird als die âStadt der Stadtteileâ bezeichnet. Bis zu 240 Teile hatte das Alte Toronto (englisch: Old City of Toronto) oder Downtown bis 1997, als es in Metropolitan Toronto eingegliedert wurde. Die Old City ist der am dichtesten besiedelte; in ihm befindet sich das GeschĂ€fts- und Verwaltungszentrum.
Seit dem 1. Januar 1998 besteht die Metropole aus den sechs Stadtteilen (Gemeinden) Old Toronto (untergliedert in Downtown Core (Central), North End, East End, West End), North York, Scarborough, Etobicoke, York und East York, die wiederum in insgesamt 140 Stadtbezirke (engl.: neighbourhoods, âNachbarschaftenâ) untergliedert sind.[12] Die 140 Stadtbezirke werden in insgesamt 44 Verwaltungsbezirke (engl. ward) zusammengefasst, denen ein Ratsherr (engl. councillor) vorsteht. FĂŒr Sitzungen werden die 44 Wards in die vier GemeinderĂ€te Etobicoke York Council, North York Community Council, Toronto and East York Community Council und Scarborough Community Council gegliedert. Die Community Councils wurden 1997 im Rahmen der Neugliederung geschaffen und bilden ein Gremium des City Council. Die Aufgabe der GemeinderĂ€te besteht darin, dem Stadtrat VorschlĂ€ge zu unterbreiten, sofern diese ihre Stadtbezirke betreffen.[13]
| Stadtteil | Einwohner | FlÀche |
|---|---|---|
| East York | 115.185 | 21,3 kmÂČ |
| Etobicoke | 345.000 | 123,9 kmÂČ |
| North York | 608.288 | 176,9 kmÂČ |
| Old Toronto | 676.352 | 97,2 kmÂČ |
| Scarborough | 593.297 | 187,7 kmÂČ |
| York | 143.255 | 23,2 kmÂČ |
| Toronto City insgesamt | 2.481.677 | 630,2 kmÂČ |
Die Ă€ltesten Spuren menschlicher Besiedlung im Raum der heutigen Stadt Toronto sind 11.000 Jahre alt. Indigene Völker zogen nach der letzten Eiszeit von SĂŒden an das Nordufer des Ontariosees. Die Wyandot nannten den Ort Tarantua, abgeleitet von tkaronto aus der Sprache der Mohawk, die zu den Irokesen gehören. Es bedeutet Ort, an dem BĂ€ume am Wasser stehen und spĂ€ter Ort der ZusammenkĂŒnfte oder Treffpunkt.[15] Die Bezeichnung geht auf den Lake Simcoe, an dem die Wyandot BĂ€ume pflanzten und fischten und auf eine viel genutzte Portageroute vom Lake Simcoe zum Lake Huron (Toronto Carrying-Place Trail)[16] zurĂŒck.
Das heutige Stadtgebiet war die Heimat einer Reihe von First Nations, die am Ufer des Ontariosees lebten. Zu Beginn der europĂ€ischen Besiedlung lebten in der NĂ€he von Toronto die Neutralen, die die Franzosen so nannten, weil sie sich zu dieser Zeit aus den Kriegen heraushielten. Sie wurden Mitte des 17. Jahrhunderts von den Irokesen vernichtet. Daher lebten im GroĂraum Toronto Seneca, Mohawk, Oneida und Cayuga, die zu den Irokesen zĂ€hlten. Unmittelbare Nachbarn waren die Senecadörfer Teiaiagon und Ganatsekwyagon.
Französische Handelskaufleute grĂŒndeten an der Stelle des heutigen Exhibition Place 1750 Fort RouillĂ©, das bereits 1759 wieder abgerissen wurde.[17] WĂ€hrend des Amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitskrieges strömten britische Siedler in die Region. 1787 kam der sogenannte Toronto Purchase zu Stande, eine Vereinbarung zwischen der britischen Monarchie und der Mississaugas of the New Credit First Nation. Dabei tauschte die Mississaugas of New Credit 101.528 Hektar Land im Gebiet des heutigen Toronto gegen 140 Barrel an GĂŒtern und 1700 britische Pfund. Dieser Handel wurde jedoch 1805 wieder rĂŒckgĂ€ngig gemacht.[18]
Im 17. Jahrhundert nutzten die PelzjĂ€ger den Treffpunkt recht erfolgreich fĂŒr ihre GeschĂ€fte, bis der britische Gouverneur Simcoe den wirtschaftlichen Umschlagplatz in ein Fort umbauen lieĂ und damit 1793 York grĂŒndete. Die Siedlung entwickelte sich nur langsam; der damalige Regierungssitz von Oberkanada war noch in Niagara-on-the-Lake. (â Geschichte Ontarios) Erst 1797 wurde York Hauptstadt Oberkanadas. WĂ€hrend des Britisch-Amerikanischen Krieges kam es am 27. April 1813 zu einer Schlacht zwischen dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. Rund 1.700 Briten fielen in York ein. Der sechsstĂŒndige Kampf endete, nachdem die britische Seite ihr Munitionslager in die Luft gesprengt und sich nach Kingston zurĂŒckgezogen hatte. Nach der fĂŒr beide Seiten verlustreichen Schlacht besetzten die Amerikaner sechs Tage lang York. In der Folge kam es zu weiteren kriegerischen Auseinandersetzungen, die erst 1815 endeten. (â Krieg und Einfluss mit den USA)
König Georg IV. grĂŒndete am 15. MĂ€rz 1827 das heute als University of Toronto bekannte Kingâs College, mit dem die Stadt weiter an Bedeutung gewann, nachdem bereits 1819 eine Bank eröffnet hatte, die Bank of Upper Canada, die bis 1866 bestand. Im Jahr 1832 wechselte der Regierungssitz Oberkanadas von Kingston nach York. Am 6. MĂ€rz 1834 wurde York zur besseren Unterscheidung von New York in Toronto umbenannt. Erster BĂŒrgermeister wurde im selben Jahr William Lyon Mackenzie. Er war ein radikaler Reformer in Oberkanada. Dies gipfelte am 5. Dezember 1837 darin, dass er Rebellen gegen die Provinzregierung fĂŒhrte. Doch zwei Tage spĂ€ter musste er sich mit seinen Gefolgsleuten ergeben.
Am 10. Februar 1841 entstand aus den britischen Kolonien Niederkanada und Oberkanada die Provinz Kanada, deren Hauptstadt 1849 bis 1852 und 1856 bis 1858 Toronto war. Mit der GrĂŒndung der kanadischen Konföderation am 1. Juli 1867 bildete sich die Provinz Ontario, deren Hauptstadt von Beginn an Toronto war.
In der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in der Stadt die Industrialisierung. Am 19. Dezember 1846 wurde von Toronto aus die erste telegrafische Nachricht verschickt, zehn Jahre spĂ€ter, am 27. Oktober 1856 die Eisenbahnverbindung zwischen Toronto und Montreal eröffnet. 1861 verkehrten die ersten StraĂenbahnen entlang der Yonge Street, der King Street und der Queen Street. Um den wachsenden Bedarf zu decken, verkehrten vor der Elektrifizierung der öffentlichen Nahverkehrsmittel ĂŒber 200 StraĂenbahnwagen, die von rund 1000 Pferden gezogen wurden.[19] Aufgrund der guten Verkehrsanbindung wurde die ĂŒberregionale Landwirtschaftsmesse Canadian National Exhibition seit 1879 jĂ€hrlich in Toronto abgehalten.
In den 1850er Jahren stammten die Einwohner dieser britischen Kolonie ĂŒberwiegend aus dem Vereinigten Königreich, mit rund 73 % waren die Einwohner damals mehrheitlich protestantisch. Die britische Dominanz hielt noch etwa ein weiteres halbes Jahrhundert an. Der Protestantismus war keine homogene Glaubensgemeinschaft sondern teilte sich unter anderem in AnhĂ€nger der evangelischen Baptisten und der anglikanischen Gemeinschaft auf. Die religiösen Unterschiede fĂŒhrten zu heftigen Spannungen, die sich in den Jahren von 1867 bis 1892 in mehreren Unruhen niederschlugen. An den Auseinandersetzungen waren vor allem die Katholiken und die aus Irland stammenden Protestanten beteiligt.
Aus der VolkszĂ€hlung 1901 ging hervor, dass 8 % der Bevölkerung Torontos nicht aus dem Vereinigten Königreich stammten. Die gröĂte Gruppe davon kam mit 6866 Einwanderern aus Deutschland, gefolgt von 3015 aus Frankreich; 3090 Personen hatten jĂŒdische Vorfahren, 1054 kamen aus Italien, 737 aus den Niederlanden, 253 aus Skandinavien, 219 aus Asien und 142 aus Russland. Die Stadt hatte inzwischen gut 208.000 Einwohner. Die multikulturelle Gesellschaft Torontos war zur Wende ins 20. Jahrhundert bereits im Ansatz vorhanden. Wirtschaftlich hatte Toronto Quebec bereits in den 1870er Jahren ĂŒberholt und war nach Montreal die zweitgröĂte Kraft im Dominion Kanada. Am 19. April 1904 zerstörte der GroĂbrand von Toronto ĂŒber 100 GebĂ€ude in der Innenstadt. 1906 begann mit der Stromgewinnung an den NiagarafĂ€llen die Stromversorgung der Stadt.
Innerhalb von 20 Jahren stieg die Bevölkerung auf mehr als das Doppelte an und erreichte 1921 ĂŒber 522.000 Einwohner. Danach schwĂ€chte sich die Wachstumsrate etwas ab. In der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts entstand eine Reihe wichtiger Bauwerke und Einrichtungen. So wurde im Juni 1913 das Toronto General Hospital an der College Street eröffnet und zwei Jahre spĂ€ter, am 19. MĂ€rz 1914, das 1912 gegrĂŒndete Royal Ontario Museum.
Bis in die 1920er Jahre gab es zum Teil konkurrierende Gesellschaften fĂŒr die öffentlichen Nahverkehrssysteme. Diese wurden 1921 von der Stadt unter der Toronto Transportation Commission zusammengefasst, der spĂ€teren Toronto Transit Commission. Gleichzeitig stieg auch der Individualverkehr stark an. 1910 gab es rund 10.000 Automobile â diese Zahl erhöhte sich bis 1928 auf das Achtfache. Im Juni 1929 wurde das Royal York Hotel eröffnet, dessen GebĂ€ude mit 28 Stockwerken und 124 Metern damals das höchste Bauwerk der Stadt war. Von den 1930er Jahren an verĂ€nderte sich die Skyline durch eine Vielzahl von HochhĂ€usern erheblich.
WĂ€hrend der Weltwirtschaftskrise stieg bis 1933 die Arbeitslosenquote auf bis zu 30 % an, Kapital und persönliche Vermögen wurden vernichtet. Gleichzeitig sanken die durchschnittlichen Monatslöhne um ĂŒber 40 %. Die Zahl der EheschlieĂungen und die Geburtenrate sank ebenfalls um 40 %.[20] Selbst 1939 erreichte die Wirtschaftskraft noch nicht wieder den Stand von vor 1929.[21] 1934 feierte die Stadt, die damals 629.285 Einwohner zĂ€hlte, dennoch ihren 100. Geburtstag.[22]
Ăhnlich wie im Ersten Weltkrieg war Kanada auch im Zweiten Weltkrieg Gegner des Deutschen Reiches, vor allem als Lieferant von Kriegsmaterial. Entbehrungen in Form von Lebensmittelrationierungen und Sperrzeiten fĂŒr Strom und Wasser kennzeichneten die Kriegswirtschaft, die zahlreiche ArbeitsplĂ€tze in der Produktion von Kriegsmaterialien hervorbrachte. Nach 1945 musste die Wirtschaft wieder auf zivile Produkte umgestellt werden.
Am 17. September 1949 kam es im Hafen von Toronto zu einer Katastrophe, als der Passagierdampfer Noronic, der wĂ€hrend einer GroĂe-Seen-Kreuzfahrt ĂŒber Nacht an Pier 9 ankerte, in Flammen aufging und innerhalb kurzer Zeit ausbrannte. 122 Passagiere kamen ums Leben.
Bereits in den 1950er Jahren erreichte Torontos Bevölkerung die Millionengrenze. Die Zuwanderung aus dem europĂ€ischen und asiatischen Raum ist vor allem auf die dortigen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zurĂŒckzufĂŒhren. Mit dieser Entwicklung verlagerten sich Wohn- und ArbeitsrĂ€ume deutlich auĂerhalb der Stadtgrenzen: Bis 1946 befanden sich 90 % der Industriebetriebe von York County in der Stadt. 1954 waren es noch 77 %. Diesem Trend folgten die immer besser werdenden Verkehrs- und Transportwege und verstĂ€rkten ihn. Allerdings stand die Stadt sowohl hinsichtlich der Bevölkerungszahl als auch der Wirtschaftskraft nach wie vor nur an zweiter Stelle in Kanada hinter Montreal.
Am 1. Januar 1954 wurde die Metropolregion Municipality of Metropolitan Toronto geschaffen. Das Gebilde bestand aus der Innenstadt, den Bezirken New Toronto, Mimico, Weston, Leaside, Long Branch, Swansea und Forest Hill sowie den Stadtgemeinden Etobicoke, York, North York, East York und Scarborough. Die neu gegrĂŒndeten Verkehrsbetriebe Toronto Transportation Commission trieben den Ausbau des Torontoer U-Bahn-Netzes voran und eröffneten eine Reihe neuer Buslinien. Wichtige Meilensteine in der Stadtentwicklung waren die Fertigstellung des letzten Abschnittes des Highway 401 und die Eröffnung des Gardiner Expressway.
Bereits 1965 hatten mehr nationale Behörden ihren Hauptsitz in Toronto als in Montreal. Zudem förderte der Separatismus in QuĂ©bec die Abwanderung von Wirtschaftsunternehmen nach Toronto. Torontos Einwohnerzahl ĂŒberflĂŒgelte nach den Ergebnissen der VolkszĂ€hlung von 1976 erstmals die von Montreal. Mit dem Eintritt 1976 Kanadas in die Gruppe der Acht (damals G7) rĂŒckte die Stadt auch international auf die politische BĂŒhne. 1988 war Toronto Austragungsort der 14. Konferenz der G7.
Heute ist Toronto mit rund 2,5 Millionen Einwohnern Kanadas bevölkerungsreichste und wirtschaftlich stĂ€rkste Stadt. Am 1. Januar 1998 wurde eine tiefgreifende Reform der Stadtbezirke durchgefĂŒhrt, bei der autonome Stadtgemeinden mit der Stadt Toronto verschmolzen wurden. Sir Peter Ustinov bemerkte einmal, Toronto sei sauber und sicher wie ein von Schweizern gefĂŒhrtes New York.[23] Toronto gilt als sicherste Stadt Kanadas. (â KriminalitĂ€t)
Vom 26. bis zum 27. Juni 2010 fand der vierte G20-Gipfel in Toronto statt. Einen Tag frĂŒher wurde der 36. G8-Gipfel in Huntsville abgehalten, der ursprĂŒnglich auch das G20-Treffen beherbergen sollte.
Torontos Stadtverwaltung ist einstufig, das Regierungssystem besteht aus BĂŒrgermeister und Stadtverordneten. Diese Verwaltungsstruktur ist im City of Toronto Act festgeschrieben. Der BĂŒrgermeister wird durch die Stadtbevölkerung direkt gewĂ€hlt und ist Vorsitzender der Stadtregierung. Der Toronto City Council ist eine aus einer Kammer bestehende Legislative mit 44 StadtrĂ€ten, welche die Stadtbezirke reprĂ€sentieren. Der BĂŒrgermeister und die StadtrĂ€te werden seit der Wahl im Jahre 2006 fĂŒr eine vierjĂ€hrige Legislaturperiode gewĂ€hlt, vorher war sie dreijĂ€hrig. BĂŒrgermeister ist seit 2010 Rob Ford (* 1969), der als 64. das Amt bekleidet. Er wurde mit 47,1 % der Stimmen am 25. Oktober 2010 als Nachfolger von David Miller gewĂ€hlt. Erst seit der Umbenennung von York in Toronto hat die Stadt offiziell einen BĂŒrgermeister. Davor stand der Chairman of the General Quarter Session of Peace dem Ort vor.
Seit Beginn der Legislaturperiode im Jahr 2007 besteht die Stadtregierung aus sieben Kommissionen mit je einem Vorsitzenden, einem Stellvertreter und vier StadtrĂ€ten, die alle vom BĂŒrgermeister benannt werden. Ein Exekutivkomitee besteht aus den Kommissionsvorsitzenden, dem BĂŒrgermeister, seinem Stellvertreter und vier anderen StadtrĂ€ten. Die RĂ€te ĂŒberwachen auch die Verkehrsbetriebe der Stadt Toronto (Toronto Transit Commission) und den Polizeidienst der Stadt (Toronto Police Services Board). Die Stadtregierung hat ihren Sitz im Neuen Rathaus am Nathan Phillips Square.
Es gibt rund 40 Unterkommissionen, BeratungsstĂ€be und Runde Tische, die ebenfalls der Stadtregierung angehören. Diese Institutionen werden von StadtrĂ€ten und von freiwilligen BĂŒrgern gebildet. Dazu kommen vier weitere GemeinderĂ€te, die den StadtrĂ€ten Empfehlungen geben, allerdings keine eigenstĂ€ndigen Entscheidungsvollmachten haben. Jedem Stadtrat ist ein Mitglied aus dem Gemeinderat unterstellt. Toronto verfĂŒgte 2006 ĂŒber einen Haushalt in Höhe von 7,6 Milliarden Dollar.[24] Die Stadt wird von der Provinzregierung Ontario durch Steuern und Abgaben finanziert. Die Ausgaben der Stadt verteilen sich wie folgt: 36 % flieĂen in Programme der Provinz, 53 % dienen stĂ€dtischen Aufgaben wie beispielsweise der öffentlichen BĂŒcherei (Toronto Public Library) und dem Zoo von Toronto, 11 % werden fĂŒr Fremdfinanzierungen und nicht zweckgebundene Aufwendungen verwendet.[25]
Die Flagge der Stadt Toronto wurde vom damals 21-jĂ€hrigen Studenten Renato entworfen.[26] Dieser Entwurf gewann einen Designwettbewerb im Jahre 1974. Die Flagge zeigt stilisiert die beiden TĂŒrme der City Hall auf blauem Grund mit dem kanadischen Nationalsymbol, dem roten Ahornblatt, an seiner Basis.[27] Nach der Gebietsreform 1997 hielt die Stadtregierung vergeblich nach einem neuen Design Ausschau. Daraufhin wurde der Vorschlag umgesetzt, kleinere VerĂ€nderungen an dem Entwurf von 1974 vorzunehmen, die im Oktober 1999 zur nun gĂŒltigen Flagge fĂŒhrten.[27] Der Freiraum oberhalb und zwischen den TĂŒrmen stellt den Buchstaben âTâ dar, die Initiale der Stadt Toronto.
Das Wappen der Stadt Toronto wurde von Robert Watt geschaffen und im Zuge der Gebietsreform 1998 eingefĂŒhrt. Es zeigt auf der linken Seite einen Biber und auf der rechten einen BĂ€ren, die sich gegenĂŒberstehen und den Stadtschild halten. Beide Tiere stehen auf einem begrĂŒnten HĂŒgel mit einem blauen T fĂŒr Toronto auf goldenem Grund. Auf dem Wappen befinden sich auĂerdem eine Krone und ein Adler. Unterhalb des Wappens symbolisieren drei blaue senkrechte Wellenlinien die FlĂŒsse Humber, Don und Rouge. Darunter ist eine waagerechte Wellenlinie fĂŒr den Ontariosee dargestellt, in den die drei FlĂŒsse mĂŒnden. Unter dem Stadtwappen befindet sich ein Band mit dem Motto âDiversity Our Strengthâ (deutsch: âVielfalt ist unsere StĂ€rkeâ), von zwei kanadischen, roten AhornblĂ€ttern umrahmt. Das Motto wurde anlĂ€sslich der Gebietsreform 1998 eingefĂŒhrt.[28]
Neben dem Wappen und der Flagge wird die Silhouette des Rathauses auch fĂŒr das Stadtsignet verwendet.
StÀdtepartnerschaften bestehen mit:
Chongqing, China. Chongqing und Toronto haben im Mai 2006 drei HandelsvertrÀge im Wert von 50 Millionen US-Dollar geschlossen.[29] Die Partnerschaft besteht seit 1986.
Chicago, Illinois, Vereinigte Staaten. Der frĂŒhere BĂŒrgermeister Art Eggleton und der Chicagoer BĂŒrgermeister Richard M. Daley unterzeichneten in der Börse von Chicago 1991 den Partnerschaftsvertrag.
Frankfurt am Main, Deutschland. Mit Frankfurt am Main werden seit Anbeginn der Partnerschaft regelmĂ€Ăige Austauschprogramme betrieben, fĂŒr die der Vertrag am 26. September 1989 vom damaligen Frankfurter OberbĂŒrgermeister Volker Hauff und dem Torontoer BĂŒrgermeister Art Eggleton im Frankfurter Rathaus Römer unterschrieben wurde.[30] Im Mai 1991 spielte beispielsweise das Toronto Symphony Orchestra in der Jahrhunderthalle Höchst. Neben dem kulturellen Austausch gibt es auch auf wissenschaftlicher Ebene Kooperationen durch Studienaufenthalte von Professoren und Studenten und gemeinsame Seminare.[31]
Mailand, Italien, seit dem 30. Juni 2003[32]
Nicht mehr bestehende StÀdtepartnerschaften hatte Toronto mit den StÀdten Amsterdam, Wuxi und Indianapolis. Freundschaftlich verbunden ist Toronto mit Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam), Kiew (Ukraine), Rostow am Don (Russland), Quito (Ecuador), Sagamihara (Japan) und Warschau (Polen).
| Jahr | Stadtgebiet | CMA[34] | GTA |
|---|---|---|---|
| 1834 | 9.254[35] | â | â |
| 1861 | 65.085 | 193.844[35] | â |
| 1901 | 238.080 | 440.000[35] | â |
| 1951 | 1.117.470 | 1.262.000[35] | â |
| 1971 | 2.089.728 | 2.628.045[36] | â |
| 1976 | 2.124.295 | 2.803.101[36] | â |
| 1981 | 2.137.380 | 2.998.947[36] | â |
| 1986 | 2.192.721 | 3.733.085 | â |
| 1991 | 2.275.771[37] | 3.893.933[38] | 4.235.756[37] |
| 1996 | 2.385.421[39] | 4.263.759[39] | 4.628.883[37] |
| 2001 | 2.481.494[40] | 4.682.897[40] | 5.081.826[37] |
| 2006 | 2.503.281[40] | 5.113.149[40] | 5.555.912[40] |
1820 hatte Toronto 1.250 Einwohner, viele Indianerdörfer waren erheblich gröĂer. Doch gelang es Toronto zum einen, die starke Stellung Montreals im Bankenwesen zu brechen, zum anderen förderte die Stadt frĂŒh die Industrialisierung. 1833 wurden in Toronto mit 80 BeschĂ€ftigten erstmals Dampfmaschinen hergestellt, ab 1857 wurden Lokomotiven produziert und ein breites Spektrum an zuliefernden Betrieben entstand.
Zugleich förderte die Regierung die Einwanderung, so dass die Bevölkerungszahl steil anstieg. GröĂter Gewinner war dabei Toronto, das um 1850 mit 31.000 Einwohnern bereits die gröĂte Stadt im Westen war und in den folgenden zehn Jahren seine Einwohnerzahl mehr als verdoppelte. Es konnte seine Waren unter Umgehung Kingstons nach Montreal bringen, und dabei den Weg ĂŒber den Ontariosee nutzen. Gleichzeitig war es mit New York verbunden, wohin bereits 1847 eine Telegrafenverbindung bestand. Das Kapital zum Bau der Eisenbahnen, die Kanadas Metropolen zwischen Halifax und Vancouver verbanden, stammte ĂŒberwiegend aus GroĂbritannien, von wo auch die meisten Einwanderer stammten. Damit stemmten sich London und spĂ€ter Ottawa erfolgreich gegen den politischen Anschluss Kanadas an die USA. Toronto profitierte dennoch von den dortigen Absatzmöglichkeiten. Zugleich veranlasste der zunehmende Separatismus der frankophonen Kanadier viele Unternehmen, nach Toronto zu gehen.
Als Montreal Zentrum der Eisenbahnindustrie wurde, begann die Hauptstadt Ontarios in den Jahrzehnten um die Jahrhundertwende auf Elektroindustrie und Autobau, spĂ€ter Flugzeugbau zu setzen. Damit war Toronto einer der NutznieĂer der Kriegswirtschaft im Zweiten Weltkrieg. VersandhĂ€user wie Eatonâs versorgten einen wachsenden, bald auch internationalen Markt, der Ausbau der Infrastruktur erforderte neue ArbeitskrĂ€fte. Nach dem Krieg sprengte die Zuwanderung die Stadtgrenzen und gröĂere organisatorische Einheiten, wie die Metropolregion, entstanden. Die Kernstadt hatte von 1901 bis 1951 ihre Einwohnerzahl verfĂŒnffacht.
SchlieĂlich stieg der Anteil der BeschĂ€ftigten in den Dienstleistungsgewerben stark an, die bald zu den mit Abstand gröĂten Arbeitgebern wurden. Da viele dieser Gewerbe ohne ausgebildetes Personal auskamen, zudem auslĂ€ndisches Kapital in die Stadt floss, kamen zunehmend Einwanderer aus wirtschaftlich aufstrebenden LĂ€ndern mit starkem Bevölkerungswachstum. Zwischen 1951 und 2001 vervierfachte sich die Zahl der Bewohner der Metropolregion.
Bei der VolkszĂ€hlung aus dem Jahr 2001 wurden 2.481.494 Einwohner ermittelt, 2006 wurde die Einwohnerzahl auf gut 2,6 Millionen geschĂ€tzt. Im GroĂraum Toronto lebten etwa 5,5 Millionen Menschen. Mit 2,5 Millionen lebt knapp die HĂ€lfte in der Kernstadt, der Rest verteilt sich auf 24 Gemeinden mit einer GesamtflĂ€che von 7.125 Quadratkilometern. In den Jahren 1996 bis 2006 wuchs die Stadt jĂ€hrlich um 1,8 % und gehört damit zu den am schnellsten wachsenden BallungsrĂ€umen in Kanada. Absolut entspricht dies einem Zuzug von fast 100.000 Bewohnern jĂ€hrlich. Wegen der hohen Dichte im Stadtkern wachsen vor allem die Gemeinden des Umlands. Brampton, Vaughan, Richmond Hill, Markham, Ajax, Whitby verzeichneten von 2001 bis 2006 insgesamt eine Zunahme von 20 %. Das starke Wachstum beruht vor allem auf der internationalen Zuwanderung. In den Jahren 2001 bis 2006 wanderten 447.900 Menschen aus dem Ausland in die Stadtregion ein. Der Anteil der im Ausland geborenen Einwohner machte 45,7 % bzw. 2,32 Millionen (2006) aus; die Stadt ist damit das bedeutendste kanadische Zuwanderungsziel. Die gröĂten Einwanderungsgruppen stammen aus Indien mit 77.800 und China mit 63.900 Menschen. Die hohe Zuwanderungsrate wirkt sich verteuernd auf den Wohnungsmarkt aus, weshalb Immigranten sich heute verstĂ€rkt in den umliegenden StĂ€dten niederlassen. Die höchsten Anteile an nicht in Kanada geborenen BĂŒrgern haben die benachbarten StĂ€dte Markham mit 56,5 % und Mississauga mit 51,6 %.[41]
Laut einer Erhebung im Jahr 2001 stammen 43,7 % der Stadtbevölkerung nicht aus Kanada; dieser Anteil stieg in den letzten Jahren stetig â 1991 betrug der Anteil noch 38 %.[42] Die Vielzahl der Bevölkerungsgruppen spiegelt sich in den vielen von einer Gruppe geprĂ€gten Stadtvierteln wie z. B. Chinatown, Little Italy, Greektown oder Koreatown wider. Dabei bilden die Einwohner, die aus SĂŒdasien stammen mit 12,0 % den gröĂten Anteil; gefolgt von ChinesischstĂ€mmigen mit 11,4 % und Afroamerikanern mit 8,4 %.[43]
Die vorherrschende Sprache in Toronto ist Englisch. Nur etwa 1,4 % der Bevölkerung spricht französisch. Bedeutsame Sprachgruppen sind vor allem Chinesisch, Portugiesisch und Italienisch. Nur eine verschwindende Minderheit von 2,1 % beherrscht die Zweisprachigkeit von Englisch und Französisch.[44]
| Sprache | Englisch | Italienisch | Chinesisch | Kanton | Panjabi | Tagalog | Portugiesisch | Spanisch | Urdu | Tamil | Polnisch | Französisch |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | 2.849.285 | 194.620 | 175.900 | 170.490 | 137.730 | 113.875 | 113.015 | 112.875 | 105.555 | 98.265 | 81.975 | 72.590 |
Juden lassen sich in Toronto seit den 1830er Jahren nachweisen, in den 1850er Jahren lebten 18 Familien in der Stadt.[45] 1856 entstand die erste Synagoge. Pogrome veranlassten osteuropĂ€ische Juden, nach Kanada auszuwandern. Entsprechend der HerkunftslĂ€nder entstanden (ausschlieĂlich orthodoxe) Kongregationen, es entstanden Yiddish Theatres, Nachmittagsschulen und eine Zeitung. Dabei lebten die aus GroĂbritannien Eingewanderten östlich der Yonge Street, die OsteuropĂ€er im wenig angesehenen Quartier St. Johnâs Ward. Bis in die 1950er Jahre blieb das Gebiet um Spadina Avenue/Kensington Market das Kerngebiet der zersplitterten jĂŒdischen Gemeinde, viele zogen danach weiter nordwĂ€rts. Dennoch bleibt die jĂŒdische Gemeinde in Downtown verankert, wo das Miles Nadal Jewish Community Centre' entstand, es besteht ein eigenes Downtown Jewish Community Council.[46]
Mit der Weltwirtschaftskrise schrĂ€nkte die konservative Regierung unter Richard Bedford Bennett Anfang der 1930er Jahre die Immigration, die vorher gefördert worden war, drastisch ein. Damit ging ein selektives Prinzip einher, nach dem Immigranten aus Nord- und Westeuropa sowie BĂŒrger aus den USA bevorzugt wurden. 1931 waren von den 631.207 Bewohnern 45.305 Juden.[47] Die allgemeine BeschrĂ€nkung und ein latenter Antisemitismus in Kanada fĂŒhrten dazu, dass zwischen 1930 und 1940 nur rund 12.600 jĂŒdische Immigranten in Kanada aufgenommen wurden; 4000 davon kamen aus Deutschland.[48] In Toronto waren die Juden die gröĂte ethnische Gruppe, die vor allem wĂ€hrend der Krisenzeiten als SĂŒndenbock diente. Ihnen wurde teilweise der Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen untersagt, es kam sogar zu Boykotten jĂŒdischer GeschĂ€fte. Keine UniversitĂ€t war bereit, ihr Kursangebot auf Internierte auszuweiten, lediglich die Queenâs University in Kingston nahm eine kleine Gruppe auf, die vor allem an Ingenieurkursen interessiert war.[49] Die Ablehnung hielt auch wĂ€hrend des Krieges an.[50] Noch im Oktober 1945 war der Status der FlĂŒchtlinge und Internierten nicht abschlieĂend geklĂ€rt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Kanada rund 3500 FlĂŒchtlinge einschlieĂlich 966 Internierter aufgenommen.[51]
Entsprechend der multikulturellen Einwohnerstruktur gibt es in der Stadt eine Vielzahl von unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten. Die christlichen Religionen bilden dabei die gröĂte Gruppe mit gut 50 %. Die römisch-katholische Kirche gehört zum Erzbistum Toronto. Der Anteil der Konfessionslosen betrĂ€gt 18,7 %.[52]
Die Religionszugehörigkeit verteilt sich nach Erhebungen des Jahres 2001[53] wie folgt:
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In Toronto gab es 2003 rund 552.300 Haushalte unterhalb der Armutsgrenze. Mehr als 250.000 Familien mussten ĂŒber 30 % ihres Einkommens fĂŒr die Miete ausgeben, 20 % zahlten mehr als 50 % ihres Einkommens. Diese Entwicklung ist auf die stark steigenden Mietpreise zurĂŒckzufĂŒhren, die sich allein zwischen 1997 und 2001 um 31 % erhöhten. Rund 71.000 Haushalte warteten auf die Errichtung von staatlich geförderten Wohnungen.[54] Im Gegensatz zu den 1980er und frĂŒhen 1990er Jahren stagnierte trotz der steigenden Bevölkerung das Angebot an Mietwohnungen.
Allein im Jahr 2002 waren 31.985 Menschen mindestens einmal in einem Obdachlosen<b/>asyl gemeldet. Seit den 1990er Jahren hat sich diese Zahl um 21 % erhöht und seit 1988 sogar um 40 %.[55] 1988 waren dabei 91,3 % von ihnen Einzelpersonen, doch sank diese Zahl bis 1999 auf 81,3 %. Gleichzeitig stieg die Zahl der Familien von 1,7 % (1988) auf 9,6 % (1999).[56]
Die Provinzregierung und die Stadt versuchen durch Investitionen in den Wohnungsbau den Problemen entgegenzuwirken. Dazu wurde unter anderem das Wohnungsbauprojekt Letâs Build ins Leben gerufen, in das bis zum Jahr 2001 rund 10,6 Millionen Dollar flossen. Dadurch entstanden 384 erschwingliche Wohnungen fĂŒr rund 660 Mieter mit geringem Einkommen. Nach Beendigung des Projektes setzte die Stadt mit rund 11,8 Millionen Dollar Letâs Build fort. DarĂŒber hinaus gab es weitere MaĂnahmen, welche die BekĂ€mpfung von Armut und die flĂ€chendeckende medizinische Versorgung von Obdachlosen vorsahen.[57]
Eine niedrige KriminalitĂ€tsrate hat der Stadt den Ruf der sichersten GroĂstadt Nordamerikas eingebracht.[58] 1999 lag die Rate der Tötungsdelikte bei 1,9 pro 100.000 Menschen.[59] Vergleichsweise lag diese Rate im selben Jahr bei 34,5 in Atlanta, 5,5 in Boston, 7,3 in New York, 2,8 in Vancouver und 45,5 in Washington D. C.. Das bisherige Maximum an Tötungsdelikten verzeichnete Toronto 1991 mit 3,9 pro 100.000 Einwohnern.[60] Auch bei den Raubdelikten liegt die Stadt, verglichen mit anderen nordamerikanischen GroĂstĂ€dten, sehr niedrig mit 115,1 ĂberfĂ€lle pro 100.000 Einwohner. Dallas hatte im Vergleich 583,7 Delikte pro 100.000 Einwohner, 397,9 waren es in Los Angeles, 193,9 in Montreal. Die generelle KriminalitĂ€tsrate lag bei 48 Delikten auf 100.000 Einwohner. Auch diese VergleichsgröĂe liegt deutlich niedriger als in anderen GroĂstĂ€dten wie beispielsweise Cincinnati mit 326, Los Angeles mit 283, New York mit 195 und Vancouver mit 239.
Bereits im 19. Jahrhundert war Toronto ein wichtiger Wirtschafts- und Handelsplatz. Die StiefbrĂŒder James Worts und William Gooderham grĂŒndeten 1830 am Hafen die Brennerei Gooderham and Worts, die neben Spirituosen auch Frostschutzmittel herstellte. Sie entwickelte sich zur gröĂten Brennerei Kanadas und stieg in den 1860er Jahren zur weltweit gröĂten Whiskeybrennerei auf. 1862 produzierte das Unternehmen zum ersten Mal das ganze Jahr und stellte rund 700.000 Imp.gal. her, was einem Viertel der damaligen Gesamtproduktion an Spirituosen in Kanada entsprach. In den Folgejahren wuchs die Produktion auf 2 Millionen Imp.gal., was das Unternehmen zum bekanntesten des Landes und zum gröĂten im Britischen Empire werden lieĂ.[61] 1987 wurde die Firma an einen britischen Konzern verkauft, 1990 die Brennerei geschlossen und das 52.000 Quadratmeter groĂe Areal in die FuĂgĂ€ngerzone Distillery District verwandelt. Das historische Industriequartier, bestehend aus ĂŒber 40 BacksteingebĂ€uden und zehn StraĂen, wurde restauriert und dient als Entertainment-Zentrum mit Lokalen, Musikkneipen und Galerien.[62]
Toronto ist Kanadas wichtigstes Handels- und Finanzzentrum und gehört auch weltweit zu den bedeutendsten. In der Stadt sind viele Banken und Investmentfirmen im Finanzdistrikt an der Bay Street konzentriert. Die Toronto Stock Exchange ist nach ihrer Marktkapitalisierung die siebtgröĂte Börse und in Nordamerika auf Platz drei.[63] (â Geschichte der Börse von Toronto) Die fĂŒnf gröĂten Banken des Landes haben dort ihren Hauptsitz. DarĂŒber hinaus betreiben ĂŒber 40 auslĂ€ndische Banken Niederlassungen in der Stadt.
Im Bereich Medien, Verlagswesen, Telekommunikation, Informationstechnologie und Filmindustrie hat die Stadt ebenfalls eine fĂŒhrende Rolle eingenommen. Eine eigene Behörde (Torontoâs Film and Television Office) hat die Aufgabe, die Film- und Fernsehproduktion zu fördern und zu unterstĂŒtzen.
Zu den bekanntesten Firmen gehören Thomson Corporation, CTVglobemedia, Rogers Communications, Alliance Atlantis and Celestica sowie die Hotelkette Four Seasons Hotels und Manulife Financial. Insgesamt haben ĂŒber 80.000 Unternehmen ihren Sitz in der Stadt. Das Handelsunternehmen Hudsonâs Bay Company ist das Ă€lteste eingetragene Unternehmen in Kanada und zĂ€hlt auch weltweit zu den Ă€ltesten Unternehmen. Es verlegte 1957 seinen Hauptsitz von York Factory nach Toronto.
Folgende Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Toronto: Hudsonâs Bay Company, Canadian Imperial Bank of Commerce, Manulife Financial, TD Canada Trust, Royal Bank of Canada, Scotiabank, Bank of Montreal, Celestica, Four Seasons Hotels and Resorts, MDS Inc., Nortel, Citibank Canada, Fairmont Hotels and Resorts, Magna International und Rogers Communications.
Die meisten Industrien und Fertigungsbetriebe befinden sich zwar auĂerhalb der Stadtgrenzen, allerdings haben die meisten GroĂhĂ€ndler und Distributoren dieser Wirtschaftszweige ihren Sitz in der Stadt. Die strategische Bedeutung der Stadt im QuĂ©bec-Windsor-Korridor begĂŒnstigt die nahegelegenen Produktionsstandorte von Motorfahrzeugen, Eisen, Stahl, Lebensmitteln, Maschinen, Chemie und Papier. In ErgĂ€nzung dazu ist Toronto seit 1959 durch den Sankt-Lorenz-Strom vom Atlantischen Ozean aus erreichbar. Mit rund 8000 Fabriken ist die Stadt nicht nur fĂŒhrend im Dienstleistungsbereich, sondern auch im produzierenden Sektor.
Die fĂŒnf gröĂten privaten Arbeitgeber sind nach der Anzahl ihrer BeschĂ€ftigten (Zahlen aus dem Jahr 2001): Toronto-Dominion Bank (14.000), Canadian Imperial Bank of Commerce (12.000), Rogers Communications (11.600), Royal Bank of Canada (11.000) und Bank of Montreal (8.400).[64]
Der veranschlagte Bruttobetriebsaufwand der Stadt belief sich im Jahr 2008 auf 8,17 Milliarden Dollar. Die Haushaltseinnahmen kamen ĂŒberwiegend aus der Grundsteuer, mit 3,322 Milliarden Dollar.[65] Die Arbeitslosenquote lag 2007 bei 7,87 % und war damit höher als der Durchschnitt in der Provinz Ontario, der bei 6,38 % lag.[66] 2008 ist die Arbeitslosenquote auf 7,52 % leicht gesunken. Ein durchschnittlicher Haushalt hatte ein Jahreseinkommen von 80.343 Dollar.[67]
In Toronto gibt es eine Reihe von UniversitĂ€ten: die auf verschiedene Zweigstellen im Stadtgebiet verteilte University of Toronto, die York University, die Ryerson University, das Ontario College of Art & Design sowie die University of Guelph-Humber. Die 1827 gegrĂŒndete University of Toronto ist die gröĂte Ontarios und zĂ€hlt weltweit nach der Harvard University und Yale University zu den renommiertesten auf dem Gebiet der biomedizinischen Forschung. AuĂerdem beherbergt die UniversitĂ€t das drittgröĂte Bibliothekensystem Nordamerikas, zu der auch die Robarts Library gehört. Die York University befindet sich in North York, im Norden Torontos. Sie verfĂŒgt ĂŒber die gröĂte Rechtsbibliothek im Commonwealth.
Daneben hat Toronto eine Reihe von Hochschulen: Seneca College, Humber College, Centennial College und George Brown College. In der Stadt unterhĂ€lt das frankophone CollĂšge BorĂ©al eine Zweigstelle. In der NĂ€he von Oshawa, das zum GroĂraum Torontos gehört, ist das Durham College und das University of Ontario Institute of Technology beheimatet.
Die Faculty of Music und das Royal Conservatory in Downtown bieten Konzert- und Opernprogramme an. Der Filmemacher Norman Jewison grĂŒndete 1988 das Kanadische Filmzentrum (Canadian Film Centre), Kanadas gröĂtes Institut fĂŒr die professionelle Ausbildung im Bereich Film, Fernsehen und Neue Medien. Das Tyndale University College and Seminary ist ein ĂŒberkonfessionelles Institut und Kanadas gröĂtes Predigerseminar.
Die Schulbehörde Toronto District School Board (TDSB) unterhĂ€lt insgesamt 558 öffentliche Schulen, davon 451 Grundschulen und 102 Schulen der Sekundarstufe. Damit ist die TDSB die gröĂte Schulbehörde Kanadas. Die Schulbehörde erhielt 2008 fĂŒr die BemĂŒhungen um die Chancengleichheit und Integration den Carl-Bertelsmann-Preis verliehen.[68][69] Konfessionell an die katholische Kirche gebundene Schulen werden von einer eigenen Behörde, dem Toronto Catholic District School Board, verwaltet. DarĂŒber hinaus verfĂŒgt Toronto ĂŒber mehrere private Schulen, zur Vorbereitung auf die UniversitĂ€t wie beispielsweise Greenwood College School, Upper Canada College, Crescent School, Toronto French School, University of Toronto Schools, Havergal College, Bishop Strachan School, Branksome Hall oder St. Michaelâs College School.
Die Stadtbibliothek von Toronto ist die gröĂte BĂŒcherei im Land mit 99 Zweigstellen und ĂŒber 11 Millionen Medien.[70]
Toronto ist Sitz einer Vielzahl von Printmedien. Der Toronto Star hat seinen Sitz in der Yonge Street 1 und ist mit rund 400.000 Exemplaren Kanadas auflagenstĂ€rkste Zeitung. Die Druckausgabe wird vornehmlich in Ontario gelesen. Weitere wichtige Zeitungen in Toronto sind die 1844 gegrĂŒndete Tageszeitung The Globe and Mail, die konservative Zeitung National Post sowie die Toronto Sun. DarĂŒber hinaus gibt es Zeitungen in chinesischer und hebrĂ€ischer Sprache und eine Vielzahl von Magazinen und Zeitschriften.
Der englischsprachige Teil der staatlichen Rundfunkanstalt Canadian Broadcasting Corporation hat seinen Sitz in der Downtown von Toronto. Neben dem lokalen Fernsehsender CITY-TV sind auch die landesweit ausstrahlenden Sender CFMT-TV, CFTO-TV und der Musiksender MuchMusic vertreten. Zu den mehr als 30 Radiosendern gehören auch solche fĂŒr den chinesischen Bevölkerungsanteil mit einem Programm in kantonesischer Sprache.
Toronto verfĂŒgt mit dem Lester B. Pearson International Airport ĂŒber den gröĂten Flughafen des Landes, auf dem ein Drittel des kanadischen Luftverkehrs abgewickelt wird. UrsprĂŒnglich weit auĂerhalb der Stadt, befindet er sich heute unmittelbar am nordwestlichen Stadtrand, rund 20 Kilometer vom Zentrum entfernt, ĂŒberwiegend auf dem Gebiet der benachbarten Stadt Mississauga. Ein kleiner Flughafen, der Billy Bishop Toronto City Airport, liegt auf den der Stadt vorgelagerten Toronto Islands. Der Toronto/Downsview Airport, ein frĂŒherer LuftwaffenstĂŒtzpunkt, wird seit 1994 ĂŒberwiegend als Testflughafen von Bombardier Aerospace benutzt. Insgesamt liegen auf der Greater Toronto Area neun FlughĂ€fen und zehn Heliports.
Toronto besitzt nach New York City und Mexiko-Stadt das drittgröĂte öffentliche Nahverkehrssystem Nordamerikas.[71]
Die Toronto Transit Commission (TTC) betreibt im Stadtgebiet drei U-Bahn-Linien (Subway), eine Stadtbahnlinie (Scarborough Rapid Transit), elf StraĂenbahnlinien (Streetcar) und ca. 140 Buslinien.[72] Die StraĂenbahn- und Buslinien sind ĂŒberwiegend rasterförmig angeordnet.
Die unmittelbar an das Stadtgebiet angrenzenden VorstĂ€dte werden von Buslinien anderer Unternehmen bedient, die an das Netz der TTC anschlieĂen.
Ausgehend vom Hauptbahnhof Union Station gibt es ein aus sieben Linien bestehendes Schnellbahnsystem von GO Transit, ergĂ€nzt durch eigene Buslinien. Mit den doppelstöckigen ZĂŒgen erreicht man Entfernungen im Umkreis der Downtown von rund 60 Kilometern.
Neben der PendelfĂ€hre zum Billy Bishop Toronto City Airport existieren FĂ€hrverbindungen zu den Toronto Islands. Vom Queenâs Quay an der Bay Street steuern die FĂ€hren die Stationen Hanlanâs Point, Centre Island und Wardâs Island an. Am 24. Juni 2004 wurde die Linie TorontoâRochester (USA) eingeweiht. Das Boot Spirit of Ontario I absolvierte die 152 km lange Strecke in einer Geschwindigkeit von 83 km/h. Mangels Auslastung wurde diese FĂ€hrverbindung allerdings im Januar 2006 wieder eingestellt.
Toronto ist Ausgangspunkt des transkontinentalen Fernverkehrszuges The Canadian. Eisenbahn-FernverkehrszĂŒge der VIA Rail Canada verkehren ausgehend vom Hauptbahnhof Union Station in Richtung MontrealâQuebec, Ottawa, Windsor, Sarnia, Niagara FallsâNew York (zusammen mit Amtrak betrieben) und Greater SudburyâWinnipegâEdmontonâVancouver. Die Ontario Northland Railway setzt FernzĂŒge in Richtung CochraneâMoosonee ein, Amtrak einen Zug nach New York.
FĂŒr den Individualverkehr existieren mehrere Autobahnen in Ost-West- und in Nord-SĂŒd-Richtung. Die Hauptverkehrsader bildet der etwas nördlich des Stadtzentrums gelegene Highway 401, der in bestimmten Abschnitten die höchste Verkehrsdichte in Nordamerika aufweist. Am Ufer des Ontariosees verbindet die Stadtautobahn Gardiner Expressway die westlichen Vororte mit der Innenstadt. Am Ostende verbindet der Don Valley Parkway den Gardiner Expressway mit dem Highway 401. Parallel zum Highway 401 verlĂ€uft der mautpflichtige Highway 407 ETR. Die 108 km lange Autobahn verbindet die StĂ€dte Burlington mit Pickering; die Maut wird mit Hilfe von automatischer Nummernschilderkennung und Funksendern erhoben. 401 und 407 werden von den nordwĂ€rts verlaufenden Highways 400 und 404 gekreuzt. Ebenfalls in Nord-SĂŒd-Richtung verlĂ€uft der 21 km lange Highway 427. Er leitet vom Gardiner Expressway nordwĂ€rts am Lester B. Pearson Flughafen vorbei bis nach Vaughan. Eine weitere Verzweigung des 427 an dessen SĂŒdende mĂŒndet in den Queen Elizabeth Way (QEW), der am Ostufer des Ontariosees nach Niagara Falls fĂŒhrt.
Entlang der Yonge Street tragen zur besseren Orientierung in der Innenstadt die in Ost-West-Richtung verlaufenden StraĂen den Zusatz East bzw. West.
Von den ĂŒber 20 KrankenhĂ€usern gehört seit 1999 rund die HĂ€lfte zum Netzwerk des UniversitĂ€tsklinikums. Das 1812 gegrĂŒndete Toronto General Hospital ist das Hauptkrankenhaus der Unikliniken.
Die Feuerwehr in Toronto, die Toronto Fire Services wurde im Jahr 1874 eingerichtet. Vor dieser Zeit fĂŒhrten Freiwillige die BrandbekĂ€mpfung durch. Mit der Gebietsreform 1998 bilden die Feuerwehren der Stadtteile eine Organisationseinheit. Die Feuerwehr Torontos ist mit rund 3100 EinsatzkrĂ€ften, 81 Stationen und weit ĂŒber 100 Fahrzeugen die gröĂte Kanadas und nach New York City, Chicago und Los Angeles die viertgröĂte Nordamerikas.[73]
Torontos Polizei besteht seit 1834. Der Toronto Police Service ist in 17 Einheiten mit 5710 Polizisten gegliedert.[74]
Die Legislativversammlung von Ontario hat ihren Sitz im ParlamentsgebĂ€ude am Queenâs Park. Die 107 Mitglieder werden mit Mehrheitswahl in den einzelnen Wahlkreisen Ontarios bestimmt.
Die Stadt hat drei Gerichte, die fĂŒr VerstöĂe gegen das Provinzrecht von Ontario zustĂ€ndig sind.[75]
Torontos Architekturtradition setzte Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Viele der fĂŒhrenden Architekten haben in Toronto Bauwerke gestaltet, wie beispielsweise der aus Toronto stammende Frank Gehry, Daniel Libeskind, Norman Foster, Will Alsop, Ieoh Ming Pei, Ludwig Mies van der Rohe und Santiago Calatrava. Einige architektonische Stile wurden in Toronto entwickelt, wie der sogenannte Bay-and-Gable-Stil. Dabei handelt es sich um sehr schmale, teilweise nur sechs Meter breite, halb freistehende ReihenhĂ€user aus rotem Backstein. Der Begriff bay-and-gable beschreibt zwei Charakteristika: Die HĂ€user besitzen einen Erker (engl.: bay window) und einen spitzen Giebel (engl.: gable). Die HĂ€user im viktorianischen Stil enthalten manchmal auch neogotische Elemente. Die meisten Bay-and-Gable-HĂ€user findet man in den Vierteln The Annex, Cabbagetown und Little Italy.
Das StraĂensystem ist gröĂtenteils schachbrettförmig ausgerichtet. Eine der wichtigsten StraĂen ist die Yonge Street. Gedacht war sie als militĂ€rische Nachschublinie; heutzutage spielt sich das wirtschaftliche und kulturelle Leben hauptsĂ€chlich entlang dieser StraĂe ab. Sie beginnt in einer Entfernung von mehr als 1800 Kilometern im Hinterland, endet am Ontariosee und ist damit eine der lĂ€ngsten StraĂen Nordamerikas. Das Stadtzentrum (Central Business District) dehnt sich im Norden bis zur Bloor Street, im SĂŒden bis zum Viertel Harbourfront, im Westen bis zur Spadina Avenue und im Osten bis zur Parliament Street aus. Zwischen dem Hauptbahnhof Union Station und der Harbourfront verlĂ€uft die mehrspurige Stadtautobahn Gardiner Expressway. Im Bereich der Downtown verlĂ€uft die Stadtautobahn aus PlatzgrĂŒnden meist auf einer BrĂŒckenkonstruktion. AuĂerhalb des Stadtkerns prĂ€gen kleine HĂ€user das Stadtbild.
Der Stadtkern besteht vor allem aus hohen Bauwerken. Im Metropolraum Greater Toronto Area gibt es ĂŒber 2000 GebĂ€ude, die ĂŒber 90 Meter hoch sind; damit besitzt Toronto nach New York City die zweithöchste Anzahl an Wolkenkratzern auf dem nordamerikanischen Kontinent.[76] Allein in Downtown Toronto gibt es ĂŒber 100 Wolkenkratzer mit mindestens einer Höhe von 100 Metern. Der höchste Wolkenkratzer Torontos ist mit 298 Metern der First Canadian Place an der Ecke King Street und Bay Street. Anfang des Jahres 2009 stieg die Zahl der Wolkenkratzer deutlich an, auĂerdem befanden sich mehrere hundert HochhĂ€user in der Planungs- oder Bauphase.
SĂŒdlich der Innenstadt befinden sich die Toronto Islands, vier kĂŒnstlich erweiterte Inseln im Ontariosee und schirmen den Hafen vom See ab. Auf der westlichsten Insel liegt ein kleiner Flughafen (Billy Bishop Toronto City Airport), der ĂŒber eine FĂ€hrverbindung von der Innenstadt aus zu erreichen ist. Die ĂŒbrigen Inseln sind als Park mit kleineren Seen, WasserlĂ€ufen, SeebrĂŒcke, Strand und VergnĂŒgungseinrichtungen gestaltet. Die Inseln sind fĂŒr den motorisierten Individualverkehr gesperrt und vom QueenÂŽs Quay Terminal mit PersonenfĂ€hren in etwa zehn Minuten erreichbar.
Höchstes freistehendes Bauwerk des amerikanischen Doppelkontinents, stĂ€dtebauliche Dominante und Wahrzeichen ist der 1976 fertiggestellte Canadian National Tower, kurz CN Tower. Von seiner Fertigstellung bis zum Richtfest des Canton Tower im Mai 2009 war er mit 553 Metern der höchste Fernsehturm der Welt. Der Turm zĂ€hlt mit jĂ€hrlich rund zwei Millionen Besuchern zu den meistbesuchten GebĂ€uden Kanadas, wobei er ursprĂŒnglich nur fĂŒr die FunkĂŒbertragung geplant worden war. Bis zum 12. September 2007 war der CN Tower auch das höchste freistehende Bauwerk der Erde.[77] Diesen Rang nimmt mittlerweile der Burdsch Chalifa in Dubai mit 828 Metern ein. Neben einem Drehrestaurant und einer Aussichtsplattform auf 342 und 346 Meter Höhe hat der Turm eine zweite Aussichtsplattform (Sky Pod) unterhalb des Antennenmastes auf einer Höhe von 447 Metern, bis 2008 die höchste Aussichtskanzel der Welt.
Benachbart zum CN Tower ist das 1989 eröffnete und am 2. Februar 2005 in Rogers Centre umbenannte frĂŒhere SkyDome. Die 54.000 PlĂ€tze fassende Arena ist die Heimat der BlueJays (Baseball) und der Argonauts (Canadian Football) und verfĂŒgte bei seiner Eröffnung als erste Sportarena der Welt ĂŒber ein komplett zurĂŒckfahrbares Dach und ĂŒber die gröĂte Videotafel der Welt. In dem GebĂ€ude befinden sich das Renaissance Toronto Hotel Downtown (frĂŒher: SkyDome Hotel), das 70 zweigeschossige Suiten mit Sicht aufs Spielfeld anbietet und eines der legendĂ€ren Hard Rock Cafes, gleichfalls mit Ausblick auf das Spielfeld.
Ăstlich des Rogers Centre steht auf der SĂŒdseite der Bahnlinien die Mehrzweckhalle Air Canada Centre, die neben Konzerten und TheatervorfĂŒhrungen auch als Heimspielarena der Basketballmannschaft Toronto Raptors, der Eishockeymannschaft Toronto Maple Leafs, der Lacrossemannschaft Toronto Rock und der Footballmannschaft Toronto Phantoms dient. Je nach Veranstaltung bietet die Halle bis zu 19.800 Zuschauern Platz.
Westlich der Downtown befindet sich das im April 2007 fertiggestellte, gröĂte reine FuĂballstadion Kanadas, das BMO Field, fĂŒr rund 20.000 Zuschauer.
GegenĂŒber der Union Station an der Front Street befindet sich das Luxushotel Fairmont Royal York. Das 1929 fertiggestellte GebĂ€ude erinnert mit seinen 28 Stockwerken (124 m) und unterschiedlich hoch abgestuften GebĂ€udeteilen an ein Schloss. Es war bis 1931 das höchste GebĂ€ude der Stadt.
Unter dem Stadtteil befindet sich ein ĂŒber 27 Kilometer langes Tunnelnetz PATH, das unterirdisch BĂŒrokomplexe und ĂŒber 1200 GeschĂ€fte und Ămter miteinander verbindet. Die Nord-SĂŒdachse dieses Netzes reicht vom Royal York Hotel und der Union Station bis weit ĂŒber die Queen Street West hinaus. In der Ost-Westachse bilden die U-Bahn-Stationen der gelben Linie St. Andrew und King die Ă€uĂersten Punkte dieser weltgröĂten Untergrundstadt.
Ebenfalls ans PATH angeschlossen ist der Brookfield Place, frĂŒher auch als BCE Place bezeichnet, ein BĂŒro- und Gewerbekomplex, der aus den zwei Wolkenkratzern Bay Wellington Tower (207 Meter) und TD Canada Trust Tower (261 Meter) besteht. Geplant wurde dieser Komplex von dem Torontoer ArchitekturbĂŒro Bregman + Hamann Architects unter Mitwirkung von Santiago Calatrava, der die sechsstöckige Allen Lambert Galleria entwarf. Diese Galerie mit einem groĂen, lichtdurchfluteten Atrium, das von einer bogenartigen Strebenkonstruktion abgeschlossen wird, verbindet beide Wolkenkratzer.
Ăstlich des Brookfield Place steht das 1892 errichtete Gooderham Building, ein markantes BĂŒgeleisengebĂ€ude.
Das Toronto-Dominion Centre ist ein von Ludwig Mies van der Rohe zwischen 1967 und 1969 erbauter GebÀudekomplex aus sechs HochhÀusern. Die markantesten Bauwerke sind zwei schwarze Wolkenkratzer, der höchste von ihnen ist mit 222 Metern der Toronto-Dominion Bank Tower. In der NÀhe des IBM Tower befindet sich die Börse von Toronto.
Das in den 1970er Jahren eröffnete Eaton Centre ist ein sechsstöckiges Einkaufszentrum mit ĂŒber 285 GeschĂ€ften, 17 Kinos, Diskotheken und einem Luxushotel, das wöchentlich von bis zu einer Million Menschen frequentiert wird. Es wurde nach dem irischen Einwanderer Timothy Eaton benannt, der 1869 an dieser Stelle einen Gemischtwarenladen eröffnete. Aus diesem entstand ein in ganz Kanada bekanntes Versandhaus. Der sĂŒdliche Eingang befindet sich an der Ecke Queen Street West und Yonge Street; das Einkaufszentrum zieht sich nördlich bis zum Dundas Square hin. Das Eaton Centre wurde unter Mitwirkung des deutschen Architekten Erhard Zeidler zusammen mit Bregman + Hamann Architects entworfen.
Ăstlich vom SĂŒdeingang des Eaton Centre, an der Ecke von Queen Street West und Bay Street, befindet sich der von dem finnischen Architekten Viljo Revell Anfang der 1960er Jahre errichtete avantgardistische GebĂ€udekomplex des Neuen Rathauses von Toronto. Die beiden GebĂ€ude sind 20- bzw. 27-geschossige HochhĂ€user mit gebogenem Grundriss. Ăber einem unteren muschelförmigen Plenarsaal sind die zwei HochhĂ€user miteinander verbunden. Das GebĂ€ude dient seit 1965 als Rathaus und befindet sich gegenĂŒber dem Alten Rathaus. Westlich des Rathauses schlieĂt sich die Osgoode Hall an. Das ehemalige GerichtsgebĂ€ude wurde zwischen 1835 und 1855 errichtet und ist nach dem ersten Oberrichter William Osgoode von Oberkanada benannt.
Die St.-James-Kathedrale ist mit knapp 93 Metern höchster Kirchenbau Torontos und der zweithöchste Kanadas. Die 1844 fertiggestellte anglikanische Kirche gehört zur Àltesten Kirchengemeinde der Stadt und steht etwas abseits der Innenstadt an der Church Street, an der sich viele Kirchen Torontos befinden.
SĂŒdlich des St.-James-Parks befindet sich der St. Lawrence Market mit einem SĂŒd- und einem Nordbau. Das sĂŒdliche GebĂ€ude diente der Stadt zwischen 1845 und 1904 als Rathaus; heute informieren wechselnde Ausstellungen ĂŒber die Stadtgeschichte. Der erste Stock war frĂŒher eine Polizeistation. Heute bieten vor allem in der nördlichen Markthalle ĂŒber 120 HĂ€ndler ihre Erzeugnisse an.
Nördlich des Stadtzentrums befindet sich Casa Loma, ein Schloss in âeuropĂ€ischemâ Stil, das Sir Henry Pellatt Anfang 1900 baute. Es ist heute ein Museum mit 98 Zimmern, GeheimgĂ€ngen, einem alten Schwimmbad und einem botanischen Wintergarten.
Die Chinatown von Toronto gehört zu den gröĂten in Nordamerika. Wie die anderen zeichnet sie sich durch zweisprachige StraĂenschilder und zahlreiche chinesische GeschĂ€fte und Restaurants aus. Sie befindet sich im Bereich der Dundas Street West und der Spadina Avenue unmittelbar westlich der Yonge Street. Das Viertel geht bis in das Jahr 1878 zurĂŒck.[78] Damals halfen hunderte eingewanderte Chinesen den Canadian Pacific Railway zu bauen. Den gröĂten Zuwachs an chinesischen Einwanderern verzeichnete Toronto in den Jahren 1947 bis 1960. Als 1961 der Bau des neuen Rathauses am Nathan Phillips Square begann, verlagerte sich das Chinesenviertel von der Kreuzung zwischen Queens Street und Bay Street in westliche Richtung.
Ăstlich des Don Valley Parkway liegt Greektown, ein Stadtviertel an der Danforth Avenue gelegen, in dem vornehmlich griechische Einwanderer leben. In den 1970er und 1980er Jahren galt das Viertel als das gröĂte Griechenviertel Nordamerikas.[79] In dem Viertel entlang der Danforth Avenue Ecke Pape befinden sich zweisprachige StraĂenschilder auf Englisch und Griechisch. Mit rund 125.000 Griechen ist Greektown heute die zweitgröĂte griechische Gemeinschaft auĂerhalb Griechenlands. An der mit griechischen und kanadischen Flaggen gesĂ€umten Danforth Avenue sind zahlreiche Restaurants und CafĂ©s mit griechischer KĂŒche und Musik zu finden.
Auf drei kĂŒnstlichen Inseln im Ontariosee befindet sich der etwa 566.000 Quadratmeter groĂe, am 22. Mai 1971 eröffnete Freizeitpark Ontario Place. Er liegt rund vier Kilometer westlich der Downtown. Neben verschiedenen Wildwasserbahnen und Wasserrutschen gehört ein groĂes IMAX-Kino zu den Attraktionen.
Im Stadtgebiet befinden sich weit ĂŒber 200 Parkanlagen[80] und GĂ€rten mit ĂŒber 90 Kilometer Spazierwegen.[81]
Der mit 161 Hektar gröĂte Park ist der High Park im Westend nördlich der Humber Bay. Er erstreckt sich sĂŒdlich der Bloor Street West und westlich des Parkside Drive, östlich der Ellis Park Road. Er ist eine Mischung aus Naherholungsgebiet und Naturpark mit einem Zoo.
Allan Gardens ist ein Botanischer Garten, den der frĂŒhere BĂŒrgermeister George William Allan stiftete. Sechs GewĂ€chshĂ€user zeigen beispielsweise seltene tropische Pflanzen und Palmen. Die UniversitĂ€t verlegte 1931 ihr GewĂ€chshaus in die Allan Gardens.
Der rund 15 Hektar groĂe Trinity Bellwoods Park zwischen dem Gebiet nördlich der Queen Street West und der Dundas Street enthĂ€lt SpielflĂ€chen fĂŒr diverse Sportarten wie Tennis, FuĂball oder Volleyball.
Der HTO Park in der Harbourfront sĂŒdlich des Rogers Centre ist ein 2007 am Ufer des Ontariosees eröffneter Stadtstrand.
Im Nordosten der Stadt befindet sich der 287 Hektar groĂe Zoologische Garten, der Toronto Zoo. Der Neubau wurde 1970 aufgrund einer BĂŒrgerinitiative begonnen und am 15. August 1974 eröffnet. Er ist flĂ€chenmĂ€Ăig der drittgröĂte Zoo der Welt mit ĂŒber zehn Kilometer FuĂwegen und beherbergt rund 5000 Tiere und 460 Arten. Sein VorgĂ€nger, der Riverdale Zoo wurde 1888 eröffnet. JĂ€hrlich verzeichnet der Zoo rund 1,2 Millionen Besucher.[82]
Die mit FĂ€hren erreichbaren vorgelagerten Toronto Islands bieten auf 230 Hektar weitlĂ€ufige Spazierwege, StrĂ€nde und Sportanlagen. Ăber 1,2 Millionen Besucher nutzen jĂ€hrlich die Möglichkeiten des Toronto Island Parks.[83]
Toronto gilt als eines der drei gröĂten Kulturzentren Kanadas. Die Stadt besitzt die Art Gallery of Ontario (AGO), eine Konzerthalle namens Roy Thomson Hall fĂŒr das Toronto Symphony Orchestra, weitere KonzertsĂ€le sowie eine Anzahl von GebĂ€uden fĂŒr Oper, Ballett, Operette und Schauspiel. Nach London und New York hat Toronto die drittgröĂte Theaterszene im englischsprachigen Raum.[84] Besondere Bekanntheit erlangte das 1907 eröffnete Royal Alexandra Theatre. In Anlehnung an den Hollywood Walk of Fame wurde 1998 in 13 StraĂenzĂŒgen rund um das Royal Alexandra Theatre Canadaâs Walk of Fame eröffnet. Dort werden derzeit 131 berĂŒhmte kanadische Sportler, SĂ€nger und Stars aus der Medienwelt mit einem Gedenkstein im BĂŒrgersteig gewĂŒrdigt.[85]
Am 14. Juni 2006 wurde das Four Seasons Centre eröffnet, ein ĂŒber 2000 Sitze fassendes Opernhaus sĂŒdlich des neuen Rathauses. Der fĂŒr 181 Millionen Dollar errichtete Bau ersetzte das groĂe Opernhaus aus dem Jahr 1874. Dort tritt das kanadische Nationalballett und die Canadian Opera Company auf. Toronto ist der Heimatort des renommierten Barockorchesters Tafelmusik.
Neben einer weitgefÀcherten Musikindustrie ballt sich hier die englischsprachige Literaturszene.[86] Viele Literaten studierten an der University of Toronto, wie Michael Ondaatje (Der englische Patient).
Seit 1976 findet das Toronto International Film Festival mit der Verleihung der Genie Awards seit 1980 und der Gemini Awards seit 1986 statt. Das an unterschiedlichen Orten stattfindende internationale Filmfestival IFCT Festival fand 2002 in Toronto statt.
Das meist nur ROM genannte Royal Ontario Museum ist das gröĂte Museum Kanadas. Es verfĂŒgt ĂŒber Sammlungen zur Naturwissenschaft, ArchĂ€ologie, Kunst- und Kulturgeschichte sowie zu den First Nations. Durch seine Kunstsammlung aus Fernost erlangte es WeltberĂŒhmtheit. Seit Juni 2007 wartet das ROM mit zehn erweiterten Galerien auf. Der Neubau und der Altbau wurden dabei ineinander verschachtelt. Die neue AuĂenfassade The Crystal hat eine dem Dekonstruktivismus zuzuordnende, zerklĂŒftete, kristallĂ€hnliche Form, die zu 25 % aus Glas und zu 75 % aus Aluminium besteht. In der zur Bloor Street West zeigenden Fassade befindet sich der Haupteingang des Museums. Der von dem ArchitektenbĂŒro Bregman + Hamann und Daniel Libeskind entworfene Neubau kostete insgesamt 270 Millionen Dollar.
Die internationale Hockey Hall of Fame (HHOF) ist eine Institution, die die besten Eishockeyspieler in einem Eishockeymuseum ehrt.
An der Bloor Street West befindet sich das Bata Shoe Museum, ein Schuhmuseum, das zum Bata-Konzern gehört. Das 1979 gegrĂŒndete Museum zeigt ĂŒber 12.000 Schuhe, die Ă€ltesten Exponate stammen aus der Zeit von etwa 2500 v. Chr.
Insgesamt zehn verschiedene HĂ€user, Schulen, IndustriegebĂ€ude und sonstige Bauten sind zu historischen StĂ€tten erklĂ€rt worden. Eine der bedeutendsten ist die Fort York National Historic Site. Sie befindet sich an dem Ort, an dem Toronto 1793 gegrĂŒndet wurde und an dem am 27. April 1813 der Höhepunkt des Britisch-Amerikanischen-Krieges als Schlacht von York stattfand.
Etwa elf Kilometer nordöstlich der Downtown befindet sich das Ontario Science Centre, ein 1969 eröffnetes Wissenschaftsmuseum. Es zeigt naturwissenschaftliche ZusammenhĂ€nge anhand von Experimenten, die von den Besuchern selbst durchgefĂŒhrt werden können. Es verzeichnet jĂ€hrlich rund 1,5 Millionen Besucher.
Toronto ist auĂer im American Football in allen groĂen nordamerikanischen Sportligen jeweils mit einem Club vertreten. Die Toronto Maple Leafs, ein Verein der National Hockey League, zĂ€hlen zu den bekanntesten Eishockey-Clubs in Nordamerika. Er konnte 13-mal den Stanley Cup gewinnen und gehört damit zu den erfolgreichsten Eishockeymannschaften in Nordamerika. Als Farmteam fĂŒr die Maple Leafs fungieren die Toronto Marlies in der American Hockey League. In der Basketballliga NBA spielen die Toronto Raptors als einziges Team auĂerhalb der Vereinigten Staaten. Wie auch die Maple Leafs tragen die Raptors ihre Spiele im Air Canada Centre aus. Die Toronto Blue Jays (Baseball), die einzige Mannschaft der MLB auĂerhalb der USA, und die Toronto Argonauts (Canadian Football) spielen im weithin sichtbaren und mitten im Zentrum der Stadt befindlichen Rogers Centre. Die Meisterschaft der Canadian Football League, der Grey Cup, fand bereits 46 Mal in Toronto statt, zuletzt 2007.
Weitere erwĂ€hnenswerte Mannschaften der Stadt sind die Toronto Rocks, die in der NLL Lacrosse spielen, sowie der noch junge Toronto FC, der in der MLS FuĂball spielt. Der Toronto FC galt zunĂ€chst ebenfalls als das einzige Team seiner Liga, das nicht aus den Vereinigten Staaten kam. Im Jahr 2011 wurden dann aber auch die Vancouver Whitecaps FC in die Liga aufgenommen. Aufgrund dieser Sonderstellung in den wichtigsten Ligen der USA, gilt Toronto als die â sportlich gesehen â amerikanisierteste Stadt Kanadas.
Toronto war Austragungsort zahlreicher internationaler Sportveranstaltungen. Nachdem die Olympischen Sommerspiele 1976 nach Montreal vergeben worden waren, war die Stadt Ausrichter der 5. Sommer-Paralympics. Seit 1990 findet im jĂ€hrlichen Wechsel mit Montreal das Rogers Masters (frĂŒher: Canadian Open) in Toronto statt, das zu den neuen Turnieren der ATP Masters Series zĂ€hlt; 1993 fanden dort die 4. Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften statt. Ein Jahr spĂ€ter war Toronto neben Hamilton Austragungsort der Basketball-Weltmeisterschaft. FĂŒr die Olympischen Sommerspiele 1996 und 2008 bewarb sich die Stadt, unterlag allerdings gegen Atlanta bzw. Peking. Das Kanadische Olympische Komitee (COC) mit Sitz in Toronto erwĂ€gt, sich ein drittes Mal, und zwar fĂŒr die Sommerspiele 2020 oder 2024, zu bewerben.[87] Toronto ist zusammen mit der Region des Golden Horseshoe Austragungsort fĂŒr die Panamerikanischen Spiele 2015. Die Provinz Ontario unterstĂŒtzt diese Bewerbung mit 1,77 Milliarden Dollar.[88]
Seit 1892 findet im Wechsel mit Montreal der Rogers Cup als Teil der US Open Series statt. Im Juli und August 2000 wurden die Du Maurier Open 2000 im National Tennis Centre in Toronto abgehalten. Seit dem Jahr 2000 findet im Herbst jÀhrlich der Toronto Waterfront Marathon im Zentrum statt.
Im Februar findet seit 1974 jĂ€hrlich die Canadian International AutoShow im Metro Toronto Convention Centre und im Rogers Centre statt. Sie ist mit 79.000 Quadratmetern AusstellungsflĂ€che die gröĂte Automobilausstellung Kanadas.
Die seit 1981 im MÀrz stattfindende viertÀgige Canadian Music Week ist ein Musikfestival und eine Musikkonferenz.
Seit 1968 findet Anfang Juni in Toronto das ethnisch-kulturelle Volksfest International Caravan statt. Es besteht aus musikalischen und folkloristischen Veranstaltungen in Form von Konzerten und TheaterauffĂŒhrungen in mehr als 30 Pavillons im Stadtgebiet.
Die Pride Week Ende Juni jeden Jahres gehört zu den gröĂten Gay Pride-Festivals weltweit. Höhepunkte sind der Dyke March und die Pride Parade. 2004 berichtete der Toronto Star, dass rund 1,2 Millionen Menschen an der Parade teilgenommen haben.
Seit 1989 findet jĂ€hrlich im Sommer viertĂ€gige Beaches International Jazz Festival als Freiluft-Veranstaltung im Viertel The Beaches von Old Toronto statt, der Hauptact jeweils auf einer BĂŒhne im Kew Garden. Parallel dazu spielen Bands auf einer Strecke von zwei Kilometern entlang der Queen Street East.
Das Canadian National Exhibition ist eine Mischung aus Jahrmarkt und Landwirtschaftsmesse. Die Veranstaltung findet seit 1879 von Mitte August bis zum Labour Day auf dem Exhibition Place, einem Platz westlich der Downtown statt. Sie ist mit jĂ€hrlich etwa 1,3 Millionen Besuchern Nordamerikas fĂŒnftgröĂte Messe.[89] Neben den Ausstellungen gibt es auch Sport- und Musikveranstaltungen sowie eine Flugschau.
Das Toronto International Film Festival Anfang September ist eines der gröĂten Filmfestivals Nordamerikas.
Die Toronto Santa Claus Parade ist eine seit 1905 stattfindende Weihnachtsparade Mitte November. Mehr als eine halbe Million Menschen schauen jeweils der Parade auf sechs Kilometer der Innenstadt Torontos zu. Sie wird seit 1952 landesweit im Fernsehen ĂŒbertragen.[90]
Wegen seiner wichtigen Stellung im Bereich Medien und Film wird Toronto auch als das âHollywood des Nordensâ bezeichnet.[91] So ist die Stadt hĂ€ufig Dreh- oder Handlungsort von internationalen Filmen. Im Jahr 2007 gaben Filmproduktionsgesellschaften insgesamt 791 Millionen Dollar fĂŒr Dreharbeiten in Toronto aus.[92] Die fĂŒr Film und Fernsehen zustĂ€ndige stĂ€dtische Behörde Toronto Film and Television Office berichtet von etwa 200 Produktionen im Jahr 2005, darunter 39 Spielfilme, 44 Fernsehfilme und 84 Fernsehserien.[93]
Besonders das aus den 1960er Jahren stammende, futuristisch anmutende Rathaus (Toronto City Hall) diente schon vielen Filmen als Kulisse. In dem amerikanische Thriller The Sentinel â Wem kannst du trauen? ist das Rathaus Schauplatz eines G8-Gipfels, daneben spielt der Film u. a. am Nathan Phillips Square, wo das Finale stattfindet. In dem Horrorfilm Resident Evil: Apocalypse (2004) dient die Toronto City Hall als Rathaus der fiktiven Stadt Raccoon City, das Exhibition Place wird in dem Film als National Trade Centre bezeichnet. In der Episode All Our Yesterdays (1969) aus der Science-Fiction-Fernsehserie Raumschiff Enterprise ist das Rathaus ein Portal der AuĂerirdischen. Und in der Actionkomödie The Tuxedo â Gefahr im Anzug dient es als Hauptquartier eines Nachrichtendienstes.
Die Filmdramen M. Butterfly (1993) vom Regisseur David Cronenberg und Das sĂŒĂe Jenseits (1997) unter der Regie von Atom Egoyan spielten teilweise in Toronto; M. Butterfly hatte beim Toronto Film Festival seine Weltpremiere. Die Kinokomödienreihe Police Academy wurde teilweise in Toronto gedreht, der dritte Teil fast vollstĂ€ndig. Der Film soll zwar offenbar in einer US-amerikanischen GroĂstadt spielen; man sieht aber mehrfach die markante Skyline Torontos. Der Titel des Films Am Highpoint flippt die Meute aus bezieht sich auf den Turmkorb des CN Tower, wo der Showdown stattfindet. Um den Absturz des Antagonisten darzustellen, sprang der Stuntman Dar Robinson mit einem Fallschirm vom Turm.
Die aus Toronto stammenden Cowboy Junkies haben den Stil des Alternative Country maĂgeblich geprĂ€gt. Am 27. November 1987 nahmen sie das Album The Trinity Session in der Torontoer Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit (Church of the Holy Trinity) auf. Die erfolgreiche Alternative Rockband Barenaked Ladies wurde 1988 in Scarborough gegrĂŒndet und nahm auch ihre Alben in Toronto auf. Der Rapper Snow beschreibt in seinem bekanntesten Song Informer Anfang der 1990er Jahre seine Herkunft aus Toronto.
â Siehe auch: Liste der Söhne und Töchter von Toronto
Toronto ist Geburtsort zahlreicher prominenter Persönlichkeiten, zu denen der fĂŒr die GrĂŒndung Kanadas wichtige Politiker Robert Baldwin (1804â1858) zĂ€hlt. Als kanadische Hauptstadt fĂŒr Film, Musik und Medien sind besonders viele Persönlichkeiten aus diesem Bereich vertreten. In Toronto sind folgende Filmschaffende geboren: Raymond Massey, Michael Ironside, Mike Myers, Harland Williams, Will Arnett, die Schauspielerin Jessica Steen und der Regisseur David Cronenberg, der vor allem fĂŒr seine Horrorfilme bekannt geworden ist. Weltweit berĂŒhmt ist vor allem der gebĂŒrtige Torontoer Rockmusiker Neil Young. Nicht aufgewachsen in Toronto ist der Komiker und Schauspieler Jim Carrey. Er trat bereits mit 15 Jahren auf verschiedenen BĂŒhnen von Clubs in Toronto auf. Zum Teil in Toronto aufgewachsen ist die portugiesisch-kanadische SĂ€ngerin Nelly Furtado. Aus Toronto stammt die Rockband Rush und ihr SĂ€nger und Bassist Geddy Lee. Der bedeutende Pianist und Musikautor Glenn Gould wurde in Toronto geboren und starb dort mit 50 Jahren nach einem Schlaganfall.
Der weltweit als Architekt und Designer tĂ€tige Frank Gehry wurde 1929 ebenfalls in Toronto geboren. Der Pritzker-Preis-TrĂ€ger erhielt 1998 von der University of Toronto die EhrendoktorwĂŒrde. Die UniversitĂ€t benannte sogar einen eigenen Lehrstuhl fĂŒr jĂ€hrlich wechselnde Gastprofessoren nach ihm.[94] Das einzige Werk Gehrys in Toronto ist die Neugestaltung des Art Gallery of Ontario im Jahr 2008. Der frĂŒhere Premierminister Lester Pearson wurde 1897 in dem heutigen Torontoer Bezirk Newtonbrook geboren und wuchs in Toronto auf. Er studierte am Victoria College und an der University of Toronto. 1957 erhielt er als Initiator der Beendigung der Sueskrise den Friedensnobelpreis. Der seit 2006 amtierende kanadische Premierminister Stephen Harper wurde in Toronto geboren und ist in der Stadt aufgewachsen.
In Toronto wirkte auch eine Reihe berĂŒhmt gewordener Wissenschaftler. Der Arzt Frederick Banting studierte und arbeitete dort. FĂŒr die Entdeckung des Insulins erhielt er 1923 zusammen mit dem ebenfalls in Toronto forschenden John James Richard Macleod den Nobelpreis fĂŒr Medizin. Arthur L. Schawlow, der 1941 sein Studium der Mathematik und Physik an der University of Toronto abschloss, erhielt 1981 wegen seiner Mitwirkung an der Entwicklung des Lasers den Nobelpreis fĂŒr Physik. Ebenfalls den Physik-Nobelpreis erhielt Bertram Brockhouse, der an der UniversitĂ€t in Toronto diplomierte. John C. Polanyi ist Hochschullehrer in Toronto und erhielt 1986 den Nobelpreis fĂŒr Chemie. Der Physiker Walter Kohn wurde 1946 Master in Angewandter Mathematik an der University of Toronto und erhielt 1998 den Nobelpreis fĂŒr Chemie. Der Schriftsteller und LiteraturnobelpreistrĂ€ger Ernest Hemingway wohnte Anfang der 1920er Jahre in Toronto und begann seine Karriere als Journalist beim Toronto Star.[95] Die in Montreal geborene Journalistin und Ikone der Globalisierungskritik Naomi Klein lebt mit Familie in Toronto.
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Dieser Artikel wurde am 29. MĂ€rz 2009 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen. |