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Transantiago ist ein 2007 in der chilenischen Hauptstadt Santiago eröffnetes integriertes ÖPNV-System, das aus Bus- und U-Bahnlinien besteht.
Zusätzlich zur bereits bestehenden Metro de Santiago wurde ein Busnetz nach dem Vorbild des kolumbianischen TransMilenio aufgebaut. Das komplett neu entworfene Liniennetz ist in zwei Teilnetze aufgeteilt: ein Hauptliniennetz innerhalb der Stadt, das Buslinien und die bereits bestehenden U-Bahnlinien umfasst, und ein System von Lokal- und Zubringerlinien. Es gibt für beide Teilnetze eine integrierte Fahrpreisstruktur. Die Zahlung erfolgt mit einer elektronischen Chipkarte. Der Busbetrieb wurde in 14 Losen weltweit ausgeschrieben, jeweils getrennt für die Troncales (Hauptlinien) und die Alimentadores (Zubringer- und Quartierslinien). Hatten vorher mittelständische Unternehmen und Genossenschaften die Linien in eigener Regie angeboten, so erfolgte der Zuschlag nun vor allem an Großbetriebe und Bietergemeinschaften. Zum Teil wurden sie anschließend von ausländischen Investoren gekauft (Redbus von Veolia Transport, Subus von Fanalca, Kolumbien). Hinter Express de Santiago steckt Transportes Alsacia, eines der Busunternehmen, die im kolumbianischen Transmilenio-System aktiv sind. Im Oktober 2005 haben die neuen Unternehmen den Betrieb übernommen. Mehr als 1.600 neue Niederflurbusse wurden Ende 2005 und Anfang 2006 in Betrieb genommen. Seit dem 10. Februar 2007 ist die neue Linienstruktur im Betrieb, zusammen mit dem integrierten Preissystem. Mehr als 5.000 Busse und vier U-Bahnlinien sind Teil von Transantiago.
Von Anfang an krankte das Transantiago-System an Mängeln. Immer wieder wurde der Betrieb verschoben, ehe es im Februar 2007 losging. Kapazitätsprobleme, fehlende Haltestellen und der Wegfall von Direktverbindungen führten dazu, dass der Nahverkehr teilweise vollkommen zusammenbrach. Die Fahrgäste mussten stundenlang anstehen. Der Volkszorn entlud sich in zum Teil gewalttätigen Protesten. Die Regierung musste eingreifen, stellte u.a. Geld für zusätzliche Busse bereit. Ihre Zahl soll nach Angaben von Transantiago bis Ende 2007 auf 6.300 steigen. Gestartet war man im Februar 2007 mit 4.500 Einheiten. Präsidentin Michelle Bachelet berief mit René Cortazár einen neuen Verkehrsminister. Falls Transantiago bis Ende 2007 nicht stabil läuft, hat auch er seinen Rücktritt angekündigt. Die Opposition hat wegen Transantiago einen Untersuchungsausschuss durchgesetzt.
Das Busliniennetz ist in zwei Produktbereiche aufgeteilt:
Die vier U-Bahnlinien sind Teil des Hauptliniennetzes von Transantiago.
Auf den Hauptlinien werden zwei Bustypen benutzt:
Für die Lokal- und Zubringerlinien kommen auch zwei Bustypen zum Einsatz:
Die erste detaillierte Darstellung aller Linien wurde in November 2006 veröffentlicht. Im Februar 2007 wurde diese neue Linienstruktur im Betrieb genommen.
Der Gesamtfahrzeugpark reduzierte sich von etwa 8.000 Busse im Jahre 2003 auf etwa 5.500 Busse im Jahre 2007. Mehr als 1.600 davon sind neu und niederflurig. Alle neuen Fahrzeuge erfüllen die Emissionsnorm Euro 3.