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Generell gibt Tragfähigkeit eine maximale Belastbarkeit an. Der Begriff wird auch metaphorisch verwendet.
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Die Tragfähigkeit (engl. SWL = Safe Working Load) gibt die vom Hersteller angegebene maximal zulässige Belastung eines Hebezeuges oder lastaufnehmender Elemente an, ohne die Berücksichtigung dynamischer Kräfte. Sie wird üblicherweise in Kilogramm angegeben.
Siehe auch: Bruchfestigkeit
Die Tragfähigkeit von Lagern oder Führungen wird durch die statische Tragzahl <math>C_0</math> und die dynamische Tragzahl <math>C</math> ausgedrückt. Die jeweilige Tragzahl ist entscheidend für die Auswahl eines Lagers oder einer Führung im zu erwartenden Lastfall.
Für Handelsschiffe entspricht die Tragfähigkeit als Maß der Zuladekapazität. Sie wird in dead weight tons (dwt, Zuladung, die das Schiff gerade nicht mehr tragen kann) angegeben. Maßeinheiten sind wahlweise metrische Tonnen zu je 1.000 kg oder long tons zu 1.016 kg.
Im Bauwesen erfolgt die Bemessung in den Grenzzuständen der Tragfähigkeit (kurz: GZT oder ULS für engl. ultimate limit state). Dabei werden die Bemessungswerte der Bauteilwiderstände mit den Bemessungswerten der Einwirkungen bzw. den daraus berechneten Schnittgrößen verglichen. Es ist nachzuweisen, dass der Widerstand größer ist als die Einwirkung.
Die Tragfähigkeit eines Bodens ist ein Maß dafür, wie tief und umfangreich die Fundamente eines Bauwerks angelegt werden müssen. Die Tragfähigkeit wird bestimmt durch eine Rammsondierung, einen Lastplattendruckversuch oder einen dynamisch-statischen Pfahlversuch.
Im Straßenbau wird die Tragfähigkeit einer Straßenbefestigung mit dem so genannten Benkelman-Balken ermittelt.
In der Volkswirtschaftslehre ist Tragfähigkeit ein Sammelbegriff für die verschiedenen Arten, einen Staat bzw. eine Gesellschaft zu versorgen. Unterschieden werden muss:
Die agrare Tragfähigkeit ist jedoch nicht immer aussagekräftig, da z.B. Staaten wie Japan, die kaum Rohstoffe besitzen und nur wenige Nahrungsmittel selbst anbauen können, dennoch zu den wichtigsten Industriestandorten der Welt gehören und folglich die eigene Bevölkerung „tragen” kann.
Siehe hierzu Hauptartikel intraspezifische Konkurrenz, Tragfähigkeit der Erde, Nachhaltigkeit