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Transport for London

Logo von Transport for London

Transport for London (TfL) ist eine Dachorganisation, die seit 2001 das Verkehrssystem in der britischen Hauptstadt London koordiniert. TfL wird durch einen Ausschuss geführt, der direkt dem Mayor of London unterstellt ist und von diesem präsidiert wird. Der Commissioner of Transport for London ist als Geschäftsführer tätig und dem Ausschuss gegenüber verantwortlich.

Inhaltsverzeichnis

Aufgabenbereiche

TfL ist in drei Hauptdirektionen aufgeteilt, die für bestimmte Arten von Verkehrsmittel zuständig sind.

  • London Rail, zuständig für
    • Koordination mit Eisenbahnverkehrsunternehmen, die im Rahmen von National Rail Bahndienstleistungen innerhalb Londons erbringen
    • London Overground, wobei der Betrieb durch einen privaten Franchisenehmer und der Unterhalt durch Network Rail erfolgt
    • Docklands Light Railway, wobei der Betrieb und der Unterhalt durch einen privaten Franchisenehmer erfolgen
    • London Trams, Vergabe von Betriebskonzessionen für das Londoner Straßenbahnnetz (bisher nur Tramlink im Süden der Stadt)

TfL besitzt und betreibt auch das London Transport Museum im Covent Garden. Dieses Verkehrsmuseum befasst sich mit der Verkehrsgeschichte Londons. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Museumsdepot in Acton, das nur während einiger Wochenenden geöffnet ist.

Tarife

Die meisten Verkehrsmittel, die unter der Kontrolle von Transport for London sind, besitzen ein eigenes Tarifsystem. Ausnahmen sind Stadtbusse und Straßenbahn, die dasselbe Tarifsystem anwenden, ebenso London Underground und Docklands Light Railway.

Über diesen verkehrsmittelspezifischen Tarifsystemen ist das Travelcard-System, das Zonenabonnemente mit einer Gültigkeitsdauer zwischen einem Tag und einem Jahr anbietet. Diese sind gültig auf der Docklands Light Railway, in der London Underground, auf Stadtbussen, Eisenbahnen und Straßenbahnen, bis zu einem gewissen Grad auch auf Schiffslinien. Die Oyster Card ist ein neues berührungsfreies Chipkartensystem, mit dem Einzelfahrten im voraus bezahlt oder Travelcards aufgeladen werden können.

Londoner Verkehrsgeschichte

Bis 1933 gab es keine übergeordnete Koordination der verschiedenen Verkehrsmittelarten. Dies änderte sich am 1. Juli 1933 mit der Gründung des London Passenger Transport Board (LPTB). Diese öffentlich-rechtliche Behörde übernahm die Kontrolle sämtlicher U-Bahnen und Straßenbahnen sowie fast aller Omnibusse. 1948 ging der LPTB in die neu geschaffene London Transport Executive (LTE) über;. Sie war Teil der British Transport Commission, die auch für British Railways verantwortlich war. 1963 gelangte die LTE unter der Bezeichnung London Transport Board (LTB) in den direkten Verantwortungsbereich des britischen Verkehrsministers.

Von 1970 bis 1984 war der Greater London Council (GLC) für die Buslinien in Greater London und die London Underground verantwortlich. Die zu diesem Zweck geschaffene Verwaltungsabteilung war die London Transport Executive (GLC). 1984 erfolgte die Gründung der öffentlich-rechtliche Gesellschaft London Regional Transport (LRT) geschaffen, da der GLC zwei Jahre später aufgelöst werden sollte. LRT lagerte 1985 die London Underground in die Tochtergesellschaft London Underground Limited aus. Nach der Privatisierung des Busverkehrs im Jahr 1988 war LRT Konzessionsgeber der Buslinien. Im Jahr 2000 löste TfL die LRT ab und übernahm von dieser Organisation die meisten Aufgaben und Verkehrsmittelarten.

Das Public Carriage Office war ursprünglich eine Abteilung des Metropolitan Police Service, der Unterhalt der Hauptstraßen lag zuvor im Zuständigkeitsbereich der britischen Regierung und der einzelnen London Boroughs. Beide Aufgabenbereiche wurden im Jahr 2000 ebenfalls an TfL übertragen. Das Netz der London Underground ging erst 2003 an TfL über.

Literatur

  • Green, Oliver und Reed, John: The London Transport Golden Jubilee Book (1933−1983), The Daily Telegraph, London 1983. ISBN 0-901684-96-1 (geb.) bzw. ISBN 0-901684-86-4 (paperback)

Weblinks

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